Cantuccini und Kaffee - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Cantuccini – Italienisches Mandelgebäck

Erinnert ihr euch noch an das Blaubeer-Dessert von HIER? Die knusprige Komponente am Boden des Glases waren Cantuccini und ich wollte euch unbedingt noch das Rezept dafür aufschreiben. Man kann sie natürlich auch kaufen, aber ich finde sie selbstgebacken um Längen besser. Außerdem hat man die Zutaten ohnehin meistens im Haus und sie sind auch ganz einfach gemacht.

Cantuccini und Blumis - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Cantuccini stammen ursprünglich aus der italienischen Provinz Prato bei Florenz. Das als Info reicht eigentlich schon – gutes Essen können die Italiener schließlich, und auch in Sachen Gebäck ist Italien mein persönliches Schlaraffenland!

Außerdem gibt es meiner Meinung nach keinen besseren Begleiter zum Espresso als Cantuccini. Ich habe eine Kaffeemühle und liebe den Duft der frischgemahlenen Bohnen und das Geräusch, wenn das schwarze Glück aus der Maschine in meine Tasse läuft. Wenn dann der Cantuccini die Crema trifft, diese goldbraune Schicht auf dem Espresso, und in die schwarze Flüssigkeit eintaucht – hach. Dann ist das für mich Kaffeegenuss in Perfektion!

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Cantuccini werden (ähnlich wie Zwieback) doppelt gebacken. Das bedeutet, dass zuerst eine Rolle geformt wird, die in den Ofen kommt. Im Anschluss wird diese Rolle in Scheiben geschnitten, die dann mit der Schnittfläche nach oben noch einmal gebacken werden. Das Ergebnis sind harte und mürbe Kekse, die lange haltbar sind – denn sie sind ja schon hart 😉

Dass sie traditionell zu Espresso genossen werden, ergibt sich einfach daraus, dass sie beim Eintauchen in Flüssigkeit wieder weich werden. Man kann dann den Keks essen, ohne sich die Zähne auszubeißen 😉

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Wobei ich gestehen muss, dass mich das nicht abhält – ich esse diese Kekse auch pur, ohne alles… Und sehen diese kleinen Kracher nicht auch einfach umwerfend aus? So fotogen!

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Wer übrigens keinen Kaffee mag, kann diese Kekse auch zum Tee genießen. Oder einfach so. Und wer gerade keinen Amaretto im Haus hat, oder keinen mag, kann ihn einfach weglassen.

Hier nun also das Rezept:

Cantuccini

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Zutaten

  • 60g weiche Butter
  • 400g Mehl
  • 150g ungeschälte Mandeln
  • 180g Zucker
  • Prise Salz
  • Abrieb einer Bio-Zitrone (ihr braucht vielleicht nicht alles, probiert es einfach mal)
  • 2 Eier
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 3 EL Amaretto
  • 10 Tropfen Bittermandelaroma (oder nach Belieben)

Zubereitung

1. Den Ofen auf 150° Umluft vorheizen. Die Butter und den Zucker in eine Schüssel geben und verrühren. Zitronenschale, Salz und Eier hinzugeben und schaumig schlagen.

2. Das Mehl und das Backpulver mischen und auf die Zuckermasse sieben. Den Amaretto dazugeben, dann die Mandeln und alles mit dem Knethaken verkneten.

3. Den Teig dritteln und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu drei gleich großen Teigrollen formen. Sie sollten etwa 5 cm breit und 3 cm hoch sein, aber das könnt ihr auch nach Belieben machen – je nachdem, wie groß ihr die Kekse haben möchtet. Die Rollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 20-25 Minuten backen.  Je nach Dicke der Teigrollen kann die Backzeit variieren!

4. Die Rollen aus dem Ofen nehmen und sofort mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden. Wenn der Teig noch nicht durch ist, einfach noch ein paar Minuten backen lassen. Die Scheiben dann mit der Schnittfläche nach oben auf das Backblech legen und bei gleicher Temperatur nochmal ca. 10 Minuten backen lassen. Die Kekse sollten goldbraun und hart sein 😉 Abkühlen lassen und genießen.

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Übrigens war ich am Anfang bezüglich der Zitrone auch skeptisch. Die wollte in meiner Vorstellung nicht so recht hineinpassen, immerhin sind die Aromen der Cantuccini alle sehr „warm“ und Zitrone ist halt eher frisch. Es passt aber perfekt!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken. So langsam wird es jetzt auch herbstlich, aber vielleicht erwischt ihr noch den einen oder anderen Tag, an dem ihr euren Kaffee draußen genießen könnt. Macht euch ein schönes Wochenende und genießt einfach die herrliche Zeit zwischen Sommer und Herbst.

Habt es wundervoll!

Alena

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