Linsensuppe - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Herzhafte Linsensuppe – Soulfood für den März

Ich weiß, eigentlich ist Linsensuppe eher was für kalte, graue und vielleicht sogar verregnete Wintertage. Allerdings ist rein theoretisch gesehen noch Winter ;)) Und obwohl wir in den letzten Tagen schon sehr mit Sonne verwöhnt wurden, finde ich es momentan teilweise doch noch recht kalt. Aus diesem Grund habe ich euch heute Linsensuppe mitgebracht!

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Ganz besonders hervorheben muss ich an dieser Stelle die Mama von Herrn Wunderbrunnen. Er wünscht sich dieses Gericht nämlich sehr oft, wenn wir sie besuchen. Natürlich meistens in der ungemütlichen Jahreszeit.

Ich habe nun also schon sehr oft ihre Linsensuppe gegessen. Jedes Mal mit großer Begeisterung, denn es ist ein sehr wohliges Essen, herzhaft, wärmend – quasi alles perfekte Voraussetzungen zum Soulfood! Eins, das man auch gut nach einem schönen Spaziergang in der Sonne genießen kann :))

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Ein Mysterium rankte sich jedoch immer um diese Suppe. Herr Wunderbrunnen wollte sie öfter mal nachkochen, denn sie schmeckt bei jedem Besuch unglaublich gut. Gleichzeitig schmeckt sie jedes Mal anders! Der Grund: Es gibt kein Rezept. Kein „richtiges“.

*Dramatische Musik*

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Das kennt ihr sicher, oder? Man will ein Rezept von Mama oder Oma nachkochen und dann bekommt man die Auskunft: „Ach, ich nehme hiervon was und davon was und wenn ich das nicht da habe, nehme ich das und dann…“

Schön und gut, aber wenn man das Gericht möglichst originalgetreu nachkochen will (oder gar als Rezept verbloggen will!), ist dieses Information eindeutig zu wenig bzw. zu unpräzise! Wenn man allerdings eine eigene Interpretation anstrebt, ist das in Ordnung. So also auch in diesem Fall.

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Herr Wunderbrunnen bekam also eine grobe Anleitung und kochte danach zuhause eine eigene Linsensuppe. Sie schmeckte herrlich – nicht wie bei Mama, aber da deren Suppen auch nie identisch schmecken, kann das nicht als Kritikpunkt gelten.

Wir kochten die Suppe dann noch einmal zusammen, diesmal mit Zettel und Stift bewaffnet, um alle Mengen zu notieren. Deshalb kann ich sie euch heute aufschreiben – mit dem Hinweis, dass ihr selbstverständlich alles abwandeln könnt. Anderes Gemüse beispielsweise, andere Linsen – eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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Vermutlich wird auch unsere nächste Linsensuppe wieder anders schmecken als sonst, aber das finde ich nicht so schlimm. Es gibt Gerichte, die müssen nicht immer exakt gleich schmecken. Vielmehr geht es um das Gefühl, das man hat, wenn man sie isst: Ein Gefühl von Wärme, Gemütlichkeit, Wohligsein. (Gibt es dieses Wort?) Und das ist das Wichtigste.

Hier ist nun das Rezept. Die Suppe schmeckt übrigens durchgezogen am Besten – also ruhig schon früher vorbereiten! (Oder am nächsten Tag noch genießen :)) Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen:

Linsensuppe

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Zutaten

  • 4-5 mittelgroße Kartoffeln
  • 3 Möhren
  • 1 rote Paprika
  • 1 Stange Lauch
  • 300 g Linsen (ich habe Tellerlinsen genommen)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Cabanossi-Würste
  • 1 Dose Tomatenmark (dreifache Konzentration)
  • 1 EL Milch
  • 30 g Frischkäse oder Sahne
  • Salz, Pfeffer
  • Zucker
  • Currypulver
  • Cayennepfeffer
  • etwas Zucker
  • etwas Sojasoße
  • 1 EL Essig

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Zubereitung

1. Die Linsen nach Packungsanweisung gar kochen. Ich mache das meistens im Schnellkochtopf: Dafür die Linsen mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Wenn der Topf zischt, den Herd ausschalten und den Top noch ca. 4 Minuten unter Druck lassen (kann je nach Modell variieren). Dann den Dampf ablassen und das Wasser abgießen. Fertig!

2. Das Gemüse grob würfeln. Die Wurst in Scheiben schneiden. Die Kartoffeln und Möhren in einem Topf anbraten, salzen und pfeffern. Die Paprika hinzugeben und mit Wasser aufgießen (ca. 1,5 Liter). Das Tomatenmark, die Milch und den Frischkäse dazugeben und einrühren.

3. Als nächstes den Lauch und die Linsen hinzufügen. Dann abschmecken mit Curry, Cayennepfeffer, Salz, etwas Zucker, etwas Essig und einem Schuss Sojasoße.

4. Währenddessen in einer Pfanne die Zwiebeln mit der Wurst scharf anbraten. Wenn alles schön angeröstet ist, in die Suppe geben. Köcheln lassen und abschmecken.

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Kennt ihr auch diese Gerichte, die man nachkochen möchte, obwohl es kein Rezept gibt? Und man erstmal das Essen „verstehen“ muss, bevor man es selbst auf den Teller bringen kann? Erzählt mir gerne davon :))

Habt es wundervoll,

Alena

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