Privates Foodbloggercamp - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

#fbcorschel17 – unser kleines Foodbloggercamp! + Rezepte für Poké Bowl und herzhafte Waffeln

Ihr fragt euch jetzt wahrscheinlich, was es mit dem komischen Hashtag im Titel auf sich und was wohl ein kleines Foodbloggercamp ist? Das verrate ich euch heute ;))

Was ist mit Foodbloggercamps auf sich hat, habe ich euch ja bereits in diesem Artikel erzählt. Es handelt sich dabei um sogenannte Barcamps, wo ein Haufen Foodblogger bzw. einfach viele ähnlich verrückte Menschen Zeit miteinander verbringen. Das kann beim Kochen, Backen, Trinken sein – oder auch bei theoretischen Sessions, in denen SEO und andere Blog-relevante Themen besprochen werden.

Das Schönste ist aber immer der Austausch und die Zeit unter Gleichgesinnten. Umso trauriger war ich, als ich erfuhr, dass die Barcamps von nun an nicht mehr stattfinden werden… Die Traurigkeit wurde aber schnell in den Hintergrund gedrängt, denn es war gleichzeitig der Tag, an dem ich Besuch bekam. Besonderen Besuch!

Kleines Foodbloggercamp - Poke Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Nämlich Rebecca. Rebecca von diesem Blog: Kochküken.

Rebecca habe ich letztes Jahr auf dem Foodbloggercamp in Berlin kennengelernt und fand sie sofort sympathisch – es gibt ja diese Menschen, die man sofort mag. Richtig angefreundet haben wir uns dann, als wir über Instagram feststellten, dass wir beide zur selben (hässlich frühen) Uhrzeit morgens aufstehen müssen. Es begannen Gespräche über Gott und die Welt, das Leben im Allgemeinen und im Speziellen, Ideen für Rezepte wurden wie Pingpong-Bälle hin- und hergespielt und der eine oder andere Ratschlag gegeben ;))

Allgemein stellten wir fest, dass wir ähnlich durchgeknallt sind und stellten zwischenzeitlich auch die These auf, Zwillinge zu sein. Bei der Geburt getrennt. Ich bin also in Wirklichkeit etwas älter und sie etwas jünger als in unseren Ausweisen steht, das ist doch absolut plausibel?!

Jedenfalls kam bald der Wunsch nach einem Wochenende auf, an dem wir nicht nur über Whatsapp oder Instagram am Kochen der jeweils anderen teilhaben könnten, sondern einfach direkt gemeinsam in der Küche stehen könnten. Und das Essen natürlich danach ausgiebig fotografieren könnten. Quasi unser eigenes, kleines Foodbloggercamp! Ziemlich schnell ergab sich die Gelegenheit und wie Wochen davor waren geprägt von Vorfreude und Brainstorming, was wir alles leckeres kochen wollten.

Kleines Foodbloggercamp - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kleines Foodbloggercamp - Poke Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kleines Foodbloggercamp - Poke Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Als das Wochenende kam, kauften wir Unmengen an Essen ein. Wir verbrachten ein bisschen zu viel Zeit in einem Asia-Supermarkt (hauptsächlich vor lauter Faszination ob der vielen exotischen Dinge, die es dort zu kaufen gibt) und hüpften vor lauter Vorfreude, als wir an der Fischtheke Lachs in Sushi-Qualität kauften. Letzterer wurde am selben Abend noch verarbeitet, denn es gab das erste Highlight des Wochenendes: Eine Poké Bowl.

Poké Bowls sind der neueste Trend im Bereich Food – oder sagen wir mal so, es ist ein Trend, der gerade aktuell ist und vermutlich nächste Woche vom nächsten abgelöst wird. Das mit den Trends geht ja immer schneller als man gucken kann… egal. Aber was ist das eigentlich?

Poké (“po-käi” gesprochen, hawaiianisch für “klein schneiden”) Bowls sind zwar ein neuer Trend, es gibt sie aber schon länger. Ursprünglich stammen sie aus Hawaii, wo Poké als beliebtes Gericht schon sehr lange gegessen wird. Angeblich erstmals von Fischern, die auf dem Meer den frischen Fisch direkt ausnahmen, filetierten, würzten und dann aßen.

Eine Bowl wurde daraus, als Reis dazu serviert wurde (die klassische hawaiianische Poké Bowl) und das Gericht dann irgendwann auf dem Festland der USA noch mit weiteren Zutaten verfeinert wurde. Mit dem hawaiianischen Ursprung haben diese Bowls nicht mehr viel zu tun – aber die große Beliebtheit spricht trotzdem dafür. Wer gerne mehr darüber lesen möchte, kann sich diesen Artikel zu Gemüte führen: Everything You Need To Know About Hawaii’s Wildly Popular Poke Bowls

Ich bin nach wie vor großer Fan von Buddha Bowls, aber Poké Bowls haben in mir auch große Liebe geweckt. Rebecca und ich haben also den besten Lachs gekauft, den wir kriegen konnten, Edamame (gibts in jedem asiatischen Supermarkt), statt Reis Couscous dazu und machten uns ans Basteln. So gut! Wie wir das gemacht haben, erzähle ich euch jetzt:

Poke Bowl á la Wunderbrunnen & Kochküken

Kleines Foodbloggercamp - Poke Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 300 g Lachsfilet in Sushi-Qualität (am besten an der Theke die Haut entfernen lassen, das können sie dort immer am besten ;))
  • 1 Avocado
  • eine halbe Zucchini (wir hatten eine gelbe)
  • 100 g Couscous
  • 1 EL Tomatenmark
  • 50-60 ml Wasser
  • eine Handvoll Cherry-Tomaten
  • Edamame (nach Belieben)
  • Kresse (nach Belieben)
  • schwarzer Sesam
  • Wasabipaste
  • Sojasoße
  • Sesamöl
  • schwarzer Sesam
  • wer mag: Kimnori (das ist Crunchy Seaweed, also knuspriger Seetang, sehr lecker und auch in jedem Asia-Supermarkt zu haben!)

Zubereitung

1. Die Edamame in Salzwasser für etwa 5-8 Minuten kochen. Anschließend die kleinen Böhnchen herauspulen 😉 Den Couscous mit etwas Salz bestreuen. Das Wasser zum Kochen bringen und über den Couscous gießen, dabei das Tomatenmark einrühren. Es kann sein, dass das Wasser nicht reicht, dann noch etwas dazugeben. Ihr merkt es an der Konsistenz.

2. Den Lachs würfeln und die Avocado in Scheiben schneiden. Die Zucchini ebenfalls in Scheiben schneidenund durch eine heiße Bratpfanne schieben, sodass sie ganz leicht gebräunt ist. Geht ganz schnell 😉 Die Tomaten ebenfalls würfeln.

3. Jetzt kommt der spaßige Teil: Couscous (Menge nach Belieben) in eine Schüssel geben. Die übrigen Zutaten nach Lust und Laune darin anrichten. Am Ende mit Sesam und dem Crunchy Seaweed bestreuen und mit Sojasoße, Sesamöl und eventuell Wasabi würzen. (Aufpassen mit Wasabi, das kann man auch mal aus Versehen mit einem großen Bissen alles auf einmal erwischen. Ich spreche aus Erfahrung ;))

Kleines Foodbloggercamp - Frühstück - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Am Samstag hatten wir Waffeln zum Frühstück geplant. Süße und herzhafte! Ich hatte noch nie zuvor herzhafte Waffeln selber gemacht, musste aber schnell feststellen, dass es wirklich kinderleicht ist.

Mit den Grundzutaten Mehl, Butter und Eiern könnt ihr natürlich alles kombinieren, was euch so einfällt oder worauf ihr Lust habt. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Wir haben sie so gemacht:

Herzhafte Waffeln

(ergibt etwa 8-10 kleine Waffeln in einem belgischen Waffeleisen)

Kleines Foodbloggercamp - herzhafte Waffeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 70 g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 125 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 ml Milch
  • 80 g geriebene Zucchini
  • 40 g Parmesan
  • 1/2 – 1 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Paprika

Zubereitung

1. Die Zucchini grob raspeln und den Parmesan fein reiben. Beiseite stellen. Die Butter schaumig schlagen. Beide Eier hinzugeben und weiterschlagen.

2. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen und dann abwechselnd mit der Milch zum Teig geben. Am Ende das Gemüse und den Käse hinzugeben, ebenso das Tomatenmark. Nun mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen – eventuell müsst ihr es einmal abschmecken. Nun im Waffeleisen backen und beispielsweise mit Räucherlachs und Avocado zusammen servieren. So lecker!

Kleines Foodbloggercamp - Infused Water - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Den Samstag verbrachten wir dann auf dem Goûte-Festival, worüber ich bereits hier berichtet habe. Dort war es so warm, dass wir abends erstmal eine große Karaffe mit Infused Water machten und ziemlich schnell leerten.

Wenn ihr Infused Water noch nicht gehört haben solltet – es ist einfach nur ein fancy Name für Wasser, das man Minze und / oder irgendeiner Form von Obst (meistens kleingeschnitten) aufgepeppt hat. Super lecker, sehr vielseitig (ihr könnt quasi alles in das Wasser geben) und ganz sicher nie langweilig :))

Kleines Foodbloggercamp - Poke Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kleines Foodbloggercamp - Salat mit Burrata - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Da wir nach den vielen Köstlichkeiten auf dem Festival kaum Hunger hatten und es auch eigentlich zu warm war zum Kochen, haben wir uns einen herrlich frischen Salat gemacht. Getoppt mit Burrata war das wirklich superlecker!

Im Anschluss daran gab es noch einen Drink – das Rezept für den Raspberry Mojito habe ich euch auch in diesem Artikel aufgeschrieben. Damit ließ es sich herrlich entspannen und den Abend ausklingen lassen.

Kleines Foodbloggercamp - Salat mit Burrata - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Privates Foodbloggercamp - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Am Sonntag war Rebecca für das Frühstück zuständig. Sie bereitete ihre unglaublich leckeren Haferflocken-Auflauf-Muffins vor. Im Anschluss machten wir einen Spaziergang, da es an diesem Tag sehr heiß werden sollte.

Das Rezept für die Muffins (die ihr übrigens auch in einer Auflaufform zubereiten könnt) hat Rebecca euch auf ihrem Blog aufgeschrieben: Herzhafte Haferflockenmuffins

Kleines Foodbloggercamp - gefüllte Nudeln mit Grüne-Soße-Kräuter-Pesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und obwohl es an dem Tag wirklich unglaublich heiß war, ließen wir es uns nicht nehmen, Nudeln selber zu machen. Wir hatten uns nämlich in den Kopf gesetzt, sie mit einer Füllung aus grünem Spargel zu füllen – und dazu sollte es ein Pesto aus den Kräutern für Grüne Soße geben.

Gesagt, getan! Die Nudeln waren so unglaublich gut, dass ich nur beim Gedanken daran Hunger bekomme. Aber: Das Rezept bekommt ihr auch von Rebecca. Es wird bald auf ihrem Blog online gehen 🙂

Kleines Foodbloggercamp - gefüllte Nudeln mit Grüne-Soße-Kräuter-Pesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das Wochenende war ein voller Erfolg, wenn man das so sagen kann – wir haben gelacht, geredet, leckeres Essen zubereitet und einfach die schönste Zeit gehabt. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste kleine Foodbloggercamp, liebes Kochküken! <3

Ich hoffe, ich habe euch etwas inspirieren können. Manchmal braucht man ein bisschen Verrücktheit und Experimentierfreude, es können die lustigsten und tollsten Sachen dabei herauskommen. Traut euch!

Kleines Foodbloggercamp - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sämtliche Gerichte aus diesem Beitrag eignen sich übrigens perfekt dazu, in Chill-Klamotten (aka Jogginghose oder Pyjama) auf dem Sofa genossen zu werden. Gemeinsam mit einem Aperol Spritz und natürlich einer wunderbaren Freundin. Die kann man sich aber für kein Geld der Welt kaufen ;)) Cheers!

Habt es wundervoll,

Alena

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