Köfte-Burger - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Köfte-Burger mit Feta und karamellisierten roten Zwiebeln

Neulich fiel mir auf, dass ich noch kein einziges Burger-Rezept verbloggt habe. Dabei liebe ich Burger und vor allem Köfte-Burger!

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Schmeckt übrigens noch besser nach einem Spaziergang im herbstlichen Wald. Liebt ihr das verfärbte Laub auch so sehr wie ich? Die vielen Pilze? Ich kann mich am Herbstwald nicht sattsehen. Deshalb habe ich euch heute ein paar herbstliche Impressionen zwischen die Burgerfotos gemogelt 😉

Ehrlich gesagt liebe ich die meisten Burger, die wir im Hause Wunderbrunnen so herstellen. Meistens sind sie recht simpel. Selbstgemachtes Bun (=Brötchen), selbstgemachte Soße, frisches Hack fürs Patty. Dann natürlich noch die heilige Dreifaltigkeit für den Burger aus Gurke, Tomate und Salat – und Käse.

Ohja, Käse ist wichtig – der Hauptgrund, weshalb ich niemals vegan leben könnte. (Knapp gefolgt von Eiern und BUTTER.) Käse auf Burger ist wirklich eine enorm wichtige Zutat. Wir haben es sogar schon geschafft, quadruple Cheeseburger herzustellen – ja, ihr habt richtig gelesen. Vier Sorten Käse auf einem Burger. Den gibts heute allerdings nicht 😉

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Heute erzähle ich euch nämlich, wie man Köfte-Burger macht. Köfte kennt vielleicht auch nicht jedermann, deshalb kurz zur Erklärung: Köfte sind orientalische Frikadellen, die es in verschiedenen Formen und Zubereitungsarten gibt. Wichtig ist unter anderem die Würzung mit Kreuzkümmel und anderen orientalischen Gewürzen. Das macht auch unseren Köfte-Burger-Patty aus! (Vermutlich hat er nämlich sonst mit den ursprünglichen Köfte nicht so viel gemeinsam, hihi.)

Um bei dem etwas südländischeren Thema zu bleiben, gibt es statt dem üblichen Cheeseburger-Käse Feta. Den haben wir auch gleich mit ins Patty gesteckt – umwerfend gut! Außerdem besteht die Burger-Soße aus Tahini und Joghurt. Natürlich gibt es auch die obligatorische Gurke und Tomate. Das gewisse Etwas kommt dann aber tatsächlich durch die karamellisierten roten Zwiebeln.

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Die herzhaften Patties mit den warmen Gewürzen, der salzige Feta und die süßlichen Zwiebeln – das ist die perfekte Kombination aus Geschmacksrichtungen! Dann noch ein herrlich lockeres Bun dazu, fertig ist der schmackofatz Burger. So soll das sein!

Apropos Bun: Das Rezept dafür stammt gar nicht von mir… sondern von Steph vom wunderbaren Blog Kleiner Kuriositätenladen. Die Burger Buns sind der Knaller, deshalb verlinke ich einfach mal dorthin: Burger Buns nach Kleiner Kuriositätenladen

Und damit ihr den Rest der Geschmacksexplosion ganz einfach nachkochen könnt, gibt es nun mein Rezept für euch:

Köfte-Burger

(für 2 Burger)

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Zutaten

  • 150-180 g Rinderhack pro Patty (je nach Hunger, Geschmack und gewünschter Dicke)
  • 1 zerdrückte Knoblauchzehe
  • ca. 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlene Koriandersamen
  • Meersalz (nicht ganz 1 TL)
  • zwei gute Prisen frisch gemahlener Pfeffer
  • Prise Kardamom
  • 1/4 TL Piment
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 2 EL glatte, gehackte Petersilie
  • Feta nach Belieben
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 EL Zucker
  • 150 g Joghurt
  • 100 g Tahini
  • 1 1/2 EL frisch gepressten Zitronensaft
  • 1 1/2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Burger Buns 😉

Zubereitung

1. Etwa 50 g des Fetas zerbröseln. Die Gewürze zum Hack geben und vermengen. Die Menge halbieren und Patties formen.  Feta am besten in die Mitte der Patties geben. Den Joghurt mit Tahini, Zitronensaft und Olivenöl verrühren. Tomate und Gurke waschen, in Scheiben schneiden. Die roten Zwiebeln schälen, halbieren und in Ringe schneiden. In einer Pfanne in etwas Fett andünsten, Zucker hinzugeben und unter ständigem Rühren auf nicht zu hoher Hitze karamellisieren lassen. Beiseite stellen.

2. Die Patties entweder grillen oder in der Pfanne braten (etwa 2-4 Minuten von jeder Seite – je nachdem wie durch ihr sie mögt ;)). Die Buns aufschneiden und beide Hälften mit der Tahini-Soße bestreichen. Vom Feta so viele Scheiben abschneiden, dass sie auf die Patties passen. Wenn die Oberseite vom Patty gar ist, die Feta-Scheiben drauflegen, damit sie schmelzen.

3. Wenn die Patties fertig sind, auf die Burger legen. Die roten Zwiebeln darauf verteilen, am Ende die Tomate und Gurke drauflegen. Zusammenklappen und versuchen, beim Abbeißen nicht die größte Sauerei aller Zeiten zu machen 😉

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Viel Spaß und guten Hunger!

Habt es wundervoll,

Alena

Teekampagne - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Die Teekampagne – bester Tee + Gewinnspiel [Werbung]

Ich habe es schon vielfach geschrieben: Ich liebe Tee! (Beispielsweise hier.) Allerdings bin ich bislang noch nicht näher darauf eingegangen, was ich denn eigentlich für Tee trinke. Es ist der Darjeeling der Teekampagne – ein ganz besonderer Tee eines ganz besonderen Unternehmens. Da mir dieses Thema sehr am Herzen liegt, möchte ich es heute mit euch teilen.

Teekampagne - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Was ist die Teekampagne?

Die Teekampagne wurde 1985 von Günter Faltin, Professor an der FU Berlin, gegründet. Sein Ziel: Tee in Deutschland günstiger anzubieten, als es bis dahin der Fall war. Er hatte festgestellt, dass der Tee in den Anbauländern nur etwa ein Zehntel vom hiesigen Endpreis kostete. Der Grund: Kleinverpackungen und Zwischenhandel. Tee durchläuft nämlich vom Erzeuger bis hin zum Endverbraucher etwa fünf Zwischenhändler!

Dass diese Zwischenschritte eigentlich unnötig sind, zeigt das Prinzip der Teekampagne: Das Unternehmen verkauft nur eine einzige Sorte Tee, nämlich den echten Darjeeling in grün und schwarz. Dadurch können direkt bei den Erzeugern günstiger große Mengen eingekauft werden. Der Tee wird in 1-Kilo-Verpackungen abgefüllt, was Verpackungsmaterial spart. Dank des Abo-Services der Teekampagne wird der Tee sofort an die Kunden versandt. Das wiederum spart Lagerkosten!

Auch auf Werbung verzichtet die Teekampagne fast gänzlich. Die Qualität des „Champagner unter den Tees“ spricht für sich – gleichzeitig ist die Produktion absolut vorbildlich, was Öko-Landwirtschaft und Klimabilanz angeht. Dazu später mehr!

(Seit Neuestem verkauft die Teekampagne auch noch eine zweiten Sorte: Assamtee – nach denselben Prinzipien!).

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Grüner Darjeeling

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Wie kam ich zur Teekampagne?

Seit ich denken kann, haben meine Eltern und ich Tee getrunken. Wann wir angefangen haben, grünen Tee zu trinken, weiß ich nicht mehr – ich weiß nur, dass es eine Liebe ist, die bis heute Bestand hat 😉 Anfangs war es noch aromatisierter Grüntee, bis wir irgendwann auf die puren Tees umgestiegen sind.

Der Darjeeling der Teekampagne ist seit ein paar Jahren unser aller Liebling. Meine Mama bekam ihn irgendwann von einer Freundin empfohlen. Die Mund-zu-Mund-Propaganda hat in unserem Fall also funktioniert.

Seitdem ist der Tee fest in meinem Tagesablauf verankert. Ich mache mir jeden Morgen eine Kanne – egal wie hektisch ein Morgen ist oder wie früh ich aufstehen muss. Für eine Tasse Tee ist immer Zeit, muss immer Zeit sein!

Teekampagne - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Die Sache mit dem Darjeeling

Darjeeling heißt die Region im südlichen Himalaya, die etwa 2000 Meter hoch liegt. Der Tee, der dort an den steilen Hängen zu sehen ist, wächst langsamer als in den Ebenen weiter unten. Dadurch bekommt er sein besonderes Aroma. Die zarten Blätter zu pflücken ist jedoch mit großem Aufwand verbunden. 12.000 Stück sind notwendig, ehe sie für ein Kilo Tee reichen.

Was viele nicht wissen: Der Darjeeling, den es im Supermarkt zu kaufen gibt, ist gar kein echter Darjeeling. In der Region werden nämlich schätzungsweise 10.000 Tonnen Tee produziert. Weltweit als Darjeeling verkauft werden allerdings 40.000 Tonnen! Das drückt die Preise für echten Darjeeling auf dem Weltmarkt und ist für die Pflücker und Erzeuger von großem Nachteil. Das Geld geht an die großen Handelsketten, die unter dem Namen des Darjeelings Tee verkaufen, der eigentlich zu einem Großteil aus Billigtee besteht.

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Verpackungen der Teekampagne mit dem Darjeeling-Logo des Tea Board of India.

Die Teekampagne führt aus diesem Grund das Darjeeling-Logo des Tea Board of India, das nur führen darf, wer 100 % reinen Darjeeling verkauft. (Es ist damit übrigens das erste Unternehmen in Deutschland, das dieses Logo tragen durfte!)

Die indische Teebehörde hat 2007 einen Antrag gestellt, Darjeeling als geographische Marke schützen lassen. Leider ohne Erfolg, da sich die großen Handelsketten dagegen wehren. Immerhin wurde Darjeeling 2011 in das Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen aufgenommen (wie beispielsweise das Lübecker Marzipan). Um Fälschungen zu verhindern, setzt sich die Teekampagne seit Jahren dafür ein, dass Darjeeling als Marke anerkannt wird. Außerdem setzt sie sich für die Aufklärung über die Fälschungsproblematik ein, damit dieses Thema im Bewusstsein bleibt.

Transparenz und Nachhaltigkeit

Was mich direkt beeindruckte, als ich das erste Mal von der Teekampagne hörte, war die Rückverfolgbarkeit. Sämtliche Tee-Packungen sind bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Von Anfang an veröffentlichte das Unternehmen die Ergebnisse der Rückstandsanalysen auf dem Etikett jeder Packung. Der Preis für den Tee, den die Teekampagne bei den Produzenten einkauft, liegt über dem Weltmarktniveau. Dadurch können die Produzenten nicht nur kostendeckend arbeiten, sondern sogar gewinnbringend.

Die Tees der Teekampagne sind ausnahmslos alle Bio-Tees – und auch hier ist besonders hervorzuheben, dass sie nicht „nur“ bloß bio sind. Das Bio-Siegel umfasst nicht alle Qualität-Standards der Teekampagne, sodass viele der Biotees auch noch das Naturland-Siegel tragen. Diese Zertifizierung ist deutlich strenger und umfasst neben strengsten ökologischen Standards auch soziale Richtlinien. Darüber hinaus sind einige Produzenten sogar FLO-zertifiziert oder arbeiten nach demeter- oder Bioland-Richtlinien.

Wenn euch das Thema Nachhaltigkeit interessiert, findet ihr unter dem folgende Link weitere Aspekte, die die Teekampagne zu dem Thema beachtet und (meiner Meinung nach) sehr vorbildlich gelöst hat: Nachhaltigkeit

Teekampagne - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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First und Second Flush

Wenn ihr bei der Teekampagne bestellt, werdet ihr auf drei Sorten Tee stoßen: First Flush, Second Flush und Grünen Darjeeling. Letzterer wird aus der Herbsternte hergestellt und im Gegensatz zum schwarzen Tee nicht fermentiert.

Der First Flush stammt aus der Frühlingsernte, wenn sich nach der Winterruhe zwei Blätter und eine Knospe gebildet haben. Das Aroma des Tees ist ganz fein, die Farbe hellgolden.

Der Second Flush wird aus der Sommerernte gewonnen, wenn die Blätter dunkelgrün sind und die Triebe am meisten Kraft haben. Der Tee ist kräftiger im Geschmack, ebenso die Farbe. Beide Blattqualitäten sind ein wahrer Genuss!

Da ich den Geschmack von purem, nicht-aromatisiertem Tee schon so lange gewohnt bin, ist meine Geschmacksbeschreibung des Darjeelings natürlich ein bisschen voreingenommen. Den grünen trinke ich jeden Tag: Der erste Aufguss ist zart, gleichzeitig frisch und leicht. Der zweite Aufguss ist etwas stärker, aber ich finde den „zartbitteren“ Geschmack von grünem Tee sehr angenehm.

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Schwarzer Darjeeling
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Grüner Darjeeling

Tu dir was Gutes!

Die gesunden Aspekte vom grünen Tee sind ebenso vielfältig wie viel diskutiert. Viele Studien haben mittlerweile belegt, dass der Konsum von grünem Tee bzw. Grüntee-Extrakten eine gesundheitsfördernde Wirkung hat. Beispielsweise wirkt er sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus.

Vor allem grüner Tee enthält viele Polyphenole, die zu den Antioxidantien zählen. Sie sind dafür bekannt, freie Radikale im Körper einzufangen und vor Krankheiten zu schützen. Weitere Studien haben ergeben, dass grüner Tee gut für den Magen ist, das Herz schützen und sogar beim Abnehmen helfen kann. Auch der Zuckerstoffwechsel kann durch regelmäßigen Konsum von grünem Tee positiv beeinflusst werden.

Wichtig ist jedoch vor allem die Bio-Qualität des Tees, denn viele Tees und auch Matchas sind sehr stark belastet – und dann nützen auch alle eigentlich gesundheitsfördernden Aspekte nichts….

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Welt der Teekampagne geben. Im Folgenden verlinke ich euch noch einmal alle wissenswerten Links sowie den Online Shop. Ihr könnt den Tee auch ohne Abo bestellen, er ist nur nicht immer verfügbar. Da ihr nun aber wisst, warum das so ist, sollte das kein Problem sein. Lasst mich gerne wissen, ob ihr den Tee probiert – ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen!

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Gewinnspiel

Damit ihr vielleicht gar nicht so lange warten müsst, den Tee zu bestellen, habe ich heute noch ein besonderes Goodie für euch: Ich darf in Zusammenarbeit mit der Teekampagne 50g grünen Darjeeling verlosen! Ist das nicht der Hammer?

Verratet mit dafür bis zum 21. Oktober 2017 in den Kommentaren, wann ihr am liebsten Tee trinkt. Morgens zum Frühstück, in der Mittagspause oder nachmittags, mit einer lieben Freundin zusammen? Ich freue mich auf eure Antworten! Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Habt es wundervoll,

Alena

Quellen: Website der Teekampagne, MehrWERT-Magazin 1/2015

Vielen Dank an die Teekamapagne für den zur Verfügung gestellten Tee! Mein Beitrag bleibt davon unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder.

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Von Wein, Lauch und Bratwurst – Blogger-Aktion Rheinhessen-Roulette [Werbung]

Was sich erstmal liest wie eine merkwürdige Zusammenstellung, ist in Wirklichkeit nur eins: lecker! Die Geschichte hinter der Kombi Bratwurst und Wein möchte ich euch heute erzählen.

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Vor ein paar Wochen flatterte eine E-Mail in mein Postfach. Darin fragte mich Miriam von Gourmet Connection, ob ich Lust auf einen Weinvorrat für ein Jahr hätte. Was für eine Frage! 😀

Dafür sollte ich nur eins tun: Bei der Aktion „Rheinhessen-Roulette“ mitmachen – initiiert von Rheinhessenwein e.V.!  Ablaufen sollte das Ganze nach dem Prinzip eines Roulette-Spiels dann wie folgt:

1. Ich nenne drei Zahlen zwischen 1 und 10 und bekomme daraufhin drei Weine zugeteilt (hinter jeder Zahl steht ein anderer Wein).
2. Ich nenne drei weitere Zahlen zwischen 1 und 10 und bekomme daraufhin drei regionale Produkte (Lebensmittel) zugeteilt (gleiches Prinzip wie beim Wein).
3. Nun entscheide ich mich für mindestens zwei der Lebensmittel sowie einen der Weine und kreiere (mit weiteren Zutaten) ein rheinhessisches Rezept neu oder stelle auf irgendeine Art und Weise Bezug zu der Region her. Dazu dann das perfekte Wein-Pairing – fertig ist der Beitrag, der von einer Experten-Jury bewertet wird!

Puh. Im ersten Moment war ich mir unsicher – ich kenne mich mit Rheinhessen eher weniger gut aus und so ein Roulette birgt ja nun auch einiges an Risiken. Mir unbekannte Zutaten oder Zutaten, die ich sonst nie verwendet hätte… kann ja alles vorkommen.

Letzten Endes überwog aber dann doch meine Neugier und die Aufregung auf eine Herausforderung. Manchmal muss man halt auch seine kulinarische Komfortzone verlassen und etwas Neues wagen! Also antwortete ich Miriam todesmutig mit den Zahlen 5, 7 und 10 (für die Weine) und 3, 8 und 10 (für die Produkte).

Voller Ungeduld wartete ich auf das Paket – was für eine Spannung! Da kann klassisches Roulette ja wohl mal kein Stück mithalten 😉 Was mich dann in dem Paket erwartete, waren die folgenden Weine und Produkte:

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Von links nach rechts: Ein Spätburgunder (Blanc de Noirs, 2016) aus dem Cisterzienser Weingut Michel, ein Weißburgunder aus dem Weingut Becker (2016) sowie ein Blauer Frühburgunder (Ingelheimer Schlossberg, 2015) aus dem Weingut Bettenheimer.

Beim Lebensmittel-Roulette gab es zwei Stangen Lauch, eine Flasche Riesling-Weinessig sowie eine Dose Bratwurst.

Wein, Lauch und Bratwurst - Blogger-Roulette - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich gebe zu, dass ich die Weine tatsächlich allesamt nicht kannte, aber viel kurioser als „Blauen“ Burgunder fand ich die Dosenbratwurst! Das war definitiv mal eine Herausforderung. So etwas hatte ich nämlich noch nie in der Hand…

Für eine Weile war ich etwas ratlos. Lauch und Weißweinessig kam mir nicht besonders rheinhessisch vor – und was ist eigentlich typisch rheinhessisch? Als gebürtiges Nordlicht musste ich erstmal ein bisschen Recherche betreiben. Mein Fazit: Rheinhessisch kann man natürlich mit so Klassikern wie Spundekäs oder Backesgrumbeere gleichsetzen, man kann es aber auch etwas allgemeiner halten. In diesem Fall bin ich zu einem weiteren Fazit gekommen: Rheinhessische Küche ist deftig (passt zum Wein), dabei aber schlicht. Kein großes Tamtam, bodenständig und gut.

Damit konnte ich arbeiten. In Richtung Herbst mit saisonalen Produkten gebrainstormt stand irgendwann die Idee von einem Klassiker im Raum: Himmel und Erde. Die Kombination aus Kartoffelpüree, Apfelmus und (Blut-)Wurst fand ich in Hinblick auf meine Roulette-Produkte sehr reizvoll und so wandelte ich das Gericht etwas ab. Statt Kartoffel-Püree machte ich einen Kartoffel-Lauchstampf, briet noch etwas Lauch für Aromen und Deko an, karamellisierte Apfelscheiben und löschte sie mit dem Weißburgunder von Becker ab – und dann die Bratwurst. Die Bratwurst!

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Für alle die, die noch nie eine Dosenbratwurst gesehen haben: Es handelt sich dabei um das Brät, das etwa die Form und Konsistenz einer Frikadelle hat und in der Dose liegt. Ich habe diese „Frikadelle“ einfach in Würfel geschnitten und mit ein paar Apfelwürfeln angebraten.

Alle Komponenten zusammen auf dem Teller harmonieren so wunderbar, dass ich selber ein bisschen stolz bin. Der Weißburgunder passt ideal dazu – er ist sehr spritzig mit fruchtigen Aromen, was ihn quasi zum perfekten Begleiter für den lockeren Kartoffel-Lauch-Stampf und die herzhaft-deftige Bratwurst macht.

Und weil ich nach dem Kochen und zwischendurch immer wieder mal probieren noch Wein übrig hatte, machte ich kurzerhand noch eine Zabaione. Das ist zwar wirklich kein rheinhessisches Dessert, aber Dessert geht immer und wenn man als Hauptzutat rheinhessischen Weißburgunder nimmt, dann ist es schon ein bisschen ein rheinhessisches Dessert. Was meint ihr? 😉

Nun habe ich aber genug geschwafelt und möchte euch erzählen, wie ihr meine Kreationen nachkochen könnt:

Rheinhessischer „Himmel und Erde“

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Zutaten

  • 5 Kartoffeln (überwiegend festkochend)
  • 2 Stangen Lauch
  • 2 EL fein gehackten Sellerie
  • 60 g Butter
  • Salz und Muskat
  • 1 Dosenbratwurst
  • 1 Apfel (am besten Boskop)
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Zucker
  • Weißburgunder Becker

Zubereitung

1. Für den Kartoffel-Lauch-Stampf die Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser kochen. Gleichzeitig den Lauch waschen, halbieren und in ca. 1 cm breite Ringe schneiden. Ein paar beiseite stellen (zum Braten, optional). Den Apfel waschen und ein Viertel in kleine Würfel schneiden, den Rest in Scheiben schneiden. Die Dosenbratwurst einmal quer durchschneiden und dann würfeln.

2. Kurz bevor die Kartoffeln gar sind, den Lauch kurz blanchieren. Für den Kartoffelstampf die Kartoffeln abgießen und mit 60 g Butter stampfen. Den Lauch darunter rühren, beiseite stellen. In der Zwischenzeit erst die einzelnen Lauch-Würfel in einer Pfanne rösten. Dann die Bratwurst-Würfel mit den Apfel-Würfeln anbraten, bis das Fleisch eine schöne Farbe hat.

3. In einer anderen Pfanne die Apfel-Scheiben kurz in etwas Butter anbraten, dann den Zucker dazugeben. Karamellisieren lassen, dabei die Apfelscheiben gelegentlich wenden. Wenn der Zucker noch relativ hell ist, einen guten Schluck Wein hinzugeben – je nachdem, wieviel Soße ihr haben möchtet 😉 Die Apfelscheiben weiter wenden und ein bisschen einreduzieren lassen. Dabei aufpassen, die Äpfel rechtzeitig rauszunehmen (Boskop zerfällt recht schnell).

4. Nun alle Komponenten auf einem Teller anrichten, etwas von der Wein-Butter-Soße dazugeben und mit einem Glas Weißburgunder genießen. Fertig!

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Und wer danach noch Lust auf ein Dessert hat:

Rheinhessische Zabaione

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Zutaten

  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 50 g Zucker
  • 60-80 ml Weißburgunder

Zubereitung

1. Das Ei und Eigelb mit dem Zucker in eine Schüssel geben und über dem Wasserbad aufschlagen. Dabei aufpassen, dass kein Wasser aus dem Wasserbad in die Schüssel gelangen kann! Die Eier-Zucker-Masse schlagen, bis eine dicke, helle Creme entsteht. Nun langsam den Wein hinzugießen und weiterschlagen. (Ihr könnt die Weinmenge je nach Geschmack anpassen, ich mag es gerne, wenn man den Wein herauschmeckt…)

2. Bevor ihr mit dem Rezept beginnt, bereitet ihr am besten eine Schüssel mit kaltem Wasser vor. Wenn sich eine schöne Creme gebildet hat, nehmt ihr die Schüssel aus dem Wasserbad und setzt sie in die andere Schüssel mit kaltem Wasser. Nun noch einen Moment weiterschlagen, dann fällt die Creme nicht sofort zusammen. Noch warm servieren und sofort aufessen 😉

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So – Rheinhessen dürfen sich nun gerne zu Wort melden und zu dem Hauptgericht äußern – aber auch nur die, die schonmal eine Dosenbratwurst von innen gesehen habe 😉

Ich bin gespannt, was die Expertenjury sagt… drückt mir die Daumen!

Habt es wundervoll,

Alena

 

Hier übrigens eine Linkliste, die euch zu den Blog-Startseiten meiner Mit-Blogger führt – bei einemKlick auf den Rezept-Namen gehts direkt zu den Rezept-Postings.

 

Vielen Dank an Gourmet Connection und Rheinhessenwein e.V. für die zur Verfügung gestellten Produkte! Mein Beitrag bleibt davon unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder.

Hallo Oktober! Liebeserklärung an den Herbst - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hallo Oktober! Eine Liebeserklärung an den Herbst

Nachdem es urlaubsbedingt im September keinen „Hallo neuer Monat“-Beitrag gab, geht es nun wie gewohnt mit dem Oktober weiter. Für diesen Anlass habe ich mir eine kleine Liebeserklärung an den Herbst ausgedacht – denn es scheint mir, als gäbe es über keine andere Jahreszeit so stark auseinandergehende Meinungen.

(Achtung, es folgen viele Fotos! ;))

Hallo Oktober! Liebeserklärung an den Herbst - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich liebe den Herbst! Klare Sache. Zugegeben, ich liebe den Frühling noch mehr. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass ich von dem hellen Grün nicht genug bekomme – und ich viel besser aus dem Bett komme, wenn es morgens früher hell wird. Doch gleichzeitig freue ich mich jedes Jahr im Herbst wie ein kleines Kind! Vielleicht bin ich auch einfach ein Übergangsjahreszeit-Liebhaber.

Aber was ist so schön am Herbst?

1. Das Licht

Kein Monat kann mit einem derart goldenen Licht aufwarten, wie der Oktober – oder auch der September. Es gilt, die letzten warmen Tage auszunutzen und so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen.

Normalerweise führt uns unsere Laufstrecke hauptsächlich durch den Wald, aber in der dunklen Jahreszeit sind die Wege dort etwas halsbrecherisch. Also hat Herr Wunderbrunnen getüftelt und eine Laufstrecke gefunden, die beleuchtet ist. Im Rahmen unserer Testläufe fanden wir einen Weg, der zwar ungeeignet ist (weil dunkel), aber bei Tageslicht sehr malerisch ist. Er führt an Apfelbaumwiesen vorbei, die im goldenen Licht der letzten warmen Tage einfach zauberhaft aussehen!

Hallo Oktober! Liebeserklärung an den Herbst - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Auch ein bisschen wildlife gibt es dort zu sehen – Pferde, flauschige Kühe mit riesigen Hörnern und sogar ein kleines Kalb bekam ich bei einem Spaziergang zu Gesicht. Im Oktober hoffe ich nun auf die Möglichkeit, dort morgens ein paar stimmungsvolle Fotos vom Sonnenaufgang zu machen!

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2. Äpfel und Kürbisse

Die Herbst-Küche wartet mit allerhand feinen Sachen auf uns! Sowohl Äpfel und Kürbisse haben nun Saison. Ich habe für den Oktober eine ganze Reihe an Rezepten rund um den Kürbis geplant – einfach weil ich Kürbisse liebe und sie so vielseitig sind.

Außerdem ist nun auch wieder die Zeit der deftigen Küche. Suppen, Eintöpfe… Kaum sind die ersten kühlen Tage da, bekomme ich Lust auf Kartoffelsuppe und Klassiker wie Königsberger Klopse und Rübenmus.

Hallo Oktober! Liebeserklärung an den Herbst - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Wer auch spontan Lust bekommen hat, dem verlinke ich hier nun ein paar Rezepte von mir aus dem letzten Herbst/Winter:

Apfelmus
Apfel-Cranberry-Muffins
Kartoffelsuppe
Kürbis-Ravioli
Linsensuppe

Pizza-Zungen mit Birnen und Speck
Rübenmus

3. Kerzenschein (und Lichterketten)

Manch einer fragt sich jetzt sicherlich „Lichterketten?! Hat die wohl den Schuss nicht gehört?“ – und darauf antworte ich mit einem entschiedenen „Ja!“. Also, ja zur Lichterkette! Denn ich finde, dass Lichterketten eigentlich das ganze Jahr über gehen. Es gibt ja auch so zarte, die nicht nach Weihnachtsbaumbeleuchtung aussehen.

Eine Lichterkette habe ich schon angebracht. Allerdings an einem kleinen Töpfchen Heide, das ich ins Wohnzimmer gestellt habe und nicht an einem Tannenbaum. Damit war auch Herr Wunderbrunnen einverstanden 😉 So eine Lichterkette macht nämlich sehr gemütliches Licht und wenn der Rest der Deko zum Thema Herbst passt, finde ich es auch gar nicht so weihnachtlich.

Wobei unter uns gesagt: Ich könnte auch bald schon mit der Weihnachts-Deko anfangen. Aber psst….

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4. Buntes Laub und Waldspaziergänge

Wenn es eine farbenfrohe Jahreszeit gibt, dann ist es wohl der Herbst! Der Sommer kann zwar auch was auf dem Gebiet, aber die Farben im Herbst sind einfach so… schön. Und anders. Alles wirkt irgendwie golden, jedes Blatt hat eine andere Farbe und der Stand der Sonne macht, dass alles schön aussieht.

Auch an grauen Tagen gehe ich gerne raus, denn durch das bunte Laub leuchtet trotzdem alles. Im Wald ist es um diese Zeit besonders schön und es gibt so viel zu gucken!

Hallo Oktober! Liebeserklärung an den Herbst - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie
Hallo Oktober! Liebeserklärung an den Herbst - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

5. Gemütlichkeit und Sofa-Zeit

Und was gibt es nach einem Waldspaziergang schöneres, als sich mit einem Tee und einem Buch auf dem Sofa einzumuckeln? Eben. Das ist zwar eigentlich das ganze Jahr über schön, aber wenn es draußen kälter und abends früher dunkel wird, dann ist das Sofa eindeutig der gemütlichste Platz der Welt.

Auf dem Sofa kann man dann nicht nur wunderbar lesen, Serien gucken, sondern auch Tee trinken und Schokolade verputzen… dazu gibt es im Oktober auch noch etwas Schönes hier auf dem Blog 😉

Hallo Oktober! Liebeserklärung an den Herbst - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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6. Halloween

Ok, ich gebe es zu – ich mag Halloween! Ich halte mich zwar mit der Deko immer etwas zurück (ich setze den Fokus zum Ausrasten da eher auf Weihnachten), aber trotzdem gefällt es mir. Kürbisse habe ich schon eine Weile nicht mehr geschnitzt, aber vielleicht gibt es dieses Jahr eine kleine Version der Jack O’Lantern.

Pflichtprogramm an Halloween ist bei uns übrigens „Nightmare before Christmas“. Diesen Film gucke ich schon seit meiner Schulzeit jedes Jahr und finde ihn jedes Mal wieder grandios. Ob es die Musik ist, die liebevolle Machart des Films oder die verschiedenen Settings sind – ich weiß es nicht. Vielleicht auch alles zusammen. Wenn ihr den Film nicht kennt und nicht ganz abgeneigt gegenüber Filmen von Tim Burton seid, kann ich ihn euch auf jeden Fall ans Herz legen!

Hallo Oktober! Liebeserklärung an den Herbst - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hallo Oktober! Liebeserklärung an den Herbst - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich könnte meine Aufzählung noch ewig fortführen. Auf Herbstkleidung (auch bekannt unter „sweater weather“) mit Schals und Stiefeln, Strumpfhosen und Strickkleidern freue ich mich nämlich ebenfalls! (Ich berichtete hier bereits davon.) Aber möglicherweise würde das den Rahmen sprengen. Ich finde den Herbst einfach zu schön!

Wie ist es mit euch? Wenn ihr mögt, verratet mir doch, worauf ihr euch im Oktober besonders freut. Liebt ihr den Herbst auch so sehr wie ich?

Habt es wundervoll,

Alena