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Von Wein, Lauch und Bratwurst – Blogger-Aktion Rheinhessen-Roulette [Werbung]

Was sich erstmal liest wie eine merkwürdige Zusammenstellung, ist in Wirklichkeit nur eins: lecker! Die Geschichte hinter der Kombi Bratwurst und Wein möchte ich euch heute erzählen.

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Vor ein paar Wochen flatterte eine E-Mail in mein Postfach. Darin fragte mich Miriam von Gourmet Connection, ob ich Lust auf einen Weinvorrat für ein Jahr hätte. Was für eine Frage! 😀

Dafür sollte ich nur eins tun: Bei der Aktion „Rheinhessen-Roulette“ mitmachen – initiiert von Rheinhessenwein e.V.!  Ablaufen sollte das Ganze nach dem Prinzip eines Roulette-Spiels dann wie folgt:

1. Ich nenne drei Zahlen zwischen 1 und 10 und bekomme daraufhin drei Weine zugeteilt (hinter jeder Zahl steht ein anderer Wein).
2. Ich nenne drei weitere Zahlen zwischen 1 und 10 und bekomme daraufhin drei regionale Produkte (Lebensmittel) zugeteilt (gleiches Prinzip wie beim Wein).
3. Nun entscheide ich mich für mindestens zwei der Lebensmittel sowie einen der Weine und kreiere (mit weiteren Zutaten) ein rheinhessisches Rezept neu oder stelle auf irgendeine Art und Weise Bezug zu der Region her. Dazu dann das perfekte Wein-Pairing – fertig ist der Beitrag, der von einer Experten-Jury bewertet wird!

Puh. Im ersten Moment war ich mir unsicher – ich kenne mich mit Rheinhessen eher weniger gut aus und so ein Roulette birgt ja nun auch einiges an Risiken. Mir unbekannte Zutaten oder Zutaten, die ich sonst nie verwendet hätte… kann ja alles vorkommen.

Letzten Endes überwog aber dann doch meine Neugier und die Aufregung auf eine Herausforderung. Manchmal muss man halt auch seine kulinarische Komfortzone verlassen und etwas Neues wagen! Also antwortete ich Miriam todesmutig mit den Zahlen 5, 7 und 10 (für die Weine) und 3, 8 und 10 (für die Produkte).

Voller Ungeduld wartete ich auf das Paket – was für eine Spannung! Da kann klassisches Roulette ja wohl mal kein Stück mithalten 😉 Was mich dann in dem Paket erwartete, waren die folgenden Weine und Produkte:

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Von links nach rechts: Ein Spätburgunder (Blanc de Noirs, 2016) aus dem Cisterzienser Weingut Michel, ein Weißburgunder aus dem Weingut Becker (2016) sowie ein Blauer Frühburgunder (Ingelheimer Schlossberg, 2015) aus dem Weingut Bettenheimer.

Beim Lebensmittel-Roulette gab es zwei Stangen Lauch, eine Flasche Riesling-Weinessig sowie eine Dose Bratwurst.

Wein, Lauch und Bratwurst - Blogger-Roulette - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich gebe zu, dass ich die Weine tatsächlich allesamt nicht kannte, aber viel kurioser als „Blauen“ Burgunder fand ich die Dosenbratwurst! Das war definitiv mal eine Herausforderung. So etwas hatte ich nämlich noch nie in der Hand…

Für eine Weile war ich etwas ratlos. Lauch und Weißweinessig kam mir nicht besonders rheinhessisch vor – und was ist eigentlich typisch rheinhessisch? Als gebürtiges Nordlicht musste ich erstmal ein bisschen Recherche betreiben. Mein Fazit: Rheinhessisch kann man natürlich mit so Klassikern wie Spundekäs oder Backesgrumbeere gleichsetzen, man kann es aber auch etwas allgemeiner halten. In diesem Fall bin ich zu einem weiteren Fazit gekommen: Rheinhessische Küche ist deftig (passt zum Wein), dabei aber schlicht. Kein großes Tamtam, bodenständig und gut.

Damit konnte ich arbeiten. In Richtung Herbst mit saisonalen Produkten gebrainstormt stand irgendwann die Idee von einem Klassiker im Raum: Himmel und Erde. Die Kombination aus Kartoffelpüree, Apfelmus und (Blut-)Wurst fand ich in Hinblick auf meine Roulette-Produkte sehr reizvoll und so wandelte ich das Gericht etwas ab. Statt Kartoffel-Püree machte ich einen Kartoffel-Lauchstampf, briet noch etwas Lauch für Aromen und Deko an, karamellisierte Apfelscheiben und löschte sie mit dem Weißburgunder von Becker ab – und dann die Bratwurst. Die Bratwurst!

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Für alle die, die noch nie eine Dosenbratwurst gesehen haben: Es handelt sich dabei um das Brät, das etwa die Form und Konsistenz einer Frikadelle hat und in der Dose liegt. Ich habe diese „Frikadelle“ einfach in Würfel geschnitten und mit ein paar Apfelwürfeln angebraten.

Alle Komponenten zusammen auf dem Teller harmonieren so wunderbar, dass ich selber ein bisschen stolz bin. Der Weißburgunder passt ideal dazu – er ist sehr spritzig mit fruchtigen Aromen, was ihn quasi zum perfekten Begleiter für den lockeren Kartoffel-Lauch-Stampf und die herzhaft-deftige Bratwurst macht.

Und weil ich nach dem Kochen und zwischendurch immer wieder mal probieren noch Wein übrig hatte, machte ich kurzerhand noch eine Zabaione. Das ist zwar wirklich kein rheinhessisches Dessert, aber Dessert geht immer und wenn man als Hauptzutat rheinhessischen Weißburgunder nimmt, dann ist es schon ein bisschen ein rheinhessisches Dessert. Was meint ihr? 😉

Nun habe ich aber genug geschwafelt und möchte euch erzählen, wie ihr meine Kreationen nachkochen könnt:

Rheinhessischer „Himmel und Erde“

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Zutaten

  • 5 Kartoffeln (überwiegend festkochend)
  • 2 Stangen Lauch
  • 2 EL fein gehackten Sellerie
  • 60 g Butter
  • Salz und Muskat
  • 1 Dosenbratwurst
  • 1 Apfel (am besten Boskop)
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Zucker
  • Weißburgunder Becker

Zubereitung

1. Für den Kartoffel-Lauch-Stampf die Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser kochen. Gleichzeitig den Lauch waschen, halbieren und in ca. 1 cm breite Ringe schneiden. Ein paar beiseite stellen (zum Braten, optional). Den Apfel waschen und ein Viertel in kleine Würfel schneiden, den Rest in Scheiben schneiden. Die Dosenbratwurst einmal quer durchschneiden und dann würfeln.

2. Kurz bevor die Kartoffeln gar sind, den Lauch kurz blanchieren. Für den Kartoffelstampf die Kartoffeln abgießen und mit 60 g Butter stampfen. Den Lauch darunter rühren, beiseite stellen. In der Zwischenzeit erst die einzelnen Lauch-Würfel in einer Pfanne rösten. Dann die Bratwurst-Würfel mit den Apfel-Würfeln anbraten, bis das Fleisch eine schöne Farbe hat.

3. In einer anderen Pfanne die Apfel-Scheiben kurz in etwas Butter anbraten, dann den Zucker dazugeben. Karamellisieren lassen, dabei die Apfelscheiben gelegentlich wenden. Wenn der Zucker noch relativ hell ist, einen guten Schluck Wein hinzugeben – je nachdem, wieviel Soße ihr haben möchtet 😉 Die Apfelscheiben weiter wenden und ein bisschen einreduzieren lassen. Dabei aufpassen, die Äpfel rechtzeitig rauszunehmen (Boskop zerfällt recht schnell).

4. Nun alle Komponenten auf einem Teller anrichten, etwas von der Wein-Butter-Soße dazugeben und mit einem Glas Weißburgunder genießen. Fertig!

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Und wer danach noch Lust auf ein Dessert hat:

Rheinhessische Zabaione

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Zutaten

  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 50 g Zucker
  • 60-80 ml Weißburgunder

Zubereitung

1. Das Ei und Eigelb mit dem Zucker in eine Schüssel geben und über dem Wasserbad aufschlagen. Dabei aufpassen, dass kein Wasser aus dem Wasserbad in die Schüssel gelangen kann! Die Eier-Zucker-Masse schlagen, bis eine dicke, helle Creme entsteht. Nun langsam den Wein hinzugießen und weiterschlagen. (Ihr könnt die Weinmenge je nach Geschmack anpassen, ich mag es gerne, wenn man den Wein herauschmeckt…)

2. Bevor ihr mit dem Rezept beginnt, bereitet ihr am besten eine Schüssel mit kaltem Wasser vor. Wenn sich eine schöne Creme gebildet hat, nehmt ihr die Schüssel aus dem Wasserbad und setzt sie in die andere Schüssel mit kaltem Wasser. Nun noch einen Moment weiterschlagen, dann fällt die Creme nicht sofort zusammen. Noch warm servieren und sofort aufessen 😉

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So – Rheinhessen dürfen sich nun gerne zu Wort melden und zu dem Hauptgericht äußern – aber auch nur die, die schonmal eine Dosenbratwurst von innen gesehen habe 😉

Ich bin gespannt, was die Expertenjury sagt… drückt mir die Daumen!

Habt es wundervoll,

Alena

 

Hier übrigens eine Linkliste, die euch zu den Blog-Startseiten meiner Mit-Blogger führt – bei einemKlick auf den Rezept-Namen gehts direkt zu den Rezept-Postings.

 

Vielen Dank an Gourmet Connection und Rheinhessenwein e.V. für die zur Verfügung gestellten Produkte! Mein Beitrag bleibt davon unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder.

Flan von Graziellas Foodblog - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Flan von Graziellas Foodblog

Den Anfang der Gäste meiner kleinen Geburtstagssause macht heute die wunderbare Graziella von Graziellas Foodblog. In ihr habe ich eine so liebe Freundin gefunden, die mich am Anfang meines Blogs immer ermutigt hat und eine große Inspiration für mich ist. Mittlerweile findet man uns nicht nur auf Bloggervents, sondern auch privat öfter mal zusammen. Ich habe nicht zudem ihre Kochkünste kennen und bewundern gelernt – ebenso wie ihre offene und lebensfrohe Art! Graziella ist ein wundervoller Mensch und ich freue mich, dass sie heute hier bei mir zu Gast ist. Also, Bühne frei:


Hallo ihr lieben Wunderbrunnen-Leser, ich darf mich kurz vorstellen: Mein Name ist Graziella und Kochen ist meine Leidenschaft! Es ist echt nicht übertrieben wenn ich euch sage, dass sich in meinem Leben einfach alles ums Essen dreht. Da ich diese Leidenschaft gerne mit Anderen teile, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich meinen eigenen Blog gründen würde. So begann ich also im Mai 2015 auf Graziella’s Food Blog meine Rezepte einzustellen und habe seitdem unglaublich viele tolle Sachen erlebt (unter anderem habe ich die Küchenschlacht gewonnen und bin amtierende Hobbyköchen des Jahres 🙂 ). Zudem sind viele liebe Menschen in mein Leben getreten – darunter auch die wundervolle Alena.

Alena und ich kennen uns nun seit über einem Jahr. Mr. Wunderbrunnen war nämlich mein Arbeitskollege und Alena hat ihm öfter mal selbstgebackene Leckereien mit ins Büro gegeben. Ich war immer so begeistert davon, dass ich darauf gebrannt hatte sie endlich mal persönlich kennenzulernen. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und nachdem sie dann kurze Zeit später ihren Blog gründete, war die Freundschaft besiegelt. Heute machen wir zusammen Blogger-Veranstaltungen unsicher oder treffen uns regelmäßig mit unseren Herzensmenschen zum Siedler spielen. Und da verrate ich euch jetzt mal was, sie verliert gar nicht gerne 😉 Aber genau das macht die Abende ja auch immer so sympathisch! Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir uns kennen und bin ganz begeistert von ihrem wundervollen Blog.

Und nun ist dieser tolle Blog ein Jahr alt und ich weiß, dass er weiter wachsen wird und wir noch ganz viele tolle Momente zusammen haben werden. Der 1. Blog Geburtstag ist etwas so besonderes, deshalb habe ich euch zur Feier des Tages einen Flan mitgebracht. Da ich halb Spanierin (und halb Italienerin) bin, gibt es dieses Dessert bei uns des Öfteren mal. So auch neulich, als Mr. & Mrs. Wunderbrunnen zu Besuch waren. Sie waren so begeistert davon, dass ich heute den Anlass nutzen möchte, dieses Rezept der wundervollen Alena zu widmen.

Flan von Graziellas Foodblog - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Flan benötigt zwar einige Zeit im Ofen bis er vollständig gestockt ist, aber dafür kann man ihn auch schon am Vortag zubereiten. Denn je länger er durchzieht und je kühler er ist, desto besser schmeckt er. Übrigens ähnelt der Flan sehr der französischen Crème Brûlée, nur dass er nicht mit Zucker gratiniert wird sondern eben der Zucker als Karamellsauce dient. Ein sehr leckeres Dessert, das man auch mal zwischendrin genießen kann. Ich gönne mir jetzt jedenfalls eine Portion und stoße mit einem Gläschen Sekt dazu auf diesen besonderen Tag an.

Happy Birthday meine liebe Alena – mach weiter so!

Deine Graziella ♥

Flan mit Karamellsauce

Flan von Graziellas Foodblog - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

Für das Karamell:

  • 80 g Kristallzucker

Für den Flan:

  • 400 ml Milch
  • 4 Eier, Größe M
  • 70 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
außerdem:
  • 6 ofenfeste Förmchen à 150 ml

Zubereitung

Für das Karamell:

Zucker in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze schmelzen, bis er eine goldbraune Farbe annimmt. Anschließend sofort gleichmäßig in den Förmchen verteilen.

Für den Flan:

Für das Wasserbad eine Auflaufform ca. 2 cm hoch mit Wasser füllen und auf unterster Schiene in den Backofen stellen. Ofen auf 140 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Eier mit dem Vanillezucker und dem normalen Zucker schaumig schlagen. Zur Milch geben und gut vermengen. Die Mischung in die Förmchen gießen und in das Wasserbad stellen.

Flan nun ca. 1 Stunde im Ofen stocken und anschließen abkühlen lassen. In den Kühlschrank stellen, damit er vollständig erkalten kann. Vor dem Servieren die Flans am Rand mit einem Messer vorsichtig aus den Förmchen lösen und je auf einen Teller stürzen.

Flan von Graziellas Foodblog - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie


Danke Liebes, für dieses tolle Rezept – ich kann bestätigen, dass es nicht nur traumhaft schön aussieht, sondern auch unglaublich gut schmeckt! Ich würde dann jetzt eine Portion nehmen ;))

(Und schaut unbedingt auf Graziellas Blog vorbei, denn ihre Rezepte sind wunderschön und allesamt mit großem Nachkoch-Potenzial!)

Schwarzwaelder Kirschtorte im Glas - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schwarzwälder Kirschtorte – als Dessert im Glas!

Habt ihr Lust auf Schwarzwälder Kirschtorte? Aber so eine ganze große Torte ist dann doch etwas zu viel – sowohl Aufwand als auch zum Essen? Gut, dann habe ich heute was ganz Feines für euch: Ein Dessert, das quasi eine kleine Schwarzwälder Kirschtorte im Glas ist!

Schwarzwaelder Kirschtorte im Glas - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Theoretisch könntet ihr dieses Dessert auch ohne Glas machen und die einzelnen Bestandteile einfach so schichten. In jedem Fall macht es wirklich was her und schmeckt einfach so köstlich!

In der Vorweihnachtszeit war ich ziemlich im Dessert-im-Glas-Fieber. Ich liebe diese kleinen Gläschen, denn irgendwie sieht darin alles süß aus und praktisch sind sie obendrein. Das Dessert lässt sich gut vorbereiten und im Glas aufbewahren, sodass man in der Zwischenzeit dem Rest des Menüs genügend widmen Aufmerksamkeit kann. Perfekt, oder?

Schwarzwaelder Kirschtorte im Glas - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schwarzwaelder Kirschtorte im Glas - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wenn ihr also noch mehr Ideen für Desserts im Glas braucht: das weihnachtliche Tiramisu und die Mousse au Chocolat schmecken beide auch ganz wunderbar nach Weihnachten. Und eigentlich ist ja nach Weihnachten auch vor Weihnachten, insofern… 😉

Ich habe für das Rezept den Biskuitboden selber gebacken. Natürlich könnt ihr auch einfach gekauften verwenden, aber ich empfehle euch den selbstgebackenen. Ich bin ein großer Fan von Biskuit und wenn er frisch aus dem Ofen kommt und so unglaublich gut duftet – hach! Und ich verspreche euch, dass das Rezept ganz einfach ist. Biskuit hat ja manchmal so einen Ruf, schwierig zu sein… ich hatte mit meinem Rezept noch nie Schwierigkeiten 😉

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Man kann übrigens das, was man von dem Kuchen nicht aufisst, auch sehr gut einfrieren. So hat man immer etwas parat, falls einen spontan der Biskuit- oder Schwarzwälder Kirschtorte-Hunger überkommt… (wer kennt ihn nicht ;))

Die Kirschen könnt ihr übrigens auch nach Belieben würzen. Ich hatte sie nur ein bisschen mit Zimt verfeinert, aber den könnt ihr auch weglassen oder andere Gewürze eurer Wahl hinzufügen. Lasst eurer Kreativität freien Lauf!

Und nun habe ich euch genug vorgeschwärmt – hier kommt das Rezept:

Schwarzwälder Kirschtorte im Glas

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Zutaten für den Biskuit

(für eine Form mit 18 oder 20 cm Durchmesser)

  • 3 Eier
  • 85 g Zucker
  • 75 g Mehl
  • 45 g Butter
  • 70 g beste Schokolade

Zubereitung Biskuit

1. Die Backform mit Butter ausfetten und Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen. Die Butter mit der Schokolade im Wasserbad auf kleiner Flamme schmelzen. Das Eiweiß in einer Schüssel steif schlagen.

2. Das Eigelb mit dem Zucker ebenfalls im (diesmal) heißen Wasserbad aufschlagen, bis eine dicke, cremige Masse entstanden ist. Aus dem Wasserbad nehmen und das Mehl darüberstäuben – aber noch nicht verrühren! Die lauwarme Butter-Schokoladen-Mischung hinzugeben. Ein Drittel des Eischnees dazugeben und vorsichtig unterheben. Den restlichen Eischnee dazugeben und alles vorsichtig vermischen.

3. Die Masse in die Backform füllen und glattstreichen. Anschließend im Ofen backen – die Zeit kann variieren. Macht am besten nach 30 Minuten eine Stäbchenprobe und passt die Zeit gegebenenfalls an.

Zutaten Kirschtorte

  • Biskuitboden
  • 100 ml Schlagsahne
  • etwas Schokolade
  • 3 EL Zucker
  • 50 ml Rotwein
  • 150-200 g TK-Sauerkirschen
  • Prise Zimt
  • Stärke
  • Kirschwasser

Zubereitung Kirschtorte

1. Aus dem Boden die Form ausstechen, die ihr für eure Törtchen haben möchtet bzw. die in die Dessert-Gläser passt. Wenn ihr den Teig in einer kleinen Form gebacken habt, müsst ihr ihn noch einmal quer halbieren (sonst ist er zu dick). Die Sahne steif schlagen und nach Belieben süßen. Die Schokolade hacken oder raspeln.

2. Für die Kirschen: Den Zucker bei nicht zu hoher Hitze karamellisieren lassen. Den Rotwein angießen – Vorsicht, es spritzt! Weiterrühren, dann die Kirschen dazugeben und mit etwas Zimt oder Gewürz nach Wahl würzen. Das Ganze aufkochen und einen Moment köcheln lassen. Etwas Stärke mit Kirschwasser verrühren und dann die köchelnde Masse abbinden. Wenn es zu fest wird, einfach etwas Wein angießen.

3. Nun geht es ans Schichten: Erst ein Stück Biskuit, dann eine Schicht Kirschen, eine weitere Schicht Biskuit, Kirschen und zum Abschluss die Sahne. Als Krönung könnt ihr noch eine Kirsche auf die Sahen setzen. Alles mit geraspelter Schokolade garnieren und servieren!

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Das sieht gut aus, oder? Probiert es mal aus, der Biskuit ist ein Traum und wenn ihr die Menge verdoppelt, könnt ihr auch eine „normal“ große Torte damit machen. Oder den Teig ohne Schokolade als Basis für Erdbeerkuchen nutzen. Traumhaft gut!

Habt es wundervoll,

Alena

Tiramisu - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Weihnachtliches Tiramisu {Adventskalender SweetPie}

Nachdem ich euch in meinem letzten Beitrag bereits ein ganz tolles Dessert gezeigt habe, erscheint es vielleicht etwas verwunderlich, dass es mit dem Tiramisu heute noch eins gibt – das hat aber einen Grund. Eigentlich sogar zwei!

Tiramisu - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Zum einen hat heute Herr Wunderbrunnen Geburtstag, und das ist ein außergewöhnlich freudiges Ereignis! Ihm zu Ehren gibt es das heutige Rezept, denn wie ich schon andeutete, ist Herr Wunderbrunnen etwas wählerisch, was Desserts angeht. Die Mousse au chocolat vom letzten Beitrag jedoch liebt er, und auch die heutige Leckerei hatte es ihm sehr angetan.

Und weil sich dieses Dessert so toll für diesen besonderen Tag eignet, war mir schnell klar, welche Kombination ich für den diesjährigen Adventskalender von der lieben Nadine von SweetPie beisteuern wollte! Denn ich übernehme heute voller Ehre den Platz hinter dem 19. Türchen.

Tiramisu - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich muss an dieser Stelle noch einmal einen virtuellen Kreisch-Freudentanz aufführen. Nadine hat nämlich auch im letzten Jahr einen ganz wundervollen Adventskalender auf die Beine gestellt – inklusive einiger Gewinnspiele. Nun ist es so, dass ich bei Gewinnspielen meistens kein Glück habe. Bei Nadine allerdings hatte ich es dann und weiß noch genau, wie sehr ich mich gefreut habe!

Fast dieselbe Freude hatte ich, als sie mich dieses Jahr fragte, ob ich nicht einen Beitrag zu ihrem Adventskalender beisteuern möchte. Da ich mich bei so etwas immer zutiefst geehrt fühle (vor allem, wenn man die Liste der weiteren, absolut großartigen teilnehmenden Blogger sieht), habe ich sofort zugesagt. Die bisherigen Beiträge waren schon so toll und so weihnachtlich, dass sie einem Adventskalender mehr als würdig waren!

Tiramisu - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Mein Beitrag ist nun also ein weihnachtliches Dessert – genauer gesagt ein Tiramisu, das ich mit ein paar weihnachtlich gewürzten Sauerkirschen verfeinert habe. Ich liebe Tiramisu und mag es auch ohne jegliche „Beilage“, ganz pur. Aber um dem Dessert an Weihnachten noch einen kleinen Kick zu geben, passen die Kirschen ganz ausgezeichnet.

Ursprünglich hatte ich das Rezept eigentlich mit Pflaumen geplant, aber die gab es in meinem Supermarkt nicht in tiefgefroren. Auch in anderen Supermärkten konnte ich keine finden und kaufte schließlich Sauerkirschen (ebenfalls tiefgefroren). Wenn ihr also keine Kirschen mögt, könnt ihr auch anderes Obst verwenden – ob frisch oder TK ist dabei egal.

Tiramisu - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich verwende übrigens die TK-Kirschen, weil sie wie frische Schattemorellen schmecken und sehr aromatisch sind. Außerdem haben sie einen schönen Glanz und sind so perfekt rot, wie sie nur für ein Foto sein könnten 😉 Im Gegensatz dazu sind die aus dem Glas eher gräulich und schmecken nicht so sehr nach Kirsche und sehr süß. Ich bevorzuge also eindeutig die tiefgefrorene Variante!

Ich habe das Dessert in diese Weckgläser gefüllt – auf den Fotos könnt ihr sehen, wie voll sie ohne Früchte sind. Die Gläser sind unglaublich praktisch, ich habe sie auch schon häufig verwendet. Ihr könnt das Dessert darin toll vorbereiten, denn wenn es noch kaltgestellt werden muss, könnt ihr es direkt in die Gläser füllen und später direkt servieren.

Weihnachtliches Tiramisu

(reicht für 4 Gläser à 220 ml)

Tiramisu - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten für das Tiramisu

  • Löffelbiskuit
  • 1 frisches Ei
  • 80 g Mascarpone
  • 1,5 TL Rum
  • 3-4 Tassen Espresso, um darin den Löffelbiskuit zu wenden

Zutaten für die Kirschen

  • 1 EL Zucker
  • 50 ml Rotwein
  • 100 g TK-Sauerkirschen
  • Prise Zimt
  • Stärke
  • Kirschwasser

Zubereitung

1. Das Ei trennen. Die Mascarpone mit dem Eigelb, Zucker und Rum cremig rühren. Das Eiweiß steif schlagen und unter die Mascarpone-Masse heben.

2. Den Löffelbiskuit zerbrechen – ich habe sie jeweils in drei Stücke gebrochen. Espresso in einen tiefen Teller geben und die Löffelbiskuitstücke darin ganz kurz wenden. Sie dürfen sich nicht zu voll saugen! Nun mit den Löffelbiskuits den Boden der Gläser auslegen, Mascarpone darauf verteilen, wieder eine Schicht Löffelbiskuits und noch eine Schicht Mascarpone. Mindestens 12 Stunden kalt stellen, es geht aber auch mit 6 😉

3. Für die Kirschen: 1 EL Zucker bei nicht zu hoher Hitze karamellisieren lassen. Den Rotwein angießen – Vorsicht, es spritzt! Immer schön weiterrühren. Dann die Kirschen dazugeben und mit etwas Zimt würzen. Ihr könnt auch nach Belieben weitere Gewürze wie Kardamom, Nelken oder Vanille dazugeben – mir schmeckt es mit nur Zimt am besten 😉 Das Ganze aufkochen und einen Moment köcheln lassen. Etwas Stärke mit Kirschwasser verrühren und dann die köchelnde Masse abbinden. Wenn es zu fest wird, einfach etwas Wein angießen.

Vor dem Servieren die Kirschen auf dem Tiramisu verteilen. Fertig!

Tiramisu - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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So, nun bleiben euch noch vier Türchen auf eurem Adventskalender und bei Sweet Pie. Wie schnell doch die Zeit immer vergeht! Ich hoffe, ihr habt nun euer Weihnachts-Festessen schon geplant und könnt euch gut organisiert in den Einkaufswahnsinn vor den Feiertagen stürzen.

Ich wünsche euch eine entspannte und trotzdem besinnliche Vorbereitungszeit!

Habt es wundervoll,

Alena

Mousse au chocolat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Festessen für Weihnachten – Mousse au chocolat {Dessert}

Gestern habe ich euch im ersten Teil meines kleinen Festessens für Weihnachten eine Idee für Vorspeise und Hauptgericht vorgeschlagen – heute möchte ich euch ein Dessert zeigen, das ganz ausgezeichnet dazu passt: Mousse au chocolat. Natürlich auch mit Orangen gepimpt!

Mousse au chocolat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Na, sieht das gut aus? Das ist es auch. Ich liebe Mousse au chocolat und ich behaupte, dass dieses Rezept das beste ist. Deshalb will ich es heute mit euch teilen.

Ist euch der letzte Gang eigentlich wichtig? Es gibt ja Menschen, die mögen kein Dessert. Kann man verstehen. Muss man nicht. Ich illustriere dieses Thema immer gerne mit folgender Szene aus der TV-Serie „New Girl“, denn sie zeigt die perfekte Reaktion im Angesicht eines Menschen, der zugibt, keinen Nachtisch zu essen oder zu mögen:

Credit: https://twitter.com/schmidtquotes_/status/323360306472566784

 (Jess‘ unvergleichlicher Monolog, indem sie besagter Person sagt, wie „fundamentally strange“ sie diesen Umstand findet, könnt ihr euch HIER angucken und das wäre dann auch mein Serien-TIpp für all die unter euch, die „New Girl“ noch nicht kennen ;))

Jedenfalls… ich liebe Dessert! Ich habe aber tatsächlich einige ausgeprägte Lieblinge. Mein absoluter Top-Favorit ist Crème Brûlée (ja, ich muss immer noch googlen, wo genau die accents hinkommen). Diese vanillige, samtige Creme und dann diese Zuckerkruste, die so herrlich knackt – es gibt nichts, was so nah an Dessert-Perfektion herankommt, wie Crème Brûlée.

Mousse au chocolat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mousse au chocolat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Leider habe ich keine Schälchen dafür, sonst hätte es heute ein Rezept dafür gegeben. Stattdessen gibt es meinen Platz 2 auf meiner Ewigen Favoritenliste der Desserts: Mousse au Chocolat. Ich finde ja, dass Desserts gerne eine fluffige oder cremige Konsistenz haben dürfen. Ich muss keine Torte zum Nachtisch haben – aber so ein Gläschen lockere Mousse… das passt irgendwie immer noch.

Das heutige Rezept ist tatsächlich das Rezept einer guten Freundin. Sie brachte früher zu diversen Partys immer eine Schüssel mit diesem Mousse mit und alle waren immer der Meinung, dass es die beste Mousse au chocolat der Welt sein müsste. Ich finde das auch heute noch und habe dieses Rezept schon sehr oft weitergegeben.

Mousse au chocolat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mousse au chocolat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das Beste daran ist: Auch Herr Wunderbrunnen, der sonst bei Süßkram eher extrem wählerisch ist und vermutlich auch in die Kategorie not a dessert person fällt, mag diese Mousse. Er macht sie sogar freiwillig an Weihnachten selber für seine Familie. Das kann nur für die Großartigkeit dieses Desserts sprechen!

Für das Menü heute habe ich noch eine kleine Änderung vorgenommen: Es gibt etwas Orangiges dazu. Ich finde, zu Schokolade passt Frucht ganz ausgezeichnet und Orange sowieso. Zusätzlich fügt es sich wunderbar in das Thema des Menüs an. Deshalb gibt es nun das Rezept:

Mousse au chocolat

(reicht für 4 Gläser à 220 ml)

Mousse au chocolat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 100 Zartbitterschokolade
  • 50 g Vollmilchschokolade
  • 3 frische Eiweiß
  • 125g Sahne
  • 1-2 Orangen
  • 1 TL Zucker
  • Cointreau

Zubereitung

1. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen. Alles verrühren und etwas abkühlen lassen (handwarm). Eiweiß steifschlagen. Die handwarme Schokolade mit dem Eiweiß verrühren.

2. In der Zwischenzeit die Sahne steifschlagen und unter die Eiweiß-Schokoladen-Masse unterheben. Mindestens zwei Stunden kaltstellen.

3. Die Orange(n) filetieren, dabei den Saft auffangen. In kleine Stücke schneiden. Den Zucker in einem Topf karamellisieren lassen, dann die Orangenstücke und den Saft dazugeben. Alles gut verrühren und einen Schluck Cointreau angießen. Das Ganze muss nicht sehr flüssig werden, das ist in Ordnung. Da die Orange nur etwas marinieren soll, muss sie nicht kochen – den Topf vom Herd nehmen und auch mindestens 2 Stunden kalt stellen. Zusammen mit der Mousse au chocolat servieren.

Mousse au chocolat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wie sieht es denn bei euch aus, seid ihr ein Dessert-Mensch oder könnt ihr eher auf die Süßigkeit als letzten Gang verzichten? Und habt ihr ein absolutes Lieblings-Dessert?

Ich hoffe, ihr habt ausreichend dessert persons in eurer Familie oder eurem Freundeskreis und könnt diese Leckerei nachkochen. Ich wünsche euch jedenfalls viel Freude dabei!

Habt es wundervoll,

Alena

Mousse au chocolat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Apfelmus - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Oh du schöne Apfelzeit – Zeit für Apfelmus

Dass ich ein großer Apfel-Fan bin, habe ich ja schon in den letzten beiden Beiträgen erwähnt. Heute geht es aber nicht ums Backen oder den Apfel als Müsli-Topping, sondern um Apfelmus. Das hatte ich auch als Zutat für die Apfel-Cranberry-Muffins aufgeführt – heute zeige ich euch, wie man es macht. Spoiler vorweg: Es ist kinderleicht!

Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber ich stehe absolut ausnahmslos auf alles, was selbstgemacht ist. Ob das nun Hühnersuppe ist, für die ein richtiges, echtes Huhn ausgekocht wurde, oder eine heiße Schokolade aus echter Schokolade und nicht aus Pulverkakao – es schmeckt einfach immer besser.

Apfelmus - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Äpfel für Apfelmus - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Klar ist es manchmal bequemer und schneller, nicht alles from scratch herzustellen, wie der Amerikaner so schön sagt. Aber für manche Sachen lohnt es sich einfach, ein bisschen Zeit zu investieren.

Das Gute an Apfelmus ist: es dauert überhaupt nicht lange. Zumindest nicht das Kochen. Das Schälen und Entkernen der Äpfel ist (ganz nach Menge) etwas zeitintensiver, aber das Kochen geht ruckzuck. Wer mag, kann das Apfelmus einfrieren oder einkochen, dann habt ihr immer etwas da, wenn euch der spontane Hunger überkommt.

Apfelmus - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Apfelmus und Vanilleeis - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Der Vorteil am Einkochen ist, dass ihr euch so ein Gläschen ganz wunderbar mitnehmen könnt. Als Snack für zwischendurch oder als Nachtisch in der Mittagspause – kommt immer gut!

Ich selber habe übrigens nicht eingekocht. Ich dachte, es würde reichen, das heiße Apfelmus einfach in Twist-Off-Gläser zu füllen – beim Abkühlen sollte sich ein Vakuum bilden und das Mus im Glas haltbar machen.

Ähm… ja… Also mein Profi-Tipp: Kocht lieber richtig ein! Ich habe das Apfelmus nämlich entweder nicht heiß genug umgefüllt (ich wollte es ja schließlich noch fotografieren ;)) oder sonst irgendeinen Fehler gemacht – das Apfelmus hat leider nicht überlebt. Insofern gebe ich diesen Tipp an euch weiter!

(Und wer zu faul zum Einkochen ist oder keine Gläser und stattdessen einen riesigen Gefrierschrank hat: Das Apfelmus hält sich darin auch sehr gut ;))

Apfelmus und Mandelcrunch - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich habe mein Apfelmus übrigens in einem ganz tollen Topf gekocht, den ich euch bald noch etwas näher vorstellen werde – nämlich einer sogenannten Cocotte, einem Schmortopf, der sich ganz hervorragend zum Kochen und Backen verwenden lässt.

Nicht nur für herzhafte Schmorgerichte ist das Ding ein Traum, sondern eben auch für Apfelmus. Aber wie gesagt, mehr dazu im Winter 😉

Apfelmus, Vanilleeis und Mandelcrunch - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Was ich am Apfelmus so mag, sind die vielen Kombinationsmöglichkeiten.

Ich esse es gerne:

  • pur (am liebsten noch lauwarm)
  • auf Pfannkuchen
  • mit etwas Naturjoghurt oder Quark, getoppt mit gehackten Mandeln
  • auf Milchreis
  • mit Vanilleeis und karamellisierten Mandeln

Der letzte Punkt ist natürlich die ein kleines bisschen dekadentere Dessert-Variante – so so lecker! Ich verrate euch heute, wie das geht:

Apfelmus

Apfelmus - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • ca. 2 kg Äpfel
  • 1-2 EL Zucker
  • 1/4 TL Zimt
  • Spritzer Zitronensaft
  • Schluck Wasser

Zubereitung

1. Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. In einen Topf geben und einen Spritzer Zitronensaft sowie den Zucker und den Zimt hinzufügen. Alles verrühren.

2. Mit einem Schluck Wasser aufsetzen. Wenn das Wasser kocht, runterschalten und köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren. Die Äpfel fallen irgendwann zusammen und es kann sein, dass die Masse dann dicker wird, dann gebt ihr einfach noch einen Schluck Wasser hinzu – bis das Mus die von euch gewünschte Konsistenz hat.

2. Abschmecken und gegebenenfalls noch Zucker und/oder Zimt hinzufügen. Wenn ihr stückiges Apfelmus bevorzugt, lasst ihr es so, ansonsten könnt ihr es noch pürieren.

Apfelmus und Mandelcrunch - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Für die karamellisierten Mandeln braucht ihr 3 EL gehackte Mandeln und 2 EL Zucker. Zuerst gebt ihr die Mandeln in einer kleine Pfanne und lasst sie leicht anrösten. Dann gebt ihr den Zucker dazu, dabei ständig rühren! Wenn der Zucker sich aufgelöst hat und alles ein bisschen gebräunt ist (aufpassen, dass es nicht anbrennt!), gebt ihr die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lasst sie abkühlen. Danach könnt ihr den Mandelcrunch zerbröseln und als Topping verwenden 🙂

Vanilleeis mit Apfelmus - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Natürlich könnt ihr mit diesem Mandelcrunch auch alles andere toppen, nicht nur Apfelmus. Zum Beispiel schmeckt es auch auf griechischem Joghurt mit Feigen sehr lecker!

Genießt dieses herbstliche Wochenende! Und vielleicht verratet ihr mir, wozu ihr Apfelmus am liebsten esst?

Habt es wundervoll,

Alena

Blaubeer-Cantuccini-Dessert - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Blaubeer-Cantuccini-Dessert – BeerenStark!

Sommerzeit ist Beerenzeit! Seid ihr auch so süchtig nach den fruchtigen kleinen Dingern wie ich? Ich liebe Beeren. Dabei bin ich kaum wählerisch – ob Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren oder Stachelbeeren, ich könnte mich zur Hauptsaison daran satt essen (ok, ich könnte nicht nur, ich tue es gelegentlich auch). So manches Schälchen überlebt den Weg vom Markt zu mir nach Hause nicht, weshalb ich häufig gleich mehrere kaufe. Damit wäre also auch geklärt, welches Lebensmittel im Hause Wunderbrunnen im Sommer am höchsten im Kurs steht…

Blaubeer-Cantuccini-Dessert - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Blaubeer-Cantuccini-Dessert - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Dabei ist die Saison ja nicht allzu lang und auch stark vom Segen des Wetters abhängig. Denn eins brauchen Beeren ganz viel, um ihr volles Aroma entfalten zu können: Sonne. Besonders viel hatten wir dieses Jahr nun noch nicht davon, aber ich habe trotzdem schon das eine oder andere Schälchen Beeren verdrückt. Auf eine Sorte freue ich mich allerdings (neben Erdbeeren und Himbeeren) jedes Jahr ganz besonders: Blaubeeren. Zwischen diesen drei genannten Sorten ist es jedes Jahr ganz eng, was den ersten Platz auf meiner Favoritenliste angeht, denn am liebsten esse ich sie alle zusammen. Auf meinem morgendlichen Müsli mit Joghurt, auf Kuchen, oder einfach so auf einem hübschen Teller, zum Naschen.

Passend zu meiner Leidenschaft für Beeren hat die liebe Ina von Ina Is(s)t ein ganz wundervolles Blog-Event gestartet, in dessen Rahmen Rezepte gesammelt werden, die mindestens eine Beerensorte enthalten sollen:

Zur Auswahl stehen hierbei Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Sanddornbeeren, Johannisbeeren und natürlich Blaubeeren. Letztere sind nun natürlich die Hauptdarsteller in meinem Rezept für ein Dessert, das ich zu diesem Event beisteuere.

Das Rezept entstand eher spontan – eigentlich hatte ich etwas backen wollen, aber die Idee zu dem Dessert kam mir an einem tatsächlich sommerlich-warmen Tag. Die Lust zum Backen war also nicht mehr so übermäßig groß… Allerdings waren in meiner Vorstellung Cantuccini Bestandteil des Desserts und da ich diese italienischen Kekse schon länger einmal selber backen wollte, musste der Backofen doch ran. Das Rezept für die Cantuccini bekommt ihr bald von mir, aber bis dahin könnt ihr natürlich auch gekaufte verwenden 😉

Cantuccini und Feldblumen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Da mich die Lust auf dieses Rezept spontan überkam, hatte ich natürlich keine Blümchen im Haus, die ich doch so gerne für meine Fotos habe. Es wäre vielleicht auch ohne gegangen, aber ich habe da vielleicht so etwas wie einen Tick. Außerdem sieht es gleich nochmal so sommerlich aus, wenn das Food-Model ein paar Blümchen gestellt bekommt und ich will euch ja schließlich den Sommer nach Hause bringen!

Ich beschloss also kurzerhand, mir einfach draußen zu suchen, was die Natur so zur Verfügung stellt. Da habe ich schon das eine oder andere Mal hübsche Schätze entdeckt – und eine solche Auswahl wie draußen gibt es auch in keinem Blumenladen der Welt. Zumindest im Sommer 😉 

Feldblumen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Die in den Keksen enthaltenen Mandeln passen hervorragend zu den Blaubeeren und der fluffigen Creme aus Joghurt und etwas aufgeschlagener Sahne, die mit einem Hauch Zitrone verfeinert ist. Das Dessert ist damit sommerlich-leicht, herrlich fruchtig und frisch und durch die Kekse irgendwie auch heimelig – Mandelaroma hat für mich immer etwas Gemütliches an sich. Jedenfalls finde ich die Kombination ganz wunderbar und ich verspreche euch, dass es nach einem ausgiebigen Essen sehr gut noch reinpasst bzw. rutscht.

Die Gläser sind übrigens Weckgläser (140 ml), die sich ausgezeichnet für das Portionieren von Desserts eignen. Meine Mama hat diese Gläser schon sehr lange und nun war es an der Zeit, dass sie auch in meinem Haushalt Einzug hielten 😉 Nun will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen, hier ist das Rezept für das

Blaubeer-Cantuccini-Dessert

Balubeer-Cantuccini-Dessert - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

(für 2 Weckgläser á 140 ml, je nach Größe eurer Dessertschälchen müsst ihr die Menge eventuell anpassen)

  • 100g Naturjoghurt (3,5%)
  • 50g Schlagsahne
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1-2 TL Zucker (nach Geschmack)
  • etwas Vanilleextrakt (optional)
  • zwei Handvoll Blaubeeren
  • 3-4 Cantuccini

Zubereitung

1. Die Schlagsahne mit dem Zucker in ein hohes Gefäß geben und steif schlagen. Den Zitronensaft  und Vanilleextrakt mit dem Joghurt verrühren. Die Schlagsahne unterheben.

2. Die Blaubeeren verlesen, waschen und trocken tupfen. Die Cantuccini mittelgrob zerbröseln (ich habe es mit der Nudelholz-Draufhau-Methode gemacht ;)). Anschließend etwa 2 Finger breit ins Glas bzw. Schälchen geben. Die Joghurt-Sahne-Masse darauf verteilen und darauf die Blaubeeren geben. Wer mag, kann noch klein gekrümelten Baiser als Topping servieren. Oder karamellisierte Mandel-Splitter. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, aber auch ohne Topping-Chichi schmeckt das Dessert herrlich.

Guten Appetit!

Blaubeer-Cantuccini-Dessert - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Blaubeer-Cantuccini-Dessert - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Nun schnappt euch ein Glas, denn mit diesem Dessert holt ihr euch den Sommer direkt ins Haus, da kann es draußen noch so windig und ungemütlich sein. Und wenn ihr das Glück habt und  bei euch gerade Sommer ist, dann könnt ihr es an einem lauen Sommerabend draußen genießen. Das ist perfekt!

So muss der Sommer schmecken.

Blaubeer-Cantuccini-Dessert - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Feldblumen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und denkt dran, ab und zu stehenzubleiben und die Blumen zu bewundern. Die Schönheit der Natur ist kostbar.

Habt es wundervoll,

Alena