Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mediterraner Kartoffelsalat und große Hummus-Liebe

Der Sommer ist im Moment ja eher nicht ganz so verlässlich wie man es sich wünschen würde. Lange im Voraus geplante Grillpartys kann man eigentlich auch direkt knicken… Deshalb habe ich heute ein Grillparty-taugliches Rezept, dass ihr auch ganz spontan noch am Morgen vorbereiten könnt: Mediterraner Kartoffelsalat!

Nicht ganz so gut spontan zu machen ist der Hummus, aber er ist so unfassbar gut, dass ich auch dafür das Rezept mitgebracht habe. Der Kartoffelsalat ist (wieder einmal ;)) ein Rezept von Mama Wunderbrunnen. Meine Mama kann einfach so unglaublich gut kochen! Es gibt ausnahmslos immer tolles Essen bei ihr. Und nun dürft ihr dreimal raten, woher ich meine Liebe zum Kochen habe 😉

Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Liebe von ihr vererbt bekommen habe, denn sonst würde mir vermutlich sehr viel Kreativität und Experimentierfreude fehlen. Und ich würde mich nicht über die vielen lange erprobten Rezepte freuen, die sie in ihrem Fundus hat. Dazu gehört, wie bereits erwähnt, der Kartoffelsalat.

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Dazu muss ich sagen, dass es in unserer Familie noch ein anderes Rezept gibt – nämlich für ganz „klassischen“ Kartoffelsalat. Mit Eier und Mayo und Gewürzgurken. Es stammt aus der Feder meiner Oma und ich behaupte immer gerne, dass es der allerbeste Kartoffelsalat der Welt ist und keiner so gut schmeckt! (Außer natürlich von meiner Mama, die macht ihn genauso und er schmeckt auch genauso gut.)

Aber vermutlich verhält es sich mit Kartoffelsalat auf gleiche Art und Weise wie mit Frikadellen oder ähnlichen Hausmannskost-Gerichten. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept und natürlich kocht jede Oma es am besten! (Schreibe ich jetzt so. Aber in echt weiß ich, dass meine Oma und meine Mama am besten kochen. Ist ja klar ;))

Der mediterrane Kartoffelsalat hält sich aus der Diskussion um den besten klassischen Kartoffelsalat heraus und macht sein eigenes Ding. Die Kartoffeln dürfen noch warm zu dem ebenfalls noch warmen Gemüse und gemeinsam mit dem leckeren Dressing und knusprigen Kürbiskernen eine Party feiern. Die Mischung muss nicht durchziehen (wie bei Omas Kartoffelsalat) und schmeckt kalt genauso gut wie warm! Also perfekt für spontanes Zubereiten kurz bevor die Gäste kommen.

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Als zweite Leckerei gibt es heute ein Hummus-Rezept von mir – wobei, gar nicht von mir, sondern von der wunderbaren Molly Yeh (ausgesprochen wie das englische „yay!“ :). Ich kenne sie zwar (leider!) nicht persönlich, habe aber trotzdem dank ihres Blogs und ihres Instagram-Accounts den Eindruck, dass sie ein absolut bezaubernder Mensch ist. So eine Person, die man gerne sofort als Freundin hätte! Schaut unbedingt mal auf ihrem Blog vorbei, ihre Fotos sind so wunderschön und ihr Schreibstil absolut herrlich.

Klar, dass ich ihr Buch „Molly on the Range“ haben musste, als es erschien, oder? Eine etwas ausführlichere Rezension habe ich noch geplant, aber ich kann euch an dieser Stelle schonmal eine Kaufempfehlung aussprechen. Ich selbst habe die englische Version des Buches, finde es auch sehr gut zu verstehen. Es gibt aber auch mittlerweile eine deutsche Version: „Molly’s Kitchen“

Als ich mich vor ein paar Wochen mit ein paar Freundinnen zum Grillen verabredet hatte, machte ich zusätzlich zu dem Kartoffelsalat noch den Hummus á la Molly Yeh. Ich liebe Hummus und bin von dem Rezept absolut hin und weg! Bislang fand ich selbstgemachten Hummus nämlich häufig zu trocken. Mollys Rezept ist aber wirklich toll – und ja, der Haufen Petersilie und gewürfelte Schalotte oben drauf muss so 😉

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Als Lieblingsbrot hat sich übrigens dieses hier etabliert: Weltbestes Brot von Elbmadame

Ich hatte es hier schon einmal erwähnt, aber es ist so lecker, da kann man es ruhig einmal zu viel erwähnen. Eigentlich reicht schon dieses Brot zum Grillen – vielleicht noch ein oder zwei Dips dazu, mehr braucht es nicht! Wenn ihr es noch nicht ausprobiert habt, tut es unbedingt 😉

Und damit ihr für die nächste Grillparty gerüstet seid, gibt es jetzt beide Rezepte für euch! Los geht es mit:

Mediterraner Kartoffelsalat

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 500 g Kartoffeln
  • 2-3 Möhren (mittelgroße)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 100 g getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt!)
  • 1 EL Kürbiskerne
  • 1 Bund Radieschen
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • optional: 50 g schwarze Oliven

für das Dressing:

  • 1 TL Balsamico-Essig
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Sojasauce
  • Pfeffer

Zubereitung

1. Die Kartoffeln gar kochen (je nach Größe 20-30 Minuten). Anschließend pellen und in Scheiben schneiden. Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Lauchzwiebeln waschen und in Ringe schneiden. Eine rote Zwiebel (oder Schalotte) schälen und fein würfeln. Die getrockente Tomaten ebenfalls klein schneiden. Den Bund Radieschen waschen, putzen und in feine Streifen schneiden.

2. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Möhren darin anbraten und dann die Zwiebel, Lauchzwiebeln und getrockente Tomaten dazugeben. Garen, bis die Möhren bissfest sind. Zu den Kartoffeln geben.

3. Die Dressing-Zutaten miteinander vermengen und über den warmen Salat geben. Vor dem Servieren die Kürbiskerne und Radieschen über den Salat geben. Am besten warm genießen, er schmeckt aber auch kalt!

Und weiter geht es mit:

Hummus nach Molly Yeh

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 180 g getrocknete Kichererbsen
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Zitronensaft
  • 125 g Tahini
  • 3/4 TL Salz
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50 ml kaltes Wasser
  • Olivenöl zum Beträufeln
  • eine Zwiebel
  • glatte Petersilie

Zubereitung

1. Die Kichererbsen müssen über Nacht einweichen – einfach in eine Schüssel geben und mit Wasser bedecken. Das Wasser sollte etwa 2 cm höher reichen als die Kichererbsen! Am nächsten Morgen bzw. Tag die Kichererbsen in ein Sieb geben und noch einmal Wasser drüberlaufen lassen. Dann mit dem Natron in einen Kochtopf geben, mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und dann köcheln lassen, bis die Kichererbsen sehr weich sind. Das kann 30-60 Minuten dauern. Abgießen und kurz abkühlen lassen.

2. Die Kichererbsen mit Zitronensaft, Tahini, Knoblauch und Salz in ein Gefäß geben und mit Stabmixer oder Pürierstab pürieren. Während der Mixer weiterläuft, das Wasser einfließen lassen. Wenn eine glatte Creme entstanden ist, abschmecken und bei Bedarf noch Salz hinzufügen.

3. In eine Schüssel geben und mit Olivenöl beträufeln. Nach Geschmack mit einer fein gewürfelten Zwiebel und gehackter Petersilie bestreuen. Mit frisch gebackenem Brot servieren oder mit Gemüsesticks dippen. Der Hummus hält sich mit Olivenöl bedeckt und luftdicht verschlossen im Kühlschrank etwa drei Tage.

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich hoffe, euch gefällt mein mediterraner Kartoffelsalat! Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß beim Nachkochen. Lasst uns einen großartigen Sommer haben – auch wenn das Wetter nicht nach Sommer ist 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sommer in Quicheform: Tomatenquiche

Ich finde, es gibt nicht viele Lebensmittel, die so sommerlich sind wie Tomaten. Gut, Beeren und tropische Früchte sind zugegebenermaßen auch Sommer pur – aber Tomaten sind so wunderbar vielseitig, dass sie bei mir ziemlich weit oben auf der Sommer-Zutaten-Liste stehen. Und auch der Star meiner Tomatenquiche sind!

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Natürlich schmecken Tomaten in südlichen Landen wie Italien oder Spanien am allerbesten. Ganz simpel mit etwas gutem Olivenöl, vielleicht noch etwas grünen Kräutern wie Basilikum dazu… das ist der Sommer. Mich versetzt allein schon der Duft von Basilikum in Sommerstimmung pur.

Fairerweise muss man sagen, dass die Tomaten im Süden Europas meistens viel aromatischer sind als hier bei uns. Noch dazu bekommt man sie häufig geradezu hintergeschmissen – wohingegen die Tomaten in unseren Breiten weder nach besonders viel schmecken und noch dazu einladen, große Mengen zu kaufen.

Allerdings hat meine Familie nach eigenem Ausprobieren festgestellt: Man kann zwar sämtliche Zutaten des leckeren Urlaubs-Essens mit nach Hause nehmen, aber es wird niemals so schmecken wie im Urlaub. Das liegt einfach daran, dass zu Hause kein Urlaub ist und das Feeling nicht dasselbe ist.

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Dennoch finde ich, dass man auch zuhause kleine Pausen vom Alltag machen kann. Das geht beispielsweise mit einem Ausflug – sei es einer Wanderung, einer Fahrradtour oder einem Picknick. Letzteres kann man übrigens auch ganz hervorragend auf dem Balkon machen. Oder auf dem Sofa im Wohnzimmer, wenn der Sommer sich mal wieder von seiner herbstlichen Seite zeigt.

Besonders gut zu so einem Picknick passt meine Tomatenquiche. Eigentlich ist es gar nicht meine, denn das Rezept stammt von Mama Wunderbrunnen 😉 Die Quiche gibt es bei uns schon seit vielen Jahren immer wieder und ist quasi ein altbewährtes und erprobtes Rezept. Und da das ja bekanntlich die besten sind, habe ich es euch heute mitbringen dürfen.

Die Tomatenquiche hatten wir übrigens auf der Fahrradtour aus dem letzten Beitrag dabei. Ich hatte tatsächlich leckere und aromatische Tomaten gefunden und da wir die Fahrradtour schon etwas im Voraus geplant hatten, bot sie den perfekten Anlass.

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

So ganz fingerfood-tauglich war die Quiche zwar nicht, denn der Mürbeteig-Boden ist herrlich zart. Dadurch ist die Quiche nicht ganz formstabil, wenn man sie für ein Picknick einpacken will. Wir haben uns aber einfach zwei Kuchengabeln mitgenommen und direkt aus der Tupperdose gegessen. Da wir einen traumhaften Blick auf die Taunusausläufer und die Frankfurter Skyline hatten, war das völlig egal. Es gibt Momente, die müssen nicht Blog-tauglich perfekt durchgestylt sein, sondern einfach nur genossen werden :))

Zwei Tipps noch von Mama Wunderbrunnen, die so nicht im Rezept stehen: Wenn ihr den Quicheboden allerdings vorher blindbackt (wie das geht, habe ich euch hier erklärt), ist er sicher etwas fester und stabiler. Und 2-3 EL Stärke in der Käse-Eier-Mischung sorgen dafür, dass die Masse besser stockt – bei der Tomatenquiche geht es auch ohne, aber bei Füllungen wie Spinat oder Mangold kann das durchaus hilfreich sein!

Und damit ihr auch diese herrlich saftige und aromatische Quiche genießen könnt, höre ich jetzt auf zu schwärmen und lasse euch das Rezept da. Denkt dran – ihr könnt sie überall essen, Picknick draußen oder drinnen und sie macht sich auch auf jedem Buffet gut!

Tomatenquiche

(für eine 28 cm Tarteform)

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 120 g kalte Butter
  • 240 g Mehl
  • 2 EL kaltes Wasser
  • Salz
  • 500 g kleine Tomaten
  • 2 Handvoll Rucola (ca. 50-70 g bzw. einfach nach Geschmack!)
  • 250 g Frischkäse
  • 150 g Sahne
  • 2 Eier
  • 50 g Parmesan
  • ein paar Blätter Basilikum
  • 2 EL Pinienkerne

Zubereitung

(Backzeit: 45-50 Minuten + 10 Minuten Vorbackzeit)

1. Für den Teig die Butter klein schneiden und anschließend mit dem Mehl, Salz und Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig entweder eine Stunde kalt stellen oder direkt ausrollen, in eine Tarteform legen und diese dann kalt stellen (ich finde letzteres einfacher).

2. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie goldbraun sind. Nun die Tomaten waschen und in Viertel schneiden. Den Rucola waschen, trocken schleudern und anschließend hacken. Dasselbe mit dem Basilikum machen. Wenn der Ofen heiß ist, den Teig darin für 10 Minuten vorbacken. Herausholen und Tomaten und Rucola darauf verteilen.

3. Den Frischkäse mit dem Basilikum, der Sahne, den Eiern und dem Parmesan verrühren. Salzen und pfeffern, anschließend über den Tomaten und dem Rucola verteilen. Nun für 30 Minuten backen, dann die Pinienkerne darauf verteilen und weitere 15-20 Minuten backen. Fertig!

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und hoffe, ihr macht euch den Sommer auch schön, wenn er sich eher nach Herbst anfühlt.

Habt es wundervoll,

Alena

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti nach Anna Jones (+ Buchtipp)

Ich muss heute wieder mit einem Geständnis beginnen: Ich habe manchmal ein Problem mit Rezepten. Was das mit den Avocado-Spaghetti von der wunderbaren Anna Jones zu tun hat? Nun.

Avocado-Pasta - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Die Sache mit den Rezepten verhält sich so. Für manche Sachen habe ich gerne Vorgaben. Wenn ich beispielsweise gemeinsam mit Herrn Wunderbrunnen in der Küche stehe und er mir sagt „Einfach einen Schluck Sojasoße da reinmachen“, dann muss ich kurz schlucken. Geht das ETWAS präziser? 😀

Gut, ich kenne das schon von meiner Mama und auch von meiner Oma. Irgendwie ist das so ein Ding von Leuten, die nicht nach Rezept kochen. Ein Schluck hiervon, einen Klacks davon – die Mengeneinheiten haben die dollsten Namen ;)) Für einen Blog ist es aber doch eher unpraktisch. Eine ungefähre Richtung würde ich euch ja schon gerne mitgeben. Ist es nun eher wie ein Schluck Wasser, wenn man gerade eine Wüstenwanderung hinter sich hat oder wie ein Schluck Olivenöl, das man bei einem Tasting probiert?

Aber nachdem ich mich viele Jahre immer streng an Rezepte gehalten hatte, brach irgendwann die Kreativität durch. Ich begann, Rezepte abzuändern und anzupassen. Dadurch entdeckte ich eine völlig neue Welt und auch die Liebe zum Kochen! Die wollte ich dann auf diesem Blog mit anderen teilen.

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Soviel dazu.

Mit der Kreativität einherging aber auch ein viel kritischer Blick auf Rezepte. Bei gewissen Mengen oder auch Verhältnissen schlage ich plötzlich die Hände über dem Kopf zusammen. Vor allem bei Kuchen geht es mir oft so – 300 g Zucker auf 300 g Mehl führen dazu, dass ich direkt das Rezept verwerfe oder so viel daran ändere, dass es mit dem Ursprung gar nichts mehr zu tun hat. Obwohl man ja gerade beim Backen unbedingt genau arbeiten sollte, hust hust.

Trotzdem bin ich nach wie vor ein großer Fan von Kochbüchern, denn sie sind eine so tolle Quelle der Inspiration! Und als bisher konsequente Verweigerin von E-Books liebe ich natürlich auch die Haptik. Es hat schon was, in einem dicken Kochbuch zu blättern… Ein Buch, das ich sehr gerne mag, möchte ich euch heute vorstellen!

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Es handelt sich dabei um A modern way to eat von Anna Jones – ihres Zeichens Köchin, Bloggerin, Foodstylistin und sehr talentierte Autorin eines wunderschönen Kochbuchs.  Anna Jones hat bei Jamie Oliver gelernt und an vielen seine Bücher mitgewirkt (und gestylt). 2015 erschienen ist das Buch jetzt keine Neuentdeckung, mittlerweile gibt es auch schon einen Nachfolger („A modern way to cook“). Ich möchte euch das Buch trotzdem ans Herz legen.

Die Rezepte sind komplett vegetarisch und teilweise auch vegan – ich bin zwar weder das Eine noch das Andere, dennoch versuche ich, vegetarische Gerichte häufig in unseren Speiseplan einzubauen. Das Buch bietet deshalb quasi die perfekte Inspirationsquelle, denn von Frühstück über Gerichte für die hungrige Horde am Esstisch bis hin zu Kuchen und Desserts präsentiert Anna Jones für jede Tages- und auch Jahreszeit leckere und vor allem einfache Ideen, für die man nicht stundenlang am Herd stehen muss. Auch einfache „Bauanleitungen“ für abwechslungsreiche Salate oder Pasta-Gerichte finden sich hier, was ich besonders liebevoll finde.

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und eine Kuriosität am Rande: Das Buch besteht aus biologisch abbaubarem Papier aus Apfelresten. Es ist das erste seiner Art und verbindet so auf ganz einzigartige Weise Inhalt (regional bzw. nachhaltiges Essen) und Form. Wer mehr dazu erfahren will, kann hier weiterlesen: „Das erste Buch aus Apfelpapier.“

Natürlich habe ich auch etwas nachgekocht und euch heute mitgebracht. Ich hatte vor einiger Zeit sturmfrei und wollte etwas, das schnell geht, aber lecker ist. Als ich das Rezept für die Spaghetti mit Avocado fand, war ich begeistert. Zitrone und Basilikum sind auch mit von der Partie – sommerlich, gleichzeitig schlonzig und frisch. Besser gehts nicht!

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Doch auch dieses Rezept hielt meinem Korrekturstift nicht stand. Anna Jones gibt nämlich 2 Avocados für 4 Portionen an. Liest sich auf den ersten Blick ganz gut, oder? Aber als ich die (für mich alleine berechnete) halbe gewürfelte Avocado in die Pfanne gleiten ließ, fing mein Magen lautstark an zu protestieren. „Waaas, wer soll denn davon satt werden?! Nur zu Nudeln? Waaaaa-“ – Ich so: „Jaja, die andere halbe Avocado aufzuheben ist ja auch Quatsch. Kann da ja auch gleich mit rein.“

Also schnibbelte ich die restliche Hälfte der Avocado auch klein und gab ihn zu der traurigen rezeptkonformen Menge in die Pfanne. Wenn so ein (im Übrigen veganes!) Gericht schon nicht in dicker Sahnesoße schwimmt, dann kann man da auch ruhig ein bisschen generös sein mit den gesunden Fetten, oder?

Und ich verspreche euch: Ich habe keine Soße vermisst. Nichtmal ein bisschen. Gut, eine halbe Avocado wäre wirklich definitiv zu wenig gewesen. Aber so… war es genau perfekt! Cremig, zitronig, sommerlich… Im ursprünglichen Rezept waren noch Kapern angegeben, die habe ich weggelassen (weil nicht im Haus). Auch die Knoblauchzehe im Rezept für 4 Personen habe ich alleine gegessen. Aber ich schreibe euch einfach mal auf, wie ich es zubereitet habe ;))

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones)

(für 2 Personen)

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Spaghetti
  • 2 Avocados
  • 1 Knoblauchzehe
  • abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
  • 1-2 EL Saft der Zitrone
  • zwei gute Handvoll Basilikum (oder einen halben Topf)
  • 2-3 EL Petersilie (ich habe TK genommen)
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Nudeln in einem Topf nach Packungsanweisung bissfest garen. Die Knoblauchzehe fein hacken, ebenso wie die Kräuter. Die Avocado schälen, den Kern entfernen und in kleine Würfel schneiden. Wer gut ist, kann die Avocado auch in der Schale würfeln, also längs und quer bis zur Schale einschneiden. Aber aufpassen, wegen Avocado-Hand und so. Ich habe euch gewarnt ;))

2. Nun das Olivenöl in einer Pfanne leicht erhitzen und den Knoblauch darin kurz andünsten. Die Zitronenschale, etwas Saft und die Avocado hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz bevor die Spaghetti fertig sind, die Kräuter hinzugeben und verrühren. Die Spaghetti könnt ihr ruhig direkt aus dem Kochwasser in die Pfanne geben, dann nehmen sie noch etwas Flüssigkeit mit. Nun alles verrühren und bei Bedarf mit noch etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

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Ich hoffe, euch macht das Rezept genausoviel Lust auf Sommer wie mir – es schmeckt auf jeden Fall danach :))

Habt es wundervoll,

Alena

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark

Im Rahmen des heutigen Blogposts habe ich etwas gelernt: Es ist viel einfacher, ein Rezept zu erfinden und zu optimieren als dann hinterher einen schmissigen Namen dafür zu finden. Nehmen wir mal das Rezept von heute – Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark. Klingt gar nicht so spektakulär oder? Ist aber spektakulär lecker! Und die Geschichte hinter dem Rezept erzähle ich euch jetzt.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ihr erinnert euch vielleicht an den Beitrag mit den Haferbratlingen, die ich für die Initiative „Hafer – Die Alleskörner“ kreiert hatte. Eben diese Initiative schrieb mich kürzlich (ok, vor ein paar Wochen schon) an und lud mich ein, bei ihrer 2. Blogger-Meisterschaft mitzumachen.

Das Thema der ersten Runde war „Pimp your porridge“. Wer schauen mag: Hier findet ihr die Beiträge aus dem letzten Jahr. Eine beeindruckende Auflistung! Allerdings bin ich kein großer Porridge-Fan, weshalb ich mich umso mehr über das diesjährige Thema freue: Snacks und Fingerfood mit Hafer.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich liebe Fingerfood und ich liebe Hafer. Allerdings hatte ich mit meinen Haferbratlingen schon ein ziemlich fingerfood-taugliches Rezept abgeliefert. Trotzdem wollte ich mich der Herausforderung stellen und mir etwas Leckeres überlegen. Die ersten Ideen gingen noch in Richtung süß, aber schnell fand ich für den Sommer herzhaft angebrachter. Ich meine, wie praktisch ist Fingerfood bitte für Picknicks oder als Beilagen-Beitrag für eine Grillparty? Eben :))

Ich bin ein großer Falafel-Fan, habe sie aber noch nie selber gemacht. (Das eine Mal, wo ich es versucht habe und es gründlich schiefgegangen ist, lassen wir mal außen vor.) Nun schwebten mir als Fingerfood aber kleine, knusprige Bällchen vor. Also habe ich sie spontan Falafel genannt – obwohl in den Originalen sicher kein Hafer enthalten ist.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das ist aber nicht so schlimm, denn sie schmecken wirklich super! Ich habe aus weißen Bohnen, Hafermehl und Gewürzen eine Grundmasse gemacht (also püriert) und diese dann noch mit kernigen Haferflocken und Feta verfeinert. Den Feta kann man natürlich auch weglassen, dann wäre das Ganze sogar vegan… (ok, den Quark dazu müsste man auch weglassen, aber da gibt es sicher irgendwas als Ersatz!)

Eigentlich wollte ich auch noch Petersilie und etwas Zitronensaft hinzugeben. Das habe ich im Eifer des Gefechts vergessen, würde aber sicher auch gut schmecken. Sie sind aber auch ohne jeglichen Schnickschnack köstlich. Dazu noch einfach und schnell gemacht – was will man mehr?

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich habe übrigens noch etwas getestet: Falafelrezepte findet man oft entweder zum Braten oder Backen. Mein Tipp: Bratet die Bällchen. Und bitte bratet sie in ausreichend Öl! Aus dem Ofen haben sie etwa die Konsistenz von gebackenem Schaumstoff (oder zumindest stelle ich es mir so vor), während sie aus der Pfanne herrlich kross und knusprig werden. Tut euch den Gefallen und genießt es ;))

Übrigens passen die Falafel auch super zu einem Salat – ich habe einfach Romana-Salat genommen, in Streifen geschnitten und etwas Tomate, Gurke und Feta dazu. Ein Dressing aus Olivenöl und Essig, fertig ist ein schneller Lunch oder ein leichtes Abendessen. So gut!

Jetzt habe ich aber genug geredet und zeige euch nun meinen Beitrag für die Bloggermeisterschaft der Alleskörner:

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 1 Dose weiße Bohnen (400 g)
  • 100 ml Wasser
  • 60 g Haferflocken
  • 130 g Hafermehl
  • 50 g Feta
  • Prise Chilipulver
  • 1 TL gemahlenen Koriander
  • Prise Cayennepfeffer
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprika
  • 1/2 rote Zwiebel oder Schalotte
  • nach Belieben noch einen Spritzer Limettensaft und Petersilie!
  • Für den Gemüsequark: 250 g Quark, etwas frische Gurke und Paprika, Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Bohnen abgießen und abspülen. Mit dem Hafermehl, dem Wasser und den Gewürzen in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab alles gut vermixen. Es entsteht eine dickliche Paste, das ist genau richtig! Unter diese mischt ihr nun (nicht mehr pürieren!) die Haferflocken, die rote Zwiebel und den zerkrümelten Feta (und optional den Limettensaft und die Petersilie).

2. In einer Pfanne erhitzt ihr nun Öl. Ich hatte nicht mehr so viel, aber die Bällchen sollten mindestens zur Hälfte in dem Öl liegen! Dann bratet ihr sie auf irgendwo zwischen mittlerer und nicht der höchsten Hitze so lange, bis sie rundherum kross und knusprig sind. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen – fertig!

3. Für den Gemüsequark verrührt ihr einfach den Quark mit Salz und Pfeffer (Menge müsst ihr einfach abschmecken). Dann schneidet ihr etwas Gurke und etwas Paprika in ganz feine Stückchen und rührt sie unter. Nochmal abschmecken und zu den Falafel servieren.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wenn ihr fertig seid mit Dippen kann ich ein paar gedrückte Daumen gebrauchen, damit die Jury dieses Fingerfood genauso gut findet wie ich ;))

Habt es wundervoll,

Alena

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Knackige Vorspeise: Gebratener grüner Spargel mit Mozzarella

Zum Abschluss der Spargelsaison habe ich euch noch ein schnelles Rezept mitgebracht, das ihr wunderbar als Vorspeise oder auch als leichtes Mittagessen verwenden könnt. Der Hauptdarsteller? Grüner Spargel!

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich gebe zu, ich habe dieses Jahr ziemlich viele Spargel-Rezepte gebloggt. Vier Stück, um genau zu sein! Das heutige Gericht wollte ich auch eigentlich schon im letzten Jahr online stellen, aber wie das immer so ist mit dem saisonalen Essen… plötzlich ist die Saison vorbei.

Ging mir letztes Jahr übrigens genauso mit Bärlauch. Dieses Jahr habe ich das gleiche Problem mit Rhabarber. Ich hatte noch einige Rezepte im Hinterkopf und plötzlich ist die Zeit vorbei und die Kirschen machen es sich neben den ersten deutschen Him-, Blau- und Brombeeren im Regal gemütlich.

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich werde dann immer leicht hektisch und krame in meinem gedanklichen und meinem tatsächlichen Rezepte-Ideen-Buch herum, bis ich aufgebe. Die Zeit vergeht so oder so zu schnell, dann muss man sich ja nicht auch noch mit saisonalen Rezepten künstlich stressen.

Stattdessen zeige ich euch am 23. Juni, einen Tag vor dem offiziell bzw. traditionell letzten Tag der Spargel-Saison, ein Rezept für eine Vorspeise – bzw. wurde sie bei uns bisher immer als solche serviert. Die Zubereitung ist denkbar einfach und ein bisschen lässig-rustikal – so, wie man es im Sommer gerne mag!

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Auf den gebratenen Spargel kommt einfach ganz locker auseinandergezupfter Mozzarella, der dann ein bisschen schmilzt. Auch den Schinken pflückt man mit der Hand in Stückchen und verteilt sie auf dem Spargel. Als Vorspeise kam diese Kombination bisher bei allen gut an, aber auch als leichter Lunch funktioniert dieses Gericht sehr gut.

Wenn ihr also noch grünen Spargel bekommt, lege ich es euch fürs Wochenende oder nächste Woche noch ans Herz. Und wenn ihr es nicht mehr schafft – dann gibt es ja zum Glück auch nächstes Jahr wieder grünen Spargel (hoffentlich). Bis dahin gibt es hier nun das Rezept:

Gebratener grüner Spargel mit Mozzarella

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • ein Bund grüner Spargel
  • ein Mozzarella am Stück
  • eine Handvoll Pinienkerne
  • Serrano-Schinken (ich habe eine ganze Packung genommen)
  • eine Handvoll Cherrytomaten
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Den Spargel waschen und eventuell das untere Drittel schälen. Von den Enden befreien. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Dann das Öl in einer Pfanne warm werden lassen und den Spargel und die Tomaten darin ein paar Minuten braten lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Das Gemüse auf einen Teller geben und den Mozzarella in grobe Stücke zupfen und darüber verteilen. Mit dem Schinken ebenso verfahren. Am Ende die Pininekerne darüber geben und sofort servieren.

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das war nun das letzte Rezept für diese Saison. Ich habe euch hier noch einmal alle meine bisherigen Spargel-Rezepte aufgelistet:

Im nächsten Jahr gibt es dann auch mal öfter weißen Spargel. Ups ;))

Habt es wundervoll,

Alena

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sommerliche Pasta mit Lachs und grünem Spargel

Ja, wieder ein Spargel-Rezept und ja, wieder Pasta – aber wir müssen ausnutzen, dass dieses wunderbare Gemüse noch Saison hat! Deshalb gibt es heute ein Rezept (und ein weiteres habe ich auch noch in petto ;)).

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Die Pasta mit Lachs und grünem Spargel sind relativ spontan und eigentlich aus Resten entstanden. Ich hatte mich nämlich bei dieser Quiche etwas mit den Mengen verschätzt. Kennt ihr das? Mir passiert das häufig.

Im Falle der Quiche war es ein ziemlich großer Hunger auf grünes Gemüse. Brokkoli, Erbsen, grüner Spargel, Frühlingszwiebeln. Als ich alles auf der Arbeitsfläche in der Küche vor mir liegen hatte, war es doch ziemlich viel. Wobei ziemlich noch untertrieben ist – es hätte niemals im Leben in die Quiche gepasst!

Also halbierte ich die Menge an Brokkoli, Spargeln und Frühlingszwiebeln. Letztere Zutaten fügten sich dann aber schon bald in meinem Kopf zu einem neuen Gericht zusammen. Angebraten! Mit Lachs! Zu NUDELN!! Mit etwas Olivenöl vermischt, jaja. Das kann nur gut sein!

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Diese Kombi wurde direkt am nächsten Tag getestet – und spontan für gut befunden. Ich hatte keine Lust auf Soße kochen, aber ich finde, sie ist gar nicht notwendig. Es schmeckt auch so ganz wunderbar herzhaft und sommerlich leicht! Für die momentanen Temperaturen ja auch ganz gut geeignet.

Gleichzeitig ist dieses Gericht das Gegenteil der momentan so hippen One-Pot-Pasta. Ich brauchte nämlich sage und schreibe drei Herdplatten mit zwei Pfannen und einem Topf. Weil der Lachs schneller den gewünschten Garpunkt erreicht hat als der Spargel, habe ich sie getrennt zubereitet. Wer keinen gebratenen Spargel mag, könnte ihn möglicherweise auch für zwei Minuten ins Nudelwasser werfen…

Da ich aber nichts so lecker finde wie gebratenen Spargel, rate ich euch unbedingt zu dieser Variante! Und manchmal ist es auch gar nicht so schlimm, viele Pfannen und Töpfe zu benutzen. Immerhin ist das doch früher immer eine Aussage über die Kochkünste gewesen, oder? Je mehr Töpfe desto versierter.

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Übrigens: Besonders gut schmeckt diese Pasta natürlich draußen. Auf dem Balkon oder im Garten, auf ein paar gemütlichen Sitzkissen und einem Glas mit kühlem Weißwein… habe ich zumindest gehört. Das lange Wochenende steht vor der Tür, da könnte man das sicher nochmal in aller Ruhe testen und überprüfen.

Insofern – ran an die Pfannen und rauf auf den Balkon (oder Garten…). Hier ist das Rezept:

Sommerliche Pasta mit Lachs und grünem Spargel

(für 2-3 Portionen)

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 250 g grünen Spargel
  • ein halbes Bund Frühlingszwiebeln (oder nach Belieben)
  • 300 g Lachsfilet
  • die Schale einer halben unbehandelten Zitrone
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Pasta nach Hunger!

Zubereitung

1. Den Spargel von holzigen Enden befreien und eventuell das untere Drittel schälen. Waschen und schräg in etwa 1-2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Köpfe dürfen ganz bleiben. Den Lachs waschen und eventuell von der Haut lösen. In Würfel schneiden.

2. Wasser im Topf zum Kochen bringen. Die Nudeln hineingeben und al dente kochen. In der Zwischenzeit Öl in einer Pfanne erhitzen und den Spargel dazu geben. Je nach Geschmack könnt ihr den Spargel von 5-10 Minuten bei mittlerer Hitze braten lassen. Ich mag ihn mit etwas Biss, das dauert dann etwa 7 Minuten. Am Ende die Zitronenschale dazugeben – eventuell nicht alles. Ruhig erst einmal abschmecken! Der Lachs braucht ca. 5 Minuten.

3. Die Nudeln abgießen und zu den Spargelscheiben in die Pfanne geben. Verrühren und eventuell noch etwas Olivenöl hinzugeben. Den Lachs drüber verteilen und servieren.

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Könnt ihr Spargel noch sehen? Oder seid ihr froh, wenn die Saison und der Hype endlich vorbei sind? ;))

Habt es wundervoll,

Alena

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Frühlingshafte Gemüse-Quiche mit Spargel

Heute gibt es Quiche! Denn neulich fiel mir auf, dass es hier auf dem Blog manchmal recht Nudel-lastig ist und machte mir kurz Gedanken. Schließlich will man seine Leser ja nicht langweilen! Aber dann fand ich, dass es durchaus auch Abwechslung gibt. Außerdem habe ich bislang noch keine Beschwerde über zu viele Pasta-Rezepte bekommen. Läuft also ;))

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hinzu kommt, dass wir tatsächlich oft Nudeln essen. Nicht jeden Tag, aber mehrmals die Woche kommt schon hin. Nudeln sind einfach abwechslungsreich, machen glücklich und laden zu immer neuen Kombinationen ein. Was will man mehr?

Ebenfalls neu kombinieren lässt sich aber auch ein anderes Lieblingsessen im Hause Wunderbrunnen: Quiche. Herr Wunderbrunnen ging kürzlich sogar so weit und sagte, er könne Quiche immer komplett aufessen. Alles auf einmal. In seiner Begeisterung ließ er sich sogar dazu hinreißen, zu reimen: sie lässt sich immer neu bestücken und kann dadurch immer wieder beglücken!

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Treffender könnte ich es gar nicht ausdrücken. Denn so ist es: Ein Boden, unendlich viele Möglichkeiten zum Füllen. Eigentlich fast wie mit Nudeln.

Aber eben nur fast. Denn wir essen so eine Quiche nicht komplett auf. Lecker genug wäre es zwar, aber doch auch viel. Stattdessen frieren wir die Hälfte ein und freuen uns an langen Arbeitstagen, wenn ein Abendessen im TK-Fach wartet und die Diskussion entfällt, wer einkaufen geht.

Zusätzlich lässt sich Quiche ganz wunderbar zum Picknick, als Pausensnack, Mittag im Büro oder zu sonstigen außerhäuslichen Aktivitäten mitnehmen. Sie schmeckt nämlich auch kalt sehr gut!

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und die Füllung? Da ist erlaubt, was gefällt. Ich hatte unglaublich Lust auf grünen Spargel, Brokkoli und Erbsen. Die hätten sich vermutlich auch alle gut in einer Soße zu Nudeln gemacht, aber dann kam mir die Idee mit der Quiche.

Ich benutze ein ganz klassisches Standard-Rezept für den Boden und die Flüssigkeit. Herausgekommen ist eine Quiche mit herrlich frühlingshaftem Gemüse. Der Käse in der Füllung macht es würzig – wem das zu viel ist, kann die Käse-Menge auch reduzieren. Wobei es im Hause Wunderbrunnen niemals zu viel Käse gibt ;))

Habt ihr Hunger bekommen? Dann ist hier das Rezept:

Gemüse-Quiche mit Spargel

(für eine 28 cm Quiche- oder Springform)

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

Für den Teig:

  • 100 g Butter
  • 200g Mehl
  • 1 Eigelb
  • 25 ml Wasser
  • Prise Salz

Für die Füllung:

  • 250 g grüner Spargel
  • 250 g Brokkoli
  • 100 g Erbsen
  • ein halbes Bund Frühlingszwiebeln
  • 150 g geriebenen Käse (ich habe Emmentaler und Parmesan genommen)
  • 4 Eier
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Milch
  • 1 EL Stärke
  • Pfeffer, Muskatnuss
  • geröstete Pinienkerne als Topping

Für das Backen:

  • getrocknete Hülsenfrüchte (ich habe immer Erbsen)
  • Backpapier
  • eine Quiche- oder Springform (28 cm Durchmesser)

Zubereitung

1. Für den Teig die Zutaten miteinander verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. In Frischhaltefolie einwickeln und 30-60 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.

2. Der Teig wird blindgebacken – wie das geht, erkläre ich euch jetzt (siehe Bild unten): Den Ofen auf 175 Grad vorheizen und den Teig ausrollen (Pro-Tipp: geht einfacher, wenn ihr ihn schon etwas eher aus dem Kühlschrank nehmt). In die Quiche-Form (eine Springform geht auch) legt ihr nun Backpapier. Noch ein Pro-Tipp: Knüllt das Backpapier erst zusammen, als würdet ihr es in den Müll werfen wollen. Wenn ihr es jetzt auseinanderzieht, ist es etwas „beweglicher“ und passt auch in eine runde Form hinein.

3. Darauf legt ihr dann den Teig und passt eventuell noch die Höhe des Randes an. Dann stecht ihr den Teig mit einer Gabel ein. Darüber kommt nun noch ein Stück Backpapier. Darauf verteilt ihr die Trockenerbsen (die ihr dafür übrigens immer wieder verwenden könnt). Den Teig in den Ofen schieben und 15 Minuten backen. Die obere Schicht Backpapier entfernen und den Ofen anlassen!

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

4. Während der Teig im Ofen backt, könnt ihr schon das Gemüse waschen, putzen und in Stücke bzw. Scheiben schneiden. Den Spargel in einem Topf mit kochendem Wasser 5 Minuten köcheln. Eine Handvoll Pinienkerne entweder schon goldbraun rösten oder beiseite stellen – wenn sie nur auf der Quiche backen, werden sie nicht so „röstig“ ;))

5. Das Gemüse auf dem vorgebackenen Teig verteilen. Käse, Milch, Sahne, Stärke und Eier verquirlen und mit Pfeffer, Muskat und eventuell Salz abschmecken. Über das Gemüse gießen und die Form anschließend auf die Arbeitsplatte klopfen, damit sich die Flüssigkeit gut verteilt. Die Pinienkerne darauf verteilen und im Ofen 30-35 Minuten backen – die Backzeit kann nach Ofen variieren.

Die Quiche ist fertig, wenn sie goldbraun ist und die Füllung komplett gestockt (also fest) ist!

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wie ich eingangs bereits schrieb, könnt ihr die Füllung natürlich beliebig variieren und den Jahreszeiten anpassen! Ich finde solche Gerichte besonders schön – je nach Saison haben sie einen ganz eigenen Charakter.

Habt es wundervoll,

Alena

Pasta mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tortiglioni mit grünem Spargel und Cherrytomaten

Zu meinen saisonalen Lieblingen gehört neben Bärlauch und Rhabarber natürlich auch Spargel. So ein tolles und vielseitiges Gemüse! Heute habe ich es euch in Kombination mit schnellen Tortiglioni mitgebracht.

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Im letzten Jahr habe ich euch schon ein leckeres Rezept gezeigt, das den Spargel mal abseits der klassischen Kartoffeln-Schinken-Kombi zeigt: Spargelpesto!

Die Geschichte, wie ich meine Liebe zu Spargel nur durch die Liebe fand… die könnt ihr dort nachlesen. Mittlerweile bin ich wirklich zu einem großen Spargelfan geworden und freue mich riesig, wenn die Saison beginnt. Gut, vielleicht freue ich mich noch ein bisschen mehr auf die Beeren-Saison – aber Spargel ist einfach so lecker und die Zeit viel zu kurz!

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Noch dazu muss ich an dieser Stelle mal hervorheben, wie fotogen dieses Gemüse doch ist. Wunderschön, oder? Dabei finde ich grünen Spargel fast noch ein bisschen hübscher. Die kleinen zarten Triebe am Kopf, die manchmal aussehen wie ein Mini-Spargel… die Natur ist ein wahrer Künstler!

Grünen Spargel esse ich übrigens am liebsten gebraten. Für dieses Rezept hatte ich ihn ursprünglich auch erst angebraten. Dann kam er jedoch in die Soße und köchelte recht lange noch vor sich hin. Da hatte sich das schöne Braten gar nicht gelohnt… also lieber entweder kurz mit den Nudeln kochen, oder anbraten und erst ganz zum Schluss in die Soße geben.

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Man beachte übrigens das Farbkonzept meiner Fotos! Bin ich ja fast ein bisschen stolz drauf, obwohl ich es so gar nicht geplant hatte. Oder vielleicht nicht bewusst – nach sechs Jahren Kunstgeschichtsstudium ist es vielleicht auch mittlerweile einfach so selbstverständlich, dass ich darüber gar nicht groß nachdenken musste. Mir fiel es erst auf, als ich die Fotos bearbeitete und dachte: „Huch, grüner Spargel, rote Tomaten – grüne und rote Blumen! Wie gut das passt!“

Über solche kleinen Dinge freue ich mich. Ist doch schön, oder? Darauf schenke ich euch jetzt ein Glas Wein ein und erzähle euch, wie ihr diese wunderbaren Tortiglioni nachkochen könnt:

Tortiglioni mit grünem Spargel und Cherrytomaten

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • Tortiglioni (Menge nach Geschmack und Hunger)
  • 500 g grüner Spargel
  • 200 g Cherrytomaten
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch (nach Geschmack)
  • 75 ml Weißwein
  • ein Becher Crème fraîche
  • eine Handvoll Blätter frischen Basilikum
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Schalotte und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Cherrytomaten waschen und vierteln. Vom Spargel die Enden abschneiden und bei Bedarf das untere Drittel schälen. Schräg in etwa 1-2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Köpfe ganz lassen.

2. Das Nudelwasser aufsetzen. Die fein geschnittene Schalotte und Knoblauch in etwas Öl anschwitzen. Mit dem Weißwein aufgießen und etwas reduzieren. Dann die Crème fraîche einrühren und köcheln lassen. Die Nudeln in gesalzenem Wasser kochen – dabei 3 Minuten, bevor sie fertig sind, den Spargel dazugeben. Blanchieren lassen, bis die Nudeln fertig sind. Abgießen.

3. Wenn der Spargel zu den Nudeln ins Wasser hüpft, dürfen die Tomaten in die Soße und dort noch kurz köcheln. Den Basilikum hacken und kurz vor Ende in die Soße geben. Die Nudeln und den Spargel dazu geben und gut vermengen. Fertig!

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Cheers, ihr Lieben – genießt die Spargelzeit, die jetzt zum Glück erst richtig losgeht :)) Und wenn ihr mögt, verratet mir euer liebstes Spargelgericht in den Kommentaren!

Habt es wundervoll,

Alena

Buddha Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Glück in der Schüssel – Buddha Bowl Taco Style

Ich hab es nicht so mit Trends. Das sollte man als Foodblogger eigentlich nicht laut aussprechen, aber es ist so. Deshalb ist der Buddha Bowl, die ich euch heute mitgebracht habe, ganz besondere Bedeutung zuzumessen ;))

Buddha Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Aber was hat es mit Trends und mir auf sich?

Eigentlich verfolge ich gerne Neuheiten, bin aufgeschlossen und probiere auch gerne Neues aus. Aber jeden Trend mitmachen? Muss ich nicht haben. Zu schnell gerät man unter Druck oder Stress, dem next best thing hinterherzuhetzen. Außerdem bin ich eher klassisch veranlagt.

Gerade im Bereich Food erlebe ich es öfter. Ich sehe Dinge wie „Clean Eating“, Superfoods, grüne Smoothies. Schaue mir alles an. Und denke mir dann – schön und gut, aber so richtig umhauen tut es mich nicht.

Manches ist mir zu kompliziert. Für clean eating meinen gesamten Speiseplan umstellen? Nö. Manches ist mir zu teuer. Für Superfoods viel Geld ausgeben? Ist es mir nicht wert. Es gibt preiswerte Alternativen, die genauso sinnvoll sind! Und für manches habe ich das Equipment nicht. Beispielsweise um Grünzeug so zu zerkleinern, dass ich nicht dauernd Fasern im Smoothie habe.

Buddha Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Aber dann gibt es sie doch, die Trends, die ich gut finde. Die mich aber leider meistens erst überzeugen, wenn sie schon fast wieder out sind. Deswegen hoffe ich, dass ich mit meiner Buddha Bowl noch nicht völlig last season bin ;)) Ich muss allerdings gestehen, dass selbst wenn – es wäre mir egal! Denn diesen Trend finde ich wirklich super. Was hat es damit auf sich?

Buddha Bowls werden häufig auch Rainbow Bowl genannt. Das Prinzip: Jede Farbe des Regenbogens soll mit einem Lebensmittel vertreten sein. Der ganz normale Name „Buddha Bowl“ geht angeblich auf eine ritualisierte Form des Essen in japanischen Zen-Klöstern zurück. Die größte Schüssel dort wurde „Buddha Bowl“ genannt – sie symbolisiert den Kopf und die Weisheit Buddhas. (Allerdings habe ich auch schon Erklärungen gefunden, wo die große, übervolle Schüssel mit dem dicken Bauch eines Buddhas verglichen wurde ;))

Buddha Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Buddha Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Die Zubereitung ist denkbar einfach, denn erlaubt ist, was gefällt oder schmeckt. Buddha Bowls eignen sich hervorragend zum Reste verwerten und sind recht schnell in der Zubereitung. Ihr könnt kalte und warme Lebensmittel kombinieren, Gemüse, Hülsenfrüchte, Salate, Nüsse oder andere Kerne und zum Abschluss ein Dressing. Ihr könnt die Bowl vegan halten, ihr könnt auch mit Fleisch arbeiten – ganz nach Geschmack und was der Vorratsschrank hergibt.

Eine kleine Mengen-Verhältnis-Hilfe habe ich euch trotzdem mal mitgebracht:

  • 30% Proteine (z.B. Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Bohnen oder Linsen – oder natürlich Fleisch, Käse oder Eier)
  • 20% Kohlenhydrate (z.B. Süßkartoffeln, Bulgur, Couscous oder Quinoa)
  • 20% Grünzeug ;)) (z.B. Spinat, Weißkohl, Feldsalat, Rucola oder ein anderer Salat)
  • 20% Gemüse (z.B. Gurke, Tomate, Paprika, Möhre, Radieschen oder was euch sonst so über den Weg läuft)
  • 10% gesunde Fette (z.b. Avocado oder Nüsse)
  • ein Dressing oder Pesto – auch hier ist alles möglich, was gefällt (z.B. ein Tahini-Dressing oder Joghurt-Zitronen-Dressing)

(Angaben von HIER.)

Buddha Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – und schön aussehen tut das Ganze auch. Ihr braucht nur eine große Schüssel oder einen tiefen Teller. Zuerst wird das Blattgemüse angerichtet, darauf dann die weiteren Bestandteile. Besonders gut könnt ihr übrigens Reste verwerten und diese Bowls auch als Lunch mit zur Arbeit nehmen (dann aber das Dressing erst kurz vor dem Verzehr über die Bowl geben).

Das Internet ist übrigens voll mit Anregungen und Ideen für tolle Buddha Bowls. Schaut euch einfach mal um, denn es gibt tolle Kombinationsmöglichkeiten!

Buddha Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Buddha Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mein Rezept heute ist auch dank der Inspiration einiger amerikanischer Blogs entstanden. Die Bowl stellt im Grunde eine Art dekonstruierten Taco dar, die in den USA auch auf vielfältige Art und Weise gefüllt werden können. Besonders ist das Gewürz, denn bisher habe ich immer nur fertiges Taco-Gewürz gekauft. Es lässt aber fast noch besser selber herstellen!

Ich verrate euch jetzt, wie – und wie ihr den Taco in einer Bowl auch selber machen könnt ;))

Buddha Bowl Taco Style

Buddha Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

Für das Gewürz:

  • 2 EL Chilipulver
  • 1 EL Paprikapulver
  • 1 EL Cumin
  • 2 TL Salz
  • 1 EL getrockneter Oregano
  • 1 TL granulierter Knoblauch
  • 1 Messerspitze Cayennepfeffer

Für die Bowl:

  • 1 Süßkartoffel (oder eine halbe, je nach Größe)
  • 150 g Rinderhack (optional)
  • 1/3 einer Dose Kidneybohnen
  • eine Handvoll Kirschtomaten
  • 1 halbe Avocado
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Stück Gurke
  • neutrales Öl
  • rote Salsa
  • Sourcream
  • (wer mag: Mais passt thematisch auch sehr gut, ich mag ihn aber nicht und habe ihn deshalb weggelassen)

Zubereitung

1. Für die Gewürzmischung (Überraschung!) alle Gewürze miteinander vermischen. Ihr werdet nicht alles davon brauchen, ihr könnt natürlich auch alle Mengen vierteln.

2. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden (1-2 cm dick). In eine Auflaufform geben, einen EL neutrales Öl darüber geben und mit dem Taco-Gewürz würzen.

3. Die Bohnen in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen. Das Hackfleisch in etwas Öl krümelig braten und mit dem Taco-Gewürz würzen. Die Bohnen dazugeben und verrühren.

4. Das restliche Gemüse putzen und in Stücke bzw. Scheiben schneiden – je nach Geschmack! Zum Schluss alles in einer Schüssel anrichten, nach Belieben Sour Cream und Salsa darübergeben und genießen :))

Buddha Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Seid ihr auf den Geschmack gekommen? Habt ihr selber vielleicht schon Buddha Bowls gegessen und habt eine Knaller-Kombination?

Ich freue mich jedenfalls sehr, dass ich diesen Trend entdeckt habe und die Bowls so lecker sind. Hat also auch Potential, etwas langlebiger zu sein als andere Trends ;))

Ich wünsche euch ein herrliches Wochenende!

Habt es wundervoll,

Alena

 

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Gemüse-Bratlinge [Werbung]

Heute habe ich euch die leckersten Bratlinge mitgebracht, die ich seit langer Zeit gegessen habe. Gemacht habe ich sie im Rahmen meiner Kooperation mit der Initiative Hafer – Die Alleskörner! Aber vorher müssen wir reden. Und zwar über Namen.

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich gebe zu, ich habe schnell ein Bild vor mir, wenn ich einen Namen höre. Bestimmte Vornamen sind für mich automatisch mit alten Menschen, zickigen Menschen oder Menschen aus einem bestimmten sozialen Milieu verbunden. Das hat sicher viel mit Stereotypen zu tun, aber auch mit Erfahrungen. Ich nenne jetzt keine Beispiele,  aber ich denke, dass ihr das alle kennt.

Gleichzeitig bin ich auch Lebensmitteln gegenüber voreingenommen, die einen bestimmten Namen haben. Auch wenn sie vielleicht lecker sind.

Nehmen wir beispielsweise Graupen. In meinen Ohren klingt das kein bisschen nach einem Nahrungsmittel. Vielleicht, weil man nur einen Buchstaben wegnehmen müsste und dann hätte man kein verarbeitetes Getreide mehr, sondern die Larve eines Schmetterlings. Verrückt!

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Allerdings gibt es auch Lebensmittel mit Namen, die sich (für mich jedenfalls) nicht nur unangenehm anhören, sondern die ich tatsächlich auch nicht mag. Sülze. Grützwurst. Haferschleim. Kalbsbries. Grütze.

Wobei ich Grütze tatsächlich gar nicht so schlimm finde. Rote Grütze ist immerhin ein leckeres Dessert! Aber der Name… der leitet sich übrigens von dem althochdeutschen Wort „gruzzi“ ab, was „Grobgemahlenes“ bedeutet (danke Germanistik-Studium und Wikipedia!). Das klingt gar nicht mal so schlecht, oder?

Natürlich auch nicht so cool wie porridge, mit dem man den guten alten Haferbrei wieder hip und trendy gemacht hat. Anglizismen können scheinbar jeden verkorksten Namen retten ;))

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Als das Paket mit den vielen Hafer-Produkten ankam, befand sich auch Hafer-Grütze darunter. Anfangs noch etwas skeptisch widmete ich erstmal den anderen Produkten meine Aufmerksamkeit. Kekse, Müsli, Kuchen… alle möglichen Rezepte fielen mir ein!

Bis ich feststellte, dass ja eigentlich auch mal ein herzhaftes Rezept mit Hafer cool wäre. Etwas mit Biss. Und außerdem wollte ich mal etwas anderes verwenden als Haferflocken oder Hafermehl. Also warf ich einen Blick in die Packung mit der Hafer-Grütze und entdeckte etwas, das aussah wie kleingehackte Körner. Um genauer zu sein: „grob zerkleinerte Getreidekörner“ (auch danke Wikipedia).

Mich erinnerte das ein bisschen an all die anderen Pseudo-Getreidesorten wie Couscous oder Quinoa. Damit kann man doch sicher gut einen Burger-Patty machen? Man kann! Ich habe im Rahmen meines Experiments aber kleine, handliche Bratlinge gemacht. Mit geraspeltem Gemüse, etwas Ei und Parmesan. Einen Quarkdip dazu, fertig!

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hach, was war ich begeistert! Diese kleinen Bratlinge schmecken unfassbar gut – ich habe sie noch an zwei Tagen als Mittagessen mitgenommen. Sie sind auch kalt perfekt und man kann sie wunderbar in ein Picknick integrieren: Im Gegensatz von vielen Bratlingen aus meiner Kindheit fallen sie nämlich nicht auseinander und behalten ganz prima ihre Form. Und wenn ihr einen großen Bratling macht, lässt er sich bestimmt auch hervorragend auf einen Burger legen!

Ich muss nun also gestehen, dass ich der Grütze Unrecht getan habe, als ich sie nach ihrem Namen beurteilte. Gleichzeitig bin ich froh, dass ich im Rahmen dieser Kooperation die Möglichkeit dazu hatte – wer weiß, ob ich sonst jemals von alleine Hafergrütze gekauft hätte. Insofern – danke!

Hier nun also das Rezept:

Hafer-Bratlinge mit Gemüse

(ergibt etwa 15 Bratlinge, je nach  Größe ;))

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zubereitung

  • 100 g Hafergrütze
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 1 Möhre
  • eine halbe Zucchini
  • 1 Ei
  • 10-20 g Parmesan
  • 2-3 EL Petersilie (frisch oder TK), nach Geschmack
  • Paniermehl
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Für den Dip: Quark und Joghurt im Verhältnis 2:1

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zubereitung

1. Die Zucchini und die Möhre grob raspeln und in etwas Olivenöl kurz andünsten. Salzen und pfeffern. Die Grütze dazugeben und mit der Brühe übergießen. 8 Minuten ganz leicht köcheln lassen. Abkühlen lassen.

2. Die Masse mit einem Ei vermengen. Den Parmesan reiben und dazugeben. Petersilie hinzufügen und noch einmal abschmecken. Nun das Paniermehl dazugeben und die Masse gut verkneten, bis sie zwar noch saftig ist, aber nicht mehr klebrig. Ausreichend Öl in einer Pfanne erhitzen. Kleine flache Bratlinge formen und im Öl braten, bis sie eine schöne Farbe haben.

3. Für den Dip einfach zwei Teile Quark mit einem Teil Joghurt verrühren, salzen und pfeffern. Zu den Bratlingen servieren.

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Vielleicht konnte ich euch die Hafergrütze ein bisschen schmackhaft machen – ich kann sie euch jedenfalls von Herzen empfehlen!

Und wer es noch nicht gesehen hat: HIER gibt es schon ein Rezept zum Thema Hafer.

Habt es wundervoll,

Alena

(Übrigens heißt Grütze auf Englisch groat. Veggie groat-patties… Das klingt doch besser als Hafergrütze-Gemüse-Bratlinge. Was meint ihr? ;))

Vielen Dank an die Initiative Hafer – die Alleskörner für die zur Verfügung gestellten Hafer-Produkte! Mein Beitrag bleibt davon unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder.