Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schmorgurken + Herbstanfang auf dem Balkon

Meine sehr verehrten Damen und Herren, das heutige Rezept fällt leider in die Kategorie „nicht besonders fotogen“. Die Schmorgurken gehören zwar zu meinen Lieblingsgerichten, leider sind diese alle eher schwierig abzulichten. (Ich sage nur Königsberger Klopse, Spinat mit Kartoffelpüree und Ei, usw.)

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Trotzdem bekommt ihr heute das Rezept, denn Schmorgurken sind einfach zu lecker! Da kann man dann auch mal über die Ästhetik hinwegsehen 😉 Aber seit meinem Beitrag für Linsensuppe bin ich da auch schon ein bisschen erprobt. Die Hauptsache ist ja immer, dass die Sachen schmecken.

Übrigens finde ich die Gurken im ungekochten Zustand tatsächlich auch wirklich schön. So herrliches Grün! Fast schon frühlingshaft! Aber nein, Schmorgurken gibt es nicht im Frühling, sondern tatsächlich erst jetzt bzw. im Spätsommer.

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Und was ich vielleicht hinzufügen sollte: Es gibt sie nicht überall in Deutschland. Hier in Hessen beispielsweise suche ich sie seit Jahren vergeblich. Ich bin also zu der Erkenntnis gekommen, dass es diese Gurken scheinbar nicht überall gibt. Deshalb an dieser Stelle zwei Bitten:
1. Sollte es in eurem Supermarkt Schmorgurken geben, kauft sie!
2. Sollte jemand sie in einem hessischen Supermarkt entdecken – sagt mir Bescheid!

Achso und solltet ihr auch keine finden – man kann das Essen trotzdem kochen. Einfach Schmorgurken durch Zucchini ersetzen 😉

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Soweit zur Vorrede. Vielleicht noch etwas zu dem ominösen Gemüse: Schmorgurken sind mit der herkömmlichen Salatgurke verwandt, sehen ihr allerdings nicht besonders ähnlich. Sie sind hellgrün und eher klein und dick. Macht aber nichts, denn sie schmecken sehr viel intensiver! Allerdings sind sie nicht zum rohen Verzehr geeignet. Sie sind zwar nicht giftig, schmecken aber einfach nicht. Dafür eignen sie sich wunderbar zum Kochen oder Schmoren – deshalb der Name 😉

Die hübsche Schale ist sehr fest und muss vor dem Verzehr entfernt werden, ebenso wie das Kerngehäuse. Die Kerne sind sehr groß, deshalb auch mein Tipp: Kauft lieber eine Gurke mehr, dann nach dem Entkernen bleibt nicht sehr viel Gurke übrig wie man anfangs denken würde.

Eigentlich ist dieses Gericht das wahre End-of-Summer-Essen, denn es gibt die Gurken nicht mehr unendlich lange und ich gebe zu, ich habe auch schon die ersten Kürbisse eingekauft. Auf dem Balkon ist auch schon ein bisschen der Herbst (Winter?!) eingezogen – und zwar in Form von Heide, und Stacheldraht. Meine fette Henne blüht mittlerweile auch, hurra!

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Die Blumen, die ich im Sommer gepflanzt habe, betrachte ich noch mit leichtem Argwohn. Einige haben sich im Sommer sehr zurückhaltend gezeigt, begannen aber mit sinkenden Temperaturen und weniger Sonne völlig abzugehen. Ich warte einfach mal ab, wie lange sie noch mitspielen und dann gibt es sicher noch die eine oder andere Heide – es ist meine absolute Lieblingspflanze für diese Jahreszeit!

Auch drinnen habe ich schon in der einen oder anderen Ecke auf Herbst gemacht, davon bekommt ihr dann in einem gesonderten Beitrag ein paar Eindrücke. Ich liebe diese Jahreszeit, trotz Schietwetter – der Herbst ist einfach so schön! Bunt und gemütlich, mit dem herrlichsten Licht. Lasst ihn uns genießen! 🙂

Hier nun aber erst einmal das Rezept für die Schmorgurken:

Schmorgurken mit Tomaten und Hack

(für 2 Personen)

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Zutaten

  • 2 mittelgroße Schmorgurken
  • 1 Zwiebel
  • Kartoffeln nach Belieben
  • 300 g Rinderhack
  • 200-250 g Cherry-Tomaten (aka eine Packung)
  • 1 Becher Schmand oder saure Sahne
  • Öl zum Anbraten
  • gerebelten oder gehackten Thymian und Oregano
  • etwas Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und mit Salzwasser aufsetzen. Die Schmorgurken schälen, die Enden abschneiden und halbieren. Mit einem Esslöffel das Kerngehäuse herauskratzen. Alle Hälften längs ein- oder zweimal durchschneiden und dann in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Cherry-Tomaten waschen und halbieren oder vierteln, je nach Größe und Geschmack (sie sind schnell gar).

2. Während die Kartoffeln kochen, die Zwiebelwürfel in etwas Öl kurz andünsten, dann das Hack dazugeben und anbraten, bis es schön Farbe bekommen hat. Mit Salz, Pfeffer und etwas Paprika würzen und abschmecken. Nun die Gurkenstücke und Tomaten dazugeben, alles miteinander verrühren und kurz mitbraten lassen (eine Minute oder so). Thymian, Oregano und einen Schluck Wasser dazugeben, Hitze reduzieren und den Deckel auf den Topf legen. Etwa 10 Minuten schmoren lassen.

3. Nach den 10 Minuten probieren, ob die Gurken gar sind. Nun kann der Becher Schmand (oder saure Sahne) dazu. Gut einrühren und nun noch einmal mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken. Wenn die Gurken vorher noch nicht gut waren, einfach noch etwas weiterschmoren lassen. Ich mag sie, wenn sie noch etwas Biss haben – da müsst ihr dann einfach probieren!

Das wars auch schon – ihr könnt ganz normale Salzkartoffeln dazu essen, oder ihr haut in die gar gekochten Kartoffeln noch etwas Milch, einen guten Klecks Butter und eine Prise Muskat und macht euch Kartoffelpüree daraus. So esse ich es am liebsten!

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Viel Spaß beim Nachkochen 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Für den Spätsommer: Bulgur-Salat

Auch wenn sich der Sommer schon spürbar dem Ende zuneigt, darf es auf dem Teller gerne noch bunt bleiben. Quasi als Abschluss-Akkord gibt es deswegen heute einen Bulgur-Salat! (Und ein paar Blumen-Fotos vom August, denn es kann einfach nicht genug Blumen geben :))

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich hatte bis vor Kurzem ehrlich gesagt erst ein einziges Mal etwas mit Bulgur gemacht (und weiß schon gar nicht mehr, was). Mama Wunderbrunnen ist schon sehr lange großer Fan, aber bei mir war es dann doch eher Couscous, der auf den Teller kam.

Eigentlich sind die beiden Getreide-Produkte auch gar nicht sooo unterschiedlich. Beide bestehen aus Hartweizen und unterscheiden sich hauptsächlich in Bezug auf Farbe und Größe der einzelnen Körner. Couscous ist sehr viel feiner als Bulgur, weshalb ich nun auch letzteren als Basis für meinen Salat verwendet habe. (Da mag ich mehr Biss…)

Zum Geschmack kann ich nur sagen – ich finde beides lecker 😉 Bulgur hat vielleicht ein klein wenig mehr Biss, aber ich liebe Couscous auch sehr. Ich werde wohl in Zukunft noch ein bisschen mit beidem herumexperimentieren. Dann kann ich vielleicht ein genaueres Urteil abgeben.

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Auf jeden Fall kann man aus Bulgur ganz wunderbare Salate bauen. Das heutige Rezept entstand ein bisschen „aus der Not“, denn wir waren zum Ausstand-Grillen eines Kollegen von Herrn Wunderbrunnen eingeladen. Als die Frage, ob wir noch etwas mitbringen könnten, bejaht wurde, fing es in meinem Kopf an zu rattern.

Herr Wunderbrunnen hatte nämlich schon den Entschluss gefasst, das weltbeste Brot zu backen. Falls ihr das noch nicht kennt – ich hatte es in meinem Beitrag zum Bärlauch-Dip schon ganz dezent erwähnt, aber da es sich hier bei wirklich um das aller-aller-weltbeste Brot handelt, kann ich es nicht oft genug schreiben! Also, ihr findet das wirklich einfache Rezept auf dem Blog elbmadame (schon empfehlenswert an sich!) unter folgendem Link: Das weltbeste Brot.

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie
Und hat Herr Wunderbrunnen nicht einfach das schönste, fotogenste Brot gebacken?

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Aber zurück zur Geschichte mit der Grillparty! Einen Salat wollte ich gerne mitbringen, aber ein grüner Salat war mir zu schnöde und auf die Klassiker Kartoffel- oder Nudelsalat hatte ich irgendwie keine Lust. Außerdem hatte ich zu dem Zeitpunkt Hunger auf Brokkoli. Manchmal ist sowas ja die beste Inspiration! Also dachte ich an Brokkoli, an sommerliches Gemüse, an Feta – und dann fiel mir die Packung Bulgur ein, die ich erst neulich gekauft hatte.

Als mich dann noch irgendwo unterwegs Kichererbsen ansprangen (die ich auch sehr liebe), war mein Salat quasi fertig. Ihr könnt ihn beliebig abwandeln und anpassen, anderes Gemüse nehmen, Couscous oder auch Nudeln nehmen – hier ist wie immer erlaubt, was euch schmeckt!

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich stelle mir den Salat auch als Lunch im Büro perfekt vor. Nur ein Wort vielleicht zu den Mengen: Ich wusste nicht, für wieviele Personen ich den Salat mache und legte etwas „blind“ los. Im Nachhinein stellte sich heraus: So circa zehn. Natürlich war meine Schüssel dafür etwas überdimensioniert, also halbiert die Menge ruhig oder plant den Salat einfach noch für einen zweiten Tag ein.

Der Salat ist recht schnell zubereitet, einzig die Zubereitungsschritte mit der gerösteten Paprika und dem Einweichen der getrockneten Kichererbsen dauern etwas. Ihr könnt die Paprika aber auch roh verwenden und Kichererbsen aus dem Glas nehmen. Bei der Variante überspringt ihr einfach die ersten zwei Schritte im Rezept 😉

Und so wird der Salat gemacht:

Bulgur-Salat

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Zutaten

  • 200 g Bulgur
  • ca. 250 ml Wasser
  • 100 g getrocknete Kichererbsen
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 250 g Tomaten
  • eine kleine Zucchini
  • 1 Brokkoli
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • eine rote Paprika
  • 200 g Feta (bzw. einfach eine ganze Packung)
  • 2 El Öl
  • 2 EL Essig
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Couscous-Gewürz

Zubereitung

1. Die Kichererbsen mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. Nehmt ruhig ordentlich Wasser, da sie ein bisschen quellen. Ihr könnt die Schale mit den Kichererbsen einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen.Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen und die Kichererbsen in einem Sieb gut abspülen. Dann in einen Kochtopf geben, mit Wasser bedecken und gar kochen. Bei mir dauert das immer so etwa 30 Minuten, das müsst ihr gucken – sie sind gar, wenn sie etwa die Konsistenz von gargekochten Kartoffeln haben. Abgießen und beiseite stellen (wenn ihr sie etwas würzt, sind sie auch ein leckerer Snack ;)).

2. Die Paprika waschen und das Kerngehäuse entfernen. Nun entweder halbieren oder vierteln und mit der Schale nach oben in eine Auflaufform legen. Den Ofen auf höchster Stufe vorheizen, am besten auf der Grillfunktion. Die Paprika auf der obersten Schiene einschieben und rösten – so ca. 10-15 Minuten. Sie sind fertig, wenn die Schale schwarz ist! Lasst die Paprika abkühlen und wenn man sie anfassen kann, pult ihr die Schale ab. Anschließend schneidet ihr alles in Streifen oder Stücke, wie ihr mögt.

3. Den Bulgur in eine Schüssel geben, mit etwas Salz bestreuen und das Wasser zum Kochen bringen. Über den Bulgur gießen – er quillt dann innerhalb der nächsten Minuten auf. Wenn die Masse zu trocken wird, einfach noch etwas Wasser hinzugeben (oder im umgekehrten Fall Bulgur ;)). Beiseite stellen.

4. Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten. Die Zucchini putzen, halbieren und in Scheiben schneiden. Den Brokkoli in feine Röschen schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne warm werden lassen und die Röschen darin ein paar Minuten anbraten, die Zucchinischeiben dazu geben und kurz mit anrösten. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Den Feta in Würfel schneiden oder einfach später ganz rustikal über den Salat krümeln.

5. In einem Schälchen das Öl, den Essig und den Zitronensaft zusammen mit etwas Salz und Pfeffer verrühren. Nun alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermengen, das Dressing dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, wenn ihr so etwas wie eine Couscous-Gewürzmischung im Haus habt, könnt ihr auch davon noch was reinmachen – ansonsten passen gut orientalische Gewürze wie Kurkuma, Cumin, gemahlener Koriander, etwas Zimt, Paprika, Ingwer und auch Kardamom dazu. Schmeckt es einfach ab, wie es euch gefällt 🙂

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und Kreativsein 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mediterraner Kartoffelsalat und große Hummus-Liebe

Der Sommer ist im Moment ja eher nicht ganz so verlässlich wie man es sich wünschen würde. Lange im Voraus geplante Grillpartys kann man eigentlich auch direkt knicken… Deshalb habe ich heute ein Grillparty-taugliches Rezept, dass ihr auch ganz spontan noch am Morgen vorbereiten könnt: Mediterraner Kartoffelsalat!

Nicht ganz so gut spontan zu machen ist der Hummus, aber er ist so unfassbar gut, dass ich auch dafür das Rezept mitgebracht habe. Der Kartoffelsalat ist (wieder einmal ;)) ein Rezept von Mama Wunderbrunnen. Meine Mama kann einfach so unglaublich gut kochen! Es gibt ausnahmslos immer tolles Essen bei ihr. Und nun dürft ihr dreimal raten, woher ich meine Liebe zum Kochen habe 😉

Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Liebe von ihr vererbt bekommen habe, denn sonst würde mir vermutlich sehr viel Kreativität und Experimentierfreude fehlen. Und ich würde mich nicht über die vielen lange erprobten Rezepte freuen, die sie in ihrem Fundus hat. Dazu gehört, wie bereits erwähnt, der Kartoffelsalat.

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Dazu muss ich sagen, dass es in unserer Familie noch ein anderes Rezept gibt – nämlich für ganz „klassischen“ Kartoffelsalat. Mit Eier und Mayo und Gewürzgurken. Es stammt aus der Feder meiner Oma und ich behaupte immer gerne, dass es der allerbeste Kartoffelsalat der Welt ist und keiner so gut schmeckt! (Außer natürlich von meiner Mama, die macht ihn genauso und er schmeckt auch genauso gut.)

Aber vermutlich verhält es sich mit Kartoffelsalat auf gleiche Art und Weise wie mit Frikadellen oder ähnlichen Hausmannskost-Gerichten. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept und natürlich kocht jede Oma es am besten! (Schreibe ich jetzt so. Aber in echt weiß ich, dass meine Oma und meine Mama am besten kochen. Ist ja klar ;))

Der mediterrane Kartoffelsalat hält sich aus der Diskussion um den besten klassischen Kartoffelsalat heraus und macht sein eigenes Ding. Die Kartoffeln dürfen noch warm zu dem ebenfalls noch warmen Gemüse und gemeinsam mit dem leckeren Dressing und knusprigen Kürbiskernen eine Party feiern. Die Mischung muss nicht durchziehen (wie bei Omas Kartoffelsalat) und schmeckt kalt genauso gut wie warm! Also perfekt für spontanes Zubereiten kurz bevor die Gäste kommen.

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Als zweite Leckerei gibt es heute ein Hummus-Rezept von mir – wobei, gar nicht von mir, sondern von der wunderbaren Molly Yeh (ausgesprochen wie das englische „yay!“ :). Ich kenne sie zwar (leider!) nicht persönlich, habe aber trotzdem dank ihres Blogs und ihres Instagram-Accounts den Eindruck, dass sie ein absolut bezaubernder Mensch ist. So eine Person, die man gerne sofort als Freundin hätte! Schaut unbedingt mal auf ihrem Blog vorbei, ihre Fotos sind so wunderschön und ihr Schreibstil absolut herrlich.

Klar, dass ich ihr Buch „Molly on the Range“ haben musste, als es erschien, oder? Eine etwas ausführlichere Rezension habe ich noch geplant, aber ich kann euch an dieser Stelle schonmal eine Kaufempfehlung aussprechen. Ich selbst habe die englische Version des Buches, finde es auch sehr gut zu verstehen. Es gibt aber auch mittlerweile eine deutsche Version: „Molly’s Kitchen“

Als ich mich vor ein paar Wochen mit ein paar Freundinnen zum Grillen verabredet hatte, machte ich zusätzlich zu dem Kartoffelsalat noch den Hummus á la Molly Yeh. Ich liebe Hummus und bin von dem Rezept absolut hin und weg! Bislang fand ich selbstgemachten Hummus nämlich häufig zu trocken. Mollys Rezept ist aber wirklich toll – und ja, der Haufen Petersilie und gewürfelte Schalotte oben drauf muss so 😉

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Als Lieblingsbrot hat sich übrigens dieses hier etabliert: Weltbestes Brot von Elbmadame

Ich hatte es hier schon einmal erwähnt, aber es ist so lecker, da kann man es ruhig einmal zu viel erwähnen. Eigentlich reicht schon dieses Brot zum Grillen – vielleicht noch ein oder zwei Dips dazu, mehr braucht es nicht! Wenn ihr es noch nicht ausprobiert habt, tut es unbedingt 😉

Und damit ihr für die nächste Grillparty gerüstet seid, gibt es jetzt beide Rezepte für euch! Los geht es mit:

Mediterraner Kartoffelsalat

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 500 g Kartoffeln
  • 2-3 Möhren (mittelgroße)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 100 g getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt!)
  • 1 EL Kürbiskerne
  • 1 Bund Radieschen
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • optional: 50 g schwarze Oliven

für das Dressing:

  • 1 TL Balsamico-Essig
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Sojasauce
  • Pfeffer

Zubereitung

1. Die Kartoffeln gar kochen (je nach Größe 20-30 Minuten). Anschließend pellen und in Scheiben schneiden. Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Lauchzwiebeln waschen und in Ringe schneiden. Eine rote Zwiebel (oder Schalotte) schälen und fein würfeln. Die getrockente Tomaten ebenfalls klein schneiden. Den Bund Radieschen waschen, putzen und in feine Streifen schneiden.

2. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Möhren darin anbraten und dann die Zwiebel, Lauchzwiebeln und getrockente Tomaten dazugeben. Garen, bis die Möhren bissfest sind. Zu den Kartoffeln geben.

3. Die Dressing-Zutaten miteinander vermengen und über den warmen Salat geben. Vor dem Servieren die Kürbiskerne und Radieschen über den Salat geben. Am besten warm genießen, er schmeckt aber auch kalt!

Und weiter geht es mit:

Hummus nach Molly Yeh

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Zutaten

  • 180 g getrocknete Kichererbsen
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Zitronensaft
  • 125 g Tahini
  • 3/4 TL Salz
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50 ml kaltes Wasser
  • Olivenöl zum Beträufeln
  • eine Zwiebel
  • glatte Petersilie

Zubereitung

1. Die Kichererbsen müssen über Nacht einweichen – einfach in eine Schüssel geben und mit Wasser bedecken. Das Wasser sollte etwa 2 cm höher reichen als die Kichererbsen! Am nächsten Morgen bzw. Tag die Kichererbsen in ein Sieb geben und noch einmal Wasser drüberlaufen lassen. Dann mit dem Natron in einen Kochtopf geben, mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und dann köcheln lassen, bis die Kichererbsen sehr weich sind. Das kann 30-60 Minuten dauern. Abgießen und kurz abkühlen lassen.

2. Die Kichererbsen mit Zitronensaft, Tahini, Knoblauch und Salz in ein Gefäß geben und mit Stabmixer oder Pürierstab pürieren. Während der Mixer weiterläuft, das Wasser einfließen lassen. Wenn eine glatte Creme entstanden ist, abschmecken und bei Bedarf noch Salz hinzufügen.

3. In eine Schüssel geben und mit Olivenöl beträufeln. Nach Geschmack mit einer fein gewürfelten Zwiebel und gehackter Petersilie bestreuen. Mit frisch gebackenem Brot servieren oder mit Gemüsesticks dippen. Der Hummus hält sich mit Olivenöl bedeckt und luftdicht verschlossen im Kühlschrank etwa drei Tage.

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Ich hoffe, euch gefällt mein mediterraner Kartoffelsalat! Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß beim Nachkochen. Lasst uns einen großartigen Sommer haben – auch wenn das Wetter nicht nach Sommer ist 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sommer in Quicheform: Tomatenquiche

Ich finde, es gibt nicht viele Lebensmittel, die so sommerlich sind wie Tomaten. Gut, Beeren und tropische Früchte sind zugegebenermaßen auch Sommer pur – aber Tomaten sind so wunderbar vielseitig, dass sie bei mir ziemlich weit oben auf der Sommer-Zutaten-Liste stehen. Und auch der Star meiner Tomatenquiche sind!

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Natürlich schmecken Tomaten in südlichen Landen wie Italien oder Spanien am allerbesten. Ganz simpel mit etwas gutem Olivenöl, vielleicht noch etwas grünen Kräutern wie Basilikum dazu… das ist der Sommer. Mich versetzt allein schon der Duft von Basilikum in Sommerstimmung pur.

Fairerweise muss man sagen, dass die Tomaten im Süden Europas meistens viel aromatischer sind als hier bei uns. Noch dazu bekommt man sie häufig geradezu hintergeschmissen – wohingegen die Tomaten in unseren Breiten weder nach besonders viel schmecken und noch dazu einladen, große Mengen zu kaufen.

Allerdings hat meine Familie nach eigenem Ausprobieren festgestellt: Man kann zwar sämtliche Zutaten des leckeren Urlaubs-Essens mit nach Hause nehmen, aber es wird niemals so schmecken wie im Urlaub. Das liegt einfach daran, dass zu Hause kein Urlaub ist und das Feeling nicht dasselbe ist.

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Dennoch finde ich, dass man auch zuhause kleine Pausen vom Alltag machen kann. Das geht beispielsweise mit einem Ausflug – sei es einer Wanderung, einer Fahrradtour oder einem Picknick. Letzteres kann man übrigens auch ganz hervorragend auf dem Balkon machen. Oder auf dem Sofa im Wohnzimmer, wenn der Sommer sich mal wieder von seiner herbstlichen Seite zeigt.

Besonders gut zu so einem Picknick passt meine Tomatenquiche. Eigentlich ist es gar nicht meine, denn das Rezept stammt von Mama Wunderbrunnen 😉 Die Quiche gibt es bei uns schon seit vielen Jahren immer wieder und ist quasi ein altbewährtes und erprobtes Rezept. Und da das ja bekanntlich die besten sind, habe ich es euch heute mitbringen dürfen.

Die Tomatenquiche hatten wir übrigens auf der Fahrradtour aus dem letzten Beitrag dabei. Ich hatte tatsächlich leckere und aromatische Tomaten gefunden und da wir die Fahrradtour schon etwas im Voraus geplant hatten, bot sie den perfekten Anlass.

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

So ganz fingerfood-tauglich war die Quiche zwar nicht, denn der Mürbeteig-Boden ist herrlich zart. Dadurch ist die Quiche nicht ganz formstabil, wenn man sie für ein Picknick einpacken will. Wir haben uns aber einfach zwei Kuchengabeln mitgenommen und direkt aus der Tupperdose gegessen. Da wir einen traumhaften Blick auf die Taunusausläufer und die Frankfurter Skyline hatten, war das völlig egal. Es gibt Momente, die müssen nicht Blog-tauglich perfekt durchgestylt sein, sondern einfach nur genossen werden :))

Zwei Tipps noch von Mama Wunderbrunnen, die so nicht im Rezept stehen: Wenn ihr den Quicheboden allerdings vorher blindbackt (wie das geht, habe ich euch hier erklärt), ist er sicher etwas fester und stabiler. Und 2-3 EL Stärke in der Käse-Eier-Mischung sorgen dafür, dass die Masse besser stockt – bei der Tomatenquiche geht es auch ohne, aber bei Füllungen wie Spinat oder Mangold kann das durchaus hilfreich sein!

Und damit ihr auch diese herrlich saftige und aromatische Quiche genießen könnt, höre ich jetzt auf zu schwärmen und lasse euch das Rezept da. Denkt dran – ihr könnt sie überall essen, Picknick draußen oder drinnen und sie macht sich auch auf jedem Buffet gut!

Tomatenquiche

(für eine 28 cm Tarteform)

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Zutaten

  • 120 g kalte Butter
  • 240 g Mehl
  • 2 EL kaltes Wasser
  • Salz
  • 500 g kleine Tomaten
  • 2 Handvoll Rucola (ca. 50-70 g bzw. einfach nach Geschmack!)
  • 250 g Frischkäse
  • 150 g Sahne
  • 2 Eier
  • 50 g Parmesan
  • ein paar Blätter Basilikum
  • 2 EL Pinienkerne

Zubereitung

(Backzeit: 45-50 Minuten + 10 Minuten Vorbackzeit)

1. Für den Teig die Butter klein schneiden und anschließend mit dem Mehl, Salz und Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig entweder eine Stunde kalt stellen oder direkt ausrollen, in eine Tarteform legen und diese dann kalt stellen (ich finde letzteres einfacher).

2. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie goldbraun sind. Nun die Tomaten waschen und in Viertel schneiden. Den Rucola waschen, trocken schleudern und anschließend hacken. Dasselbe mit dem Basilikum machen. Wenn der Ofen heiß ist, den Teig darin für 10 Minuten vorbacken. Herausholen und Tomaten und Rucola darauf verteilen.

3. Den Frischkäse mit dem Basilikum, der Sahne, den Eiern und dem Parmesan verrühren. Salzen und pfeffern, anschließend über den Tomaten und dem Rucola verteilen. Nun für 30 Minuten backen, dann die Pinienkerne darauf verteilen und weitere 15-20 Minuten backen. Fertig!

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Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und hoffe, ihr macht euch den Sommer auch schön, wenn er sich eher nach Herbst anfühlt.

Habt es wundervoll,

Alena

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti nach Anna Jones (+ Buchtipp)

Ich muss heute wieder mit einem Geständnis beginnen: Ich habe manchmal ein Problem mit Rezepten. Was das mit den Avocado-Spaghetti von der wunderbaren Anna Jones zu tun hat? Nun.

Avocado-Pasta - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Die Sache mit den Rezepten verhält sich so. Für manche Sachen habe ich gerne Vorgaben. Wenn ich beispielsweise gemeinsam mit Herrn Wunderbrunnen in der Küche stehe und er mir sagt „Einfach einen Schluck Sojasoße da reinmachen“, dann muss ich kurz schlucken. Geht das ETWAS präziser? 😀

Gut, ich kenne das schon von meiner Mama und auch von meiner Oma. Irgendwie ist das so ein Ding von Leuten, die nicht nach Rezept kochen. Ein Schluck hiervon, einen Klacks davon – die Mengeneinheiten haben die dollsten Namen ;)) Für einen Blog ist es aber doch eher unpraktisch. Eine ungefähre Richtung würde ich euch ja schon gerne mitgeben. Ist es nun eher wie ein Schluck Wasser, wenn man gerade eine Wüstenwanderung hinter sich hat oder wie ein Schluck Olivenöl, das man bei einem Tasting probiert?

Aber nachdem ich mich viele Jahre immer streng an Rezepte gehalten hatte, brach irgendwann die Kreativität durch. Ich begann, Rezepte abzuändern und anzupassen. Dadurch entdeckte ich eine völlig neue Welt und auch die Liebe zum Kochen! Die wollte ich dann auf diesem Blog mit anderen teilen.

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Soviel dazu.

Mit der Kreativität einherging aber auch ein viel kritischer Blick auf Rezepte. Bei gewissen Mengen oder auch Verhältnissen schlage ich plötzlich die Hände über dem Kopf zusammen. Vor allem bei Kuchen geht es mir oft so – 300 g Zucker auf 300 g Mehl führen dazu, dass ich direkt das Rezept verwerfe oder so viel daran ändere, dass es mit dem Ursprung gar nichts mehr zu tun hat. Obwohl man ja gerade beim Backen unbedingt genau arbeiten sollte, hust hust.

Trotzdem bin ich nach wie vor ein großer Fan von Kochbüchern, denn sie sind eine so tolle Quelle der Inspiration! Und als bisher konsequente Verweigerin von E-Books liebe ich natürlich auch die Haptik. Es hat schon was, in einem dicken Kochbuch zu blättern… Ein Buch, das ich sehr gerne mag, möchte ich euch heute vorstellen!

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Es handelt sich dabei um A modern way to eat von Anna Jones – ihres Zeichens Köchin, Bloggerin, Foodstylistin und sehr talentierte Autorin eines wunderschönen Kochbuchs.  Anna Jones hat bei Jamie Oliver gelernt und an vielen seine Bücher mitgewirkt (und gestylt). 2015 erschienen ist das Buch jetzt keine Neuentdeckung, mittlerweile gibt es auch schon einen Nachfolger („A modern way to cook“). Ich möchte euch das Buch trotzdem ans Herz legen.

Die Rezepte sind komplett vegetarisch und teilweise auch vegan – ich bin zwar weder das Eine noch das Andere, dennoch versuche ich, vegetarische Gerichte häufig in unseren Speiseplan einzubauen. Das Buch bietet deshalb quasi die perfekte Inspirationsquelle, denn von Frühstück über Gerichte für die hungrige Horde am Esstisch bis hin zu Kuchen und Desserts präsentiert Anna Jones für jede Tages- und auch Jahreszeit leckere und vor allem einfache Ideen, für die man nicht stundenlang am Herd stehen muss. Auch einfache „Bauanleitungen“ für abwechslungsreiche Salate oder Pasta-Gerichte finden sich hier, was ich besonders liebevoll finde.

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und eine Kuriosität am Rande: Das Buch besteht aus biologisch abbaubarem Papier aus Apfelresten. Es ist das erste seiner Art und verbindet so auf ganz einzigartige Weise Inhalt (regional bzw. nachhaltiges Essen) und Form. Wer mehr dazu erfahren will, kann hier weiterlesen: „Das erste Buch aus Apfelpapier.“

Natürlich habe ich auch etwas nachgekocht und euch heute mitgebracht. Ich hatte vor einiger Zeit sturmfrei und wollte etwas, das schnell geht, aber lecker ist. Als ich das Rezept für die Spaghetti mit Avocado fand, war ich begeistert. Zitrone und Basilikum sind auch mit von der Partie – sommerlich, gleichzeitig schlonzig und frisch. Besser gehts nicht!

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Doch auch dieses Rezept hielt meinem Korrekturstift nicht stand. Anna Jones gibt nämlich 2 Avocados für 4 Portionen an. Liest sich auf den ersten Blick ganz gut, oder? Aber als ich die (für mich alleine berechnete) halbe gewürfelte Avocado in die Pfanne gleiten ließ, fing mein Magen lautstark an zu protestieren. „Waaas, wer soll denn davon satt werden?! Nur zu Nudeln? Waaaaa-“ – Ich so: „Jaja, die andere halbe Avocado aufzuheben ist ja auch Quatsch. Kann da ja auch gleich mit rein.“

Also schnibbelte ich die restliche Hälfte der Avocado auch klein und gab ihn zu der traurigen rezeptkonformen Menge in die Pfanne. Wenn so ein (im Übrigen veganes!) Gericht schon nicht in dicker Sahnesoße schwimmt, dann kann man da auch ruhig ein bisschen generös sein mit den gesunden Fetten, oder?

Und ich verspreche euch: Ich habe keine Soße vermisst. Nichtmal ein bisschen. Gut, eine halbe Avocado wäre wirklich definitiv zu wenig gewesen. Aber so… war es genau perfekt! Cremig, zitronig, sommerlich… Im ursprünglichen Rezept waren noch Kapern angegeben, die habe ich weggelassen (weil nicht im Haus). Auch die Knoblauchzehe im Rezept für 4 Personen habe ich alleine gegessen. Aber ich schreibe euch einfach mal auf, wie ich es zubereitet habe ;))

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones)

(für 2 Personen)

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Spaghetti
  • 2 Avocados
  • 1 Knoblauchzehe
  • abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
  • 1-2 EL Saft der Zitrone
  • zwei gute Handvoll Basilikum (oder einen halben Topf)
  • 2-3 EL Petersilie (ich habe TK genommen)
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Nudeln in einem Topf nach Packungsanweisung bissfest garen. Die Knoblauchzehe fein hacken, ebenso wie die Kräuter. Die Avocado schälen, den Kern entfernen und in kleine Würfel schneiden. Wer gut ist, kann die Avocado auch in der Schale würfeln, also längs und quer bis zur Schale einschneiden. Aber aufpassen, wegen Avocado-Hand und so. Ich habe euch gewarnt ;))

2. Nun das Olivenöl in einer Pfanne leicht erhitzen und den Knoblauch darin kurz andünsten. Die Zitronenschale, etwas Saft und die Avocado hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz bevor die Spaghetti fertig sind, die Kräuter hinzugeben und verrühren. Die Spaghetti könnt ihr ruhig direkt aus dem Kochwasser in die Pfanne geben, dann nehmen sie noch etwas Flüssigkeit mit. Nun alles verrühren und bei Bedarf mit noch etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich hoffe, euch macht das Rezept genausoviel Lust auf Sommer wie mir – es schmeckt auf jeden Fall danach :))

Habt es wundervoll,

Alena

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark

Im Rahmen des heutigen Blogposts habe ich etwas gelernt: Es ist viel einfacher, ein Rezept zu erfinden und zu optimieren als dann hinterher einen schmissigen Namen dafür zu finden. Nehmen wir mal das Rezept von heute – Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark. Klingt gar nicht so spektakulär oder? Ist aber spektakulär lecker! Und die Geschichte hinter dem Rezept erzähle ich euch jetzt.

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Ihr erinnert euch vielleicht an den Beitrag mit den Haferbratlingen, die ich für die Initiative „Hafer – Die Alleskörner“ kreiert hatte. Eben diese Initiative schrieb mich kürzlich (ok, vor ein paar Wochen schon) an und lud mich ein, bei ihrer 2. Blogger-Meisterschaft mitzumachen.

Das Thema der ersten Runde war „Pimp your porridge“. Wer schauen mag: Hier findet ihr die Beiträge aus dem letzten Jahr. Eine beeindruckende Auflistung! Allerdings bin ich kein großer Porridge-Fan, weshalb ich mich umso mehr über das diesjährige Thema freue: Snacks und Fingerfood mit Hafer.

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Ich liebe Fingerfood und ich liebe Hafer. Allerdings hatte ich mit meinen Haferbratlingen schon ein ziemlich fingerfood-taugliches Rezept abgeliefert. Trotzdem wollte ich mich der Herausforderung stellen und mir etwas Leckeres überlegen. Die ersten Ideen gingen noch in Richtung süß, aber schnell fand ich für den Sommer herzhaft angebrachter. Ich meine, wie praktisch ist Fingerfood bitte für Picknicks oder als Beilagen-Beitrag für eine Grillparty? Eben :))

Ich bin ein großer Falafel-Fan, habe sie aber noch nie selber gemacht. (Das eine Mal, wo ich es versucht habe und es gründlich schiefgegangen ist, lassen wir mal außen vor.) Nun schwebten mir als Fingerfood aber kleine, knusprige Bällchen vor. Also habe ich sie spontan Falafel genannt – obwohl in den Originalen sicher kein Hafer enthalten ist.

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Das ist aber nicht so schlimm, denn sie schmecken wirklich super! Ich habe aus weißen Bohnen, Hafermehl und Gewürzen eine Grundmasse gemacht (also püriert) und diese dann noch mit kernigen Haferflocken und Feta verfeinert. Den Feta kann man natürlich auch weglassen, dann wäre das Ganze sogar vegan… (ok, den Quark dazu müsste man auch weglassen, aber da gibt es sicher irgendwas als Ersatz!)

Eigentlich wollte ich auch noch Petersilie und etwas Zitronensaft hinzugeben. Das habe ich im Eifer des Gefechts vergessen, würde aber sicher auch gut schmecken. Sie sind aber auch ohne jeglichen Schnickschnack köstlich. Dazu noch einfach und schnell gemacht – was will man mehr?

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich habe übrigens noch etwas getestet: Falafelrezepte findet man oft entweder zum Braten oder Backen. Mein Tipp: Bratet die Bällchen. Und bitte bratet sie in ausreichend Öl! Aus dem Ofen haben sie etwa die Konsistenz von gebackenem Schaumstoff (oder zumindest stelle ich es mir so vor), während sie aus der Pfanne herrlich kross und knusprig werden. Tut euch den Gefallen und genießt es ;))

Übrigens passen die Falafel auch super zu einem Salat – ich habe einfach Romana-Salat genommen, in Streifen geschnitten und etwas Tomate, Gurke und Feta dazu. Ein Dressing aus Olivenöl und Essig, fertig ist ein schneller Lunch oder ein leichtes Abendessen. So gut!

Jetzt habe ich aber genug geredet und zeige euch nun meinen Beitrag für die Bloggermeisterschaft der Alleskörner:

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark

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Zutaten

  • 1 Dose weiße Bohnen (400 g)
  • 100 ml Wasser
  • 60 g Haferflocken
  • 130 g Hafermehl
  • 50 g Feta
  • Prise Chilipulver
  • 1 TL gemahlenen Koriander
  • Prise Cayennepfeffer
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprika
  • 1/2 rote Zwiebel oder Schalotte
  • nach Belieben noch einen Spritzer Limettensaft und Petersilie!
  • Für den Gemüsequark: 250 g Quark, etwas frische Gurke und Paprika, Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Bohnen abgießen und abspülen. Mit dem Hafermehl, dem Wasser und den Gewürzen in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab alles gut vermixen. Es entsteht eine dickliche Paste, das ist genau richtig! Unter diese mischt ihr nun (nicht mehr pürieren!) die Haferflocken, die rote Zwiebel und den zerkrümelten Feta (und optional den Limettensaft und die Petersilie).

2. In einer Pfanne erhitzt ihr nun Öl. Ich hatte nicht mehr so viel, aber die Bällchen sollten mindestens zur Hälfte in dem Öl liegen! Dann bratet ihr sie auf irgendwo zwischen mittlerer und nicht der höchsten Hitze so lange, bis sie rundherum kross und knusprig sind. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen – fertig!

3. Für den Gemüsequark verrührt ihr einfach den Quark mit Salz und Pfeffer (Menge müsst ihr einfach abschmecken). Dann schneidet ihr etwas Gurke und etwas Paprika in ganz feine Stückchen und rührt sie unter. Nochmal abschmecken und zu den Falafel servieren.

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Wenn ihr fertig seid mit Dippen kann ich ein paar gedrückte Daumen gebrauchen, damit die Jury dieses Fingerfood genauso gut findet wie ich ;))

Habt es wundervoll,

Alena

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Knackige Vorspeise: Gebratener grüner Spargel mit Mozzarella

Zum Abschluss der Spargelsaison habe ich euch noch ein schnelles Rezept mitgebracht, das ihr wunderbar als Vorspeise oder auch als leichtes Mittagessen verwenden könnt. Der Hauptdarsteller? Grüner Spargel!

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich gebe zu, ich habe dieses Jahr ziemlich viele Spargel-Rezepte gebloggt. Vier Stück, um genau zu sein! Das heutige Gericht wollte ich auch eigentlich schon im letzten Jahr online stellen, aber wie das immer so ist mit dem saisonalen Essen… plötzlich ist die Saison vorbei.

Ging mir letztes Jahr übrigens genauso mit Bärlauch. Dieses Jahr habe ich das gleiche Problem mit Rhabarber. Ich hatte noch einige Rezepte im Hinterkopf und plötzlich ist die Zeit vorbei und die Kirschen machen es sich neben den ersten deutschen Him-, Blau- und Brombeeren im Regal gemütlich.

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich werde dann immer leicht hektisch und krame in meinem gedanklichen und meinem tatsächlichen Rezepte-Ideen-Buch herum, bis ich aufgebe. Die Zeit vergeht so oder so zu schnell, dann muss man sich ja nicht auch noch mit saisonalen Rezepten künstlich stressen.

Stattdessen zeige ich euch am 23. Juni, einen Tag vor dem offiziell bzw. traditionell letzten Tag der Spargel-Saison, ein Rezept für eine Vorspeise – bzw. wurde sie bei uns bisher immer als solche serviert. Die Zubereitung ist denkbar einfach und ein bisschen lässig-rustikal – so, wie man es im Sommer gerne mag!

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Auf den gebratenen Spargel kommt einfach ganz locker auseinandergezupfter Mozzarella, der dann ein bisschen schmilzt. Auch den Schinken pflückt man mit der Hand in Stückchen und verteilt sie auf dem Spargel. Als Vorspeise kam diese Kombination bisher bei allen gut an, aber auch als leichter Lunch funktioniert dieses Gericht sehr gut.

Wenn ihr also noch grünen Spargel bekommt, lege ich es euch fürs Wochenende oder nächste Woche noch ans Herz. Und wenn ihr es nicht mehr schafft – dann gibt es ja zum Glück auch nächstes Jahr wieder grünen Spargel (hoffentlich). Bis dahin gibt es hier nun das Rezept:

Gebratener grüner Spargel mit Mozzarella

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • ein Bund grüner Spargel
  • ein Mozzarella am Stück
  • eine Handvoll Pinienkerne
  • Serrano-Schinken (ich habe eine ganze Packung genommen)
  • eine Handvoll Cherrytomaten
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Den Spargel waschen und eventuell das untere Drittel schälen. Von den Enden befreien. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Dann das Öl in einer Pfanne warm werden lassen und den Spargel und die Tomaten darin ein paar Minuten braten lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Das Gemüse auf einen Teller geben und den Mozzarella in grobe Stücke zupfen und darüber verteilen. Mit dem Schinken ebenso verfahren. Am Ende die Pininekerne darüber geben und sofort servieren.

Vorspeise aus gebratenem grünem Spargel mit Mozzarella - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das war nun das letzte Rezept für diese Saison. Ich habe euch hier noch einmal alle meine bisherigen Spargel-Rezepte aufgelistet:

Im nächsten Jahr gibt es dann auch mal öfter weißen Spargel. Ups ;))

Habt es wundervoll,

Alena

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sommerliche Pasta mit Lachs und grünem Spargel

Ja, wieder ein Spargel-Rezept und ja, wieder Pasta – aber wir müssen ausnutzen, dass dieses wunderbare Gemüse noch Saison hat! Deshalb gibt es heute ein Rezept (und ein weiteres habe ich auch noch in petto ;)).

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Die Pasta mit Lachs und grünem Spargel sind relativ spontan und eigentlich aus Resten entstanden. Ich hatte mich nämlich bei dieser Quiche etwas mit den Mengen verschätzt. Kennt ihr das? Mir passiert das häufig.

Im Falle der Quiche war es ein ziemlich großer Hunger auf grünes Gemüse. Brokkoli, Erbsen, grüner Spargel, Frühlingszwiebeln. Als ich alles auf der Arbeitsfläche in der Küche vor mir liegen hatte, war es doch ziemlich viel. Wobei ziemlich noch untertrieben ist – es hätte niemals im Leben in die Quiche gepasst!

Also halbierte ich die Menge an Brokkoli, Spargeln und Frühlingszwiebeln. Letztere Zutaten fügten sich dann aber schon bald in meinem Kopf zu einem neuen Gericht zusammen. Angebraten! Mit Lachs! Zu NUDELN!! Mit etwas Olivenöl vermischt, jaja. Das kann nur gut sein!

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Diese Kombi wurde direkt am nächsten Tag getestet – und spontan für gut befunden. Ich hatte keine Lust auf Soße kochen, aber ich finde, sie ist gar nicht notwendig. Es schmeckt auch so ganz wunderbar herzhaft und sommerlich leicht! Für die momentanen Temperaturen ja auch ganz gut geeignet.

Gleichzeitig ist dieses Gericht das Gegenteil der momentan so hippen One-Pot-Pasta. Ich brauchte nämlich sage und schreibe drei Herdplatten mit zwei Pfannen und einem Topf. Weil der Lachs schneller den gewünschten Garpunkt erreicht hat als der Spargel, habe ich sie getrennt zubereitet. Wer keinen gebratenen Spargel mag, könnte ihn möglicherweise auch für zwei Minuten ins Nudelwasser werfen…

Da ich aber nichts so lecker finde wie gebratenen Spargel, rate ich euch unbedingt zu dieser Variante! Und manchmal ist es auch gar nicht so schlimm, viele Pfannen und Töpfe zu benutzen. Immerhin ist das doch früher immer eine Aussage über die Kochkünste gewesen, oder? Je mehr Töpfe desto versierter.

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Übrigens: Besonders gut schmeckt diese Pasta natürlich draußen. Auf dem Balkon oder im Garten, auf ein paar gemütlichen Sitzkissen und einem Glas mit kühlem Weißwein… habe ich zumindest gehört. Das lange Wochenende steht vor der Tür, da könnte man das sicher nochmal in aller Ruhe testen und überprüfen.

Insofern – ran an die Pfannen und rauf auf den Balkon (oder Garten…). Hier ist das Rezept:

Sommerliche Pasta mit Lachs und grünem Spargel

(für 2-3 Portionen)

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 250 g grünen Spargel
  • ein halbes Bund Frühlingszwiebeln (oder nach Belieben)
  • 300 g Lachsfilet
  • die Schale einer halben unbehandelten Zitrone
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Pasta nach Hunger!

Zubereitung

1. Den Spargel von holzigen Enden befreien und eventuell das untere Drittel schälen. Waschen und schräg in etwa 1-2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Köpfe dürfen ganz bleiben. Den Lachs waschen und eventuell von der Haut lösen. In Würfel schneiden.

2. Wasser im Topf zum Kochen bringen. Die Nudeln hineingeben und al dente kochen. In der Zwischenzeit Öl in einer Pfanne erhitzen und den Spargel dazu geben. Je nach Geschmack könnt ihr den Spargel von 5-10 Minuten bei mittlerer Hitze braten lassen. Ich mag ihn mit etwas Biss, das dauert dann etwa 7 Minuten. Am Ende die Zitronenschale dazugeben – eventuell nicht alles. Ruhig erst einmal abschmecken! Der Lachs braucht ca. 5 Minuten.

3. Die Nudeln abgießen und zu den Spargelscheiben in die Pfanne geben. Verrühren und eventuell noch etwas Olivenöl hinzugeben. Den Lachs drüber verteilen und servieren.

Lachs-Spargel-Pasta - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Könnt ihr Spargel noch sehen? Oder seid ihr froh, wenn die Saison und der Hype endlich vorbei sind? ;))

Habt es wundervoll,

Alena

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Frühlingshafte Gemüse-Quiche mit Spargel

Heute gibt es Quiche! Denn neulich fiel mir auf, dass es hier auf dem Blog manchmal recht Nudel-lastig ist und machte mir kurz Gedanken. Schließlich will man seine Leser ja nicht langweilen! Aber dann fand ich, dass es durchaus auch Abwechslung gibt. Außerdem habe ich bislang noch keine Beschwerde über zu viele Pasta-Rezepte bekommen. Läuft also ;))

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Hinzu kommt, dass wir tatsächlich oft Nudeln essen. Nicht jeden Tag, aber mehrmals die Woche kommt schon hin. Nudeln sind einfach abwechslungsreich, machen glücklich und laden zu immer neuen Kombinationen ein. Was will man mehr?

Ebenfalls neu kombinieren lässt sich aber auch ein anderes Lieblingsessen im Hause Wunderbrunnen: Quiche. Herr Wunderbrunnen ging kürzlich sogar so weit und sagte, er könne Quiche immer komplett aufessen. Alles auf einmal. In seiner Begeisterung ließ er sich sogar dazu hinreißen, zu reimen: sie lässt sich immer neu bestücken und kann dadurch immer wieder beglücken!

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Treffender könnte ich es gar nicht ausdrücken. Denn so ist es: Ein Boden, unendlich viele Möglichkeiten zum Füllen. Eigentlich fast wie mit Nudeln.

Aber eben nur fast. Denn wir essen so eine Quiche nicht komplett auf. Lecker genug wäre es zwar, aber doch auch viel. Stattdessen frieren wir die Hälfte ein und freuen uns an langen Arbeitstagen, wenn ein Abendessen im TK-Fach wartet und die Diskussion entfällt, wer einkaufen geht.

Zusätzlich lässt sich Quiche ganz wunderbar zum Picknick, als Pausensnack, Mittag im Büro oder zu sonstigen außerhäuslichen Aktivitäten mitnehmen. Sie schmeckt nämlich auch kalt sehr gut!

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und die Füllung? Da ist erlaubt, was gefällt. Ich hatte unglaublich Lust auf grünen Spargel, Brokkoli und Erbsen. Die hätten sich vermutlich auch alle gut in einer Soße zu Nudeln gemacht, aber dann kam mir die Idee mit der Quiche.

Ich benutze ein ganz klassisches Standard-Rezept für den Boden und die Flüssigkeit. Herausgekommen ist eine Quiche mit herrlich frühlingshaftem Gemüse. Der Käse in der Füllung macht es würzig – wem das zu viel ist, kann die Käse-Menge auch reduzieren. Wobei es im Hause Wunderbrunnen niemals zu viel Käse gibt ;))

Habt ihr Hunger bekommen? Dann ist hier das Rezept:

Gemüse-Quiche mit Spargel

(für eine 28 cm Quiche- oder Springform)

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

Für den Teig:

  • 100 g Butter
  • 200g Mehl
  • 1 Eigelb
  • 25 ml Wasser
  • Prise Salz

Für die Füllung:

  • 250 g grüner Spargel
  • 250 g Brokkoli
  • 100 g Erbsen
  • ein halbes Bund Frühlingszwiebeln
  • 150 g geriebenen Käse (ich habe Emmentaler und Parmesan genommen)
  • 4 Eier
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Milch
  • 1 EL Stärke
  • Pfeffer, Muskatnuss
  • geröstete Pinienkerne als Topping

Für das Backen:

  • getrocknete Hülsenfrüchte (ich habe immer Erbsen)
  • Backpapier
  • eine Quiche- oder Springform (28 cm Durchmesser)

Zubereitung

1. Für den Teig die Zutaten miteinander verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. In Frischhaltefolie einwickeln und 30-60 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.

2. Der Teig wird blindgebacken – wie das geht, erkläre ich euch jetzt (siehe Bild unten): Den Ofen auf 175 Grad vorheizen und den Teig ausrollen (Pro-Tipp: geht einfacher, wenn ihr ihn schon etwas eher aus dem Kühlschrank nehmt). In die Quiche-Form (eine Springform geht auch) legt ihr nun Backpapier. Noch ein Pro-Tipp: Knüllt das Backpapier erst zusammen, als würdet ihr es in den Müll werfen wollen. Wenn ihr es jetzt auseinanderzieht, ist es etwas „beweglicher“ und passt auch in eine runde Form hinein.

3. Darauf legt ihr dann den Teig und passt eventuell noch die Höhe des Randes an. Dann stecht ihr den Teig mit einer Gabel ein. Darüber kommt nun noch ein Stück Backpapier. Darauf verteilt ihr die Trockenerbsen (die ihr dafür übrigens immer wieder verwenden könnt). Den Teig in den Ofen schieben und 15 Minuten backen. Die obere Schicht Backpapier entfernen und den Ofen anlassen!

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

4. Während der Teig im Ofen backt, könnt ihr schon das Gemüse waschen, putzen und in Stücke bzw. Scheiben schneiden. Den Spargel in einem Topf mit kochendem Wasser 5 Minuten köcheln. Eine Handvoll Pinienkerne entweder schon goldbraun rösten oder beiseite stellen – wenn sie nur auf der Quiche backen, werden sie nicht so „röstig“ ;))

5. Das Gemüse auf dem vorgebackenen Teig verteilen. Käse, Milch, Sahne, Stärke und Eier verquirlen und mit Pfeffer, Muskat und eventuell Salz abschmecken. Über das Gemüse gießen und die Form anschließend auf die Arbeitsplatte klopfen, damit sich die Flüssigkeit gut verteilt. Die Pinienkerne darauf verteilen und im Ofen 30-35 Minuten backen – die Backzeit kann nach Ofen variieren.

Die Quiche ist fertig, wenn sie goldbraun ist und die Füllung komplett gestockt (also fest) ist!

Gemüse-Quiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wie ich eingangs bereits schrieb, könnt ihr die Füllung natürlich beliebig variieren und den Jahreszeiten anpassen! Ich finde solche Gerichte besonders schön – je nach Saison haben sie einen ganz eigenen Charakter.

Habt es wundervoll,

Alena

Pasta mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tortiglioni mit grünem Spargel und Cherrytomaten

Zu meinen saisonalen Lieblingen gehört neben Bärlauch und Rhabarber natürlich auch Spargel. So ein tolles und vielseitiges Gemüse! Heute habe ich es euch in Kombination mit schnellen Tortiglioni mitgebracht.

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Im letzten Jahr habe ich euch schon ein leckeres Rezept gezeigt, das den Spargel mal abseits der klassischen Kartoffeln-Schinken-Kombi zeigt: Spargelpesto!

Die Geschichte, wie ich meine Liebe zu Spargel nur durch die Liebe fand… die könnt ihr dort nachlesen. Mittlerweile bin ich wirklich zu einem großen Spargelfan geworden und freue mich riesig, wenn die Saison beginnt. Gut, vielleicht freue ich mich noch ein bisschen mehr auf die Beeren-Saison – aber Spargel ist einfach so lecker und die Zeit viel zu kurz!

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Noch dazu muss ich an dieser Stelle mal hervorheben, wie fotogen dieses Gemüse doch ist. Wunderschön, oder? Dabei finde ich grünen Spargel fast noch ein bisschen hübscher. Die kleinen zarten Triebe am Kopf, die manchmal aussehen wie ein Mini-Spargel… die Natur ist ein wahrer Künstler!

Grünen Spargel esse ich übrigens am liebsten gebraten. Für dieses Rezept hatte ich ihn ursprünglich auch erst angebraten. Dann kam er jedoch in die Soße und köchelte recht lange noch vor sich hin. Da hatte sich das schöne Braten gar nicht gelohnt… also lieber entweder kurz mit den Nudeln kochen, oder anbraten und erst ganz zum Schluss in die Soße geben.

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Man beachte übrigens das Farbkonzept meiner Fotos! Bin ich ja fast ein bisschen stolz drauf, obwohl ich es so gar nicht geplant hatte. Oder vielleicht nicht bewusst – nach sechs Jahren Kunstgeschichtsstudium ist es vielleicht auch mittlerweile einfach so selbstverständlich, dass ich darüber gar nicht groß nachdenken musste. Mir fiel es erst auf, als ich die Fotos bearbeitete und dachte: „Huch, grüner Spargel, rote Tomaten – grüne und rote Blumen! Wie gut das passt!“

Über solche kleinen Dinge freue ich mich. Ist doch schön, oder? Darauf schenke ich euch jetzt ein Glas Wein ein und erzähle euch, wie ihr diese wunderbaren Tortiglioni nachkochen könnt:

Tortiglioni mit grünem Spargel und Cherrytomaten

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • Tortiglioni (Menge nach Geschmack und Hunger)
  • 500 g grüner Spargel
  • 200 g Cherrytomaten
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch (nach Geschmack)
  • 75 ml Weißwein
  • ein Becher Crème fraîche
  • eine Handvoll Blätter frischen Basilikum
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Schalotte und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Cherrytomaten waschen und vierteln. Vom Spargel die Enden abschneiden und bei Bedarf das untere Drittel schälen. Schräg in etwa 1-2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Köpfe ganz lassen.

2. Das Nudelwasser aufsetzen. Die fein geschnittene Schalotte und Knoblauch in etwas Öl anschwitzen. Mit dem Weißwein aufgießen und etwas reduzieren. Dann die Crème fraîche einrühren und köcheln lassen. Die Nudeln in gesalzenem Wasser kochen – dabei 3 Minuten, bevor sie fertig sind, den Spargel dazugeben. Blanchieren lassen, bis die Nudeln fertig sind. Abgießen.

3. Wenn der Spargel zu den Nudeln ins Wasser hüpft, dürfen die Tomaten in die Soße und dort noch kurz köcheln. Den Basilikum hacken und kurz vor Ende in die Soße geben. Die Nudeln und den Spargel dazu geben und gut vermengen. Fertig!

Tortiglioni mit grünem Spargel - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Cheers, ihr Lieben – genießt die Spargelzeit, die jetzt zum Glück erst richtig losgeht :)) Und wenn ihr mögt, verratet mir euer liebstes Spargelgericht in den Kommentaren!

Habt es wundervoll,

Alena