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Von Wein, Lauch und Bratwurst – Blogger-Aktion Rheinhessen-Roulette [Werbung]

Was sich erstmal liest wie eine merkwürdige Zusammenstellung, ist in Wirklichkeit nur eins: lecker! Die Geschichte hinter der Kombi Bratwurst und Wein möchte ich euch heute erzählen.

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Vor ein paar Wochen flatterte eine E-Mail in mein Postfach. Darin fragte mich Miriam von Gourmet Connection, ob ich Lust auf einen Weinvorrat für ein Jahr hätte. Was für eine Frage! 😀

Dafür sollte ich nur eins tun: Bei der Aktion „Rheinhessen-Roulette“ mitmachen – initiiert von Rheinhessenwein e.V.!  Ablaufen sollte das Ganze nach dem Prinzip eines Roulette-Spiels dann wie folgt:

1. Ich nenne drei Zahlen zwischen 1 und 10 und bekomme daraufhin drei Weine zugeteilt (hinter jeder Zahl steht ein anderer Wein).
2. Ich nenne drei weitere Zahlen zwischen 1 und 10 und bekomme daraufhin drei regionale Produkte (Lebensmittel) zugeteilt (gleiches Prinzip wie beim Wein).
3. Nun entscheide ich mich für mindestens zwei der Lebensmittel sowie einen der Weine und kreiere (mit weiteren Zutaten) ein rheinhessisches Rezept neu oder stelle auf irgendeine Art und Weise Bezug zu der Region her. Dazu dann das perfekte Wein-Pairing – fertig ist der Beitrag, der von einer Experten-Jury bewertet wird!

Puh. Im ersten Moment war ich mir unsicher – ich kenne mich mit Rheinhessen eher weniger gut aus und so ein Roulette birgt ja nun auch einiges an Risiken. Mir unbekannte Zutaten oder Zutaten, die ich sonst nie verwendet hätte… kann ja alles vorkommen.

Letzten Endes überwog aber dann doch meine Neugier und die Aufregung auf eine Herausforderung. Manchmal muss man halt auch seine kulinarische Komfortzone verlassen und etwas Neues wagen! Also antwortete ich Miriam todesmutig mit den Zahlen 5, 7 und 10 (für die Weine) und 3, 8 und 10 (für die Produkte).

Voller Ungeduld wartete ich auf das Paket – was für eine Spannung! Da kann klassisches Roulette ja wohl mal kein Stück mithalten 😉 Was mich dann in dem Paket erwartete, waren die folgenden Weine und Produkte:

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Von links nach rechts: Ein Spätburgunder (Blanc de Noirs, 2016) aus dem Cisterzienser Weingut Michel, ein Weißburgunder aus dem Weingut Becker (2016) sowie ein Blauer Frühburgunder (Ingelheimer Schlossberg, 2015) aus dem Weingut Bettenheimer.

Beim Lebensmittel-Roulette gab es zwei Stangen Lauch, eine Flasche Riesling-Weinessig sowie eine Dose Bratwurst.

Wein, Lauch und Bratwurst - Blogger-Roulette - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich gebe zu, dass ich die Weine tatsächlich allesamt nicht kannte, aber viel kurioser als „Blauen“ Burgunder fand ich die Dosenbratwurst! Das war definitiv mal eine Herausforderung. So etwas hatte ich nämlich noch nie in der Hand…

Für eine Weile war ich etwas ratlos. Lauch und Weißweinessig kam mir nicht besonders rheinhessisch vor – und was ist eigentlich typisch rheinhessisch? Als gebürtiges Nordlicht musste ich erstmal ein bisschen Recherche betreiben. Mein Fazit: Rheinhessisch kann man natürlich mit so Klassikern wie Spundekäs oder Backesgrumbeere gleichsetzen, man kann es aber auch etwas allgemeiner halten. In diesem Fall bin ich zu einem weiteren Fazit gekommen: Rheinhessische Küche ist deftig (passt zum Wein), dabei aber schlicht. Kein großes Tamtam, bodenständig und gut.

Damit konnte ich arbeiten. In Richtung Herbst mit saisonalen Produkten gebrainstormt stand irgendwann die Idee von einem Klassiker im Raum: Himmel und Erde. Die Kombination aus Kartoffelpüree, Apfelmus und (Blut-)Wurst fand ich in Hinblick auf meine Roulette-Produkte sehr reizvoll und so wandelte ich das Gericht etwas ab. Statt Kartoffel-Püree machte ich einen Kartoffel-Lauchstampf, briet noch etwas Lauch für Aromen und Deko an, karamellisierte Apfelscheiben und löschte sie mit dem Weißburgunder von Becker ab – und dann die Bratwurst. Die Bratwurst!

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Für alle die, die noch nie eine Dosenbratwurst gesehen haben: Es handelt sich dabei um das Brät, das etwa die Form und Konsistenz einer Frikadelle hat und in der Dose liegt. Ich habe diese „Frikadelle“ einfach in Würfel geschnitten und mit ein paar Apfelwürfeln angebraten.

Alle Komponenten zusammen auf dem Teller harmonieren so wunderbar, dass ich selber ein bisschen stolz bin. Der Weißburgunder passt ideal dazu – er ist sehr spritzig mit fruchtigen Aromen, was ihn quasi zum perfekten Begleiter für den lockeren Kartoffel-Lauch-Stampf und die herzhaft-deftige Bratwurst macht.

Und weil ich nach dem Kochen und zwischendurch immer wieder mal probieren noch Wein übrig hatte, machte ich kurzerhand noch eine Zabaione. Das ist zwar wirklich kein rheinhessisches Dessert, aber Dessert geht immer und wenn man als Hauptzutat rheinhessischen Weißburgunder nimmt, dann ist es schon ein bisschen ein rheinhessisches Dessert. Was meint ihr? 😉

Nun habe ich aber genug geschwafelt und möchte euch erzählen, wie ihr meine Kreationen nachkochen könnt:

Rheinhessischer „Himmel und Erde“

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Zutaten

  • 5 Kartoffeln (überwiegend festkochend)
  • 2 Stangen Lauch
  • 2 EL fein gehackten Sellerie
  • 60 g Butter
  • Salz und Muskat
  • 1 Dosenbratwurst
  • 1 Apfel (am besten Boskop)
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Zucker
  • Weißburgunder Becker

Zubereitung

1. Für den Kartoffel-Lauch-Stampf die Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser kochen. Gleichzeitig den Lauch waschen, halbieren und in ca. 1 cm breite Ringe schneiden. Ein paar beiseite stellen (zum Braten, optional). Den Apfel waschen und ein Viertel in kleine Würfel schneiden, den Rest in Scheiben schneiden. Die Dosenbratwurst einmal quer durchschneiden und dann würfeln.

2. Kurz bevor die Kartoffeln gar sind, den Lauch kurz blanchieren. Für den Kartoffelstampf die Kartoffeln abgießen und mit 60 g Butter stampfen. Den Lauch darunter rühren, beiseite stellen. In der Zwischenzeit erst die einzelnen Lauch-Würfel in einer Pfanne rösten. Dann die Bratwurst-Würfel mit den Apfel-Würfeln anbraten, bis das Fleisch eine schöne Farbe hat.

3. In einer anderen Pfanne die Apfel-Scheiben kurz in etwas Butter anbraten, dann den Zucker dazugeben. Karamellisieren lassen, dabei die Apfelscheiben gelegentlich wenden. Wenn der Zucker noch relativ hell ist, einen guten Schluck Wein hinzugeben – je nachdem, wieviel Soße ihr haben möchtet 😉 Die Apfelscheiben weiter wenden und ein bisschen einreduzieren lassen. Dabei aufpassen, die Äpfel rechtzeitig rauszunehmen (Boskop zerfällt recht schnell).

4. Nun alle Komponenten auf einem Teller anrichten, etwas von der Wein-Butter-Soße dazugeben und mit einem Glas Weißburgunder genießen. Fertig!

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Und wer danach noch Lust auf ein Dessert hat:

Rheinhessische Zabaione

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Zutaten

  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 50 g Zucker
  • 60-80 ml Weißburgunder

Zubereitung

1. Das Ei und Eigelb mit dem Zucker in eine Schüssel geben und über dem Wasserbad aufschlagen. Dabei aufpassen, dass kein Wasser aus dem Wasserbad in die Schüssel gelangen kann! Die Eier-Zucker-Masse schlagen, bis eine dicke, helle Creme entsteht. Nun langsam den Wein hinzugießen und weiterschlagen. (Ihr könnt die Weinmenge je nach Geschmack anpassen, ich mag es gerne, wenn man den Wein herauschmeckt…)

2. Bevor ihr mit dem Rezept beginnt, bereitet ihr am besten eine Schüssel mit kaltem Wasser vor. Wenn sich eine schöne Creme gebildet hat, nehmt ihr die Schüssel aus dem Wasserbad und setzt sie in die andere Schüssel mit kaltem Wasser. Nun noch einen Moment weiterschlagen, dann fällt die Creme nicht sofort zusammen. Noch warm servieren und sofort aufessen 😉

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So – Rheinhessen dürfen sich nun gerne zu Wort melden und zu dem Hauptgericht äußern – aber auch nur die, die schonmal eine Dosenbratwurst von innen gesehen habe 😉

Ich bin gespannt, was die Expertenjury sagt… drückt mir die Daumen!

Habt es wundervoll,

Alena

 

Hier übrigens eine Linkliste, die euch zu den Blog-Startseiten meiner Mit-Blogger führt – bei einemKlick auf den Rezept-Namen gehts direkt zu den Rezept-Postings.

 

Vielen Dank an Gourmet Connection und Rheinhessenwein e.V. für die zur Verfügung gestellten Produkte! Mein Beitrag bleibt davon unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder.

Petersilienpesto mit Penne und gebratener Zucchini - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Petersilienpesto mit Penne und gebratener Zucchini

Na, habt ihr schon genug vom monatlichen Pesto-Overkill? Falls ja, tut es mir (eigentlich gar nicht :D) leid, aber falls nicht – heute gibt es Petersilienpesto im Hause Wunderbrunnen und das kann ich euch wirklich wärmstens empfehlen. (Sonst hätte ich es wohl auch nicht gebloggt ;))

Petersilienpesto mit Penne und gebratener Zucchini - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Petersilienpesto mit Penne und gebratener Zucchini - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich war mir ehrlich gesagt eine Weile nicht sicher, ob ich bei der September-Ausgabe vom ultimativen Pesto-Ding überhaupt mitmachen können würde. Wir waren im Urlaub und irgendwie stand mir nicht der Sinn danach, mir irgendwas Kreatives auszudenken. Oder überhaupt irgendwas auszudenken.

Aber an einem schönen Tag, als wir gerade irgendwo durch die estnische Pampa fuhren, kam mir eine Idee. Petersilienpesto! Wir hatten nämlich ein paar Wochen vorher bereits etwas Ähnliches gemacht. Nun fiel es mir wieder ein und gleichzeitig kam mir auch eine Idee, wie man es optimieren könnte.

Petersilienpesto mit Penne und gebratener Zucchini - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das Rezept, das wir nachgekocht hatten, war nämlich vegan. Nun ist es nicht so, dass ich prinzipiell etwas gegen veganes Essen habe, absolut nicht! Aber für mich ist eine der Hauptzutaten im Pesto nunmal leider Käse… und damit wäre auch schon mein Haupt-Argument genannt, warum ich niemals vegan leben könnte. Ups!

Dementsprechend ist dieses Pesto auch nicht vegan. Wenn ihr darauf Wert legt, schaut unbedingt bei Nadine von SweetPie vorbei, ihre Pestos (Pestos? Pesti?) sind auf jeden Fall vegan! Ich habe sie euch unten in der Liste meiner Mit-Pesto-Feen verlinkt 😉

Petersilienpesto mit Penne und gebratener Zucchini - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bisher bestanden meine Beiträge für das ultimative Pestoding immer aus der Kombi Kohlenhydrate (geröstetes Brot oder Pasta) plus Pesto. Dieses Mal wollte ich allerdings noch etwas dazu haben, zu den Pasta. Denn ohne Pasta geht es einfach nicht! Und etwas Gemüsiges darf gerne noch dazu!

Also haben Herr Wunderbrunnen und ich uns an unserem Rezept für Zucchini-Nudeln orientiert – und die Zucchini statt längs in Streifen einfach in kleine Stifte geschnitten. Kurz angebraten, die Nudeln dazu und das Pesto untergerührt. Fertig! Es ist also ganz leicht und ganz schnell zubereitet, sodass ihr zum Feierabend nicht mehr ewig in der Küche stehen müsst. Oder am langen Wochenende viel Zeit für schöne Sachen habt. Unkompliziert und gut!

Petersilienpesto mit Penne und gebratener Zucchini

(für 2 Personen)

Petersilienpesto mit Penne und gebratener Zucchini - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 3 Bunde glatte Petersilie
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 30 g Öl (Raps- oder ein anderes neutrales Öl)
  • etwas Zitronensaft
  • 2 kleine Zucchini (oder eine mittelgroße)
  • Nudeln nach Belieben

Zubereitung

1. Die Mandeln in einer Pfanne ohne Öl rösten, bis sie goldbraun sind (und herrlich duften!). Die Petersilie waschen, trockenschütteln und hacken. Die Knoblauchzehen pressen. Nun kommt der spaßige Teil: Entweder gebt ihr alle Zutaten in einen Mörser und mantscht alles schön durch. Oder ihr gebt alles bis auf das Öl auf ein großes Brett und hackt es gut durch. Nach und nach immer wieder Öl dazugeben, bis eine dicke Paste entstanden ist. Die könnt ihr dann in ein Glas geben und mit etwas mehr Öl aufgießen, bis das Pesto die gewünschte Konsistenz erreicht hat!

2. Die Zucchini waschen, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stifte schneiden. Die Nudeln bissfest garen. Kurz bevor sie fertig sind, die Zucchini-Stifte in einer Pfanne in etwas Öl anbraten. Die Nudeln dazugeben, gut vermengen. Das Pesto darunter rühren – fertig!

Und hier sind alle anderen Rezepte aus dem Pesto-September:

Kleiner Kuriositätenladen – Papas arrugadas con Mojo verde 
NOM NOMS food – Weiße Schokolade Käsekuchen mit Minz-Pesto
Pottgewächs – Grüne Gnocchi mit Kürbispesto 
Münchner Küche – Mediterraner Nudelsalat mit Pesto Rosso 
Cuisine Violette – Pesto aus frischen Tomaten
Jankes*Soulfood – Herbstliche Knöpfle-Pfanne mit Pfifferling-Pesto
SweetPie – Kürbiskernpesto an Kartoffel- & Kürbisspalten 
moey’s kitchen – Tomaten-Orangen-Pesto – Pesto Rosso 
ZimtkeksundApfeltarte – Walnuss-Pesto mit Petersilie und Basilikum

Habt es wundervoll,

Alena

Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schmorgurken + Herbstanfang auf dem Balkon

Meine sehr verehrten Damen und Herren, das heutige Rezept fällt leider in die Kategorie „nicht besonders fotogen“. Die Schmorgurken gehören zwar zu meinen Lieblingsgerichten, leider sind diese alle eher schwierig abzulichten. (Ich sage nur Königsberger Klopse, Spinat mit Kartoffelpüree und Ei, usw.)

Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Trotzdem bekommt ihr heute das Rezept, denn Schmorgurken sind einfach zu lecker! Da kann man dann auch mal über die Ästhetik hinwegsehen 😉 Aber seit meinem Beitrag für Linsensuppe bin ich da auch schon ein bisschen erprobt. Die Hauptsache ist ja immer, dass die Sachen schmecken.

Übrigens finde ich die Gurken im ungekochten Zustand tatsächlich auch wirklich schön. So herrliches Grün! Fast schon frühlingshaft! Aber nein, Schmorgurken gibt es nicht im Frühling, sondern tatsächlich erst jetzt bzw. im Spätsommer.

Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und was ich vielleicht hinzufügen sollte: Es gibt sie nicht überall in Deutschland. Hier in Hessen beispielsweise suche ich sie seit Jahren vergeblich. Ich bin also zu der Erkenntnis gekommen, dass es diese Gurken scheinbar nicht überall gibt. Deshalb an dieser Stelle zwei Bitten:
1. Sollte es in eurem Supermarkt Schmorgurken geben, kauft sie!
2. Sollte jemand sie in einem hessischen Supermarkt entdecken – sagt mir Bescheid!

Achso und solltet ihr auch keine finden – man kann das Essen trotzdem kochen. Einfach Schmorgurken durch Zucchini ersetzen 😉

Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Soweit zur Vorrede. Vielleicht noch etwas zu dem ominösen Gemüse: Schmorgurken sind mit der herkömmlichen Salatgurke verwandt, sehen ihr allerdings nicht besonders ähnlich. Sie sind hellgrün und eher klein und dick. Macht aber nichts, denn sie schmecken sehr viel intensiver! Allerdings sind sie nicht zum rohen Verzehr geeignet. Sie sind zwar nicht giftig, schmecken aber einfach nicht. Dafür eignen sie sich wunderbar zum Kochen oder Schmoren – deshalb der Name 😉

Die hübsche Schale ist sehr fest und muss vor dem Verzehr entfernt werden, ebenso wie das Kerngehäuse. Die Kerne sind sehr groß, deshalb auch mein Tipp: Kauft lieber eine Gurke mehr, dann nach dem Entkernen bleibt nicht sehr viel Gurke übrig wie man anfangs denken würde.

Eigentlich ist dieses Gericht das wahre End-of-Summer-Essen, denn es gibt die Gurken nicht mehr unendlich lange und ich gebe zu, ich habe auch schon die ersten Kürbisse eingekauft. Auf dem Balkon ist auch schon ein bisschen der Herbst (Winter?!) eingezogen – und zwar in Form von Heide, und Stacheldraht. Meine fette Henne blüht mittlerweile auch, hurra!

Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Die Blumen, die ich im Sommer gepflanzt habe, betrachte ich noch mit leichtem Argwohn. Einige haben sich im Sommer sehr zurückhaltend gezeigt, begannen aber mit sinkenden Temperaturen und weniger Sonne völlig abzugehen. Ich warte einfach mal ab, wie lange sie noch mitspielen und dann gibt es sicher noch die eine oder andere Heide – es ist meine absolute Lieblingspflanze für diese Jahreszeit!

Auch drinnen habe ich schon in der einen oder anderen Ecke auf Herbst gemacht, davon bekommt ihr dann in einem gesonderten Beitrag ein paar Eindrücke. Ich liebe diese Jahreszeit, trotz Schietwetter – der Herbst ist einfach so schön! Bunt und gemütlich, mit dem herrlichsten Licht. Lasst ihn uns genießen! 🙂

Hier nun aber erst einmal das Rezept für die Schmorgurken:

Schmorgurken mit Tomaten und Hack

(für 2 Personen)

Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 2 mittelgroße Schmorgurken
  • 1 Zwiebel
  • Kartoffeln nach Belieben
  • 300 g Rinderhack
  • 200-250 g Cherry-Tomaten (aka eine Packung)
  • 1 Becher Schmand oder saure Sahne
  • Öl zum Anbraten
  • gerebelten oder gehackten Thymian und Oregano
  • etwas Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und mit Salzwasser aufsetzen. Die Schmorgurken schälen, die Enden abschneiden und halbieren. Mit einem Esslöffel das Kerngehäuse herauskratzen. Alle Hälften längs ein- oder zweimal durchschneiden und dann in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Cherry-Tomaten waschen und halbieren oder vierteln, je nach Größe und Geschmack (sie sind schnell gar).

2. Während die Kartoffeln kochen, die Zwiebelwürfel in etwas Öl kurz andünsten, dann das Hack dazugeben und anbraten, bis es schön Farbe bekommen hat. Mit Salz, Pfeffer und etwas Paprika würzen und abschmecken. Nun die Gurkenstücke und Tomaten dazugeben, alles miteinander verrühren und kurz mitbraten lassen (eine Minute oder so). Thymian, Oregano und einen Schluck Wasser dazugeben, Hitze reduzieren und den Deckel auf den Topf legen. Etwa 10 Minuten schmoren lassen.

3. Nach den 10 Minuten probieren, ob die Gurken gar sind. Nun kann der Becher Schmand (oder saure Sahne) dazu. Gut einrühren und nun noch einmal mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken. Wenn die Gurken vorher noch nicht gut waren, einfach noch etwas weiterschmoren lassen. Ich mag sie, wenn sie noch etwas Biss haben – da müsst ihr dann einfach probieren!

Das wars auch schon – ihr könnt ganz normale Salzkartoffeln dazu essen, oder ihr haut in die gar gekochten Kartoffeln noch etwas Milch, einen guten Klecks Butter und eine Prise Muskat und macht euch Kartoffelpüree daraus. So esse ich es am liebsten!

Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Viel Spaß beim Nachkochen 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Für den Spätsommer: Bulgur-Salat

Auch wenn sich der Sommer schon spürbar dem Ende zuneigt, darf es auf dem Teller gerne noch bunt bleiben. Quasi als Abschluss-Akkord gibt es deswegen heute einen Bulgur-Salat! (Und ein paar Blumen-Fotos vom August, denn es kann einfach nicht genug Blumen geben :))

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich hatte bis vor Kurzem ehrlich gesagt erst ein einziges Mal etwas mit Bulgur gemacht (und weiß schon gar nicht mehr, was). Mama Wunderbrunnen ist schon sehr lange großer Fan, aber bei mir war es dann doch eher Couscous, der auf den Teller kam.

Eigentlich sind die beiden Getreide-Produkte auch gar nicht sooo unterschiedlich. Beide bestehen aus Hartweizen und unterscheiden sich hauptsächlich in Bezug auf Farbe und Größe der einzelnen Körner. Couscous ist sehr viel feiner als Bulgur, weshalb ich nun auch letzteren als Basis für meinen Salat verwendet habe. (Da mag ich mehr Biss…)

Zum Geschmack kann ich nur sagen – ich finde beides lecker 😉 Bulgur hat vielleicht ein klein wenig mehr Biss, aber ich liebe Couscous auch sehr. Ich werde wohl in Zukunft noch ein bisschen mit beidem herumexperimentieren. Dann kann ich vielleicht ein genaueres Urteil abgeben.

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Auf jeden Fall kann man aus Bulgur ganz wunderbare Salate bauen. Das heutige Rezept entstand ein bisschen „aus der Not“, denn wir waren zum Ausstand-Grillen eines Kollegen von Herrn Wunderbrunnen eingeladen. Als die Frage, ob wir noch etwas mitbringen könnten, bejaht wurde, fing es in meinem Kopf an zu rattern.

Herr Wunderbrunnen hatte nämlich schon den Entschluss gefasst, das weltbeste Brot zu backen. Falls ihr das noch nicht kennt – ich hatte es in meinem Beitrag zum Bärlauch-Dip schon ganz dezent erwähnt, aber da es sich hier bei wirklich um das aller-aller-weltbeste Brot handelt, kann ich es nicht oft genug schreiben! Also, ihr findet das wirklich einfache Rezept auf dem Blog elbmadame (schon empfehlenswert an sich!) unter folgendem Link: Das weltbeste Brot.

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie
Und hat Herr Wunderbrunnen nicht einfach das schönste, fotogenste Brot gebacken?

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Aber zurück zur Geschichte mit der Grillparty! Einen Salat wollte ich gerne mitbringen, aber ein grüner Salat war mir zu schnöde und auf die Klassiker Kartoffel- oder Nudelsalat hatte ich irgendwie keine Lust. Außerdem hatte ich zu dem Zeitpunkt Hunger auf Brokkoli. Manchmal ist sowas ja die beste Inspiration! Also dachte ich an Brokkoli, an sommerliches Gemüse, an Feta – und dann fiel mir die Packung Bulgur ein, die ich erst neulich gekauft hatte.

Als mich dann noch irgendwo unterwegs Kichererbsen ansprangen (die ich auch sehr liebe), war mein Salat quasi fertig. Ihr könnt ihn beliebig abwandeln und anpassen, anderes Gemüse nehmen, Couscous oder auch Nudeln nehmen – hier ist wie immer erlaubt, was euch schmeckt!

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich stelle mir den Salat auch als Lunch im Büro perfekt vor. Nur ein Wort vielleicht zu den Mengen: Ich wusste nicht, für wieviele Personen ich den Salat mache und legte etwas „blind“ los. Im Nachhinein stellte sich heraus: So circa zehn. Natürlich war meine Schüssel dafür etwas überdimensioniert, also halbiert die Menge ruhig oder plant den Salat einfach noch für einen zweiten Tag ein.

Der Salat ist recht schnell zubereitet, einzig die Zubereitungsschritte mit der gerösteten Paprika und dem Einweichen der getrockneten Kichererbsen dauern etwas. Ihr könnt die Paprika aber auch roh verwenden und Kichererbsen aus dem Glas nehmen. Bei der Variante überspringt ihr einfach die ersten zwei Schritte im Rezept 😉

Und so wird der Salat gemacht:

Bulgur-Salat

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Zutaten

  • 200 g Bulgur
  • ca. 250 ml Wasser
  • 100 g getrocknete Kichererbsen
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 250 g Tomaten
  • eine kleine Zucchini
  • 1 Brokkoli
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • eine rote Paprika
  • 200 g Feta (bzw. einfach eine ganze Packung)
  • 2 El Öl
  • 2 EL Essig
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Couscous-Gewürz

Zubereitung

1. Die Kichererbsen mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. Nehmt ruhig ordentlich Wasser, da sie ein bisschen quellen. Ihr könnt die Schale mit den Kichererbsen einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen.Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen und die Kichererbsen in einem Sieb gut abspülen. Dann in einen Kochtopf geben, mit Wasser bedecken und gar kochen. Bei mir dauert das immer so etwa 30 Minuten, das müsst ihr gucken – sie sind gar, wenn sie etwa die Konsistenz von gargekochten Kartoffeln haben. Abgießen und beiseite stellen (wenn ihr sie etwas würzt, sind sie auch ein leckerer Snack ;)).

2. Die Paprika waschen und das Kerngehäuse entfernen. Nun entweder halbieren oder vierteln und mit der Schale nach oben in eine Auflaufform legen. Den Ofen auf höchster Stufe vorheizen, am besten auf der Grillfunktion. Die Paprika auf der obersten Schiene einschieben und rösten – so ca. 10-15 Minuten. Sie sind fertig, wenn die Schale schwarz ist! Lasst die Paprika abkühlen und wenn man sie anfassen kann, pult ihr die Schale ab. Anschließend schneidet ihr alles in Streifen oder Stücke, wie ihr mögt.

3. Den Bulgur in eine Schüssel geben, mit etwas Salz bestreuen und das Wasser zum Kochen bringen. Über den Bulgur gießen – er quillt dann innerhalb der nächsten Minuten auf. Wenn die Masse zu trocken wird, einfach noch etwas Wasser hinzugeben (oder im umgekehrten Fall Bulgur ;)). Beiseite stellen.

4. Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten. Die Zucchini putzen, halbieren und in Scheiben schneiden. Den Brokkoli in feine Röschen schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne warm werden lassen und die Röschen darin ein paar Minuten anbraten, die Zucchinischeiben dazu geben und kurz mit anrösten. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Den Feta in Würfel schneiden oder einfach später ganz rustikal über den Salat krümeln.

5. In einem Schälchen das Öl, den Essig und den Zitronensaft zusammen mit etwas Salz und Pfeffer verrühren. Nun alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermengen, das Dressing dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, wenn ihr so etwas wie eine Couscous-Gewürzmischung im Haus habt, könnt ihr auch davon noch was reinmachen – ansonsten passen gut orientalische Gewürze wie Kurkuma, Cumin, gemahlener Koriander, etwas Zimt, Paprika, Ingwer und auch Kardamom dazu. Schmeckt es einfach ab, wie es euch gefällt 🙂

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und Kreativsein 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Grillrezepte mit Rebecca - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sommerliche Grillrezepte mit Rebecca {Gastbeitrag}

Heute darf ich die liebe Rebecca vom Blog Kochküken bei mir begrüßen! Sie hat uns eine kleine Sammlung sommerlicher Grillrezepte mitgebracht. Manchem Leser wird sie von unserem kleinen privaten Foodbloggercamp bekannt sein (hier nachzulesen) und wie schon dort war sie auch für den Gastbeitrag für mich kreativ. 

Ich war leider nicht dabei, als sie die Grillrezepte getestet habe, aber ich finde, dass alles ganz unglaublich lecker aussieht. Vor allem von Focaccia und Nudelsalat bin ich ein großer Fan – das wird also definitiv nachgekocht 😉 Damit ihr das auch tun könnt, mache ich nun die Bühne frei für das weltbeste Kochküken! <3 


Hallo ihr Lieben,

ich heiße Rebecca, bin schon lange kein Küken mehr, habe aber den Namen Kochküken für meinen Blog beibehalten 🙂

Als Exilfrankfurterin lebe ich mittlerweile aufgrund meines Jobs seit einigen Jahren mit meiner Familie bei Bonn.

Meine große Leidenschaft dreht sich ums Essen. Essen gehen, kochen, Rezepte schreiben und Leute dazu bekehren, dass „fast“ food nicht immer aus der Tüte oder vom Drive-In kommen muss. Da ich berufstätig bin und wir alle gerne essen, muss es bei uns meistens schnell und unkompliziert zugehen in der Küche. Trotzdem legen wir Wert auf ausgewogenes und frisches Essen. Die Ideen dafür hole ich mir aus Kochzeitungen und Kochbüchern. Nach Rezept koche ich allerdings in 99% der Fälle nicht.

Am liebsten diskutiere ich Rezeptideen bis ins kleinste Detail mit Alena aus und dabei kommen meistens die leckersten Sachen heraus.

Alena habe ich vor einem Jahr beim Foodbloggercamp kennengelernt und mittlerweile verbindet uns eine innige Freundschaft, die weit über das Kochen hinausgeht.

Da mein Blog im Gegensatz zu Alenas Wunderbrunnen winzig ist, fühle ich mich sehr geehrt, dass ich hier als Urlaubsvertretung einspringen darf.

Auch wenn der Sommer in NRW in diesem Jahr etwas zu wünschen übrig lässt, nutzen wir nahezu jede Chance um den Grill anzuwerfen. Leider sind wir weit davon entfernt, Grillprofis zu sein. Aber Spaß macht es uns trotzdem.

Dauerbrenner sind bei uns die klassischen Thüringer Bratwürste, Halloumi, gegrilltes Brot mit Kräuterbutter und Steaks. Und mal ehrlich, wie so oft beim Grillen sind auch bei uns am Ende die Beilagen fast wichtiger als das Grillgut selbst 🙂

Mir reichen schon fast ein leckerer Salat, ein fluffiges Weißbrot mit viel Kräuterbutter und dazu ein leckerer, eiskalter Spritz. Und deshalb habe ich Euch hier auch meine drei liebsten Grillbeilagen für einen gelungenen Grillabend zusammengestellt:

Mediterraner Blitz-Nudelsalat

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Zutaten

  • 500g al dente gekochte Pasta nach Wunsch
  • 1 Glas grünes Pesto
  • eine Hand voll Oliven
  • eine Hand voll Cocktailtomaten
  • getrocknete Tomaten
  • gutes Olivenöl
  • Balsamicoessig
  • Salz, Pfeffer
  • Basilikum
  • etwas frischen Knoblauch

Zubereitung

1. Die gekochten Nudeln kalt abschrecken und zur Seite stellen.

2. Für das Dressing das Pesto, etwas Olivenöl, einen guten Schuss Balsamico mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing darf ruhig etwas „zu“ salzig schmecken, da die Nudeln ordentlich Salz schlucken.

3. Das Basilikum und die getrockneten Tomaten kleinschneiden, den Knoblauch fein hacken, die Cocktailtomaten halbieren und mit den Oliven, dem Dressing und den Nudeln mischen.

Selbstverständlich schmeckt der Nudelsalat auch Bombe, wenn Ihr rotes Pesto (z.B. dieses hier) verwendet (dann würde ich aber die getrockneten Tomaten nicht noch extra in den Salat geben) oder Ihr kleine Mozzarellakugeln hinzufügt. Hier sind der Fantasie mal wieder keine Grenzen gesetzt.

Focaccia

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Zutaten

  • 250 g Weizenmehl
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 1 TL Salz
  • 4 El Olivenöl
  • gehackte Oliven
  • Kräuterbutter
  • 1 Stängel frischen Rosmarin

Zubereitung

1. Die Hefe, das Salz und den Zucker in dem lauwarmen Wasser auflösen und mit dem Olivenöl und den gehackten Oliven zum Mehl geben. Einen Stängel Rosmarin fein hacken und auch dazu geben. Alle Zutaten etwa fünf Minuten lang zu einem glatten Teig kneten und etwa 45 Minuten lang abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

2. Anschließend wird der Teig schön oval und ca. 0,5 cm dick auf Backpapier ausgerollt und mit einer Gabel mehrfach eingestochen. So kann er erneut ca. 15 Minuten gehen. Dann werden mit den Fingerspitzen kleinen Dellen in den Teig gedrückt und großzügig Kräuterbutterflocken auf dem Teig verteilt.

3. Das Focaccia habe ich bei ca 180 Grad Ober- und Unterhitze ca 20 Minuten gebacken, nach 10 Minuten noch mal großzügig mit Kräuterbutter bestrichen. Es soll leicht gebräunt, aber herrlich fluffig sein. Die Oliven können auch gerne durch getrocknete Tomaten ersetzt bzw ergänzt werden.

Das Focaccia kann auch prima vorbereitet und später oder am Folgetag kurz auf dem Grill aufgewärmt werden. Mir wurde es förmlich aus den Händen gerissen und ich werde es in Zukunft definitiv öfter backen!

Kräuterbutter

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Zutaten

  • 125g weiche Butter
  • Meersalz
  • Kräuter nach Wunsch
  • 1/2 frische Knoblauchzehe
  • etwas Zitronenabrieb
  • getrocknete Chiliflocken

Zubereitung

1. Die Kräuter und den Knoblauch fein hacken und zusammen mit dem Zitronenabrieb mit einer Gabel unter die Butter mischen. Mit Meersalz und Chiliflocken abschmecken, in ein Schälchen füllen und kalt stellen. Fertisch!

2. Ich nehme meistens 250 g Butter und mache eine Portion mit und eine Portion ohne Chili. So ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Grillrezepte mit Rebecca - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Liebe Rebecca, danke für deine wunderbare Urlaubsvertretung! Deine Grillrezepte klingen alle so lecker und alles ist so liebevoll gemacht. Ich hab dich lieb! <3 

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kürbiskernpesto mit Rucola [Das ultimative Pestoding]

Zack, schon wieder ist ein Monat rum und es geht in die nächste Runde vom ultimativen Pestoding! 😀 Heute habe ich euch ein Kürbiskernpesto mitgebracht.

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kurz noch für alle, die es noch nicht kennen: „Das ultimative Pestoding“ ist eine Aktion von verschiedenen Bloggern. Einmal monatlich wird ein Rezept für ein Pesto oder ein Gericht gebloggt, in dem dieses Pesto enthalten ist. Daraus entsteht dann eine umfangreiche Sammlung an Rezepten – und Inspiration pur für euch!

Im letzten Monat gab es hier bei mir ein Pesto Trapanese – in dem Beitrag verlinkt findet ihr auch die Beiträge aller anderen Bloggerinnen. Es ist eine ganze Menge zusammengekommen, was mich ziemlich geflasht und beeindruckt hat. So viel Zeit hat man ja gar nicht, das alles selber auszuprobieren!

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Auch heute verlinke ich euch wieder alle Beiträge meiner Mitstreiterinnen. Aber erstmal erzähle ich euch etwas zu meinem heutigen Rezept.

Ich liebe zwar das klassische grüne Pesto mit Basilikum und werde davon sicher noch ein Rezept verbloggen, aber für heute darf es nochmal etwas anderes sein. Kürbiskernpesto wollte ich nämlich schon lange mal ausprobieren und so war diese Aktion der perfekte Anlass.

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Das Pesto ist sehr basic, ganz schlicht und ohne viel Schnickschnack. So wie ich es am liebsten mag 😉 Die Zubereitung macht aber sehr viel Spaß, denn die Kürbiskerne werden zuerst geröstet. Ich liebe das ja sehr – Kerne oder Nüsse rösten. Der Duft ist einfach so herrlich!

Eigentlich haben Pesti ja meistens als Basis irgendein Kraut oder Gemüse – hier sind es die Kerne. Ich habe trotzdem noch etwas Grünes dazugegeben: Rucola. Der passt mit seinem leicht nussigen Aroma sehr gut dazu. Dann noch etwas Parmesan und ein Klacks Kürbiskernöl (oder wie es in der Steiermark korrekt heißt: Kernöl) und das Pesto-Glück ist perfekt.

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Übrigens habe ich dieses Pesto, wie im letzten Beitrag angekündigt, nicht püriert, sondern gehackt. Mittlerweile ist bei uns ein Mörser eingezogen, da hatte ich das Pesto allerdings schon gemacht. Ich werde ihn also beim nächsten Pesto ausprobieren und euch berichten, wie es damit funktioniert!

Wenn man keinen Mörser besitzt, kann man es aber auch ganz toll einfach mit einem Messer hacken. Die Kürbiskerne habe ich in meinem Food Processor-Aufsatz für den Pürierstab etwas geschreddert. Den Rucola hab ich dann ganz old school selber gehackt – nicht besonders fein, aber auch nicht mehr wirklich grob. Vermengt mit den Kernen und dem Öl ergab es eine schöne Masse, die durchaus noch Struktur zeigt. Genauso, wie ich es im letzten Beitrag schon als ideal beschrieben habe!

Ansonsten ist das Pesto wieder mal perfekte Feierabendküche – schnell gemacht, perfekt zu Nudeln, aber sicher auch auf Brot oder in Nudel- oder Kartoffelsalat. Deshalb hier nun das Rezept für euch:

Kürbiskernpesto

(für ein Glas)

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 70 g Kürbiskerne
  • 90 g Sonnenblumenöl
  • 30 g Kürbiskernöl
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 2 Handvoll Rucola (etwa 40-50 g)

Zubereitung

1. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Eignet sich gut als Meditation – der Duft ist herrlich und das leise Knacken der Kerne so entspannend! Am besten daneben stehen bleiben und immer wieder durchschütteln und wenden, sie verbrennen sonst schnell.

2. Den Rucola waschen und trocken schleudern. Dann hacken – nicht zu fein, aber auch nicht mehr wirklich grob. Gemeinsam mit dem Öl und dem geriebenen Parmesan in eine Schüssel geben.

3. Die Kürbiskerne entweder hacken oder in einem Food Processor mit nur ein paar wenigen Stößen leicht schreddern. Zu den restlichen Zutaten und alles gut miteinander vermengen. Zu Spaghetti oder Nudeln nach Wahl servieren!

Ich freue mich schon auf das nächste Pestoding – solche Aktionen sind immer gut für die Kreativität 😉 Apropos: Hier sind noch die Beiträge meiner Mitstreiterinnen. Viel Spaß beim Stöbern!

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Habt es wundervoll,

Alena

Orangenlachs mit Bandnudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce

Wenn ihr diesen Artikel noch am Erscheinungstag (Freitag) lest, bin ich gerade als Trauzeugin auf einer Hochzeit unterwegs und vermutlich furchtbar aufgeregt. Ich wollte euch das Rezept für die Nudeln mit Lachs und Orangensauce trotzdem unbedingt heute zeigen!

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Dabei sollte man eine bestimmte dieses Gerichts nicht in Kombination zu einem Brautkleid erwähnen / essen / ein- oder ausatmen. Und das wäre der Kurkuma. Vermutlich ist er etwas exotischer als alle üblichen Gewürze, die man so tagtäglich verwendet. Tatsächlich kennt ihr ihn aber alle – denn Kurkuma ist das, was Curry seine charakteristische gelbe Farbe verleiht. Und klassischerweise als Tod eines jeden Kleidungsstücks gilt 😉

Als wir also kürzlich erst dieses Gericht kochten, war es mit einiger Paranoia meinerseits verbunden. Ihr müsst wissen, dass ich als Trauzeugin auch Verwahrerin / Hüterin / Wächterin des Brautkleides war. Bereits auf dem Weg vom Auto zur Wohnung schossen allerlei Gedanken und Horrorszenarien durch meinen Kopf. Würde ich mit dem Ungetüm in den Fahrstuhl passen? Würde ich sehen können, ob auch wirklich nichts in der Tür eingeklemmt war?

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mit einem Mal erkannte ich, woher die Inspiration von diversen Chaos-Hochzeits-Filmen stammt. Ich hätte an dem Tag vermutlich einige neue Drehbücher schreiben können. Aber ich brachte das  (übrigens unglaublich schwere) Prachtstück wohlbehalten in die Wohnung, wo es im Arbeitszimmer einen ungestörten Platz bekam, fernab von Küche und allen Gefahren, die diese so mit sich bringt.

Eine leichte unterschwellige Sorge blieb trotzdem – das Kleid sollte natürlich auch atmen können, also der Transport-„Sack“ geöffnet werden. Und wer weiß, wer im Nachbarhaus so alles niest, das dann iiiiirgendwie zu uns ins Arbeitszimmer… ach naja. Als ob!

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Es ist natürlich alles gut gegangen (Stand Donnerstagabend, während ich das hier tippe). Auch unser Essen ging ohne Unfall ab, da die Arbeitszimmertür stets geschlossen blieb. Auch auf uns selbst haben wir nicht gekleckert, denn auch das kam bereits vor. Ein Tipp aus Erfahrung: passt auf, wenn ihr den Fisch in die Soße plumpsen lasst. Das ist tendenziell eine Spritz-/Klecker-Situation 😉

 

 

Ich bin ein großer Fan von den Nudeln mit Orangensauce, denn ich liebe Lachs und gleichzeitig ist es das perfekte Feierabend-Essen! Es geht schnell, ihr braucht nicht viele Zutaten, keinen Schnickschnack. Ok, vielleicht habt ihr spontan keinen Kurkuma da, aber den sollte man sowieso im Gewürzschrank haben. Das ist die Gelegenheit 😉

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Außerdem finde ich das Essen gleichzeitig gemütlich und sommerlich – wir essen es zu jeder Jahreszeit. Durch den Fisch und das zarte Orangen-Aroma wirkt es leicht und durch die Orangensauce und die Nudeln hat es auch etwas Heimeliges an sich. Fast so wie ein Soulfood für den Sommer! Ich mag es wahnsinnig gerne und bin gespannt, wie es auch gefällt.

Und so wird das schnelle Feierabend-Essen zubereitet:

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce

(für 2 Personen)

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Bandnudeln
  • 300 g frisches Lachsfilet
  • 1 Zwiebel oder Schalotte
  • 180 ml Sahne (oder einen ganzen Becher, wenn ihr großzügig seid ;))
  • 150 ml Orangensaft
  • 1 gehäuften EL Dill
  • 1 EL Kurkuma
  • etwas Öl zum Anbraten
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Das Lachsfilet ggf. von der Haut befreien, kalt abspülen und trocken tupfen. In Würfel schneiden (ca. 2 cm) und beiseite stellen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.

2. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin ein paar Minuten dünsten (ich schneide in der Zeit immer den Lachs). Mit der Sahne und dem Orangensaft aufgießen und etwas köcheln lassen. Kurkuma hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Dill dazugeben. In der Zwischenzeit Wasser für die Nudeln zum Kochen bringen.

3. Die Nudeln ins Wasser geben, gleichzeitig den Lachs in die Sauce geben und darin garziehen lassen. Wenn die Nudeln fertig sind, abgießen und mit der Sauce vermengen. Servieren – fertig!

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Habt ihr eine Art „Soulfood“ für den Sommer, wenn das Wetter nicht mitspielt und man aber gleichzeitig auch nicht direkt die großen Eintöpfe kochen will? (Nicht, dass das verwerflich wäre – Eintöpfe gehen bei Schietwetter zu egal welcher Jahreszeit ;)) Ich freue mich, wenn ihr mir davon erzählt!

Habt es wundervoll,

Alena

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sommer in Quicheform: Tomatenquiche

Ich finde, es gibt nicht viele Lebensmittel, die so sommerlich sind wie Tomaten. Gut, Beeren und tropische Früchte sind zugegebenermaßen auch Sommer pur – aber Tomaten sind so wunderbar vielseitig, dass sie bei mir ziemlich weit oben auf der Sommer-Zutaten-Liste stehen. Und auch der Star meiner Tomatenquiche sind!

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Natürlich schmecken Tomaten in südlichen Landen wie Italien oder Spanien am allerbesten. Ganz simpel mit etwas gutem Olivenöl, vielleicht noch etwas grünen Kräutern wie Basilikum dazu… das ist der Sommer. Mich versetzt allein schon der Duft von Basilikum in Sommerstimmung pur.

Fairerweise muss man sagen, dass die Tomaten im Süden Europas meistens viel aromatischer sind als hier bei uns. Noch dazu bekommt man sie häufig geradezu hintergeschmissen – wohingegen die Tomaten in unseren Breiten weder nach besonders viel schmecken und noch dazu einladen, große Mengen zu kaufen.

Allerdings hat meine Familie nach eigenem Ausprobieren festgestellt: Man kann zwar sämtliche Zutaten des leckeren Urlaubs-Essens mit nach Hause nehmen, aber es wird niemals so schmecken wie im Urlaub. Das liegt einfach daran, dass zu Hause kein Urlaub ist und das Feeling nicht dasselbe ist.

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Dennoch finde ich, dass man auch zuhause kleine Pausen vom Alltag machen kann. Das geht beispielsweise mit einem Ausflug – sei es einer Wanderung, einer Fahrradtour oder einem Picknick. Letzteres kann man übrigens auch ganz hervorragend auf dem Balkon machen. Oder auf dem Sofa im Wohnzimmer, wenn der Sommer sich mal wieder von seiner herbstlichen Seite zeigt.

Besonders gut zu so einem Picknick passt meine Tomatenquiche. Eigentlich ist es gar nicht meine, denn das Rezept stammt von Mama Wunderbrunnen 😉 Die Quiche gibt es bei uns schon seit vielen Jahren immer wieder und ist quasi ein altbewährtes und erprobtes Rezept. Und da das ja bekanntlich die besten sind, habe ich es euch heute mitbringen dürfen.

Die Tomatenquiche hatten wir übrigens auf der Fahrradtour aus dem letzten Beitrag dabei. Ich hatte tatsächlich leckere und aromatische Tomaten gefunden und da wir die Fahrradtour schon etwas im Voraus geplant hatten, bot sie den perfekten Anlass.

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

So ganz fingerfood-tauglich war die Quiche zwar nicht, denn der Mürbeteig-Boden ist herrlich zart. Dadurch ist die Quiche nicht ganz formstabil, wenn man sie für ein Picknick einpacken will. Wir haben uns aber einfach zwei Kuchengabeln mitgenommen und direkt aus der Tupperdose gegessen. Da wir einen traumhaften Blick auf die Taunusausläufer und die Frankfurter Skyline hatten, war das völlig egal. Es gibt Momente, die müssen nicht Blog-tauglich perfekt durchgestylt sein, sondern einfach nur genossen werden :))

Zwei Tipps noch von Mama Wunderbrunnen, die so nicht im Rezept stehen: Wenn ihr den Quicheboden allerdings vorher blindbackt (wie das geht, habe ich euch hier erklärt), ist er sicher etwas fester und stabiler. Und 2-3 EL Stärke in der Käse-Eier-Mischung sorgen dafür, dass die Masse besser stockt – bei der Tomatenquiche geht es auch ohne, aber bei Füllungen wie Spinat oder Mangold kann das durchaus hilfreich sein!

Und damit ihr auch diese herrlich saftige und aromatische Quiche genießen könnt, höre ich jetzt auf zu schwärmen und lasse euch das Rezept da. Denkt dran – ihr könnt sie überall essen, Picknick draußen oder drinnen und sie macht sich auch auf jedem Buffet gut!

Tomatenquiche

(für eine 28 cm Tarteform)

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 120 g kalte Butter
  • 240 g Mehl
  • 2 EL kaltes Wasser
  • Salz
  • 500 g kleine Tomaten
  • 2 Handvoll Rucola (ca. 50-70 g bzw. einfach nach Geschmack!)
  • 250 g Frischkäse
  • 150 g Sahne
  • 2 Eier
  • 50 g Parmesan
  • ein paar Blätter Basilikum
  • 2 EL Pinienkerne

Zubereitung

(Backzeit: 45-50 Minuten + 10 Minuten Vorbackzeit)

1. Für den Teig die Butter klein schneiden und anschließend mit dem Mehl, Salz und Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig entweder eine Stunde kalt stellen oder direkt ausrollen, in eine Tarteform legen und diese dann kalt stellen (ich finde letzteres einfacher).

2. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie goldbraun sind. Nun die Tomaten waschen und in Viertel schneiden. Den Rucola waschen, trocken schleudern und anschließend hacken. Dasselbe mit dem Basilikum machen. Wenn der Ofen heiß ist, den Teig darin für 10 Minuten vorbacken. Herausholen und Tomaten und Rucola darauf verteilen.

3. Den Frischkäse mit dem Basilikum, der Sahne, den Eiern und dem Parmesan verrühren. Salzen und pfeffern, anschließend über den Tomaten und dem Rucola verteilen. Nun für 30 Minuten backen, dann die Pinienkerne darauf verteilen und weitere 15-20 Minuten backen. Fertig!

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und hoffe, ihr macht euch den Sommer auch schön, wenn er sich eher nach Herbst anfühlt.

Habt es wundervoll,

Alena

Privates Foodbloggercamp - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

#fbcorschel17 – unser kleines Foodbloggercamp! + Rezepte für Poké Bowl und herzhafte Waffeln

Ihr fragt euch jetzt wahrscheinlich, was es mit dem komischen Hashtag im Titel auf sich und was wohl ein kleines Foodbloggercamp ist? Das verrate ich euch heute ;))

Was ist mit Foodbloggercamps auf sich hat, habe ich euch ja bereits in diesem Artikel erzählt. Es handelt sich dabei um sogenannte Barcamps, wo ein Haufen Foodblogger bzw. einfach viele ähnlich verrückte Menschen Zeit miteinander verbringen. Das kann beim Kochen, Backen, Trinken sein – oder auch bei theoretischen Sessions, in denen SEO und andere Blog-relevante Themen besprochen werden.

Das Schönste ist aber immer der Austausch und die Zeit unter Gleichgesinnten. Umso trauriger war ich, als ich erfuhr, dass die Barcamps von nun an nicht mehr stattfinden werden… Die Traurigkeit wurde aber schnell in den Hintergrund gedrängt, denn es war gleichzeitig der Tag, an dem ich Besuch bekam. Besonderen Besuch!

Kleines Foodbloggercamp - Poke Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Nämlich Rebecca. Rebecca von diesem Blog: Kochküken.

Rebecca habe ich letztes Jahr auf dem Foodbloggercamp in Berlin kennengelernt und fand sie sofort sympathisch – es gibt ja diese Menschen, die man sofort mag. Richtig angefreundet haben wir uns dann, als wir über Instagram feststellten, dass wir beide zur selben (hässlich frühen) Uhrzeit morgens aufstehen müssen. Es begannen Gespräche über Gott und die Welt, das Leben im Allgemeinen und im Speziellen, Ideen für Rezepte wurden wie Pingpong-Bälle hin- und hergespielt und der eine oder andere Ratschlag gegeben ;))

Allgemein stellten wir fest, dass wir ähnlich durchgeknallt sind und stellten zwischenzeitlich auch die These auf, Zwillinge zu sein. Bei der Geburt getrennt. Ich bin also in Wirklichkeit etwas älter und sie etwas jünger als in unseren Ausweisen steht, das ist doch absolut plausibel?!

Jedenfalls kam bald der Wunsch nach einem Wochenende auf, an dem wir nicht nur über Whatsapp oder Instagram am Kochen der jeweils anderen teilhaben könnten, sondern einfach direkt gemeinsam in der Küche stehen könnten. Und das Essen natürlich danach ausgiebig fotografieren könnten. Quasi unser eigenes, kleines Foodbloggercamp! Ziemlich schnell ergab sich die Gelegenheit und wie Wochen davor waren geprägt von Vorfreude und Brainstorming, was wir alles leckeres kochen wollten.

Kleines Foodbloggercamp - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kleines Foodbloggercamp - Poke Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kleines Foodbloggercamp - Poke Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Als das Wochenende kam, kauften wir Unmengen an Essen ein. Wir verbrachten ein bisschen zu viel Zeit in einem Asia-Supermarkt (hauptsächlich vor lauter Faszination ob der vielen exotischen Dinge, die es dort zu kaufen gibt) und hüpften vor lauter Vorfreude, als wir an der Fischtheke Lachs in Sushi-Qualität kauften. Letzterer wurde am selben Abend noch verarbeitet, denn es gab das erste Highlight des Wochenendes: Eine Poké Bowl.

Poké Bowls sind der neueste Trend im Bereich Food – oder sagen wir mal so, es ist ein Trend, der gerade aktuell ist und vermutlich nächste Woche vom nächsten abgelöst wird. Das mit den Trends geht ja immer schneller als man gucken kann… egal. Aber was ist das eigentlich?

Poké („po-käi“ gesprochen, hawaiianisch für „klein schneiden“) Bowls sind zwar ein neuer Trend, es gibt sie aber schon länger. Ursprünglich stammen sie aus Hawaii, wo Poké als beliebtes Gericht schon sehr lange gegessen wird. Angeblich erstmals von Fischern, die auf dem Meer den frischen Fisch direkt ausnahmen, filetierten, würzten und dann aßen.

Eine Bowl wurde daraus, als Reis dazu serviert wurde (die klassische hawaiianische Poké Bowl) und das Gericht dann irgendwann auf dem Festland der USA noch mit weiteren Zutaten verfeinert wurde. Mit dem hawaiianischen Ursprung haben diese Bowls nicht mehr viel zu tun – aber die große Beliebtheit spricht trotzdem dafür. Wer gerne mehr darüber lesen möchte, kann sich diesen Artikel zu Gemüte führen: Everything You Need To Know About Hawaii’s Wildly Popular Poke Bowls

Ich bin nach wie vor großer Fan von Buddha Bowls, aber Poké Bowls haben in mir auch große Liebe geweckt. Rebecca und ich haben also den besten Lachs gekauft, den wir kriegen konnten, Edamame (gibts in jedem asiatischen Supermarkt), statt Reis Couscous dazu und machten uns ans Basteln. So gut! Wie wir das gemacht haben, erzähle ich euch jetzt:

Poke Bowl á la Wunderbrunnen & Kochküken

Kleines Foodbloggercamp - Poke Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 300 g Lachsfilet in Sushi-Qualität (am besten an der Theke die Haut entfernen lassen, das können sie dort immer am besten ;))
  • 1 Avocado
  • eine halbe Zucchini (wir hatten eine gelbe)
  • 100 g Couscous
  • 1 EL Tomatenmark
  • 50-60 ml Wasser
  • eine Handvoll Cherry-Tomaten
  • Edamame (nach Belieben)
  • Kresse (nach Belieben)
  • schwarzer Sesam
  • Wasabipaste
  • Sojasoße
  • Sesamöl
  • schwarzer Sesam
  • wer mag: Kimnori (das ist Crunchy Seaweed, also knuspriger Seetang, sehr lecker und auch in jedem Asia-Supermarkt zu haben!)

Zubereitung

1. Die Edamame in Salzwasser für etwa 5-8 Minuten kochen. Anschließend die kleinen Böhnchen herauspulen 😉 Den Couscous mit etwas Salz bestreuen. Das Wasser zum Kochen bringen und über den Couscous gießen, dabei das Tomatenmark einrühren. Es kann sein, dass das Wasser nicht reicht, dann noch etwas dazugeben. Ihr merkt es an der Konsistenz.

2. Den Lachs würfeln und die Avocado in Scheiben schneiden. Die Zucchini ebenfalls in Scheiben schneidenund durch eine heiße Bratpfanne schieben, sodass sie ganz leicht gebräunt ist. Geht ganz schnell 😉 Die Tomaten ebenfalls würfeln.

3. Jetzt kommt der spaßige Teil: Couscous (Menge nach Belieben) in eine Schüssel geben. Die übrigen Zutaten nach Lust und Laune darin anrichten. Am Ende mit Sesam und dem Crunchy Seaweed bestreuen und mit Sojasoße, Sesamöl und eventuell Wasabi würzen. (Aufpassen mit Wasabi, das kann man auch mal aus Versehen mit einem großen Bissen alles auf einmal erwischen. Ich spreche aus Erfahrung ;))

Kleines Foodbloggercamp - Frühstück - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Am Samstag hatten wir Waffeln zum Frühstück geplant. Süße und herzhafte! Ich hatte noch nie zuvor herzhafte Waffeln selber gemacht, musste aber schnell feststellen, dass es wirklich kinderleicht ist.

Mit den Grundzutaten Mehl, Butter und Eiern könnt ihr natürlich alles kombinieren, was euch so einfällt oder worauf ihr Lust habt. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Wir haben sie so gemacht:

Herzhafte Waffeln

(ergibt etwa 8-10 kleine Waffeln in einem belgischen Waffeleisen)

Kleines Foodbloggercamp - herzhafte Waffeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 70 g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 125 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 ml Milch
  • 80 g geriebene Zucchini
  • 40 g Parmesan
  • 1/2 – 1 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Paprika

Zubereitung

1. Die Zucchini grob raspeln und den Parmesan fein reiben. Beiseite stellen. Die Butter schaumig schlagen. Beide Eier hinzugeben und weiterschlagen.

2. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen und dann abwechselnd mit der Milch zum Teig geben. Am Ende das Gemüse und den Käse hinzugeben, ebenso das Tomatenmark. Nun mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen – eventuell müsst ihr es einmal abschmecken. Nun im Waffeleisen backen und beispielsweise mit Räucherlachs und Avocado zusammen servieren. So lecker!

Kleines Foodbloggercamp - Infused Water - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Den Samstag verbrachten wir dann auf dem Goûte-Festival, worüber ich bereits hier berichtet habe. Dort war es so warm, dass wir abends erstmal eine große Karaffe mit Infused Water machten und ziemlich schnell leerten.

Wenn ihr Infused Water noch nicht gehört haben solltet – es ist einfach nur ein fancy Name für Wasser, das man Minze und / oder irgendeiner Form von Obst (meistens kleingeschnitten) aufgepeppt hat. Super lecker, sehr vielseitig (ihr könnt quasi alles in das Wasser geben) und ganz sicher nie langweilig :))

Kleines Foodbloggercamp - Poke Bowl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kleines Foodbloggercamp - Salat mit Burrata - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Da wir nach den vielen Köstlichkeiten auf dem Festival kaum Hunger hatten und es auch eigentlich zu warm war zum Kochen, haben wir uns einen herrlich frischen Salat gemacht. Getoppt mit Burrata war das wirklich superlecker!

Im Anschluss daran gab es noch einen Drink – das Rezept für den Raspberry Mojito habe ich euch auch in diesem Artikel aufgeschrieben. Damit ließ es sich herrlich entspannen und den Abend ausklingen lassen.

Kleines Foodbloggercamp - Salat mit Burrata - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Privates Foodbloggercamp - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Am Sonntag war Rebecca für das Frühstück zuständig. Sie bereitete ihre unglaublich leckeren Haferflocken-Auflauf-Muffins vor. Im Anschluss machten wir einen Spaziergang, da es an diesem Tag sehr heiß werden sollte.

Das Rezept für die Muffins (die ihr übrigens auch in einer Auflaufform zubereiten könnt) hat Rebecca euch auf ihrem Blog aufgeschrieben: Herzhafte Haferflockenmuffins

Kleines Foodbloggercamp - gefüllte Nudeln mit Grüne-Soße-Kräuter-Pesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und obwohl es an dem Tag wirklich unglaublich heiß war, ließen wir es uns nicht nehmen, Nudeln selber zu machen. Wir hatten uns nämlich in den Kopf gesetzt, sie mit einer Füllung aus grünem Spargel zu füllen – und dazu sollte es ein Pesto aus den Kräutern für Grüne Soße geben.

Gesagt, getan! Die Nudeln waren so unglaublich gut, dass ich nur beim Gedanken daran Hunger bekomme. Aber: Das Rezept bekommt ihr auch von Rebecca. Es wird bald auf ihrem Blog online gehen 🙂

Kleines Foodbloggercamp - gefüllte Nudeln mit Grüne-Soße-Kräuter-Pesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das Wochenende war ein voller Erfolg, wenn man das so sagen kann – wir haben gelacht, geredet, leckeres Essen zubereitet und einfach die schönste Zeit gehabt. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste kleine Foodbloggercamp, liebes Kochküken! <3

Ich hoffe, ich habe euch etwas inspirieren können. Manchmal braucht man ein bisschen Verrücktheit und Experimentierfreude, es können die lustigsten und tollsten Sachen dabei herauskommen. Traut euch!

Kleines Foodbloggercamp - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sämtliche Gerichte aus diesem Beitrag eignen sich übrigens perfekt dazu, in Chill-Klamotten (aka Jogginghose oder Pyjama) auf dem Sofa genossen zu werden. Gemeinsam mit einem Aperol Spritz und natürlich einer wunderbaren Freundin. Die kann man sich aber für kein Geld der Welt kaufen ;)) Cheers!

Habt es wundervoll,

Alena

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti nach Anna Jones (+ Buchtipp)

Ich muss heute wieder mit einem Geständnis beginnen: Ich habe manchmal ein Problem mit Rezepten. Was das mit den Avocado-Spaghetti von der wunderbaren Anna Jones zu tun hat? Nun.

Avocado-Pasta - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Die Sache mit den Rezepten verhält sich so. Für manche Sachen habe ich gerne Vorgaben. Wenn ich beispielsweise gemeinsam mit Herrn Wunderbrunnen in der Küche stehe und er mir sagt „Einfach einen Schluck Sojasoße da reinmachen“, dann muss ich kurz schlucken. Geht das ETWAS präziser? 😀

Gut, ich kenne das schon von meiner Mama und auch von meiner Oma. Irgendwie ist das so ein Ding von Leuten, die nicht nach Rezept kochen. Ein Schluck hiervon, einen Klacks davon – die Mengeneinheiten haben die dollsten Namen ;)) Für einen Blog ist es aber doch eher unpraktisch. Eine ungefähre Richtung würde ich euch ja schon gerne mitgeben. Ist es nun eher wie ein Schluck Wasser, wenn man gerade eine Wüstenwanderung hinter sich hat oder wie ein Schluck Olivenöl, das man bei einem Tasting probiert?

Aber nachdem ich mich viele Jahre immer streng an Rezepte gehalten hatte, brach irgendwann die Kreativität durch. Ich begann, Rezepte abzuändern und anzupassen. Dadurch entdeckte ich eine völlig neue Welt und auch die Liebe zum Kochen! Die wollte ich dann auf diesem Blog mit anderen teilen.

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Soviel dazu.

Mit der Kreativität einherging aber auch ein viel kritischer Blick auf Rezepte. Bei gewissen Mengen oder auch Verhältnissen schlage ich plötzlich die Hände über dem Kopf zusammen. Vor allem bei Kuchen geht es mir oft so – 300 g Zucker auf 300 g Mehl führen dazu, dass ich direkt das Rezept verwerfe oder so viel daran ändere, dass es mit dem Ursprung gar nichts mehr zu tun hat. Obwohl man ja gerade beim Backen unbedingt genau arbeiten sollte, hust hust.

Trotzdem bin ich nach wie vor ein großer Fan von Kochbüchern, denn sie sind eine so tolle Quelle der Inspiration! Und als bisher konsequente Verweigerin von E-Books liebe ich natürlich auch die Haptik. Es hat schon was, in einem dicken Kochbuch zu blättern… Ein Buch, das ich sehr gerne mag, möchte ich euch heute vorstellen!

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Es handelt sich dabei um A modern way to eat von Anna Jones – ihres Zeichens Köchin, Bloggerin, Foodstylistin und sehr talentierte Autorin eines wunderschönen Kochbuchs.  Anna Jones hat bei Jamie Oliver gelernt und an vielen seine Bücher mitgewirkt (und gestylt). 2015 erschienen ist das Buch jetzt keine Neuentdeckung, mittlerweile gibt es auch schon einen Nachfolger („A modern way to cook“). Ich möchte euch das Buch trotzdem ans Herz legen.

Die Rezepte sind komplett vegetarisch und teilweise auch vegan – ich bin zwar weder das Eine noch das Andere, dennoch versuche ich, vegetarische Gerichte häufig in unseren Speiseplan einzubauen. Das Buch bietet deshalb quasi die perfekte Inspirationsquelle, denn von Frühstück über Gerichte für die hungrige Horde am Esstisch bis hin zu Kuchen und Desserts präsentiert Anna Jones für jede Tages- und auch Jahreszeit leckere und vor allem einfache Ideen, für die man nicht stundenlang am Herd stehen muss. Auch einfache „Bauanleitungen“ für abwechslungsreiche Salate oder Pasta-Gerichte finden sich hier, was ich besonders liebevoll finde.

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und eine Kuriosität am Rande: Das Buch besteht aus biologisch abbaubarem Papier aus Apfelresten. Es ist das erste seiner Art und verbindet so auf ganz einzigartige Weise Inhalt (regional bzw. nachhaltiges Essen) und Form. Wer mehr dazu erfahren will, kann hier weiterlesen: „Das erste Buch aus Apfelpapier.“

Natürlich habe ich auch etwas nachgekocht und euch heute mitgebracht. Ich hatte vor einiger Zeit sturmfrei und wollte etwas, das schnell geht, aber lecker ist. Als ich das Rezept für die Spaghetti mit Avocado fand, war ich begeistert. Zitrone und Basilikum sind auch mit von der Partie – sommerlich, gleichzeitig schlonzig und frisch. Besser gehts nicht!

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Doch auch dieses Rezept hielt meinem Korrekturstift nicht stand. Anna Jones gibt nämlich 2 Avocados für 4 Portionen an. Liest sich auf den ersten Blick ganz gut, oder? Aber als ich die (für mich alleine berechnete) halbe gewürfelte Avocado in die Pfanne gleiten ließ, fing mein Magen lautstark an zu protestieren. „Waaas, wer soll denn davon satt werden?! Nur zu Nudeln? Waaaaa-“ – Ich so: „Jaja, die andere halbe Avocado aufzuheben ist ja auch Quatsch. Kann da ja auch gleich mit rein.“

Also schnibbelte ich die restliche Hälfte der Avocado auch klein und gab ihn zu der traurigen rezeptkonformen Menge in die Pfanne. Wenn so ein (im Übrigen veganes!) Gericht schon nicht in dicker Sahnesoße schwimmt, dann kann man da auch ruhig ein bisschen generös sein mit den gesunden Fetten, oder?

Und ich verspreche euch: Ich habe keine Soße vermisst. Nichtmal ein bisschen. Gut, eine halbe Avocado wäre wirklich definitiv zu wenig gewesen. Aber so… war es genau perfekt! Cremig, zitronig, sommerlich… Im ursprünglichen Rezept waren noch Kapern angegeben, die habe ich weggelassen (weil nicht im Haus). Auch die Knoblauchzehe im Rezept für 4 Personen habe ich alleine gegessen. Aber ich schreibe euch einfach mal auf, wie ich es zubereitet habe ;))

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones)

(für 2 Personen)

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Spaghetti
  • 2 Avocados
  • 1 Knoblauchzehe
  • abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
  • 1-2 EL Saft der Zitrone
  • zwei gute Handvoll Basilikum (oder einen halben Topf)
  • 2-3 EL Petersilie (ich habe TK genommen)
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Nudeln in einem Topf nach Packungsanweisung bissfest garen. Die Knoblauchzehe fein hacken, ebenso wie die Kräuter. Die Avocado schälen, den Kern entfernen und in kleine Würfel schneiden. Wer gut ist, kann die Avocado auch in der Schale würfeln, also längs und quer bis zur Schale einschneiden. Aber aufpassen, wegen Avocado-Hand und so. Ich habe euch gewarnt ;))

2. Nun das Olivenöl in einer Pfanne leicht erhitzen und den Knoblauch darin kurz andünsten. Die Zitronenschale, etwas Saft und die Avocado hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz bevor die Spaghetti fertig sind, die Kräuter hinzugeben und verrühren. Die Spaghetti könnt ihr ruhig direkt aus dem Kochwasser in die Pfanne geben, dann nehmen sie noch etwas Flüssigkeit mit. Nun alles verrühren und bei Bedarf mit noch etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich hoffe, euch macht das Rezept genausoviel Lust auf Sommer wie mir – es schmeckt auf jeden Fall danach :))

Habt es wundervoll,

Alena