Für den Spätsommer: Bulgur-Salat

Auch wenn sich der Sommer schon spürbar dem Ende zuneigt, darf es auf dem Teller gerne noch bunt bleiben. Quasi als Abschluss-Akkord gibt es deswegen heute einen Bulgur-Salat! (Und ein paar Blumen-Fotos vom August, denn es kann einfach nicht genug Blumen geben :))

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich hatte bis vor Kurzem ehrlich gesagt erst ein einziges Mal etwas mit Bulgur gemacht (und weiß schon gar nicht mehr, was). Mama Wunderbrunnen ist schon sehr lange großer Fan, aber bei mir war es dann doch eher Couscous, der auf den Teller kam.

Eigentlich sind die beiden Getreide-Produkte auch gar nicht sooo unterschiedlich. Beide bestehen aus Hartweizen und unterscheiden sich hauptsächlich in Bezug auf Farbe und Größe der einzelnen Körner. Couscous ist sehr viel feiner als Bulgur, weshalb ich nun auch letzteren als Basis für meinen Salat verwendet habe. (Da mag ich mehr Biss…)

Zum Geschmack kann ich nur sagen – ich finde beides lecker 😉 Bulgur hat vielleicht ein klein wenig mehr Biss, aber ich liebe Couscous auch sehr. Ich werde wohl in Zukunft noch ein bisschen mit beidem herumexperimentieren. Dann kann ich vielleicht ein genaueres Urteil abgeben.

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Auf jeden Fall kann man aus Bulgur ganz wunderbare Salate bauen. Das heutige Rezept entstand ein bisschen „aus der Not“, denn wir waren zum Ausstand-Grillen eines Kollegen von Herrn Wunderbrunnen eingeladen. Als die Frage, ob wir noch etwas mitbringen könnten, bejaht wurde, fing es in meinem Kopf an zu rattern.

Herr Wunderbrunnen hatte nämlich schon den Entschluss gefasst, das weltbeste Brot zu backen. Falls ihr das noch nicht kennt – ich hatte es in meinem Beitrag zum Bärlauch-Dip schon ganz dezent erwähnt, aber da es sich hier bei wirklich um das aller-aller-weltbeste Brot handelt, kann ich es nicht oft genug schreiben! Also, ihr findet das wirklich einfache Rezept auf dem Blog elbmadame (schon empfehlenswert an sich!) unter folgendem Link: Das weltbeste Brot.

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie
Und hat Herr Wunderbrunnen nicht einfach das schönste, fotogenste Brot gebacken?

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Aber zurück zur Geschichte mit der Grillparty! Einen Salat wollte ich gerne mitbringen, aber ein grüner Salat war mir zu schnöde und auf die Klassiker Kartoffel- oder Nudelsalat hatte ich irgendwie keine Lust. Außerdem hatte ich zu dem Zeitpunkt Hunger auf Brokkoli. Manchmal ist sowas ja die beste Inspiration! Also dachte ich an Brokkoli, an sommerliches Gemüse, an Feta – und dann fiel mir die Packung Bulgur ein, die ich erst neulich gekauft hatte.

Als mich dann noch irgendwo unterwegs Kichererbsen ansprangen (die ich auch sehr liebe), war mein Salat quasi fertig. Ihr könnt ihn beliebig abwandeln und anpassen, anderes Gemüse nehmen, Couscous oder auch Nudeln nehmen – hier ist wie immer erlaubt, was euch schmeckt!

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich stelle mir den Salat auch als Lunch im Büro perfekt vor. Nur ein Wort vielleicht zu den Mengen: Ich wusste nicht, für wieviele Personen ich den Salat mache und legte etwas „blind“ los. Im Nachhinein stellte sich heraus: So circa zehn. Natürlich war meine Schüssel dafür etwas überdimensioniert, also halbiert die Menge ruhig oder plant den Salat einfach noch für einen zweiten Tag ein.

Der Salat ist recht schnell zubereitet, einzig die Zubereitungsschritte mit der gerösteten Paprika und dem Einweichen der getrockneten Kichererbsen dauern etwas. Ihr könnt die Paprika aber auch roh verwenden und Kichererbsen aus dem Glas nehmen. Bei der Variante überspringt ihr einfach die ersten zwei Schritte im Rezept 😉

Und so wird der Salat gemacht:

Bulgur-Salat

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Bulgur
  • ca. 250 ml Wasser
  • 100 g getrocknete Kichererbsen
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 250 g Tomaten
  • eine kleine Zucchini
  • 1 Brokkoli
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • eine rote Paprika
  • 200 g Feta (bzw. einfach eine ganze Packung)
  • 2 El Öl
  • 2 EL Essig
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Couscous-Gewürz

Zubereitung

1. Die Kichererbsen mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. Nehmt ruhig ordentlich Wasser, da sie ein bisschen quellen. Ihr könnt die Schale mit den Kichererbsen einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen.Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen und die Kichererbsen in einem Sieb gut abspülen. Dann in einen Kochtopf geben, mit Wasser bedecken und gar kochen. Bei mir dauert das immer so etwa 30 Minuten, das müsst ihr gucken – sie sind gar, wenn sie etwa die Konsistenz von gargekochten Kartoffeln haben. Abgießen und beiseite stellen (wenn ihr sie etwas würzt, sind sie auch ein leckerer Snack ;)).

2. Die Paprika waschen und das Kerngehäuse entfernen. Nun entweder halbieren oder vierteln und mit der Schale nach oben in eine Auflaufform legen. Den Ofen auf höchster Stufe vorheizen, am besten auf der Grillfunktion. Die Paprika auf der obersten Schiene einschieben und rösten – so ca. 10-15 Minuten. Sie sind fertig, wenn die Schale schwarz ist! Lasst die Paprika abkühlen und wenn man sie anfassen kann, pult ihr die Schale ab. Anschließend schneidet ihr alles in Streifen oder Stücke, wie ihr mögt.

3. Den Bulgur in eine Schüssel geben, mit etwas Salz bestreuen und das Wasser zum Kochen bringen. Über den Bulgur gießen – er quillt dann innerhalb der nächsten Minuten auf. Wenn die Masse zu trocken wird, einfach noch etwas Wasser hinzugeben (oder im umgekehrten Fall Bulgur ;)). Beiseite stellen.

4. Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten. Die Zucchini putzen, halbieren und in Scheiben schneiden. Den Brokkoli in feine Röschen schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne warm werden lassen und die Röschen darin ein paar Minuten anbraten, die Zucchinischeiben dazu geben und kurz mit anrösten. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Den Feta in Würfel schneiden oder einfach später ganz rustikal über den Salat krümeln.

5. In einem Schälchen das Öl, den Essig und den Zitronensaft zusammen mit etwas Salz und Pfeffer verrühren. Nun alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermengen, das Dressing dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, wenn ihr so etwas wie eine Couscous-Gewürzmischung im Haus habt, könnt ihr auch davon noch was reinmachen – ansonsten passen gut orientalische Gewürze wie Kurkuma, Cumin, gemahlener Koriander, etwas Zimt, Paprika, Ingwer und auch Kardamom dazu. Schmeckt es einfach ab, wie es euch gefällt 🙂

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und Kreativsein 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Grillrezepte mit Rebecca - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sommerliche Grillrezepte mit Rebecca {Gastbeitrag}

Heute darf ich die liebe Rebecca vom Blog Kochküken bei mir begrüßen! Sie hat uns eine kleine Sammlung sommerlicher Grillrezepte mitgebracht. Manchem Leser wird sie von unserem kleinen privaten Foodbloggercamp bekannt sein (hier nachzulesen) und wie schon dort war sie auch für den Gastbeitrag für mich kreativ. 

Ich war leider nicht dabei, als sie die Grillrezepte getestet habe, aber ich finde, dass alles ganz unglaublich lecker aussieht. Vor allem von Focaccia und Nudelsalat bin ich ein großer Fan – das wird also definitiv nachgekocht 😉 Damit ihr das auch tun könnt, mache ich nun die Bühne frei für das weltbeste Kochküken! <3 


Hallo ihr Lieben,

ich heiße Rebecca, bin schon lange kein Küken mehr, habe aber den Namen Kochküken für meinen Blog beibehalten 🙂

Als Exilfrankfurterin lebe ich mittlerweile aufgrund meines Jobs seit einigen Jahren mit meiner Familie bei Bonn.

Meine große Leidenschaft dreht sich ums Essen. Essen gehen, kochen, Rezepte schreiben und Leute dazu bekehren, dass „fast“ food nicht immer aus der Tüte oder vom Drive-In kommen muss. Da ich berufstätig bin und wir alle gerne essen, muss es bei uns meistens schnell und unkompliziert zugehen in der Küche. Trotzdem legen wir Wert auf ausgewogenes und frisches Essen. Die Ideen dafür hole ich mir aus Kochzeitungen und Kochbüchern. Nach Rezept koche ich allerdings in 99% der Fälle nicht.

Am liebsten diskutiere ich Rezeptideen bis ins kleinste Detail mit Alena aus und dabei kommen meistens die leckersten Sachen heraus.

Alena habe ich vor einem Jahr beim Foodbloggercamp kennengelernt und mittlerweile verbindet uns eine innige Freundschaft, die weit über das Kochen hinausgeht.

Da mein Blog im Gegensatz zu Alenas Wunderbrunnen winzig ist, fühle ich mich sehr geehrt, dass ich hier als Urlaubsvertretung einspringen darf.

Auch wenn der Sommer in NRW in diesem Jahr etwas zu wünschen übrig lässt, nutzen wir nahezu jede Chance um den Grill anzuwerfen. Leider sind wir weit davon entfernt, Grillprofis zu sein. Aber Spaß macht es uns trotzdem.

Dauerbrenner sind bei uns die klassischen Thüringer Bratwürste, Halloumi, gegrilltes Brot mit Kräuterbutter und Steaks. Und mal ehrlich, wie so oft beim Grillen sind auch bei uns am Ende die Beilagen fast wichtiger als das Grillgut selbst 🙂

Mir reichen schon fast ein leckerer Salat, ein fluffiges Weißbrot mit viel Kräuterbutter und dazu ein leckerer, eiskalter Spritz. Und deshalb habe ich Euch hier auch meine drei liebsten Grillbeilagen für einen gelungenen Grillabend zusammengestellt:

Mediterraner Blitz-Nudelsalat

Grillrezepte mit Rebecca - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 500g al dente gekochte Pasta nach Wunsch
  • 1 Glas grünes Pesto
  • eine Hand voll Oliven
  • eine Hand voll Cocktailtomaten
  • getrocknete Tomaten
  • gutes Olivenöl
  • Balsamicoessig
  • Salz, Pfeffer
  • Basilikum
  • etwas frischen Knoblauch

Zubereitung

1. Die gekochten Nudeln kalt abschrecken und zur Seite stellen.

2. Für das Dressing das Pesto, etwas Olivenöl, einen guten Schuss Balsamico mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing darf ruhig etwas „zu“ salzig schmecken, da die Nudeln ordentlich Salz schlucken.

3. Das Basilikum und die getrockneten Tomaten kleinschneiden, den Knoblauch fein hacken, die Cocktailtomaten halbieren und mit den Oliven, dem Dressing und den Nudeln mischen.

Selbstverständlich schmeckt der Nudelsalat auch Bombe, wenn Ihr rotes Pesto (z.B. dieses hier) verwendet (dann würde ich aber die getrockneten Tomaten nicht noch extra in den Salat geben) oder Ihr kleine Mozzarellakugeln hinzufügt. Hier sind der Fantasie mal wieder keine Grenzen gesetzt.

Focaccia

Grillrezepte mit Rebecca - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 1 TL Salz
  • 4 El Olivenöl
  • gehackte Oliven
  • Kräuterbutter
  • 1 Stängel frischen Rosmarin

Zubereitung

1. Die Hefe, das Salz und den Zucker in dem lauwarmen Wasser auflösen und mit dem Olivenöl und den gehackten Oliven zum Mehl geben. Einen Stängel Rosmarin fein hacken und auch dazu geben. Alle Zutaten etwa fünf Minuten lang zu einem glatten Teig kneten und etwa 45 Minuten lang abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

2. Anschließend wird der Teig schön oval und ca. 0,5 cm dick auf Backpapier ausgerollt und mit einer Gabel mehrfach eingestochen. So kann er erneut ca. 15 Minuten gehen. Dann werden mit den Fingerspitzen kleinen Dellen in den Teig gedrückt und großzügig Kräuterbutterflocken auf dem Teig verteilt.

3. Das Focaccia habe ich bei ca 180 Grad Ober- und Unterhitze ca 20 Minuten gebacken, nach 10 Minuten noch mal großzügig mit Kräuterbutter bestrichen. Es soll leicht gebräunt, aber herrlich fluffig sein. Die Oliven können auch gerne durch getrocknete Tomaten ersetzt bzw ergänzt werden.

Das Focaccia kann auch prima vorbereitet und später oder am Folgetag kurz auf dem Grill aufgewärmt werden. Mir wurde es förmlich aus den Händen gerissen und ich werde es in Zukunft definitiv öfter backen!

Kräuterbutter

Grillrezepte mit Rebecca - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 125g weiche Butter
  • Meersalz
  • Kräuter nach Wunsch
  • 1/2 frische Knoblauchzehe
  • etwas Zitronenabrieb
  • getrocknete Chiliflocken

Zubereitung

1. Die Kräuter und den Knoblauch fein hacken und zusammen mit dem Zitronenabrieb mit einer Gabel unter die Butter mischen. Mit Meersalz und Chiliflocken abschmecken, in ein Schälchen füllen und kalt stellen. Fertisch!

2. Ich nehme meistens 250 g Butter und mache eine Portion mit und eine Portion ohne Chili. So ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Grillrezepte mit Rebecca - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Liebe Rebecca, danke für deine wunderbare Urlaubsvertretung! Deine Grillrezepte klingen alle so lecker und alles ist so liebevoll gemacht. Ich hab dich lieb! <3 

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark

Im Rahmen des heutigen Blogposts habe ich etwas gelernt: Es ist viel einfacher, ein Rezept zu erfinden und zu optimieren als dann hinterher einen schmissigen Namen dafür zu finden. Nehmen wir mal das Rezept von heute – Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark. Klingt gar nicht so spektakulär oder? Ist aber spektakulär lecker! Und die Geschichte hinter dem Rezept erzähle ich euch jetzt.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ihr erinnert euch vielleicht an den Beitrag mit den Haferbratlingen, die ich für die Initiative „Hafer – Die Alleskörner“ kreiert hatte. Eben diese Initiative schrieb mich kürzlich (ok, vor ein paar Wochen schon) an und lud mich ein, bei ihrer 2. Blogger-Meisterschaft mitzumachen.

Das Thema der ersten Runde war „Pimp your porridge“. Wer schauen mag: Hier findet ihr die Beiträge aus dem letzten Jahr. Eine beeindruckende Auflistung! Allerdings bin ich kein großer Porridge-Fan, weshalb ich mich umso mehr über das diesjährige Thema freue: Snacks und Fingerfood mit Hafer.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich liebe Fingerfood und ich liebe Hafer. Allerdings hatte ich mit meinen Haferbratlingen schon ein ziemlich fingerfood-taugliches Rezept abgeliefert. Trotzdem wollte ich mich der Herausforderung stellen und mir etwas Leckeres überlegen. Die ersten Ideen gingen noch in Richtung süß, aber schnell fand ich für den Sommer herzhaft angebrachter. Ich meine, wie praktisch ist Fingerfood bitte für Picknicks oder als Beilagen-Beitrag für eine Grillparty? Eben :))

Ich bin ein großer Falafel-Fan, habe sie aber noch nie selber gemacht. (Das eine Mal, wo ich es versucht habe und es gründlich schiefgegangen ist, lassen wir mal außen vor.) Nun schwebten mir als Fingerfood aber kleine, knusprige Bällchen vor. Also habe ich sie spontan Falafel genannt – obwohl in den Originalen sicher kein Hafer enthalten ist.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das ist aber nicht so schlimm, denn sie schmecken wirklich super! Ich habe aus weißen Bohnen, Hafermehl und Gewürzen eine Grundmasse gemacht (also püriert) und diese dann noch mit kernigen Haferflocken und Feta verfeinert. Den Feta kann man natürlich auch weglassen, dann wäre das Ganze sogar vegan… (ok, den Quark dazu müsste man auch weglassen, aber da gibt es sicher irgendwas als Ersatz!)

Eigentlich wollte ich auch noch Petersilie und etwas Zitronensaft hinzugeben. Das habe ich im Eifer des Gefechts vergessen, würde aber sicher auch gut schmecken. Sie sind aber auch ohne jeglichen Schnickschnack köstlich. Dazu noch einfach und schnell gemacht – was will man mehr?

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich habe übrigens noch etwas getestet: Falafelrezepte findet man oft entweder zum Braten oder Backen. Mein Tipp: Bratet die Bällchen. Und bitte bratet sie in ausreichend Öl! Aus dem Ofen haben sie etwa die Konsistenz von gebackenem Schaumstoff (oder zumindest stelle ich es mir so vor), während sie aus der Pfanne herrlich kross und knusprig werden. Tut euch den Gefallen und genießt es ;))

Übrigens passen die Falafel auch super zu einem Salat – ich habe einfach Romana-Salat genommen, in Streifen geschnitten und etwas Tomate, Gurke und Feta dazu. Ein Dressing aus Olivenöl und Essig, fertig ist ein schneller Lunch oder ein leichtes Abendessen. So gut!

Jetzt habe ich aber genug geredet und zeige euch nun meinen Beitrag für die Bloggermeisterschaft der Alleskörner:

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 1 Dose weiße Bohnen (400 g)
  • 100 ml Wasser
  • 60 g Haferflocken
  • 130 g Hafermehl
  • 50 g Feta
  • Prise Chilipulver
  • 1 TL gemahlenen Koriander
  • Prise Cayennepfeffer
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprika
  • 1/2 rote Zwiebel oder Schalotte
  • nach Belieben noch einen Spritzer Limettensaft und Petersilie!
  • Für den Gemüsequark: 250 g Quark, etwas frische Gurke und Paprika, Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Bohnen abgießen und abspülen. Mit dem Hafermehl, dem Wasser und den Gewürzen in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab alles gut vermixen. Es entsteht eine dickliche Paste, das ist genau richtig! Unter diese mischt ihr nun (nicht mehr pürieren!) die Haferflocken, die rote Zwiebel und den zerkrümelten Feta (und optional den Limettensaft und die Petersilie).

2. In einer Pfanne erhitzt ihr nun Öl. Ich hatte nicht mehr so viel, aber die Bällchen sollten mindestens zur Hälfte in dem Öl liegen! Dann bratet ihr sie auf irgendwo zwischen mittlerer und nicht der höchsten Hitze so lange, bis sie rundherum kross und knusprig sind. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen – fertig!

3. Für den Gemüsequark verrührt ihr einfach den Quark mit Salz und Pfeffer (Menge müsst ihr einfach abschmecken). Dann schneidet ihr etwas Gurke und etwas Paprika in ganz feine Stückchen und rührt sie unter. Nochmal abschmecken und zu den Falafel servieren.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wenn ihr fertig seid mit Dippen kann ich ein paar gedrückte Daumen gebrauchen, damit die Jury dieses Fingerfood genauso gut findet wie ich ;))

Habt es wundervoll,

Alena

Wintersalat mit Radicchio - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wintersalat II: Rosenkohl trifft Radicchio

Nachdem in meinem letzten Winter-Salat-Rezept Chicorée der Gaststar war, ist es nun heute ein Verwandter von ihm – der Radicchio!

Wintersalat mit Radicchio - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Dieser hübsche violette Salat ist, ebenso wie der Chicorée, recht bitter. Eigentlich mögen Menschen von Natur aus keine bitteren Lebensmittel – bitter ist immer irgendwie gefährlich. Außerdem gibt es kaum süße Nahrungsmittel, die giftig sind…

Dennoch ist unser bitterer Salat-Gast heute sehr gesund, denn er enthält viele Vitamine und Mineralstoffe wie beispielsweise Eisen, Kalium und Kalzium. Und ich weiß, dass das auf der Ebene der Nährstoffe keine Rolle spielt, aber die Farbe ist doch der Hammer- findet ihr nicht auch?

Wintersalat mit Radicchio - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wintersalat mit Radicchio - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Um nicht einen gänzlich bitter schmeckenden Salat zu haben, sollte man Radicchio, Chicorée und auch Rosenkohl immer mit einer süßlichen Komponente kombinieren. Gut eignen sich Obst oder karamellisierte Nüsse. Man kann sich eigentlich ziemlich gut dabei austoben!

Ich habe für meine Variante Blutorangen genommen. Die gibt es im Moment überall und ich finde sie so lecker. Außerdem sehen sie wirklich schön aus – man könnte fast denken, dass sie nur für die Foodblogger-/Foodfotografie-Szene gemacht wurden. Jede sieht anders aus, von zarten roten Sprenklern bis hin zu wirklich blutroten Orangen kann man alles haben.

Wintersalat mit Radicchio - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und natürlich schmecken sie fantastisch… neben diesen Schätzchen durften noch geröstete Pinienkerne in den Salat. Dazu noch etwas gehobelter Parmesan und schon ist ein sehr hübscher Salat fertig!

Ich hatte ja in dem Beitrag mit Chicorée-Rezept schon davon erzählt, dass ich eigentlich kein großer Salat-Fan bin. Nach meinen Experimenten mit den Wintersalaten habe ich meine Meinung etwas angepasst… Ich mag die nassen Salatblätter zwar immer noch nicht gerne, aber die vielen Kombinationsmöglichkeiten der Wintersalate gefallen mir sehr.

So, und hier kommt meine aktuelle Kreation für einen

Rosenkohl-Radicchio-Salat mit Blutorangenfilets

Wintersalat mit Radicchio - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Rosenkohl
  • 1 Orange oder Blutorange
  • Pinienkerne nach Belieben
  • Parmesan nach Belieben
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Essig (ich habe Weißweinessig genommen)
  • 1 EL Orangensaft (von der Orange)
  • 1 Schuss Ahornsirup (alternativ Honig)

Zubereitung

1. Den Rosenkohl putzen und in feine Streifen schneiden. Mit dem Radicchio ebenso verfahren. Ich habe ihn geputzt, dann geviertelt und in Streifen geschnitten. Radicchio und Rosenkohl werden dann in einer Schüssel miteinander vermengt. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten.

2. Die Orangen filetieren und aus dem Rest den Saft auspressen. Parmesan grob reiben oder hacken. Für das Dressing das Öl, den Essig, Orangensaft, Ahornsirup mit etwas Salz und Pfeffer vermischen. Das geht mit gut mit einem Schneebesen oder in einem Marmeladenglas (schütteln). Alles auf einem Teller anrichten und servieren.

Wintersalat mit Radicchio - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wintersalat mit Radicchio - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mögt ihr Wintersalate auch so gerne? Habt ihr vielleicht besondere Lieblingskombinationen? Verratet sie mir gerne.

Habt es wundervoll,

Alena

Winterlicher Salat mit Chicorée und Rosenkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Winterlicher Salat I: Rosenkohl trifft Chicorée (mit Feta und Granatapfel)

Eigentlich wollte ich diesen Artikel mit diesem Geständnis beginnen: Ich mag keinen Salat. Dann fiel mir allerdings auf, dass das vielleicht ein bisschen undifferenziert ist. Ich esse schon gerne ab und zu mal Salat – es ist eher die Zubereitung, die ich nicht mag.

In den meisten Fällen muss man Salat nämlich waschen, was ja an sich auch nicht so schlimm wäre. Was mich nur nervt: Danach hat man einen Haufen klitschnasser Salatblätter. Die muss man irgendwie trocken bekommen. Mit einer Salatschleuder geht das vielleicht auch ganz gut, aber danach ist trotzdem irgendwie alles noch nicht so wirklich trocken. Hach. Das sind Probleme!

Winterlicher Salat mit Chicorée und Rosenkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ein paar Ausnahmen gibt es natürlich. Nicht, was das Waschen angeht, aber das Trocknen. Chicorée-Blätter zum Beispiel – denn an so einem Chicorée-Strunk ist ja nicht so übermäßig viel dran. Zudem sind diese dicken Blätter auch schnell trocken getupft (mit einem Küchentuch zum Beispiel). Perfekt!

Chicorée gehört zu den Wintersalaten, die momentan Saison haben.  Bekannt ist er für seinen leicht bitteren Geschmack, doch die dafür verantwortlichen Bitterstoffe kurbeln den Stoffwechsel an. Ganz gut, oder? Außerdem fördern die Ballaststoffe dieses Gemüses die Verdauung – nicht zu vergessen die Vitamine, die Chicorée liefert. Ihr seht also, man kann durchaus auch im Winter Salat essen 🙂

Winterlicher Salat mit Chicorée und Rosenkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Winterlicher Salat mit Chicorée und Rosenkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Aufgrund der Bitterstoffe gibt es im Internet viele Rezepte mit Chicorée, in denen er gegart oder gebraten wird. Ich habe ihn roh zubereitet, dafür habe ich den begleitenden Rosenkohl in einer Pfanne kurz angebraten. Da diese beiden Komponenten recht herb sind, habe ich die übrigen Zutaten für den Salat entsprechend gewählt: fruchtig-knackige Granatapfelkerne, würziger Feta und ein Honig-Senf-Dressing steuern den Bitterstoffen entgegen und machen das Ganze ausgewogen und wirklich lecker.

Ursprünglich hatte ich den Rosenkohl im Ofen rösten wollen, da mir diese Zubereitungsart schon häufiger begegnet ist. Ausprobiert hatte ich es bislang noch nicht. Allerdings lief mir an dem Abend, an dem ich es testen wollte, die Zeit ein bisschen davon. Also entschloss ich mich kurzerhand dazu, den Rosenkohl in der Pfanne zu braten.

Winterlicher Salat mit Chicorée und Rosenkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Winterlicher Salat mit Chicorée und Rosenkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das Ergebnis hat mich sehr glücklich gemacht, denn der Rosenkohl bekam Farbe, Röstaromen –  behielt aber noch genausoviel Biss, wie ich es in meinem Salat gerne haben wollte. Ein Volltreffer! Da ich kein Vergleichsbeispiel habe, wie er im Ofen geworden wäre, kann ich nicht beurteilen, welche Methode besser schmeckt. Aber ich kann euch sagen, dass gebratener Rosenkohl definitiv sehr lecker ist!

Und weil die Kombination mit dem Chicorée so gut ist, verrate ich euch jetzt, wie ich den Salat gemacht habe und wie ihr ihn einfach nachmachen könnt:

Chicorée mit gebratenem Rosenkohl, Feta und Granatapfelkernen

Winterlicher Salat mit Chicorée und Rosenkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

(für 2 Portionen)

Zutaten

  • 500-600 g Rosenkohl
  • Granatapfel
  • 1 Päckchen Feta
  • 6 EL Olivenöl
  • 2 EL Weißweinessig
  • 1/2 – 1 TL Senf (ich habe Dijon-Senf verwendet)
  • Honig nach Geschmack
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Blätter einzeln vom Chicorée abzupfen und abwaschen, trocken tupfen. Vom Rosenkohl die äußeren Blätter entfernen und halbieren. Den Granatapfel entkernen (HIER gibt es dazu einige gute Tipps). Den Feta in Würfel schneiden oder ganz rustikal einfach zerbröseln

2. Für den Rosenkohl etwas Öl in eine Pfanne geben und ihn darin ein paar Minuten unter Wenden braten – er sollte ein bisschen Farbe bekommen, aber natürlich nicht verbrennen. Bei Bedarf also die Hitze reduzieren!

3. Für das Dressing das Olivenöl mit dem Essig, dem Senf, Honig sowie Salz und Pfeffer gut verrühren – geht mit einem Schneebesen sehr gut, oder ihr gebt alles in ein Marmeladenglas und schüttelt es kräftig, bis sich alles miteinander verbunden hat. Abschmecken nicht vergessen 😉

4. Die Chicorée-Blätter auf einem Teller anrichten. Den Rosenkohl und den Feta darüber verteilen. Das Dressing darüber gießen und anschließend die Granatapfelkerne (Menge nach Wunsch und Geschmack!) und die Pinienkerne darüber streuen. Fertig!

Winterlicher Salat mit Chicorée und Rosenkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ihr seht, Salat kann auch im Winter farbenfroh, gesund und lecker sein. Ihr könnte die Mengen natürlich wie immer eurem Geschmack anpassen – oder andere fruchtige Komponenten hinzufügen. Wie ihr an der Überschrift erahnen könnt, wird es auch noch einen Beitrag „Winterlicher Salat II“ geben. In diesem Sinne: stay tuned 🙂

Habt es wundervoll,

Alena