Shakshuka und Buchtipp - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Shakshuka – und ein Buchtipp

Kennt ihr Shakshuka? Ich gebe zu, dass ich davon das erste Mal gehört habe, als Hans Neuner es bei “Kitchen Impossible” nachkochen musste. Aber seitdem war mir klar: Das will ich auch kochen!

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Guckt ihr auch so gerne “Kitchen Impossible” wie ich? Herr Wunderbrunnen und ich lieben diese Sendung. Tim Mälzer hat einfach so eine herrliche Art, ganz ganz großspurig zu verkünden, dass das ja alles Pippifax ist – nur um 20 Minuten später abgrundtief abgenervt zu sein und  alles hinschmeißen zu wollen. Hach! Von seinen Kontrahenten ganz zu schweigen, da haben wir schon ein Muster erkannt: Die Köche sind alle gleich. Alle wollen gewinnen, alle wollen die besten sein und alle sind unglaublich vorlaut am Anfang und glauben, alles besser zu können.

Gut, einige können es dann auch wirklich. Manchmal richtig gut 😉 (Manchmal eher weniger…) Trotzdem ist es lustig zu sehen, wie sie ihre Grenzen aufgezeigt bekommen – vom “kleinen” Fernsehkoch Tim Mälzer 😉 Und am besten ist es sowieso, wenn Mälzer gegen Tim Raue antritt.

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Nun gut – im letzten Jahr durfte in der zweiten Folge Hans Neuner ran und musste Shakshuka nachkochen. Dabei handelt es sich um ein Rezept aus der nordafrikanischen bzw. israelischen Küche. Tatsächlich wird es auch manchmal als israelisches Nationalgericht bezeichnet, deshalb erwähne ich es hier mal – ob das so stimmt, weiß ich allerdings nicht.

Kurz nachdem wir das Gericht als bei “Kitchen Impossible” entdeckt hatten, entdeckten wir noch etwas Tolles: das Kochbuch mit dem simplen Titel “Jerusalem” von Yotam Ottolenghi und Sami Tamini. Herr Wunderbrunnen bekam es im letzten Jahr zu Weihnachten geschenkt und natürlich mussten wir erstmal die Shakshuka testen. Was kann ich sagen – für sehr gut befunden! Natürlich habe ich euch das Rezept in etwas abgewandelter Form mitgebracht. Selbst bei so tollen Kochbüchern muss einfach die individuelle Note mit rein 😉

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Zuerst erzähle ich euch aber noch ein bisschen was zu dem Kochbuch. Wer ungeduldig ist, kann ja schonmal zum Shakshuka-Rezept vorspulen 😉 Das Buch sieht schon von außen sehr stylish aus und überzeugt auch im Innern. Es gibt viele Bilder – fast jedes Rezept ist zu sehen. Eigentlich finde ich ja, dass in einem Kochbuch ein Bild von jedem Rezept enthalten sein sollte, aber bei diesem verzeihe ich den sehr sehr geringen Prozentsatz an unbebilderten Gerichten.

In der Einleitung wird die Motivation der Autoren beschrieben und was sie mit Jerusalem verbinden. Auch die Küche Jerusalems thematisieren sie – und dass es eine solche typische eigentlich gar nicht gibt. Im Buch sollen trotzdem Gemeinsamkeiten gezeigt werden, ebenso wie Klassiker und Neu-Interpretationen. Danach gliedert sich das Buch in die einzelnen Kapitel wie Suppen, Hülsenfrüchte, Gefülltes – um nur ein paar zu nennen.

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Die Kapitel werden durch kleine Warenkunden aufgelockert, in denen bestimmte Produkte vorgestellt werden. Außerdem gibt es zu manchen Gerichten oder Produkten kleine Anekdoten aus den Leben der Autoren. Das letzte Kapitel “Kleine Extras” stellt kleine Beilagen wie Gurkenjoghurt, Tahini-Soße oder verschiedene Gewürzmischungen vor und wie man sie selber zubereiten kann. Was praktisch ist, wenn man gerade kein Harissa im Hause hat 😉

Wir sind von dem Buch sehr begeistert – meine Eltern übrigens auch, die zu Mama Wunderbrunnens Geburtstag im letzten Jahr einen kleinen israelischen Abend mit lauter Leckereien aus eben diesem Buch gemacht haben.

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Das Rezept für Shakshuka ist meiner Meinung nach absolut perfekt. Woraus besteht es? Im Prinzip ist es eine etwas dickflüssige Soße aus Tomaten, Zwiebeln, Paprika und Harissa. Darin werden dann Eier pochiert und das ist das meiner Meinung nach Großartige an dem Gericht: Das Eiweiß muss stocken, aber das Eigelb darf noch weich sein. Genauso mag ich es gerne – ich finde nichts schlimmer als halbrohes Eiweiß! Das Eiweiß wird in Schlangenlinien mit der Tomatensoße verrührt, am besten geht das mit dem Stiel eines Holzlöffels. Sieht das nicht so schön aus?

Zudem ist das Gericht vegetarisch und macht eigentlich auch so schon satt, schmeckt aber natürlich auch super, wenn man die Soße mit Fladenbrot aufstippen kann. Einfach zu gut! (Das Fladenbrot auf den Bildern ist übrigens gekauft. Sorry ;))

Aber nun genug geschwatzt, jetzt gibt es das Rezept für euch:

Shakshuka

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Zutaten

  • Olivenöl
  • 2 rote Paprika
  • 1,5 TL gemahlene Koriandersamen
  • 1,5 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • eine kleine rote Zwiebel (eine weiße ginge auch)
  • 2 Knoblauchzehen
  • eine kleine Chili-Schote
  • etwas Zitronensaft
  • 1,5 EL Tomatenmark
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • Eier nach Belieben (wir nehmen immer 2-3 pro Person)
  • Salz und Pfeffer
  • Joghurt
  • nach Wunsch: Petersilie und Fladenbrot

Zubereitung

1. Die beiden Paprika entkernen, waschen und in feine Würfel schneiden. Wer Zeit hat: Die Paprika erst im Ofen rösten. Wie das geht, habe ich euch in diesem Rezept verraten. Die Zwiebel ebenfalls schälen und fein würfeln, ebenso die Knoblauchzehen. Auch die Chilischote entkernen und fein hacken (nach Geschmack könnt ihr auch noch eine zweite nehmen). Um eine Harissa-ähnliche Basis zu bekommen, gebt ihr diese Zutaten mit dem Tomatenmark und mit etwas Olivenöl in eine Pfanne und bratet sie bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten. Mit etwas Zitronensaft und Salz würzen.

2. Nun gehts einfach: Die Tomaten zu den übrigen Zutaten hinzugeben, alles verrühren und 10 Minuten köcheln lassen. Mit Koriander, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und eventuell noch etwas Chili würzen und abschmecken. Nun drückt ihr mit einem Löffel so viele Vertiefungen in die Soße, wie ihr Eier habt und lasst diese anschließend vorsichtig hineingleiten. Mit dem Stiel eines Holzlöffels verrührt ihr das Eiweiß in Schlangenlinien, damit es sich mit der Soße verbindet.

3. Nun wartet ihr, bis das Eiweiß gestockt ist und die Eigelbe die Konsistenz haben, die ihr mögt. Am besten schmeckt es, wenn es noch leicht flüssig ist 😉 Wer mag, kann noch etwas Petersilie darüber streuen. Dazu könnt ihr Fladenbrot oder Couscous servieren, aber ein Muss ist Joghurt: Entweder mit 3,5% Fett oder griechischen Joghurt. Das kühle Milchprodukt passt hervorragend zu der würzig-pikanten Shakshuka! (In Jerusalem wird Labneh dazu gereicht, aber den bekommt man nicht überall.)

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Hach, ich kriege beim Tippen dieser Zeilen schon wieder Hunger. Was meint ihr – sieht das gut aus? Habt ihr schonmal Shakshuka gegessen?

Habt es wundervoll,

Alena

2 thoughts on “Shakshuka – und ein Buchtipp

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