Käsespätzle - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Soulfood: Käsespätzle mit selbstgemachten Röstzwiebeln

Eigentlich passen Käsespätzle gar nicht so richtig gut in den Frühling. Dieses Rezept steht nun allerdings schon eine Weile in meinem Plan und da es im Moment auch noch nicht soo doll frühlingshaft ist, wird’s heute nochmal deftig.

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Wer auf geschmolzenen Käse steht, der kommt bei Käsespätzle natürlich voll auf seine Kosten. Ich weiß gar nicht, ob ich meine Käseliebe mit euch schon ausreichend geteilt habe – möglich ist es. Fakt ist allerdings, dass bei sämtlichen Nudel-Rezepten auf diesem Blog eines nicht mit abgebildet ist: wie viel Käse wir tatsächlich noch drüber streuen.

Bei uns kann man nämlich meistens nicht mehr sehen, welches Nudel-Gericht unter dem Käse zu sehen ist. Es gehört einfach eine ordentliche geriebener Käse obendrauf. Meistens Gouda oder Emmentaler – kommt ein bisschen auf die Soße an. Ich persönlich esse auch gerne Parmesan, aber mit Herrn Wunderbrunnen zusammen sind es fast immer die anderen beiden Käsesorten.

Käsespätzle - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Auf die Käsespätzle kommt zum Beispiel kein Gouda. Wir nehmen immer Emmentaler und einen Bergkäse – je nachdem, was die Käsetheke unseres Vertrauens so im Angebot hat. Und das Beste an den Käsespätzle ist: Der Käse kommt nicht nur oben drauf, sondern wird abwechselnd mit den Spätzle geschichtet.

Wir mache die Spätzle immer mit so einem Spätzle-Hobel selber (wir haben diesen). Das geht immer nur schichtweise, denn wir hobeln immer eine Portion durch und lassen sie garen. Dann kommen die Spätzle in einer Auflaufform, eine Schicht Käse drüber, und im Ofen schmelzen lassen. In der Zwischenzeit gehts mit dem Rest weiter…

Käsespätzle - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Klingt das verlockend? Ist es auch! Und das Beste kommt am Schluss: Langsam gebratene Zwiebeln, die dadurch herrlich karamellisieren und eine tolle Farbe und einen noch viel besseren Geschmack bekommen. Weil das Ganze recht mächtig ist, essen wir meist einen bunten Salat dazu.

Und wie die Käsespätzle gemacht werden – das verrate ich euch jetzt 😉

Käsespätzle mit Röstzwiebeln

Käsespätzle - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Mehl
  • 2 Eier
  • 100 ml Wasser
  • Salz
  • Prise Muskat
  • 5 Zwiebeln
  • Butter
  • 100 g Emmentaler
  • 100 g Bergkäse

Käsespätzle - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zubereitung

1. Für den Spätzle-Teig das Mehl, die Eier, Muskat, Salz und das Wasser verrühren, bis ein dickflüssiger Teig entsteht. Beiseite stellen und etwas quellen lassen. Die Zwiebeln schälen, halbieren und in Ringe schneiden. Den Käse reiben und vermischen.

2. Den Backofen auf etwa 150 Grad vorheizen. In einem großen Topf Wasser erhitzen. Gleichzeitig in einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Sie sollten jetzt im Verlauf der weiteren Schritte auf mittlerer Temperatur bräunen und immer wieder gewendet werden – bis sie eine schöne karamellisierte Farbe haben und duften.

3. Eine Auflaufform in den Ofen hineinstellen. Nun den Spätzleteig portionsweise in das kochende Wasser reiben. Wenn die Spätzle gar sind, in die Auflaufform geben und mit einer Schicht Käse bestreuen. So verfahren, bis der Teig aufgebraucht ist. Die Zwiebeln sollten jetzt fertig sein – die kommen nun als Topping oben drauf. Für fünf Minuten im Ofen lassen, dann kann serviert werden – dazu passt ein bunter Salat. Guten Appetit!

Habt es wundervoll,

Alena

Chinakohl-Gemüse-Pfanne - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Chinakohl-Gemüse-Pfanne mit Hühnchen – Saisonal schmeckts besser!

Die letzten Wochen waren wir nun schon so vom frühlingshaften Wetter verwöhnt, dass man glatt vergessen könnte, dass eigentlich noch Winter ist. Aber es geht bergauf und anstatt eines “normalen” Kohlgerichts habe ich euch heute Chinakohl mitgebracht!

Chinakohl-Gemüse-Pfanne - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Im Winter gibts im Saisonkalender immer viel Kohl und auch in der Februar-Runde unseres Foodblogger Saisonkalenders “Saisonal schmeckts besser” war er wieder vertreten:

Heimischer Anbau: Brunnenkresse, Chicorée, Cime di Rapa, Feldsalat, Grünkohl, Lauch, Meerrettich, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Portulak, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Topinambur, Wirsing, Zuckerhut

Lagerware: Chinakohl, Karotten, Knollensellerie, Kürbis, Radicchio, Rote Bete, Rotkohl, Steckrüben, Weißkohl

Chinakohl-Gemüse-Pfanne - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Chinakohl-Gemüse-Pfanne - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ok, ich gebe zu – ich bin spät dran. Es ist schon März und ich habe gar nicht an der Runde teilnehmen können – aber weil ich den Großteil des Beitrags schon vorbereitet hatte, verlinke ich euch trotzdem die Rezepte in Form eines eBooks, das ihr ganz am Ende des Beitrags findet.

Ich hatte mich für den Februar für Chinakohl entschieden – einfach deshalb, weil ich ihn in meiner Biokiste geliefert bekam 😉 Das ist doch ein Zeichen, oder?

Chinakohl-Gemüse-Pfanne - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Also machte ich eine Gemüse-Pfanne mit Paprika, Möhren und Hühnchen, dazu Reis. Fast so etwas wie ein Essen aus meiner Kindheit, denn das gab es früher oft bei uns – Gemüse im Wok gegart. Am längsten dauert das Schnippeln, denn das Gemüse gart im Wok recht schnell. Und schmeckt so gut!

So wirds gemacht:

Chinakohl-Gemüse-Pfanne mit Hühnchen

Chinakohl-Gemüse-Pfanne - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • ein daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 Chinakohl
  • Hühnchenbrustfilet (1-2)
  • eine halbe rote und eine halbe gelbe Paprika
  • 2-3 Möhren
  • Frühlingszwiebeln
  • Reis nach Belieben
  • Kurkuma
  • Kreuzkümmel
  • gemahlener Koriander
  • Sojasoße
  • Sonneblumen- oder Rapsöl

Zubereitung

1. Zuerst wird geschnippelt: Vom Chinakohl entfernt ihr die äußeren Blätter, dann wird er halbiert. Nun entfernt ihr den Strunk, sofern er vorhanden ist. Dann werden die Hälften erneut geteilt, dann schneidet ihr den Kohl einfach etwa 1-2 cm dicke Streifen. Die Möhren schälen und in dünne Stifte schneiden. Die Paprika entkernen und waschen, dann ebenfalls in dünne Streifen schneiden 😉 Das Hühnchenbrustfilet putzen und – surprise! – auch in Streifen schneiden. Den Ingwer schälen und fein würfeln. Die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Reiswasser aufsetzen und während der nächsten Schritte den Reis kochen.

2. Einen bis zwei Esslöffel Öl in einen Wok geben, dann jeweils einen gehäuften Teelöffel Kurkuma, Kreuzkümmel und gemahlenen Koriander dazu. Alles kurz anrösten, dann den Ingwer dazugeben und ebenfalls kurz andünsten. Nun kommen die Möhren- und Paprika-Stifte dazu. Für etwa 4 Minuten verrühren, dann in eine Schale geben und beiseite stellen. Nun ein wenig Öl angießen und das Hühnchen darin braten, bis es eine schöne Farbe hat, zwischendurch leicht salzen.

3. Nun gebt ihr das Gemüse zum Hühnchen und fügt auch den Chinakohl hinzu. Unter Rühren etwa 3 Minuten dünsten und zwischendurch etwas Sojasoße hinzugeben – etwa 1-2 EL, oder einfach nach Geschmack. Zum Schluss kommt der Reis dazu – fertig!

Wer noch weitere Ideen für saisonale Küche sucht, der wird in diesem eBook fündig, das Nadine für unser Blogger-Event im Februar erstellt hat. Einfach aufs Bild klicken, schon seid ihr da 🙂

Habt es wundervoll,

eure Alena

Lachs, roter Mangold und Pastinakenstampf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wir haben angegrillt: Lachs, roten Mangold und Pastinakenstampf

Es war Ende Januar, als Herr Wunderbrunnen und ich einen unglaublich schönen roten Mangold in unserer Biokiste hatten. Der Foodie in mir war sofort Hals über Kopf verliebt in diesen Traum von einem Gemüse: Die Blätter waren von einem dunklen, satten Grün, die Stiele und Verästelungen von dem schönsten Rot. Ein Stiel war sogar orangegelb – und mal ehrlich, Ende Januar, wenn sonst alles grau und braun ist, ist das eine Wohltat für die Seele.

Lachs, roter Mangold und Pastinakenstampf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich war sofort angefixt und wollte damit etwas richtig Tolles kochen. Zu Mangold passt Lachs gut, fand ich – und dann waren da noch die Pastinaken in der Kiste. Aus denen kann man doch einen tollen Pastinaken-Kartoffel-Stampf machen! Der Plan stand.

Herr Wunderbrunnen kam dann noch auf die großartige Idee, den Lachs zu grillen. Unser Gasgrill kam im letzten Jahr sehr viel und auch noch sehr lange zum Einsatz – bis in den Herbst, als die klassische Grillsaison eigentlich schon vorbei war. Mit einem Gasgrill kann man allerdings das ganze Jahr über grillen, finde ich. Im Dezember abgrillen und im Januar angrillen.

Lachs, roter Mangold und Pastinakenstampf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Lachs, roter Mangold und Pastinakenstampf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Genau so machten wir es: Ende Januar war der Moment gekommen, da wir die Grillsaison für das neue Jahr einläuteten. Ich marinierte ein großes Stück Lachs leicht asiatisch in Sojasoße und Ingwer und himmelte den roten Mangold an. Diese Farbe!

Das Wetter, muss ich kurz dazwischenwerfen, war leider überhaupt nicht nach Grillen: Es regnete. Aber das konnte uns natürlich nicht abhalten 😉 Oder vielmehr Herrn Wunderbrunnen, der tapfer den Elementen trotzte.

Lachs, roter Mangold und Pastinakenstampf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Während der Lachs auf der Hautseite auf dem Grill brutzelte, dünstete ich den roten Mangold an. Die Lachs-Marinade habe ich übrigens noch weiterverwertet: Ich gab sie in einen kleinen Topf, verlängerte sie mit etwas Wasser und ließ sie eine Weile köcheln. Dann gab ich ein paar Esslöffel voll zum Mangold – so bekam er etwas von dem asiatischen Kick mit. Ein Gedicht!

Insgesamt dauert die Zubereitung nicht lange – fürs Marinieren könnt ihr gerne etwas mehr Zeit einplanen, aber eigentlich würde sogar eine Stunde vorher reichen. Die Marinade wird ja noch weiter verwendet 😉 Der Pastinakenstampf geht relativ schnell und quasi nebenbei und der Mangold ist ebenfalls in Nullkommanix fertig gedünstet. Zusammenfassend also ein schnelles Essen, das großartig schmeckt und toll aussieht!

Und so wirds gemacht:

Gegrillter Lachs, dazu gibts roten Mangold und Pastinaken-Kartoffelstampf

Lachs, roter Mangold und Pastinakenstampf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

Für die Marinade:

  • 1 EL getrocknetes Zitronengras (oder frisches)
  • 30 g Ingwer
  • eine Zehe Koblauch
  • eine Limette
  • 50 ml Sojasoße
  • 1 EL Honig
  • eine Prise Chili

Für den Rest:

  • Lachsfilet mit Haut (für 2 Personen etwa 500-600 g)
  • einen Bund Mangold
  • 2-3 Pastinaken
  • 2-3 mittelgroße Kartoffeln
  • Olivenöl
  • 3-4 EL Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Wasser

Zubereitung

1. Für die Marinade den Ingwer und den Knoblauch schälen und fein hacken. Von der Limette die Schale abreiben und dann den Saft auspressen. Nun alle Zutaten miteinander vermengen und in eine flache Schale geben. Den Lachs mit der Haut nach oben in die Schale legen und die Ränder mit der Marinade einpinseln. Abgedeckt marinieren lassen.

2. Für den Pastinakenstampf die Pastinaken und die Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden (je kleiner die Stücke, desto schneller wird alles gar). In Salzwasser kochen, bis alles gar ist. Das Wasser abgießen und die Butter dazugeben. Mit einem Kartoffelstampfer zerstampfen. Eventuell nachsalzen. Ihr könnt das Wasser aufsetzen, bevor der Lachs auf den Grill kommt, aber der Stampf kann auch ein paar Minuten im Topf “warten”, wenn er fertig ist. Einfach den Deckel drauflegen und auf der ausgeschalteten Herdplatte lassen 😉

3. Für den Lachs erhitzt ihr den Gasgrill auf etwa 130 Grad. Mit der Hautseite nach unten drauf legen und den Grill schließen. Der Lachs braucht etwa 12-15 Minuten, je nach Dicke und eurem Geschmack. Die Marinade gebt ihr in einen kleinen Topf, gießt nochmal etwa so viel Wasser dazu und lasst es köcheln, bis alles andere fertig ist.

4. Für den Mangold schneidet ihr am Stiel etwa einen Zentimeter ab. Dann alles waschen und trockentupfen. Den Stiel schneidet ihr keilförmig aus dem Blatt heraus und schneidet ihn dann in etwa 1-2 cm dicke Scheiben. Die Blätter halbieren und in Streifen schneiden. Wenn der Lachs auf dem Grill ist und noch etwa 5 Minuten braucht, erhitzt ihr in einem Wok etwas Olivenöl und dünstet zuerst kurz die Stielscheiben an, zum Schluss kommen die Blätterstreifen dazu. Dann gebt ihr etwa 2-3 EL von der Marinadensoße dazu – probiert einfach, wie intensiv sie ist und wie viel ihr auf dem Mangold mögt!

Lachs, roter Mangold und Pastinakenstampf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wenn alles fertig ist, richtet ihr es auf einem Teller an und genießt 🙂

Wer von euch hat denn wohl schon angegrillt?

Habt es wundervoll,

Alena

Saisonal schmeckt’s besser: Grünkohl-Pesto im Januar

Auch 2019 führen wir natürlich unser Blogger-Event “Saisonal schmeckt’s besser” fort – in der Januar-Ausgabe gibt es bei mir Grünkohl-Pesto!

Grünkohl-Pesto für Saisonal schmeckt's besser - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zur Auswahl standen in diesem Monat wieder eine Menge Gemüse-Sorten. Klar ist der Winter klassischerweise von Kohlsorten dominiert, aber dank roter Bete, Pastinaken oder Lauch gibt es auch viel Abwechslung. Aus diesen Sorten konnten wir wählen:

Grünkohl | Knollensellerie | Meerrettich | Pastinaken | Petersilienwurzeln | Lauch | Rote Bete | Rosenkohl | Rotkohl | Schwarzwurzeln | Steckrüben | Topinambur | Weißkohl | Wirsing

Da ich manchmal noch unserem Pesto-Blogger-Event nachtrauere, muss ich ab und zu einfach ein Pesto-Rezept im Rahmen dieses Events posten 😉 Zu diesem Anlass habe ich mal die bisherigen Pesto-Rezepte auf diesem Blog gezählt: Es sind insgesamt sechs Stück! 

Grünkohl-Pesto für Saisonal schmeckt's besser - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Gut, das mag nicht nach einer unglaublich riesigen Zahl klingen, aber ich finde, dass das doch ganz beachtlich ist. Wen es interessiert, liste ich sie hier mal auf:

Nun habe ich für das heutige Grünkohl-Pesto mal wieder an frischen Grünkohl gewagt – ich kündigte es in diesem Beitrag bereits an. In meiner Biokiste gab es nämlich einen ganzen Beutel frischen Grünkohl, den ich für die Nudeln mit Grünkohl und Kürbis nicht aufbrauchen konnte – also verarbeitete ich das grüne Gemüse zu Pesto. Das geht schnell und lässt sich gut aufbewahren. Und, surprise surprise: sogar einfrieren!

Grünkohl-Pesto für Saisonal schmeckt's besser - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Grünkohl-Pesto für Saisonal schmeckt's besser - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich friere ja gerne alles ein, was nicht lange frisch bleibt und muss sagen, dass es kaum etwas gibt, das man nicht einfrieren kann. Das Pesto hat trotzdem nicht lange überlebt, denn es ist unglaublich lecker. Noch dazu schnell zubereitet – besser gehts ja nun wirklich nicht 😉

Wie ihr das Grünkohl-Pesto zubereitet, verrate ich euch jetzt. Nach dem Rezept findet ihr die Links zu meinen Kolleginnen und deren saisonalen Köstlichkeiten!

Grünkohl-Pesto

Grünkohl-Pesto für Saisonal schmeckt's besser - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 250 g frischen Grünkohl
  • 100 g gehackte Mandeln
  • 100 g Parmesan
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 200 ml Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie goldbraun sind und herrlich duften. Beiseite stellen. Den Grünkohl von den Stielen befreien, dann waschen und trockenschleudern. Die Knoblauchzehen fein hacken und den Parmesan reiben.

2. Den Grünkohl grob hacken. Alle Zutaten bis auf das Öl und die Mandeln in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer pürieren, das Öl dabei nach und nach zulaufen lassen – eventuell muss die Menge angepasst werden. Ich habe die Menge nicht ganz fein püriert, sondern etwas gröber gelassen und die Mandeln erst zum Schluss hinzugeben. Das gibt dem Pesto noch etwas Biss. Guten Appetit!

Hier die weiteren Rezepte von “Saisonal schmeckt’s besser” im Januar:

Grünkohl-Pesto für Saisonal schmeckt's besser - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Habt es wundervoll,

Alena

Schnee-Liebe und Weißkohlauflauf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schnee-Liebe und deftiges Soulfood mit Weißkohlauflauf

Letzte Woche erwachte ich und fand die Welt in Schnee und Frost gehüllt. Die Sonne ging an einem tiefblauen Himmel auf und malte in der Dämmerung die schönsten Farben ans eisklare Firmament. Ich konnte meinen Blick kaum abwenden und stellte mich mehrmals an die offene Balkontür, um die Aussicht zu fotografieren. 

Schnee-Liebe und Weißkohlauflauf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schnee-Liebe und Weißkohlauflauf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Meinen Weg in die Stadt trat ich etwas früher an als sonst – das gab mir Gelegenheit, eine Menge frostiger Impressionen einzufangen. Die Gedanken in meinem Kopf schwirrten, befeuert durch die klare, kalte Luft und das herrliche Licht. Ich konnte nur eins denken: Wie wunderschön kann der Winter sein!

Und wie wunderschön kann ein Ort sein, der im durchschnittlichen Alltagswetter sonst eher weniger auffällt: Der Norderstedter Rathausplatz hat unter einer leichten Schnee-Zucker-Kruste fast etwas Erhabenes und die Brunnenskulptur der Regentrude sieht fast magisch aus. Also – so kann der Winter gerne öfter sein 🙂

Schnee-Liebe und Weißkohlauflauf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schnee-Liebe und Weißkohlauflauf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schnee-Liebe und Weißkohlauflauf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schnee-Liebe und Weißkohlauflauf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Auch in Hamburg, das ja von Natur aus schön ist, hatte der Winter ganze Arbeit geleistet. Über dem Hafen und der Speicherstadt lag ein zauberhaftes Licht und die Elbphilharmonie präsentierte sich aus jedem Winkel von ihrer besten Seite. Am besten gefällt mir allerdings der Blick über den Nikolaifleet inklusive Spiegelung…

Schnee-Liebe und Weißkohlauflauf - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wie ich nun allerdings von diesem Lobgesang auf die schönen Seiten des Winters die Kurve zu Weißkohlauflauf bekomme, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Vielleicht so: Nach einem Winterspaziergang in eisiger Kälte kommt ein deftiger, wärmender Weißkohlauflauf richtig gut! Na – was meint ihr?

Ok, ich sehe schon… das mit den Übergängen üben wir nochmal. Aber ich wollte euch die Impressionen nicht vorenthalten und vom Weißkohlauflauf… tja sagen wir mal so: Es ist kein Gericht, das besonders fotogen ist. Soll heißen: Es sieht in der Form am schönsten aus. Also gibt es nur Fotos aus der Form. Schmecken tut er trotzdem unglaublich gut, lässt sich hervorragend vorbereiten und auch einfrieren. Womit ich fast wieder die Kurve zur Kälte bekommen hätte. Aber bleiben wir beim Auflauf – so wird er gemacht:

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Weißkohlauflauf mit Hack und Feta

Zutaten

  • ein kleiner Weißkohl (oder ein halber großer)
  • eine Zwiebel
  • 250 g Rinderhack
  • 4-5 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 EL Butter
  • 2-3 EL Mehl
  • Milch 
  • 150-200 g Feta
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Kreuzkümmel und Paprika
  • Öl zum Braten

Zubereitung

1. Die Kartoffeln als Pellkartoffeln garen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen, dann das Hack dazugeben und krümelig braten, bis es eine schöne Farbe hat. Salzen und pfeffern.

2. In der Zwischenzeit den Kohl von den äußeren Blättern befreien. Halbieren und vierteln, dann den Strunk entfernen. Die Viertel erneut teilen und in 1-2 cm dicke Stücke schneiden. Zum Hack geben und 10 Minuten mitbraten, dabei immer wieder Rühren. Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Paprika abschmecken. 

3. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kartoffeln pellen und zerdrücken. Auf dem Boden einer Auflaufform verteilen, dann die Hack-Kohl-Masse darüber geben. Die Butter in einem Topf auf mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl hinzugeben und rühren, bis eine Paste entsteht. Dann die Milch angießen und die Temperatur erhöhen. Rühren, damit sich die Klumpen auflösen. Es sollte eine cremige Soße entstehen – eventuell etwas Milch nachgießen. Salzen, pfeffern und Muskat abschmecken. Die Soße auf dem Auflauf verteilen und den Feta darüber zerbröseln. Im Ofen für 25 Minuten backen (oder bis der Auflauf eine goldbraune Farbe hat). 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und warme Gedanken – und leckeres Soulfood 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Nudeln mit Grünkohl und Kürbis - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Nudeln mit Grünkohl und Kürbis

Es wird Zeit für ein neues Rezept – den Anfang in diesem Jahr machen köstliche Nudeln mit Grünkohl und Kürbis!

Nudeln mit Grünkohl und Kürbis - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Nudeln mit Grünkohl und Kürbis - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das Rezept dazu habe ich mir nicht selber ausgedacht, sondern mich von Edeka inspirieren lassen und dann, as usual, abgewandelt. Eigentlich hätte ich mich an dieses Rezept niemals herangetraut. Warum? Weil ich lange Zeit so etwas wie “Furcht” vor frischem Grünkohl hatte. Klingt komisch, denn ich bin mit jährlichen Grünkohl-Essen bei meiner Oma aufgewachsen!

Mittlerweile koche ich auch selber Grünkohl nach Omas Art. Das ist gar nicht so schwierig – nur etwas zeitintensiv. Dafür verwende ich immer den tiefgefrorenen Kohl. Oma nahm eine ganze Zeit lang frischen Grünkohl. Genau: Der, der so aussieht wie Palmenblätter 😉

Nudeln mit Grünkohl und Kürbis - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Nudeln mit Grünkohl und Kürbis - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Diese Blätter haben nur einen entscheidenden Nachteil: Sie sind durch die vielen Falten und Verästelungen häufig extrem sandig. Deshalb muss man sie unglaublich lange und oft sogar mehrmals hintereinander waschen. Und wenn man für fünf oder sechs Leute Grünkohl kocht, kommt da schon was zusammen!

Als ich also vor ein paar Wochen einen Beutel Grünkohl in der Biokiste hatte, musste ich kurz schlucken. Stand mir jetzt auch so ein Wasch-Marathon bevor? Erleichterung machte sich schnell breit: Der Kohl war zumindest schonmal grob auseinander gezupft und so sauber, dass ich im Nachhinein nicht sicher bin, ob er vielleicht sogar schon gewaschen war. Umsonst Panik gehabt 😉

Er ließ sich dann auch sehr gut verarbeiten – die Biokiste hat mir also meine Angst vor frischem Grünkohl genommen. Passend dazu gab es in derselben Kiste auch einen Kürbis, den ich ebenfalls für das Rezept verwertete. Der Kohl im Beutel war etwas viel für in Rezept, also verarbeitete ich ihn kurzerhand noch zu Pesto. Das Rezept gibts bald hier 😉

Und nun gibts hier das Rezept für

Nudeln mit Grünkohl und Kürbis

Nudeln mit Grünkohl und Kürbis - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • ein kleiner Hokkaido-Kürbis
  • 250 g frischer Grünkohl
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 200 g Bandnudeln
  • eine rote Zwiebel
  • eine Knoblauchzehe
  • ein daumengroßes Stück Ingwer
  • ein Becher Sahne (oder 250 ml Mandelmilch)
  • Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß und scharf

Zubereitung

1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Kürbis waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Diese nebeneinander auf ein Backblech legen. Mit Olivenöl beträufeln, mit Salz, Pfeffer und mildem Paprikapulver würzen und eventuell mit einem Pinsel verstreichen, damit sich die Gewürze besser verteilen. Im Ofen etwa 15-20 Minuten backen – je nach Dicke der Spalten. Abkühlen lassen und dann ein paar Spalten zur Deko beiseite stellen.

2. Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Den Grünkohl von Stielen befreien, waschen und in einer Salatschleuder trocknen. Dann grob hacken. Die Zwiebel schälen und fein würfeln, ebenso die Knoblauchzehe. In etwas Olivenöl in einer Pfanne anschwitzen. Den Grünkohl dazugeben und ein paar Minuten dünsten lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und die Mandeln hinzugeben.

3. Den Ingwer schälen und reiben. Gemeinsam mit den gegarten Kürbisspalten in einen Food Processor geben und pürieren. Dann die Masse in einen kleinen Topf geben und mit der Sahne erwärmen. Mit Salz, Pfeffer und etwas scharfem Paprika-Gewürz abschmecken. In der Zwischenzeit die Nudeln garen. Wenn diese fertig sind, mit der Kürbissoße und dem Grünkohl vermengen. Auf einem Teller mit den Spalten anrichten. Schmecken lassen 🙂

Nudeln mit Grünkohl und Kürbis - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Habt ihr auch ein Gemüse, an das ihr euch nicht herantraut?

Habt es wundervoll,

Alena

Bandnudeln mit Schwarzkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schnelle Feierabendküche: Bandnudeln mit Schwarzkohl

Heute gibts Schwarzkohl – habt ihr damit schon einmal gekocht? Falls nicht, kann ich es euch nur wärmstens empfehlen: Schwarzkohl ist unglaublich lecker und ganz einfach zuzubereiten!

Bandnudeln mit Schwarzkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wobei ich zugeben muss: Ich hätte ihn mir wohl auch nicht freiwillig gekauft. Was aber vor allem daran liegt, dass ich im Supermarkt noch nie Schwarzkohl gesehen habe – den findet man meistens eher auf dem Wochenmarkt. Zu mir ins Haus kam er in der Biokiste, die wir in diesem Jahr für uns entdeckt haben.

Ich hatte euch bereits in dem Kürbis-Linsen-Curry-Beitrag von der Biokiste erzählt und bin nach wie vor begeistert! Klar, in der regionalen Version gibts im Winter viel Kohl, aber dafür haben wir nun auch Schwarzkohl bekommen und das ist wirklich toll. Ich finde, man setzt sich sonst eher nicht so häufig mit regionalen Lebensmitteln auseinander – da ist so eine Kiste schon eine tolle Lösung 🙂

Bandnudeln mit Schwarzkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Schwarzkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schwarzkohl ist nicht unbedingt der schönste Name, aber er schmeckt unglaublich lecker! Die Bezeichnung rührt von den manchmal sehr dunkel gefärbten Blättern – dunkelgrün bis schwarzgrün können sie sein, ähnlich wie beim Wirsing. Schwarzkohl wird auch Palmkohl oder Toskanischer Kohl genannt.

Laut Wikipedia gilt er als Ursprung vieler anderer Kohlarten wie Kopfkohl, Rosenkohl oder Grünkohl. Außerdem gibt es die Sorte schon sehr lange – er wurde bereits zur Zeit der Römer angebaut und verwendet. Ich finde, er schmeckt ein bisschen wie eine Mischung aus Spinat und Grünkohl. Lecker!

Bandnudeln mit Schwarzkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Schwarzkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Für das heutige Gericht habe ich den Schwarzkohl gedünstet und eine kleine Soße gemacht – dazu Bandnudeln, fertig! Es eignet sich also wunderbar für den Feierabend, denn es ist schnell zubereitet und schmeckt großartig.

Achtet beim Putzen vom Schwarzkohl darauf, dass ihr den Stiel entfernt – die holzigen Triebe der Pflanze wurden früher nämlich zur Herstellung von Spazierstöcken verwendet und so mancher Stiel mutet noch sehr fest an 😉

Hier nun aber das Rezept für das schnelle Nudelglück:

Bandnudeln mit Schwarzkohl

Bandnudeln mit Schwarzkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • Schwarzkohl
  • eine mittelgroße Zwiebel
  • eine Zehe Knoblauch
  • 100 ml Sahne
  • Abrieb einer halben Bio-Zitrone
  • eine gute Handvoll Parmesan
  • gehackte Mandeln
  • Bandnudeln
  • Öl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Den Schwarzkohl waschen, vom Stiel befreien und in Streifen schneiden. Die Zwiebel und  den Knoblauch schälen und fein würfeln. Eine unbehandelte Zitrone waschen und die Hälfte der Schale abreiben. Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten.

2. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebel mit dem Schwarzkohl andünsten. Später erst den Knoblauch dazugeben. Salzen und pfeffern. In der Zwischenzeit die Nudeln aufsetzen. Die Sahne zum Kohl geben und leicht köcheln lassen. Wenn die Nudeln fast fertig sind, den Parmesan und die Zitronenschale hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Mandeln darüber streuen und zusammen mit den Nudeln servieren. Guten Appetit!

Habt es wundervoll,

Alena

Vanillekipferl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zeit für Lieblingsplätzchen: Vanillekipferl

Wart ihr schon fleißig und habt Plätzchen gebacken? Wenn nicht, habe ich heute ein großartiges Rezept für euch – Vanillekipferl, die zufällig auch meine Lieblingsplätzchen sind 🙂

Vanillekipferl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Weihnachten rückt immer näher und die Adventszeit vergeht, wie in jedem Jahr, viel zu schnell. Geht euch das auch so? Gefühlt müsste man eigentlich schon im November anfangen zu backen, damit man in der Vorweihnachtszeit Plätzchen zum Kaffee und Tee hat. Aber wie in jedem Jahr habe ich auch in diesem November wenig Zeit gefunden und das Plätzchenbacken nun wieder in den Dezember geschoben.

Als ich noch bei meinen Eltern wohnte, haben wir immer zusammen gebacken – das gehörte einfach dazu. Zu Studiumszeiten habe ich entweder mit meinen WGs gebacken, oder alleine – manchmal auch, wenn ich auf Heimatbesuch war. Für mich gehört Plätzchen backen einfach zur Vorweihnachtszeit dazu 🙂

Vanillekipferl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Vanillekipferl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Meine Lieblingssorte, die niemals fehlen darf, ist der Vanillekipferl. Ich liebe die herrlich mürbe Konsistenz und den vanilligen Geschmack und Duft – zu gut! Im Formen bin ich nicht so besonders gut, aber es macht mir trotzdem jedes Jahr wieder unendlich viel Spaß.

Von meinem ursprünglichen Rezept mache ich mittlerweile nur noch die Hälfte, weil die Plätzchen sonst niemals leer werden würden. Allerdings wohnen wir in diesem Jahr nun wieder dichter bei meinen Eltern und ich glaube, ich muss die Anzahl der Plätzchen-Esser wohl wieder anpassen 😉

Vanillekipferl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Vanillekipferl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ist aber auch kein Problem, denn Vanillekipferl kann man auch problemlos ein zweites Mal backen. Ich habe ja früher immer geglaubt, man müsse Plätzchen noch “ziehen” lassen. Keine Ahnung, ob das stimmt, aber ich finde, man kann Plätzchen auch wunderbar “frisch” essen! Keine unnötige Quälerei also 😉

Für die Vanillekipferl habe ich in diesem Jahr den Teig übrigens schon einen Tag vorher zubereitet. Laut Rezept muss er 12 Stunden kaltgestellt werden – also habe ich ihn am Sonntag fertig gemacht und Montagabend die Kipferl gebacken. Durch diese Vorbereitungszeit hatte ich das Gefühl, dass Plätzchenbacken gar nicht so viel Aufwand macht, wie man immer denkt. Probiert es mal aus!

Und wie ihr die Vanillekipferl macht, verrate ich euch jetzt:

Vanillekipferl

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Zutaten

  • 210 g kalte Butter
  • 2 Vanilleschoten
  • 280 g Mehl
  • 100 g geschälte gemahlene Mandeln
  • 70 g Zucker
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

1. Das Mehl mit den Mandeln und dem Zucker vermischen. Die Vanilleschoten längs halbieren und das Mark auskratzen. Zur Mehlmischung geben. Die Butter in Flocken schneiden und dazugeben, dann rasch zu einem Teig verkneten (geht am besten per Hand, wie ich finde). Den Teig zu mehreren Rollen mit 3 cm Durchmesser formen. Diese in Frischhaltefolie wickeln und kalt stellen – am besten 12 Stunden oder über Nacht.

2. Den Backofen auf 160 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen. Die Rollen in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und aus diesen Kipferl formen. Die Kipferl brauchen im Ofen etwa 12-15 Minuten, das kommt auf euren Ofen an. Sie sollten nicht braun werden! Wenn die Kipferl fertig sind, noch warm  dick mit Puderzucker bestäuben. Fertig 🙂

Vanillekipferl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Habt ihr eine Lieblings-Plätzchensorte? Wenn ja, erzählt es mir in den Kommentaren!

Habt es wundervoll,

Alena

Käseliebe - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Große Käseliebe: Fourme d’Ambert mit Rosenkohl [Werbung]

Winterzeit ist auch gleichzeitig Zeit für Soulfood – und was könnte besseres Soulfood sein als Nudeln mit Käse? Die ganz große Käseliebe habe ich ganz aktuell wieder: Sein Name ist Fourme d’Ambert.

Käseliebe - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Der aufmerksame Leser wird sich erinnern: Bereits im vergangenen Jahr habe ich für diesen Traum von einem Käse Werbung gemacht (den Link dazu findet ihr hier). Umso erfreuter war ich, als in diesem Jahr erneut eine Anfrage kam. Ich muss gestehen: Zu Käse kann ich nie nein sagen. Vor allem nicht, wenn es ein so zartschmelzender, leckerer Käse ist! Es ist einfach die ganz große Käseliebe, ich kann es nicht anders beschreiben 😉

Aber was ist dieser Fourme d’Ambert denn eigentlich? Kurz gesagt: Es handelt sich um einen Blauschimmelkäse aus der Auvergne. Er trägt eine besondere Bezeichnung: AOP – “Appellation d’Origine Protégée”. Die dürfen nur Produkte tragen, die aus dem Ursprungsgebiet kommen und ausschließlich dort verarbeitet wurden.

Käseliebe - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Lang gesagt heißt das: Der Käse wird aus einer Milch hergestellt, die von Kühen stammt, die in ihrem Leben ausschließlich Gras aus dem geografischen Raum der Ursprungsbezeichnung zu sich nehmen. Ihr seht schon: Die Herstellung ist sehr streng kontrolliert! Zum Beispiel müssen die Kühe mindestens 150 Tage im Jahr auf der Weide verbracht haben. Wenn es glückliche Kühe gibt, dann müssen es wohl diese sein 😉 Und Ehrensache, dass der Käse aus diesem Grund besonders lecker und gut ist!

Die Herstellung des Käses an sich ist mit viel Geduld verbunden: Insgesamt muss er  28 Tage reifen.  Während dieses Prozesses muss der Käsebauer den Käse immer wieder mit einer Nadel durchstechen, damit sich die Blauschimmelkultur ansiedeln kann. Dadurch wird das Aroma des Fourme d’Ambert würzig und gleichzeitig mild – nicht so streng wie manch anderer Schimmelkäse. Hier zahlen sich Geduld, beste Zutaten und sorgfältige Zubereitung wirklich aus.

Sein Geschmack macht den Fourme d’Ambert auch zu einem echten Allrounder: Er passt sowohl in herzhafte Gerichte als auch zu süßen Komponenten wie beispielsweise Früchte. Besonders: Mama Wunderbrunnen hat ihn schon häufiger dazu verwendet, um Datteln zu füllen. Klingt auf den ersten Blick ungewöhnlich, ist aber unglaublich lecker. Die Süße der Datteln und der herzhafte, ebenfalls leicht süßliche Geschmack des Käses harmonieren so gut miteinander, das man eigentlich nie mehr etwas anderes zum Käse essen möchte 😉

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Da das aber allein als Rezept etwas zu simpel wäre, habe ich noch etwas gekocht – und zwar der Jahreszeit saisonal entsprechend mit Rosenkohl. Ich weiß, das viele Leute keinen Rosenkohl mögen, aber da gibt es einen Trick: Rosenkohl mit Käse zusammen funktioniert ganz ausgezeichnet und warum dann nicht gleich den besten Käse nehmen, den man sich vorstellen kann?

Als Kind habe ich Rosenkohl schon gerne gegessen, und besonders lecker fand ich ihn zu Käsefondue. Damit ist bewiesen: Rosenkohl und Käse zusammen ergibt ein absolutes Dream Team. Dazu noch ein paar Röhrennudeln und fertig ist Soulfood pur, das sich sogar hervorragend als Feierabendessen eignet, weil es ganz schnell gemacht ist.

Klingt gut? Dann verrate ich euch jetzt, wie ihr sie nachkochen könnt, die ganz große Käseliebe:

Tortiglioni mit Fourme d’Ambert und Rosenkohl

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Zutaten

  • 300 g Rosenkohl
  • 200 g Fourme d’Ambert
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Sahne
  • 200 g Tortiglioni

Zubereitung

1. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Den Rosenkohl ebenfalls putzen und halbieren – größere Rosen habe ich auch geviertelt. In einer Pfanne die Zwiebel anschwitzen, gegen Ende die Hälfte des Knoblauchs dazugeben. Den Käse etwas zerkleinern und dazugeben, ebenso die Sahne. Mit Salz und Pfeffer und etwas Muskatnuss abschmecken.

2.  Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln kochen. Währenddessen den Rosenkohl in Olivenöl anbraten. Wenn er schon etwas Farbe bekommen hat mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Knoblauch würzen. Dann in die Soße geben und mit den Nudeln vermengen. Fertig!

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Na, wie wäre es damit fürs Wochenende? Geht schnell und ihr habt noch genug Zeit, um zum Weihnachtsmarkt zu gehen – oder ihr esst die Nudeln zum Aufwärmen nach einer Runde auf dem Weihnachtsmarkt 🙂 Geht beides! Ich wünsche euch jedenfalls das tollste Wochenende.

Habt es wundervoll,

Alena

Vielen Dank an Fourme d’Ambert für das zur Verfügung gestellte Produkt! Mein Beitrag bleibt davon unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder.

Gulasch Soulfood - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Gulasch – Soulfood für kalte und warme Herbsttage

Heute starte ich mit einem Bekenntnis: Ich liebe Gulasch! Leider ist es wahrhaftig nicht das fotogenste Gericht aller Zeiten, deshalb gibt es heute eine reduzierte Anzahl an Fotos 😉

Gulasch Soulfood - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Gulasch ist für mich absolutes Soulfood. Da es hier im Moment für die Jahreszeit eher warm ist, kann ich euch das Gericht nun nicht als Soulfood für den Winter verkaufen. Der lässt scheinbar noch auf sich warten, wer weiß…

 

Aber: Gulasch schmeckt auch zu milderen Temperaturen. Finde ich zumindest. Denn es geht doch nichts über geschmortes Fleisch in einer dunklen, herzhaften Soße – dazu Kartoffeln und Nudeln und schon ist das Seelenfutter fertig! Ja, ihr habt richtig gelesen. Kartoffeln und Nudeln.

Gulasch Soulfood - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ihr fragt jetzt sicher entgeistert – beides?! Und ich sage: Ja, beides 😉 Schon früher stellte Mama Wunderbrunnen mir und Papa Wunderbrunnen die Frage nach Kartoffeln oder Nudeln. Und schon damals sagten wir beide immer: beides! Das hat auch einen ganz einfachen Grund: Gulasch schmeckt eigentlich am besten mit Nudeln. Aber es ist absolut unverzichtbar, am Ende die Soße, die man mit Nudeln nunmal nicht komplett aufnehmen kann, mit den Kartoffeln zu vermusen.

Und dafür braucht man beides. Anteilig esse ich wohl mehr Nudeln zum Gulasch, aber zumindest eine bis zwei Kartoffeln müssen sein. Das erklärt auch das Foto, auf dem ihr beide Sättigungsbeilagen sehen könnt 😉

 

Übrigens ist Gulasch für mich das ultimative Essen, das mich an meine liebe Freundin Rebecca vom Blog Kochküken erinnert. Auf ihrem Instagram-Account werdet ihr des öfteren über den Hashtag “wer geil kocht, hat geile Reste” stolpern – den ich schon häufiger im Zusammenhang mit Gulasch gesehen habe. Und was soll ich sagen – Gulasch ist einfach ein grandioses Reste-Essen.

Gulasch Soulfood - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Natürlich schmeckt es auch “frisch” geschmort, aber aufgewärmt ist es einfach eine Wucht. Nicht umsonst heißt es im Zusammenhang mit dem Aufleben verflossener Liebschaften: “Aufgewärmt schmeckt nur Gulasch”, hihi.

Ich finde auch, dass Gulasch herrlich unkompliziert ist. Fleisch anbraten und schön lange schmoren lassen – macht sich fast von selbst! Und meistens ist noch genug da, um es am nächsten Tag noch einmal zu essen oder einzufrieren. Falls man mal alleine ist oder es abends schnell gehen muss. Da fällt mir ein – eine Portion habe auch ich noch eingefroren…

Wie ihr den soulfoodigen Genuss nachmachen könnt, verrate ich euch jetzt:

Gulasch

Gulasch Soulfood - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 1 kg mageres Rindergulasch (gibts beim Fleischer eures Vertrauens, wenn ihr einen habt 😉 ich habe keinen, aber das gibts auch in jedem Supermarkt)
  • 4 mittelgroße Gemüsezwiebeln
  • 2 rote Paprika, eine gelbe
  • 2 EL Tomatenmark
  • Pfeffer, Salz, Paprikapulver
  • eine gerieben Kartoffel

Zubereitung

1. Die Zwiebeln schälen, halbieren und vierteln und dann in Stücke schneiden. Auch die Paprika putzen und in Streifen schneiden. In einem beschichteten Topf das Fleisch portionsweise anbraten – das mache ich immer, weil sonst zu viel Wasser austritt und das Fleisch keine Farbe bekommt. Es sollte eine schöne Farbe bekommen und darf gerne leicht am Boden ansetzen 😉 Salzen und pfeffern.

2. Dann das ganze Fleisch in den Topf geben, die Zwiebeln dazu und kurz anbraten, dann ebenso die Paprika dazugeben. Nochmal salzen und pfeffern, jetzt auch schon Paprikapulver dazugeben (ich nehme immer sowohl mildes als auch scharfes). Dann mit Wasser bedecken, Tomatenmark dazugeben und aufkochen lassen. Dann die Temperatur reduzieren, Deckel auf den Topf und für 1,5 Stunden schmoren lassen.

3. Wenn die Schmorzeit vorbei ist, abschmecken und eventuell nachwürzen. Wenn die Soße noch etwas dünn ist, gibt es einen guten Trick: Ich reibe immer eine Kartoffel und rühre sie unter. Nach einer Weile wirkt die Stärke und alles dickt etwas ein 🙂 Dann kocht ihr Nudeln oder Salz-Kartoffeln oder beides und los gehts! Guten Appetit 🙂

Und nun bin ich neugierig: Seid ihr Team Nudeln oder Kartoffeln zum Gulasch – oder sogar auch beides?

Habt es wundervoll,

Alena