Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Gemüse-Nudeln – und was das mit Tim Mälzer zu tun hat

Tja, was soll ich sagen – mein heutiges Rezept läuft bei uns zuhause immer unter der Bezeichnungen “Mälzer-Nudeln”. Deshalb muss ich sie leider auch hier so nennen 😉

Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich habe allerdings keine Ahnung, wie es zu diesem Namen kam. Natürlich liegt nahe, dass Tim Mälzer etwas zu tun hat. Aber wie oft habe ich Google nun schon befragt und nie kam eine Verbindung zwischen diesen Nudeln und Herrn Mälzer zustande. Ich nehme einfach mal stark an, dass er etwas Ähnliches mal irgendwann gekocht hat und eine Freundin von Mama Wunderbrunnen das gesehen und ihr erzählt hat… und sie hat es dann gekocht.

Nun ist dieses Rezept unglaublich lecker und unglaublich einfach und vermutlich in der Zwischenzeit auch tausendmal angepasst worden. Aufgrund dieser Faktoren hat es sehr schnell auch seinen Weg in die Küche von mir und Herrn Wunderbrunnen gefunden. Der Name ist geblieben. Und irgendwie fand ich die Geschichte nett – und immer fancy Namen ausdenken ist ja auch irgendwie doof 😉

Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tatsächlich haben wir für die meisten unserer Lieblings-Gerichte lustige Namen. Bei vielen weiß man gar nicht  mehr, wie er entstanden ist, manchmal ist es eine Verhohnepiepelung des Original-Namens, manchmal bezieht sich der Spitzname auf Geruch oder Konsistenz des Essens – und manchmal ist es einfach eine lustige Abkürzung, weil man nicht immer lange Namen wie “Schlemmerfiletpfanne Helgoland” sagen will.

Besagte Mälzer-Nudeln haben drei Gemüsesorten als Zutat, darunter auch Sellerie. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn ich nicht eine ausgesprochene Abneigung gegen dieses Gemüse hätte. Geht euch das auch so mit manchen Sachen? Brr. Meine Top 3 der Red-Flag-Foods sind Koriander, Kümmel und Kokos. In der Reihenfolge, the terrible K’s. Ok, auf Platz 1 steht unangefochten Tintenfisch, aber die drei K’s in einer Reihe lesen sich hübscher 😉

Auf jeden Fall kommt ziemlich dicht dahinter Sellerie. Ich glaube, meine Abneigung liegt darin begründet, dass ich einmal vor langer Zeit auf einer Party etwas Grünes von einer Rohkost-Platte  nahm und dachte, es wäre Gurke. Es war aber Staudensellerie und den mochte ich noch nie. Oh Graus…

Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Knollensellerie ist eigentlich auch nicht besser. Aber man braucht ihn eben leider manchmal – für Sachen wie Suppe, Bolognese und eben dieses Rezept. Ich habe aber eine Möglichkeit gefunden, wie ich ihn erträglich finde: In ganz feine Würfel geschnitten. Und dann natürlich auch nicht in Massen.

Ein weiterer Vorteil: Wir kaufen meistens einen halben Knollensellerie, zuhause wird er fein gewürfelt und dann eingefroren. So haben wir meistens etwas da, was durchaus praktisch sein kann. Wenn man nachts spontan Hunger kriegt… ok, Spaß 😉 Ihr könnt die Menge im Rezept natürlich nach Belieben anpassen!

Und nun habe ich genug über Dinge geredet, die ich nicht mag. Das hier mag ich auf jeden Fall sehr und hoffe, dass es euch ebenso geht:

Gemüse-“Mälzer”-Nudeln

(2 Personen)

Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Nudeln (wir nehmen am liebsten Vollkornnudeln dazu)
  • 2-3 Möhren
  • 1 Stange Porree
  • 4-5 EL Sellerie (gewürfelt)
  • 2-3 gute Handvoll geriebener Parmesan
  • 3/4 Becher Sahne
  • Salz, Pfeffer, granulierter Knoblauch
  • Öl zum Andünsten

Zubereitung

1. Die Möhren schälen, längs halbieren und vierteln, dann in Würfel schneiden. Den Porree schälen und waschen, dann ebenfalls längs halbieren und vierteln und in Würfel schneiden. Knollensellerie entweder eingefroren haben oder kaufen, schälen und fein würfeln. Parmesan reiben und beiseite stellen.

2. Die Nudeln aufsetzen. Gleichzeitig mit dem Gemüse loslegen: In einer Pfanne Öl erhitzen und darin zuerst die Möhren mit dem Sellerie andünsten (ca. 4-5 Minuten). Dann den Lauch dazugeben und etwa 1-2 Minuten mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen. Dann die Sahne angießen und köcheln lassen. Kurz bevor die Nudeln fertig sind, den Parmesan dazugeben und in die Soße schmelzen lassen. Alles nochmal abschmecken, dann mit den Nudeln vermengen und servieren. Guten Appetit!

Hach, sieht das gut aus. Dazu passt übrigens super geriebener Emmentaler! Ich bin ja auch eher so Team “Käse auf die Nudeln”, also… ja. Alles getestet für euch! Verratet ihr mir zum Abschluss noch, was ihr gar nicht gerne mögt? Das finde ich immer super spannend 😉

Habt es wundervoll,

Alena

Für den Spätsommer: Bulgur-Salat

Auch wenn sich der Sommer schon spürbar dem Ende zuneigt, darf es auf dem Teller gerne noch bunt bleiben. Quasi als Abschluss-Akkord gibt es deswegen heute einen Bulgur-Salat! (Und ein paar Blumen-Fotos vom August, denn es kann einfach nicht genug Blumen geben :))

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich hatte bis vor Kurzem ehrlich gesagt erst ein einziges Mal etwas mit Bulgur gemacht (und weiß schon gar nicht mehr, was). Mama Wunderbrunnen ist schon sehr lange großer Fan, aber bei mir war es dann doch eher Couscous, der auf den Teller kam.

Eigentlich sind die beiden Getreide-Produkte auch gar nicht sooo unterschiedlich. Beide bestehen aus Hartweizen und unterscheiden sich hauptsächlich in Bezug auf Farbe und Größe der einzelnen Körner. Couscous ist sehr viel feiner als Bulgur, weshalb ich nun auch letzteren als Basis für meinen Salat verwendet habe. (Da mag ich mehr Biss…)

Zum Geschmack kann ich nur sagen – ich finde beides lecker 😉 Bulgur hat vielleicht ein klein wenig mehr Biss, aber ich liebe Couscous auch sehr. Ich werde wohl in Zukunft noch ein bisschen mit beidem herumexperimentieren. Dann kann ich vielleicht ein genaueres Urteil abgeben.

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Auf jeden Fall kann man aus Bulgur ganz wunderbare Salate bauen. Das heutige Rezept entstand ein bisschen “aus der Not”, denn wir waren zum Ausstand-Grillen eines Kollegen von Herrn Wunderbrunnen eingeladen. Als die Frage, ob wir noch etwas mitbringen könnten, bejaht wurde, fing es in meinem Kopf an zu rattern.

Herr Wunderbrunnen hatte nämlich schon den Entschluss gefasst, das weltbeste Brot zu backen. Falls ihr das noch nicht kennt – ich hatte es in meinem Beitrag zum Bärlauch-Dip schon ganz dezent erwähnt, aber da es sich hier bei wirklich um das aller-aller-weltbeste Brot handelt, kann ich es nicht oft genug schreiben! Also, ihr findet das wirklich einfache Rezept auf dem Blog elbmadame (schon empfehlenswert an sich!) unter folgendem Link: Das weltbeste Brot.

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie
Und hat Herr Wunderbrunnen nicht einfach das schönste, fotogenste Brot gebacken?

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Aber zurück zur Geschichte mit der Grillparty! Einen Salat wollte ich gerne mitbringen, aber ein grüner Salat war mir zu schnöde und auf die Klassiker Kartoffel- oder Nudelsalat hatte ich irgendwie keine Lust. Außerdem hatte ich zu dem Zeitpunkt Hunger auf Brokkoli. Manchmal ist sowas ja die beste Inspiration! Also dachte ich an Brokkoli, an sommerliches Gemüse, an Feta – und dann fiel mir die Packung Bulgur ein, die ich erst neulich gekauft hatte.

Als mich dann noch irgendwo unterwegs Kichererbsen ansprangen (die ich auch sehr liebe), war mein Salat quasi fertig. Ihr könnt ihn beliebig abwandeln und anpassen, anderes Gemüse nehmen, Couscous oder auch Nudeln nehmen – hier ist wie immer erlaubt, was euch schmeckt!

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich stelle mir den Salat auch als Lunch im Büro perfekt vor. Nur ein Wort vielleicht zu den Mengen: Ich wusste nicht, für wieviele Personen ich den Salat mache und legte etwas “blind” los. Im Nachhinein stellte sich heraus: So circa zehn. Natürlich war meine Schüssel dafür etwas überdimensioniert, also halbiert die Menge ruhig oder plant den Salat einfach noch für einen zweiten Tag ein.

Der Salat ist recht schnell zubereitet, einzig die Zubereitungsschritte mit der gerösteten Paprika und dem Einweichen der getrockneten Kichererbsen dauern etwas. Ihr könnt die Paprika aber auch roh verwenden und Kichererbsen aus dem Glas nehmen. Bei der Variante überspringt ihr einfach die ersten zwei Schritte im Rezept 😉

Und so wird der Salat gemacht:

Bulgur-Salat

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Zutaten

  • 200 g Bulgur
  • ca. 250 ml Wasser
  • 100 g getrocknete Kichererbsen
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 250 g Tomaten
  • eine kleine Zucchini
  • 1 Brokkoli
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • eine rote Paprika
  • 200 g Feta (bzw. einfach eine ganze Packung)
  • 2 El Öl
  • 2 EL Essig
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Couscous-Gewürz

Zubereitung

1. Die Kichererbsen mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. Nehmt ruhig ordentlich Wasser, da sie ein bisschen quellen. Ihr könnt die Schale mit den Kichererbsen einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen.Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen und die Kichererbsen in einem Sieb gut abspülen. Dann in einen Kochtopf geben, mit Wasser bedecken und gar kochen. Bei mir dauert das immer so etwa 30 Minuten, das müsst ihr gucken – sie sind gar, wenn sie etwa die Konsistenz von gargekochten Kartoffeln haben. Abgießen und beiseite stellen (wenn ihr sie etwas würzt, sind sie auch ein leckerer Snack ;)).

2. Die Paprika waschen und das Kerngehäuse entfernen. Nun entweder halbieren oder vierteln und mit der Schale nach oben in eine Auflaufform legen. Den Ofen auf höchster Stufe vorheizen, am besten auf der Grillfunktion. Die Paprika auf der obersten Schiene einschieben und rösten – so ca. 10-15 Minuten. Sie sind fertig, wenn die Schale schwarz ist! Lasst die Paprika abkühlen und wenn man sie anfassen kann, pult ihr die Schale ab. Anschließend schneidet ihr alles in Streifen oder Stücke, wie ihr mögt.

3. Den Bulgur in eine Schüssel geben, mit etwas Salz bestreuen und das Wasser zum Kochen bringen. Über den Bulgur gießen – er quillt dann innerhalb der nächsten Minuten auf. Wenn die Masse zu trocken wird, einfach noch etwas Wasser hinzugeben (oder im umgekehrten Fall Bulgur ;)). Beiseite stellen.

4. Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten. Die Zucchini putzen, halbieren und in Scheiben schneiden. Den Brokkoli in feine Röschen schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne warm werden lassen und die Röschen darin ein paar Minuten anbraten, die Zucchinischeiben dazu geben und kurz mit anrösten. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Den Feta in Würfel schneiden oder einfach später ganz rustikal über den Salat krümeln.

5. In einem Schälchen das Öl, den Essig und den Zitronensaft zusammen mit etwas Salz und Pfeffer verrühren. Nun alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermengen, das Dressing dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, wenn ihr so etwas wie eine Couscous-Gewürzmischung im Haus habt, könnt ihr auch davon noch was reinmachen – ansonsten passen gut orientalische Gewürze wie Kurkuma, Cumin, gemahlener Koriander, etwas Zimt, Paprika, Ingwer und auch Kardamom dazu. Schmeckt es einfach ab, wie es euch gefällt 🙂

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und Kreativsein 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kürbiskernpesto mit Rucola [Das ultimative Pestoding]

Zack, schon wieder ist ein Monat rum und es geht in die nächste Runde vom ultimativen Pestoding! 😀 Heute habe ich euch ein Kürbiskernpesto mitgebracht.

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kurz noch für alle, die es noch nicht kennen: “Das ultimative Pestoding” ist eine Aktion von verschiedenen Bloggern. Einmal monatlich wird ein Rezept für ein Pesto oder ein Gericht gebloggt, in dem dieses Pesto enthalten ist. Daraus entsteht dann eine umfangreiche Sammlung an Rezepten – und Inspiration pur für euch!

Im letzten Monat gab es hier bei mir ein Pesto Trapanese – in dem Beitrag verlinkt findet ihr auch die Beiträge aller anderen Bloggerinnen. Es ist eine ganze Menge zusammengekommen, was mich ziemlich geflasht und beeindruckt hat. So viel Zeit hat man ja gar nicht, das alles selber auszuprobieren!

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Auch heute verlinke ich euch wieder alle Beiträge meiner Mitstreiterinnen. Aber erstmal erzähle ich euch etwas zu meinem heutigen Rezept.

Ich liebe zwar das klassische grüne Pesto mit Basilikum und werde davon sicher noch ein Rezept verbloggen, aber für heute darf es nochmal etwas anderes sein. Kürbiskernpesto wollte ich nämlich schon lange mal ausprobieren und so war diese Aktion der perfekte Anlass.

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Das Pesto ist sehr basic, ganz schlicht und ohne viel Schnickschnack. So wie ich es am liebsten mag 😉 Die Zubereitung macht aber sehr viel Spaß, denn die Kürbiskerne werden zuerst geröstet. Ich liebe das ja sehr – Kerne oder Nüsse rösten. Der Duft ist einfach so herrlich!

Eigentlich haben Pesti ja meistens als Basis irgendein Kraut oder Gemüse – hier sind es die Kerne. Ich habe trotzdem noch etwas Grünes dazugegeben: Rucola. Der passt mit seinem leicht nussigen Aroma sehr gut dazu. Dann noch etwas Parmesan und ein Klacks Kürbiskernöl (oder wie es in der Steiermark korrekt heißt: Kernöl) und das Pesto-Glück ist perfekt.

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Übrigens habe ich dieses Pesto, wie im letzten Beitrag angekündigt, nicht püriert, sondern gehackt. Mittlerweile ist bei uns ein Mörser eingezogen, da hatte ich das Pesto allerdings schon gemacht. Ich werde ihn also beim nächsten Pesto ausprobieren und euch berichten, wie es damit funktioniert!

Wenn man keinen Mörser besitzt, kann man es aber auch ganz toll einfach mit einem Messer hacken. Die Kürbiskerne habe ich in meinem Food Processor-Aufsatz für den Pürierstab etwas geschreddert. Den Rucola hab ich dann ganz old school selber gehackt – nicht besonders fein, aber auch nicht mehr wirklich grob. Vermengt mit den Kernen und dem Öl ergab es eine schöne Masse, die durchaus noch Struktur zeigt. Genauso, wie ich es im letzten Beitrag schon als ideal beschrieben habe!

Ansonsten ist das Pesto wieder mal perfekte Feierabendküche – schnell gemacht, perfekt zu Nudeln, aber sicher auch auf Brot oder in Nudel- oder Kartoffelsalat. Deshalb hier nun das Rezept für euch:

Kürbiskernpesto

(für ein Glas)

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Zutaten

  • 70 g Kürbiskerne
  • 90 g Sonnenblumenöl
  • 30 g Kürbiskernöl
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 2 Handvoll Rucola (etwa 40-50 g)

Zubereitung

1. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Eignet sich gut als Meditation – der Duft ist herrlich und das leise Knacken der Kerne so entspannend! Am besten daneben stehen bleiben und immer wieder durchschütteln und wenden, sie verbrennen sonst schnell.

2. Den Rucola waschen und trocken schleudern. Dann hacken – nicht zu fein, aber auch nicht mehr wirklich grob. Gemeinsam mit dem Öl und dem geriebenen Parmesan in eine Schüssel geben.

3. Die Kürbiskerne entweder hacken oder in einem Food Processor mit nur ein paar wenigen Stößen leicht schreddern. Zu den restlichen Zutaten und alles gut miteinander vermengen. Zu Spaghetti oder Nudeln nach Wahl servieren!

Ich freue mich schon auf das nächste Pestoding – solche Aktionen sind immer gut für die Kreativität 😉 Apropos: Hier sind noch die Beiträge meiner Mitstreiterinnen. Viel Spaß beim Stöbern!

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Habt es wundervoll,

Alena

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sommer in Quicheform: Tomatenquiche

Ich finde, es gibt nicht viele Lebensmittel, die so sommerlich sind wie Tomaten. Gut, Beeren und tropische Früchte sind zugegebenermaßen auch Sommer pur – aber Tomaten sind so wunderbar vielseitig, dass sie bei mir ziemlich weit oben auf der Sommer-Zutaten-Liste stehen. Und auch der Star meiner Tomatenquiche sind!

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Natürlich schmecken Tomaten in südlichen Landen wie Italien oder Spanien am allerbesten. Ganz simpel mit etwas gutem Olivenöl, vielleicht noch etwas grünen Kräutern wie Basilikum dazu… das ist der Sommer. Mich versetzt allein schon der Duft von Basilikum in Sommerstimmung pur.

Fairerweise muss man sagen, dass die Tomaten im Süden Europas meistens viel aromatischer sind als hier bei uns. Noch dazu bekommt man sie häufig geradezu hintergeschmissen – wohingegen die Tomaten in unseren Breiten weder nach besonders viel schmecken und noch dazu einladen, große Mengen zu kaufen.

Allerdings hat meine Familie nach eigenem Ausprobieren festgestellt: Man kann zwar sämtliche Zutaten des leckeren Urlaubs-Essens mit nach Hause nehmen, aber es wird niemals so schmecken wie im Urlaub. Das liegt einfach daran, dass zu Hause kein Urlaub ist und das Feeling nicht dasselbe ist.

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Dennoch finde ich, dass man auch zuhause kleine Pausen vom Alltag machen kann. Das geht beispielsweise mit einem Ausflug – sei es einer Wanderung, einer Fahrradtour oder einem Picknick. Letzteres kann man übrigens auch ganz hervorragend auf dem Balkon machen. Oder auf dem Sofa im Wohnzimmer, wenn der Sommer sich mal wieder von seiner herbstlichen Seite zeigt.

Besonders gut zu so einem Picknick passt meine Tomatenquiche. Eigentlich ist es gar nicht meine, denn das Rezept stammt von Mama Wunderbrunnen 😉 Die Quiche gibt es bei uns schon seit vielen Jahren immer wieder und ist quasi ein altbewährtes und erprobtes Rezept. Und da das ja bekanntlich die besten sind, habe ich es euch heute mitbringen dürfen.

Die Tomatenquiche hatten wir übrigens auf der Fahrradtour aus dem letzten Beitrag dabei. Ich hatte tatsächlich leckere und aromatische Tomaten gefunden und da wir die Fahrradtour schon etwas im Voraus geplant hatten, bot sie den perfekten Anlass.

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

So ganz fingerfood-tauglich war die Quiche zwar nicht, denn der Mürbeteig-Boden ist herrlich zart. Dadurch ist die Quiche nicht ganz formstabil, wenn man sie für ein Picknick einpacken will. Wir haben uns aber einfach zwei Kuchengabeln mitgenommen und direkt aus der Tupperdose gegessen. Da wir einen traumhaften Blick auf die Taunusausläufer und die Frankfurter Skyline hatten, war das völlig egal. Es gibt Momente, die müssen nicht Blog-tauglich perfekt durchgestylt sein, sondern einfach nur genossen werden :))

Zwei Tipps noch von Mama Wunderbrunnen, die so nicht im Rezept stehen: Wenn ihr den Quicheboden allerdings vorher blindbackt (wie das geht, habe ich euch hier erklärt), ist er sicher etwas fester und stabiler. Und 2-3 EL Stärke in der Käse-Eier-Mischung sorgen dafür, dass die Masse besser stockt – bei der Tomatenquiche geht es auch ohne, aber bei Füllungen wie Spinat oder Mangold kann das durchaus hilfreich sein!

Und damit ihr auch diese herrlich saftige und aromatische Quiche genießen könnt, höre ich jetzt auf zu schwärmen und lasse euch das Rezept da. Denkt dran – ihr könnt sie überall essen, Picknick draußen oder drinnen und sie macht sich auch auf jedem Buffet gut!

Tomatenquiche

(für eine 28 cm Tarteform)

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 120 g kalte Butter
  • 240 g Mehl
  • 2 EL kaltes Wasser
  • Salz
  • 500 g kleine Tomaten
  • 2 Handvoll Rucola (ca. 50-70 g bzw. einfach nach Geschmack!)
  • 250 g Frischkäse
  • 150 g Sahne
  • 2 Eier
  • 50 g Parmesan
  • ein paar Blätter Basilikum
  • 2 EL Pinienkerne

Zubereitung

(Backzeit: 45-50 Minuten + 10 Minuten Vorbackzeit)

1. Für den Teig die Butter klein schneiden und anschließend mit dem Mehl, Salz und Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig entweder eine Stunde kalt stellen oder direkt ausrollen, in eine Tarteform legen und diese dann kalt stellen (ich finde letzteres einfacher).

2. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie goldbraun sind. Nun die Tomaten waschen und in Viertel schneiden. Den Rucola waschen, trocken schleudern und anschließend hacken. Dasselbe mit dem Basilikum machen. Wenn der Ofen heiß ist, den Teig darin für 10 Minuten vorbacken. Herausholen und Tomaten und Rucola darauf verteilen.

3. Den Frischkäse mit dem Basilikum, der Sahne, den Eiern und dem Parmesan verrühren. Salzen und pfeffern, anschließend über den Tomaten und dem Rucola verteilen. Nun für 30 Minuten backen, dann die Pinienkerne darauf verteilen und weitere 15-20 Minuten backen. Fertig!

Tomatenquiche - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und hoffe, ihr macht euch den Sommer auch schön, wenn er sich eher nach Herbst anfühlt.

Habt es wundervoll,

Alena

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti nach Anna Jones (+ Buchtipp)

Ich muss heute wieder mit einem Geständnis beginnen: Ich habe manchmal ein Problem mit Rezepten. Was das mit den Avocado-Spaghetti von der wunderbaren Anna Jones zu tun hat? Nun.

Avocado-Pasta - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Die Sache mit den Rezepten verhält sich so. Für manche Sachen habe ich gerne Vorgaben. Wenn ich beispielsweise gemeinsam mit Herrn Wunderbrunnen in der Küche stehe und er mir sagt “Einfach einen Schluck Sojasoße da reinmachen”, dann muss ich kurz schlucken. Geht das ETWAS präziser? 😀

Gut, ich kenne das schon von meiner Mama und auch von meiner Oma. Irgendwie ist das so ein Ding von Leuten, die nicht nach Rezept kochen. Ein Schluck hiervon, einen Klacks davon – die Mengeneinheiten haben die dollsten Namen ;)) Für einen Blog ist es aber doch eher unpraktisch. Eine ungefähre Richtung würde ich euch ja schon gerne mitgeben. Ist es nun eher wie ein Schluck Wasser, wenn man gerade eine Wüstenwanderung hinter sich hat oder wie ein Schluck Olivenöl, das man bei einem Tasting probiert?

Aber nachdem ich mich viele Jahre immer streng an Rezepte gehalten hatte, brach irgendwann die Kreativität durch. Ich begann, Rezepte abzuändern und anzupassen. Dadurch entdeckte ich eine völlig neue Welt und auch die Liebe zum Kochen! Die wollte ich dann auf diesem Blog mit anderen teilen.

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Soviel dazu.

Mit der Kreativität einherging aber auch ein viel kritischer Blick auf Rezepte. Bei gewissen Mengen oder auch Verhältnissen schlage ich plötzlich die Hände über dem Kopf zusammen. Vor allem bei Kuchen geht es mir oft so – 300 g Zucker auf 300 g Mehl führen dazu, dass ich direkt das Rezept verwerfe oder so viel daran ändere, dass es mit dem Ursprung gar nichts mehr zu tun hat. Obwohl man ja gerade beim Backen unbedingt genau arbeiten sollte, hust hust.

Trotzdem bin ich nach wie vor ein großer Fan von Kochbüchern, denn sie sind eine so tolle Quelle der Inspiration! Und als bisher konsequente Verweigerin von E-Books liebe ich natürlich auch die Haptik. Es hat schon was, in einem dicken Kochbuch zu blättern… Ein Buch, das ich sehr gerne mag, möchte ich euch heute vorstellen!

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Es handelt sich dabei um A modern way to eat von Anna Jones – ihres Zeichens Köchin, Bloggerin, Foodstylistin und sehr talentierte Autorin eines wunderschönen Kochbuchs.  Anna Jones hat bei Jamie Oliver gelernt und an vielen seine Bücher mitgewirkt (und gestylt). 2015 erschienen ist das Buch jetzt keine Neuentdeckung, mittlerweile gibt es auch schon einen Nachfolger (“A modern way to cook”). Ich möchte euch das Buch trotzdem ans Herz legen.

Die Rezepte sind komplett vegetarisch und teilweise auch vegan – ich bin zwar weder das Eine noch das Andere, dennoch versuche ich, vegetarische Gerichte häufig in unseren Speiseplan einzubauen. Das Buch bietet deshalb quasi die perfekte Inspirationsquelle, denn von Frühstück über Gerichte für die hungrige Horde am Esstisch bis hin zu Kuchen und Desserts präsentiert Anna Jones für jede Tages- und auch Jahreszeit leckere und vor allem einfache Ideen, für die man nicht stundenlang am Herd stehen muss. Auch einfache “Bauanleitungen” für abwechslungsreiche Salate oder Pasta-Gerichte finden sich hier, was ich besonders liebevoll finde.

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und eine Kuriosität am Rande: Das Buch besteht aus biologisch abbaubarem Papier aus Apfelresten. Es ist das erste seiner Art und verbindet so auf ganz einzigartige Weise Inhalt (regional bzw. nachhaltiges Essen) und Form. Wer mehr dazu erfahren will, kann hier weiterlesen: “Das erste Buch aus Apfelpapier.”

Natürlich habe ich auch etwas nachgekocht und euch heute mitgebracht. Ich hatte vor einiger Zeit sturmfrei und wollte etwas, das schnell geht, aber lecker ist. Als ich das Rezept für die Spaghetti mit Avocado fand, war ich begeistert. Zitrone und Basilikum sind auch mit von der Partie – sommerlich, gleichzeitig schlonzig und frisch. Besser gehts nicht!

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Doch auch dieses Rezept hielt meinem Korrekturstift nicht stand. Anna Jones gibt nämlich 2 Avocados für 4 Portionen an. Liest sich auf den ersten Blick ganz gut, oder? Aber als ich die (für mich alleine berechnete) halbe gewürfelte Avocado in die Pfanne gleiten ließ, fing mein Magen lautstark an zu protestieren. “Waaas, wer soll denn davon satt werden?! Nur zu Nudeln? Waaaaa-” – Ich so: “Jaja, die andere halbe Avocado aufzuheben ist ja auch Quatsch. Kann da ja auch gleich mit rein.”

Also schnibbelte ich die restliche Hälfte der Avocado auch klein und gab ihn zu der traurigen rezeptkonformen Menge in die Pfanne. Wenn so ein (im Übrigen veganes!) Gericht schon nicht in dicker Sahnesoße schwimmt, dann kann man da auch ruhig ein bisschen generös sein mit den gesunden Fetten, oder?

Und ich verspreche euch: Ich habe keine Soße vermisst. Nichtmal ein bisschen. Gut, eine halbe Avocado wäre wirklich definitiv zu wenig gewesen. Aber so… war es genau perfekt! Cremig, zitronig, sommerlich… Im ursprünglichen Rezept waren noch Kapern angegeben, die habe ich weggelassen (weil nicht im Haus). Auch die Knoblauchzehe im Rezept für 4 Personen habe ich alleine gegessen. Aber ich schreibe euch einfach mal auf, wie ich es zubereitet habe ;))

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones)

(für 2 Personen)

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Spaghetti
  • 2 Avocados
  • 1 Knoblauchzehe
  • abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
  • 1-2 EL Saft der Zitrone
  • zwei gute Handvoll Basilikum (oder einen halben Topf)
  • 2-3 EL Petersilie (ich habe TK genommen)
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Nudeln in einem Topf nach Packungsanweisung bissfest garen. Die Knoblauchzehe fein hacken, ebenso wie die Kräuter. Die Avocado schälen, den Kern entfernen und in kleine Würfel schneiden. Wer gut ist, kann die Avocado auch in der Schale würfeln, also längs und quer bis zur Schale einschneiden. Aber aufpassen, wegen Avocado-Hand und so. Ich habe euch gewarnt ;))

2. Nun das Olivenöl in einer Pfanne leicht erhitzen und den Knoblauch darin kurz andünsten. Die Zitronenschale, etwas Saft und die Avocado hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz bevor die Spaghetti fertig sind, die Kräuter hinzugeben und verrühren. Die Spaghetti könnt ihr ruhig direkt aus dem Kochwasser in die Pfanne geben, dann nehmen sie noch etwas Flüssigkeit mit. Nun alles verrühren und bei Bedarf mit noch etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Avocado-Spaghetti (nach Anna Jones) - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich hoffe, euch macht das Rezept genausoviel Lust auf Sommer wie mir – es schmeckt auf jeden Fall danach :))

Habt es wundervoll,

Alena

Pesto Trapanese - Das ultimative Pestoding - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Pesto Trapanese – und das ultimative Pestoding!

Heute darf ich euch eine neue coole Aktion vorstellen – ok, so neu ist sie nicht, aber ICH bin neu dabei 😉 Es geht um “das ultimative Pestoding”!

Pesto Trapanese - Das ultimative Pestoding - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Was das ist? Das ist eine Aktion von einigen wunderbaren Blogger(dame)n, die einmal monatlich ein Rezept für ein Pesto oder einem Gericht bloggen, in dem das Pesto verwertet wurde. Infolgedessen entsteht immer eine sehr umfangreiche Sammlung an Rezepten. Die geballte Ladung Inspiration sozusagen!

Ich bin nun auch dabei, beim Pestoding, was für mich eine große Ehre ist – und sich zudem sehr gut trifft. Ich liebe Pesto nämlich, denn man kann aus fast allem ein Pesto herstellen. Ziemlich cool, wie ich finde. Denn Gerichte, die sich beliebig variieren, kombinieren und verändern lassen, sind mir fast die liebsten. Es wird einfach nie langweilig!

Pesto Trapanese - Das ultimative Pestoding - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Pesto Trapanese - Das ultimative Pestoding - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ein Pesto bezeichnet eigentlich eine ungekochte Soße aus der italienischen Küche mit pastoser Konsistenz. Der Name leitet sich von dem italienischen “pestare” ab, das “zerstampfen” bedeutet und auf die Herstellungsweise verweist. Die Zutaten sollen nämlich idealerweise mit dem Mörser zerstoßen werden, um eine Hitzeentwicklung durch beispielsweise hohe Drehzahlen von Pürierstäben zu verhindern. Die Aromen können sich dann am Besten entwickeln ;))  (Sagt Wikipedia und da könnt ihr gerne weiterlesen, sehr spannendes Thema!)

Das Pesto, das ich euch mitgebracht habe, erfüllt die Kriterien nur so teilweise. Das ist aber nicht so schlimm, denn es ist wirklich lecker. Das ursprüngliche Rezept stammt aus einem Kochbuch von Jamie Oliver. Vielleicht kennt ihr es – „Genial italienisch“.

Pesto Trapanese - Das ultimative Pestoding - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Pesto Trapanese - Das ultimative Pestoding - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Als Herr Wunderbrunnen und ich gerade recht frisch zusammen waren, haben wir aus diesem Buch öfter mal etwas gekocht. Es sind so tolle Rezepte, einfach zum Wohlfühlen! Das liegt vielleicht auch daran, dass die Rezepte richtigen Soulfood-Charakter haben und – mit Verlaub – wirklich geil sind.

Das liegt vielleicht auch an Mengenangaben wie ein Stück Parmesan oder auch ein Eimer Sahne (Achtung: überspitzt Formulierung!). Im Ernst: Das kann nur gut sein!

Als ich neulich seit langer Zeit wieder einmal durch das Buch blätterte, wurde ich etwas wehmütig. Mit dem heutigen Jamie Oliver haben diese Rezepte nicht mehr viel zu tun. Zumindest ist das mein Eindruck.

Der Jamie Oliver, den ich in seinen aktuelleren Kochbüchern gesehen bzw. gelesen habe würde nicht mehr so kochen. Der Jamie Oliver, der seine Bücher mit „Keins dieser Gerichte enthält mehr als 300 Kalorien!“ einleitet, macht vermutlich um Käse, Sahne und Pasta einen großen Bogen. Die drei sind ja nun auch nicht bekannt als Triade der Superfoods…

Das macht mich zwar ein bisschen traurig, aber ich hab ja noch das Kochbuch. Und nur, weil Jamie Oliver jetzt einen auf Superfoods macht, muss ich das ja nicht auch tun. Wobei – das Pesto Trapanese fällt da vielleicht sogar doch drunter. Ganz unbeabsichtigt.

Pesto Trapanese - Das ultimative Pestoding - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Pesto Trapanese - Das ultimative Pestoding - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Am besten an Jamies Rezept gefiel mir, dass alle Zutaten mit einem Mörser bzw. den Händen vermanscht werden. Wie es ursprünglich gedacht war! Das ist auch deshalb super, weil alle Komponenten zu einem Teil sichtbar bleiben und Elemente wie die gehackten Mandeln ihre Konsistenz behalten. Das mag ich besonders gerne – das Pesto verkommt dann nicht zu einem strukturlosen Mus, sondern behält seinen Charakter.

Ich werde diese Zubereitungsart auch auf die anderen Pesti in meinem Repertoire anwenden und dann berichten. Übrigens lässt sich dadurch auch der Rasenschnitt-Charakter und –Geruch mancher Kräuter-Pesti vermeiden 😉

Nun aber genug geredet, hier ist das Rezept für “mein” erstes Pestoding:

Pesto Trapanese

Pesto Trapanese - Das ultimative Pestoding - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 60 g gehackte Mandeln
  • 50 g geriebenen Parmesan
  • 200 g Tomaten
  • 2 EL Basilikum
  • 2-3 EL Olivenöl
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie zart gebräunt sind (und unbeschreiblich gut duften!). Die Tomaten waschen und in kleine Stücke schneiden. Bei Cherrytomaten reichen Viertel oder Sechstel, bei großen müsst ihr etwas mehr schneiden.

2. Den Knoblauch abziehen und durch eine Presse drücken. Das Basilikum fein hacken. Alle Zutaten in eine Schüssel geben. Nun kommt der spaßige Teil: Mit den Händen alles gut durchkneten – die Tomaten gehen im Idealfall kaputt ;)) Am Ende müsst ihr sicher noch abschmecken.

Das Pesto schmeckt super zu Bandnudeln, aber auch auf gerösteten Ciabatta-Scheiben! Viel Spaß :))

Pesto Trapanese - Das ultimative Pestoding - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und hier sind die Rezepte meiner Mitstreiterinnen:

Viel Spaß beim Durchklicken!

Habt es wundervoll,

Alena

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark

Im Rahmen des heutigen Blogposts habe ich etwas gelernt: Es ist viel einfacher, ein Rezept zu erfinden und zu optimieren als dann hinterher einen schmissigen Namen dafür zu finden. Nehmen wir mal das Rezept von heute – Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark. Klingt gar nicht so spektakulär oder? Ist aber spektakulär lecker! Und die Geschichte hinter dem Rezept erzähle ich euch jetzt.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ihr erinnert euch vielleicht an den Beitrag mit den Haferbratlingen, die ich für die Initiative “Hafer – Die Alleskörner” kreiert hatte. Eben diese Initiative schrieb mich kürzlich (ok, vor ein paar Wochen schon) an und lud mich ein, bei ihrer 2. Blogger-Meisterschaft mitzumachen.

Das Thema der ersten Runde war “Pimp your porridge”. Wer schauen mag: Hier findet ihr die Beiträge aus dem letzten Jahr. Eine beeindruckende Auflistung! Allerdings bin ich kein großer Porridge-Fan, weshalb ich mich umso mehr über das diesjährige Thema freue: Snacks und Fingerfood mit Hafer.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich liebe Fingerfood und ich liebe Hafer. Allerdings hatte ich mit meinen Haferbratlingen schon ein ziemlich fingerfood-taugliches Rezept abgeliefert. Trotzdem wollte ich mich der Herausforderung stellen und mir etwas Leckeres überlegen. Die ersten Ideen gingen noch in Richtung süß, aber schnell fand ich für den Sommer herzhaft angebrachter. Ich meine, wie praktisch ist Fingerfood bitte für Picknicks oder als Beilagen-Beitrag für eine Grillparty? Eben :))

Ich bin ein großer Falafel-Fan, habe sie aber noch nie selber gemacht. (Das eine Mal, wo ich es versucht habe und es gründlich schiefgegangen ist, lassen wir mal außen vor.) Nun schwebten mir als Fingerfood aber kleine, knusprige Bällchen vor. Also habe ich sie spontan Falafel genannt – obwohl in den Originalen sicher kein Hafer enthalten ist.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das ist aber nicht so schlimm, denn sie schmecken wirklich super! Ich habe aus weißen Bohnen, Hafermehl und Gewürzen eine Grundmasse gemacht (also püriert) und diese dann noch mit kernigen Haferflocken und Feta verfeinert. Den Feta kann man natürlich auch weglassen, dann wäre das Ganze sogar vegan… (ok, den Quark dazu müsste man auch weglassen, aber da gibt es sicher irgendwas als Ersatz!)

Eigentlich wollte ich auch noch Petersilie und etwas Zitronensaft hinzugeben. Das habe ich im Eifer des Gefechts vergessen, würde aber sicher auch gut schmecken. Sie sind aber auch ohne jeglichen Schnickschnack köstlich. Dazu noch einfach und schnell gemacht – was will man mehr?

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich habe übrigens noch etwas getestet: Falafelrezepte findet man oft entweder zum Braten oder Backen. Mein Tipp: Bratet die Bällchen. Und bitte bratet sie in ausreichend Öl! Aus dem Ofen haben sie etwa die Konsistenz von gebackenem Schaumstoff (oder zumindest stelle ich es mir so vor), während sie aus der Pfanne herrlich kross und knusprig werden. Tut euch den Gefallen und genießt es ;))

Übrigens passen die Falafel auch super zu einem Salat – ich habe einfach Romana-Salat genommen, in Streifen geschnitten und etwas Tomate, Gurke und Feta dazu. Ein Dressing aus Olivenöl und Essig, fertig ist ein schneller Lunch oder ein leichtes Abendessen. So gut!

Jetzt habe ich aber genug geredet und zeige euch nun meinen Beitrag für die Bloggermeisterschaft der Alleskörner:

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark

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Zutaten

  • 1 Dose weiße Bohnen (400 g)
  • 100 ml Wasser
  • 60 g Haferflocken
  • 130 g Hafermehl
  • 50 g Feta
  • Prise Chilipulver
  • 1 TL gemahlenen Koriander
  • Prise Cayennepfeffer
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprika
  • 1/2 rote Zwiebel oder Schalotte
  • nach Belieben noch einen Spritzer Limettensaft und Petersilie!
  • Für den Gemüsequark: 250 g Quark, etwas frische Gurke und Paprika, Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Die Bohnen abgießen und abspülen. Mit dem Hafermehl, dem Wasser und den Gewürzen in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab alles gut vermixen. Es entsteht eine dickliche Paste, das ist genau richtig! Unter diese mischt ihr nun (nicht mehr pürieren!) die Haferflocken, die rote Zwiebel und den zerkrümelten Feta (und optional den Limettensaft und die Petersilie).

2. In einer Pfanne erhitzt ihr nun Öl. Ich hatte nicht mehr so viel, aber die Bällchen sollten mindestens zur Hälfte in dem Öl liegen! Dann bratet ihr sie auf irgendwo zwischen mittlerer und nicht der höchsten Hitze so lange, bis sie rundherum kross und knusprig sind. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen – fertig!

3. Für den Gemüsequark verrührt ihr einfach den Quark mit Salz und Pfeffer (Menge müsst ihr einfach abschmecken). Dann schneidet ihr etwas Gurke und etwas Paprika in ganz feine Stückchen und rührt sie unter. Nochmal abschmecken und zu den Falafel servieren.

Hafer-Bohnen-Falafel mit Gemüsequark - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wenn ihr fertig seid mit Dippen kann ich ein paar gedrückte Daumen gebrauchen, damit die Jury dieses Fingerfood genauso gut findet wie ich ;))

Habt es wundervoll,

Alena

Buddha-Bowl mit Mini-Spargel und gerösteten Kichererbsen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Buddha Bowl mit Mini-Spargel und gerösteten Kichererbsen

Ja, noch eine Buddha Bowl – aber ich schwöre, ich bin den Dingern so verfallen! Sie sind einfach unglaublich lecker und die Kombinationsmöglichlichkeiten sind schier endlos.

Buddha-Bowl mit Mini-Spargel und gerösteten Kichererbsen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und da ich ja einen Hang dazu habe, Trends erst manchmal erst etwas spät zu entdecken, habe ich nun Nachholbedarf. Vor allem, weil die Buddha Bowl mittlerweile durch einen neuen Trend (man könnte es schon fast Mikrotrend nennen) abgelöst wurde. Ihr habt sicher schon von den Poke-Bowls gehört… aber dazu später mehr.

Die heutige Bowl passt übrigens noch sehr gut in die Spargelsaison, die sich leider allmählich dem Ende zuneigt. Also nutzt es aus!

Buddha-Bowl mit Mini-Spargel und gerösteten Kichererbsen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Buddha-Bowl mit Mini-Spargel und gerösteten Kichererbsen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Gleichzeitig manifestiert sich in dieser Buddha Bowl meine Liebe zu Lebensmitteln im Miniaturformat. Cherry-Tomaten sind so viel putziger als normale Tomaten. Rosenkohl sieht aus wie ein Kohl in winzig. Und wie süß sind bitte Mini-Gugls?!

Genauso verhält es sich auch mit Spargel. Großer Spargel – ja, lecker. Mini-Spargel?! Kreisch! Verständlicherweise geriet ich also in große Verzückung, als ich den kleinen Salatspargel an der Bude sah – ich musste ihn einfach haben!

Buddha-Bowl mit Mini-Spargel und gerösteten Kichererbsen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Buddha-Bowl mit Mini-Spargel und gerösteten Kichererbsen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das mache ich übrigens manchmal ganz gerne. Beim Einkaufen inspirieren lassen und einfach auch mal etwas kaufen, das man noch nie in der Küche hatte. Das hält die Kreativität am Laufen und eröffnet ganz neue Horizonte. Schließlich ist es herrlich, neue Sachen auszuprobieren! Manchmal entstehen dabei sogar ganz tolle neue Kreationen, auf die man sonst nie gekommen wäre. Ich kann es euch also nur empfehlen!

Der Salatspargel ist jetzt keine wirklich exotische Entdeckung. Ich war trotzdem sehr angetan davon, denn man kann ihn roh essen (schmeckt ein kleines bisschen wie Zuckerschoten in etwas herber), aber natürlich auch braten. Das habe ich gemacht, dann ich liebe liebe LIEBE gebratenen Spargel. Da die Stangen so klein sind, muss man sie eigentlich nur einmal kurz durch die Pfanne rollen lassen.

Buddha-Bowl mit Mini-Spargel und gerösteten Kichererbsen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Buddha-Bowl mit Mini-Spargel und gerösteten Kichererbsen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Etwas Crunch bekommt die Bowl durch geröstete Kichererbsen. Zu lecker! Man kann sie auch gut so snacken, als Chips-Ersatz oder so… aber ich fand sie als Topping für die Bowl total genial. Sie brauchen im Ofen etwa 20-25 Minuten, aber ihr könnt sie auch gut vorbereiten. Ich hatte irgendwo gelesen, dass sie frisch am besten sind, aber ich konnte am nächsten Tag keinen wirklichen Nachlass im Geschmack feststellen ;))

Die Anleitung für die heutige Buddha Bowl liest sich etwas lang, aber es sind einfach unterschiedliche Komponenten, die zubereitet werden. Es geht aber alles schnell: Das Gemüse zu schnippeln und der Couscous ist auch ruckzuck gemacht. Einzig die Kichererbsen dauern etwas länger, aber ihr könnt sie auch weglassen, wenn ihr es eilig habt. Die Mengen der Gemüse-Komponenten könnt ihr übrigens je nach Geschmack und Hunger anpassen.

Nun rede ich aber nicht länger weiter und gebe euch das Rezept. Viel Spaß beim Nachkochen!

Buddha Bowl mit Mini-Spargel und gerösteten Kichererbsen

(für 2 Bowls)

Buddha-Bowl mit Mini-Spargel und gerösteten Kichererbsen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • ein Bund Salatspargel
  • 50 g Couscous
  • 70-100 ml Wasser
  • 1 TL Tomatenmark
  • 50-100 g Blattspinat (oder nach Hunger)
  • eine Handvoll Cherry-Tomaten
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • eine Handvoll Radieschen
  • eine Packung Feta

für das Dressing außerdem:

  • 2 1/2 EL Tahini
  • 75 ml Olivenöl
  • 1 EL Ahornsirup oder Honig
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer

für die gerösteten Kichererbsen:

  • ein Glas Kichererbsen
  • 1 TL Olivenöl
  • Pfeffer, Salz, Paprika, Kreuzkümmel

Zubereitung

1. Zuerst die Kichererbsen – wer die weglassen mag, geht gleich zu Schritt 2 über ;)) Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kichererbsen abgießen und gut trockenreiben – dann lösen sich auch überschüssige “Hautstücke” ab, die ihr nicht mitbacken wollt. Die Kichererbsen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit Olivenöl beträufeln, vermengen und ca. 20 Minuten backen, bis alles schön knusprig ist. Im Anschluss noch warm in eine Schüssel geben und mit den Gewürzen vermischen.

2. Für das Dressing einfach alle Zutaten miteinander verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Spargel waschen und die Enden entfernen. Den Couscous mit dem Tomatenmark und einer Prise Salz in eine Schüssel geben und mit ca. 50-70 ml kochendem Wasser übergießen. Gut verrühren – wenn die Masse zu fest ist, einfach noch etwas Wasser hinzugeben. Beiseite stellen.

3. Den Blattspinat putzen und waschen und in eure Bowl legen – ich zupfe ihn meist noch etwas klein. Die Frühlingszwiebeln, Tomaten und Radieschen ebenfalls waschen und dann jeweils in Ringe bzw. Würfel schneiden. Die Radieschen habe ich in feine Scheiben geschnitten, das mag ich am liebsten! Den Spargel in etwas Olivenöl kurz in einer Pfanne anbraten.

4. Nun kommt der einfachste Teil: Die jeweiligen Komponenten in einer Schüssel schön anrichten. Am Ende den Feta drüber bröseln, dann das Dressing darüber geben und ganz zum Schluss die Kichererbsen darauf verteilen. Fertig!

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Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende und hoffe, ihr nutzt die Spargelsaison noch ordentlich aus :))

Habt es wundervoll,

Alena

Farfalle mit roten Linsen - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Farfalle mit roten Linsen und Feta

Ich gebe zu, zwei aufeinanderfolgende Rezepte mit Linsen passen nicht so richtig gut in das Konzept eines abwechslungsreichen Blogs. Ist aber egal, denn dieses Rezept ist unfassbar lecker. Außerdem ist es etwas leichter als die Linsensuppe und passt somit perfekt zum Frühling!

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Deshalb bekommt ihr heute erneut etwas mit Linsen serviert. Es sind auch andere Linsen als letzte Woche, wo ich Tellerlinsen für die Linsensuppe verwendet hatte. (Wer spontan Hunger bekommt: HIER gibt es das Rezept ;))

Heute habe ich allerdings rote Linsen verwendet. Die Inspiration für das heutige Rezept stammt nämlich aus meinem meiner liebsten Nudel-Kochbücher: “Nudeln selbst gemacht”.

Dieses Buch bekam Herr Wunderbrunnen übrigens von Mama Wunderbrunnen zum Geburtstag geschenkt als wir gerade ziemlich frisch zusammen waren. Kurz darauf gesellte sich eine Nudelmaschine dazu – seitdem sind wir passionierte Nudel-Selbermacher!

Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Nudeln gegessen haben wir beide schon immer gerne. Dank des Buchs stellten wir aber schnell fest, dass es auch ganz einfach ist, sie selber zu machen. Zugegebenermaßen sind gefüllte Nudeln eher etwas für das Wochenende, wenn ausreichend Zeit zur Verfügung steht. Aber Bandnudeln sind auch unter der Woche schnell gemacht – und schmecken um Längen besser als gekaufte!

Die Farfalle heute habe ich allerdings nicht selbstgedreht ;)) Aber neben Rezepten und Anleitungen dafür, wie man Nudeln selber formt, gibt es in dem Buch auch noch Anregungen für Füllungen, Soßen und Ragouts. Eine dieser Soßen habe ich leicht abgewandelt und optimiert für euch mitgebracht.

Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Optimiert bedeutet in diesem Fall unter anderem: die Kochzeit für die Linsen anzupassen. Das Rezept empfiehlt, sie fast musig zu kochen. So haben wir es auch beim ersten Anlauf gemacht. Lecker war es auf jeden Fall – ich mag es allerdings, wenn sie noch etwas Biss haben.

Deswegen haben wir sie beim zweiten Versuch einfach kürzer gekocht. Den Feta könnt ihr auch von der Menge her nach Geschmack anpassen – ganz wie ihr mögt.

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Insgesamt ist die Zubereitungszeit recht kurz, wodurch sich das Gericht wunderbar für den Feierabend eignet. Die Linsen und die Farfalle kochen etwa gleich lang (8-10 Minuten) und viel Zeit zum Schnippeln braucht ihr auch nicht einzuplanen. So will man das doch haben zum Feierabend, oder?

Und so wirds gemacht:

Farfalle mit roten Linsen und Feta

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Zutaten

  • Nudelmenge nach Hunger
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 TL Thymian (gehackt)
  • 100 g rote Linsen
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1-2 EL Petersilie (gehackt, frisch oder TK)
  • 1-2 TL Tomatenmark
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Paprikapulver (edelsüß oder rosenscharf nach Geschmack)
  • 150-200 g Fetakäse

Zubereitung

 1. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Feta würfeln oder zerkrümeln – je nach Geschmack :))

2. Die Nudeln aufsetzen. Dann die Frühlingszwiebeln mit dem Knoblauch in einer Pfanne in etwas Öl anschwitzen. Die Linsen dazu geben und mit der Gemüsebrühe übergießen. Das Tomatenmark und die Kräuter hinzugeben und einrühren. Für etwa 8 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen.

3. Wenn die Nudeln fertig sind, abgießen. Den Feta entweder schon in die Soße einrühren oder über die servierten Nudeln streuen.

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Ich hoffe, ihr werdet ein ebenso großer Fan von diesem schnellen Feierabend-Gericht wie ich. Viel Freude beim Nachkochen!

Habt es wundervoll,

Alena

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Gemüse-Bratlinge [Werbung]

Heute habe ich euch die leckersten Bratlinge mitgebracht, die ich seit langer Zeit gegessen habe. Gemacht habe ich sie im Rahmen meiner Kooperation mit der Initiative Hafer – Die Alleskörner! Aber vorher müssen wir reden. Und zwar über Namen.

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich gebe zu, ich habe schnell ein Bild vor mir, wenn ich einen Namen höre. Bestimmte Vornamen sind für mich automatisch mit alten Menschen, zickigen Menschen oder Menschen aus einem bestimmten sozialen Milieu verbunden. Das hat sicher viel mit Stereotypen zu tun, aber auch mit Erfahrungen. Ich nenne jetzt keine Beispiele,  aber ich denke, dass ihr das alle kennt.

Gleichzeitig bin ich auch Lebensmitteln gegenüber voreingenommen, die einen bestimmten Namen haben. Auch wenn sie vielleicht lecker sind.

Nehmen wir beispielsweise Graupen. In meinen Ohren klingt das kein bisschen nach einem Nahrungsmittel. Vielleicht, weil man nur einen Buchstaben wegnehmen müsste und dann hätte man kein verarbeitetes Getreide mehr, sondern die Larve eines Schmetterlings. Verrückt!

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Allerdings gibt es auch Lebensmittel mit Namen, die sich (für mich jedenfalls) nicht nur unangenehm anhören, sondern die ich tatsächlich auch nicht mag. Sülze. Grützwurst. Haferschleim. Kalbsbries. Grütze.

Wobei ich Grütze tatsächlich gar nicht so schlimm finde. Rote Grütze ist immerhin ein leckeres Dessert! Aber der Name… der leitet sich übrigens von dem althochdeutschen Wort “gruzzi” ab, was “Grobgemahlenes” bedeutet (danke Germanistik-Studium und Wikipedia!). Das klingt gar nicht mal so schlecht, oder?

Natürlich auch nicht so cool wie porridge, mit dem man den guten alten Haferbrei wieder hip und trendy gemacht hat. Anglizismen können scheinbar jeden verkorksten Namen retten ;))

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Als das Paket mit den vielen Hafer-Produkten ankam, befand sich auch Hafer-Grütze darunter. Anfangs noch etwas skeptisch widmete ich erstmal den anderen Produkten meine Aufmerksamkeit. Kekse, Müsli, Kuchen… alle möglichen Rezepte fielen mir ein!

Bis ich feststellte, dass ja eigentlich auch mal ein herzhaftes Rezept mit Hafer cool wäre. Etwas mit Biss. Und außerdem wollte ich mal etwas anderes verwenden als Haferflocken oder Hafermehl. Also warf ich einen Blick in die Packung mit der Hafer-Grütze und entdeckte etwas, das aussah wie kleingehackte Körner. Um genauer zu sein: “grob zerkleinerte Getreidekörner” (auch danke Wikipedia).

Mich erinnerte das ein bisschen an all die anderen Pseudo-Getreidesorten wie Couscous oder Quinoa. Damit kann man doch sicher gut einen Burger-Patty machen? Man kann! Ich habe im Rahmen meines Experiments aber kleine, handliche Bratlinge gemacht. Mit geraspeltem Gemüse, etwas Ei und Parmesan. Einen Quarkdip dazu, fertig!

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hach, was war ich begeistert! Diese kleinen Bratlinge schmecken unfassbar gut – ich habe sie noch an zwei Tagen als Mittagessen mitgenommen. Sie sind auch kalt perfekt und man kann sie wunderbar in ein Picknick integrieren: Im Gegensatz von vielen Bratlingen aus meiner Kindheit fallen sie nämlich nicht auseinander und behalten ganz prima ihre Form. Und wenn ihr einen großen Bratling macht, lässt er sich bestimmt auch hervorragend auf einen Burger legen!

Ich muss nun also gestehen, dass ich der Grütze Unrecht getan habe, als ich sie nach ihrem Namen beurteilte. Gleichzeitig bin ich froh, dass ich im Rahmen dieser Kooperation die Möglichkeit dazu hatte – wer weiß, ob ich sonst jemals von alleine Hafergrütze gekauft hätte. Insofern – danke!

Hier nun also das Rezept:

Hafer-Bratlinge mit Gemüse

(ergibt etwa 15 Bratlinge, je nach  Größe ;))

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zubereitung

  • 100 g Hafergrütze
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 1 Möhre
  • eine halbe Zucchini
  • 1 Ei
  • 10-20 g Parmesan
  • 2-3 EL Petersilie (frisch oder TK), nach Geschmack
  • Paniermehl
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Für den Dip: Quark und Joghurt im Verhältnis 2:1

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zubereitung

1. Die Zucchini und die Möhre grob raspeln und in etwas Olivenöl kurz andünsten. Salzen und pfeffern. Die Grütze dazugeben und mit der Brühe übergießen. 8 Minuten ganz leicht köcheln lassen. Abkühlen lassen.

2. Die Masse mit einem Ei vermengen. Den Parmesan reiben und dazugeben. Petersilie hinzufügen und noch einmal abschmecken. Nun das Paniermehl dazugeben und die Masse gut verkneten, bis sie zwar noch saftig ist, aber nicht mehr klebrig. Ausreichend Öl in einer Pfanne erhitzen. Kleine flache Bratlinge formen und im Öl braten, bis sie eine schöne Farbe haben.

3. Für den Dip einfach zwei Teile Quark mit einem Teil Joghurt verrühren, salzen und pfeffern. Zu den Bratlingen servieren.

Hafer-Gemüse-Bratlinge - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Vielleicht konnte ich euch die Hafergrütze ein bisschen schmackhaft machen – ich kann sie euch jedenfalls von Herzen empfehlen!

Und wer es noch nicht gesehen hat: HIER gibt es schon ein Rezept zum Thema Hafer.

Habt es wundervoll,

Alena

(Übrigens heißt Grütze auf Englisch groat. Veggie groat-patties… Das klingt doch besser als Hafergrütze-Gemüse-Bratlinge. Was meint ihr? ;))

Vielen Dank an die Initiative Hafer – die Alleskörner für die zur Verfügung gestellten Hafer-Produkte! Mein Beitrag bleibt davon unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder.