Orzo-Nudeln nach Ottolenghi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Orzo-Nudeln mit Feta und Garnelen nach Ottolenghi

Hach, ihr Lieben – nun habe ich wirklich eine lange Blogpause gemacht, von der ich mich nun zurückmelde. Es gab tatsächlich keinen wirklichen Grund für meine lange Abstinenz. Ich vermute, dass nach dem langen Winter irgendwie ein bisschen die Luft raus war. Wenig Inspiration kombiniert mit dunklen Tagen und wenig Zeit – und zack, ist es Mai! Wie die Zeit rennt!

Im April waren wir im Urlaub und der hat mir sehr gut getan. Sonne tanken, Erholung genießen – und zack, ist die Inspiration zurück! Ich habe mich direkt daran gemacht und neue Rezepte überlegt und auch schon ein paar umgesetzt, es kann hier also in alter Frische weitergehen 🙂

Orzo-Nudeln nach Ottolenghi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Passend zum Urlaub in Ägypten war ich zuletzt sehr motiviert, Gerichte zu kochen, die ein bisschen an unsere Zeit dort erinnern. Wir haben im Urlaub sehr gut gegessen, auch viel landestypische Küche. Sowohl im Hotel, wo es ein ausgezeichnetes Buffet gab, als auch auf einem Basar in Assuan, wo ich todesmutig gleich zweimal zuschlug: Einmal bei einem Imbiss, wo es mit Falafel, Aubergine und Pommes (ja, wirklich wahr) gefüllte Teigtaschen gab. Und einmal bei einem kleinen Wägelchen mit transportablem Feuerofen, wo es zusammengerollte Teigfladen mit Käse, Frühlingszwiebeln und einer Art Schmand gab.

Ich war ja vor dem Urlaub etwas besorgt, wie gut mein Verdauungstrakt alles mitmachen würde – aber nachdem ich eine Woche lang keine Probleme hatte, wagte ich mich ans Street Food und kann vermelden: es war köstlich und ich habe alles vertragen. Kulinarisch war der Urlaub also super auf ganzer Linie (und auch in jeder anderen Hinsicht :)).

Orzo-Nudeln nach Ottolenghi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Nun habe ich noch ein Rezept von vor dem Urlaub “übrig” gehabt. Das passt thematisch sogar einigermaßen, denn es ist ein Gericht von Ottolenghi! Es war so lecker, dass ich es nun mit euch teilen muss – und euch gleichzeitig wärmstens sein Kochbuch “Simple” ans Herzen legen möchte.

Wer Yotam Ottolenghi nicht kennt: Er ist ein isrealisch-britischer Koch und Kochbuchautor, der in London das Restaurant Nopi besitzt und leitet.

Sein Buch “Simple” wartet mit Rezepten auf, die tatsächlich alle simple sind, dadurch aber nicht weniger gut. Manche erscheinen auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber selbst geröstete Auberginen mit Sardellen sind bei Ottolengi ein Gedicht. Die Rezepte sind mit verschiedenen Merkmalen markiert wie “schnell fertig”, “nicht mehr als 10 Zutaten”, “lässt sich vorbereiten”, “macht sich fast von allein” oder “einfacher als gedacht”.

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Manche haben tatsächlich auch mehrere dieser Merkmale, wie das Orzo-Gericht, das ich euch mitgebracht habe. Die Orzo-Nudeln sind “schnell fertig”, man braucht “nicht mehr als 10 Zutaten” und dann sind sie auch noch “einfacher als gedacht”. Besser gehts doch nicht, oder?

Wer sich jetzt fragt, was denn wohl Orzo ist: Das sind diese Nudeln, die aussehen wie lange Reiskörner. Sie werden in diesem Gericht ähnlich wie ein Risotto zubereitet – mit dem Unterschied, dass die Orzo-Nudeln nicht gerührt werden, sondern einfach in ihrer Soße köcheln. Fast wie eine One-Pot-Pasta. Klingt gut? Dann lasst uns loslegen:

Orzo-Nudeln mit Feta und Garnelen nach Ottolenghi

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(für 2 Personen)

Zutaten

  • 100 g Feta
  • 2 TL Fenchelsamen
  • Chiliflocken nach Belieben
  • 170 g Orzo
  • eine Knoblauchzehe
  • Abrieb von einer Bio-Orange
  • 400 g stückige Tomaten
  • circa 200 ml Gemüsebrühe
  • 200 g rohe geschälte Garnelen
  • eine Handvoll Basilikumtblätter
  • Pfeffer, Salz und Olivenöl

Zubereitung

1. Zuerst wird der Feta kurz mariniert. Dafür die Fenchelsamen in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten, anschließend im Mörser leicht zerstoßen. Den Feta in kleine Würfel schneiden und mit 2 EL Olivenöl, der Hälfte der Fenchelsamen und etwas Chili (je nach gewünschter Schärfe) in einer Schüssel vermischen und beiseite stellen. Man kann übrigens auch den ganzen Feta machen, dann entsprechend etwas mehr Öl und Fenchelsamen nehmen. Er schmeckt super zu Salat!

2. Wenn ihr tiefgefrorene Garnelen nehmt: In ein Sieb geben, Wasser darüber laufen lassen und abtropfen lassen. Den Knoblauch schälen und ganz fein hacken, den Basilikum waschen und ebenfalls hacken. Nun in einer Pfanne oder einem Topf, für die es einen Deckel gibt, 2 EL Öl erhitzen und die Orzo-Nudeln mit etwas Salz und Pfeffer hinzugeben. Etwa vier Minuten lang anrösten, dann herausnehmen und beiseite stellen.

3. Im selben Topf oder derselben Pfanne etwas Öl erhitzen. Etwas Chili (nach Belieben), die restlichen Fenchselsamen, Knoblauch und die Schale der Orange hineingeben und leicht andünsten. Die Tomaten und die Gemüsebrühe angießen. Im Originalrezept sind es 500 ml Brühe auf 250 g Orzo – ihr müsst die Menge also je nach Orzo-Menge anpassen. Nehmt lieber erst etwas weniger Flüssigkeit und fügt eventuell später noch etwas hinzu. Salzen und pfeffern und zum Kochen bringen. Dann kommen die Orzo dazu. Die Hitze reduzieren und etwa 15 Minuten köcheln lassen – eventuell noch Flüssigkeit dazugeben und zwischendurch mal umrühren.

4. Nach 15 Minuten den Deckel abnehmen. Die Konsistenz sollte an Risotto erinnern. Wenn es noch zu flüssig ist, einfach noch ein bisschen offen köcheln lassen. Die Garnelen dazugeben und etwa 3 Minuten garen. Dann kommen der Basilikum und der Feta dazu – umrühren, servieren, genießen!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen – falls ihr Ottolenghi kennt, verratet mir doch euer Lieblingsrezept von ihm 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Bandnudeln mit Schwarzkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schnelle Feierabendküche: Bandnudeln mit Schwarzkohl

Heute gibts Schwarzkohl – habt ihr damit schon einmal gekocht? Falls nicht, kann ich es euch nur wärmstens empfehlen: Schwarzkohl ist unglaublich lecker und ganz einfach zuzubereiten!

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Wobei ich zugeben muss: Ich hätte ihn mir wohl auch nicht freiwillig gekauft. Was aber vor allem daran liegt, dass ich im Supermarkt noch nie Schwarzkohl gesehen habe – den findet man meistens eher auf dem Wochenmarkt. Zu mir ins Haus kam er in der Biokiste, die wir in diesem Jahr für uns entdeckt haben.

Ich hatte euch bereits in dem Kürbis-Linsen-Curry-Beitrag von der Biokiste erzählt und bin nach wie vor begeistert! Klar, in der regionalen Version gibts im Winter viel Kohl, aber dafür haben wir nun auch Schwarzkohl bekommen und das ist wirklich toll. Ich finde, man setzt sich sonst eher nicht so häufig mit regionalen Lebensmitteln auseinander – da ist so eine Kiste schon eine tolle Lösung 🙂

Bandnudeln mit Schwarzkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Schwarzkohl ist nicht unbedingt der schönste Name, aber er schmeckt unglaublich lecker! Die Bezeichnung rührt von den manchmal sehr dunkel gefärbten Blättern – dunkelgrün bis schwarzgrün können sie sein, ähnlich wie beim Wirsing. Schwarzkohl wird auch Palmkohl oder Toskanischer Kohl genannt.

Laut Wikipedia gilt er als Ursprung vieler anderer Kohlarten wie Kopfkohl, Rosenkohl oder Grünkohl. Außerdem gibt es die Sorte schon sehr lange – er wurde bereits zur Zeit der Römer angebaut und verwendet. Ich finde, er schmeckt ein bisschen wie eine Mischung aus Spinat und Grünkohl. Lecker!

Bandnudeln mit Schwarzkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Schwarzkohl - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Für das heutige Gericht habe ich den Schwarzkohl gedünstet und eine kleine Soße gemacht – dazu Bandnudeln, fertig! Es eignet sich also wunderbar für den Feierabend, denn es ist schnell zubereitet und schmeckt großartig.

Achtet beim Putzen vom Schwarzkohl darauf, dass ihr den Stiel entfernt – die holzigen Triebe der Pflanze wurden früher nämlich zur Herstellung von Spazierstöcken verwendet und so mancher Stiel mutet noch sehr fest an 😉

Hier nun aber das Rezept für das schnelle Nudelglück:

Bandnudeln mit Schwarzkohl

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Zutaten

  • Schwarzkohl
  • eine mittelgroße Zwiebel
  • eine Zehe Knoblauch
  • 100 ml Sahne
  • Abrieb einer halben Bio-Zitrone
  • eine gute Handvoll Parmesan
  • gehackte Mandeln
  • Bandnudeln
  • Öl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Den Schwarzkohl waschen, vom Stiel befreien und in Streifen schneiden. Die Zwiebel und  den Knoblauch schälen und fein würfeln. Eine unbehandelte Zitrone waschen und die Hälfte der Schale abreiben. Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten.

2. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebel mit dem Schwarzkohl andünsten. Später erst den Knoblauch dazugeben. Salzen und pfeffern. In der Zwischenzeit die Nudeln aufsetzen. Die Sahne zum Kohl geben und leicht köcheln lassen. Wenn die Nudeln fast fertig sind, den Parmesan und die Zitronenschale hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Mandeln darüber streuen und zusammen mit den Nudeln servieren. Guten Appetit!

Habt es wundervoll,

Alena

Käseliebe - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Große Käseliebe: Fourme d’Ambert mit Rosenkohl [Werbung]

Winterzeit ist auch gleichzeitig Zeit für Soulfood – und was könnte besseres Soulfood sein als Nudeln mit Käse? Die ganz große Käseliebe habe ich ganz aktuell wieder: Sein Name ist Fourme d’Ambert.

Käseliebe - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Der aufmerksame Leser wird sich erinnern: Bereits im vergangenen Jahr habe ich für diesen Traum von einem Käse Werbung gemacht (den Link dazu findet ihr hier). Umso erfreuter war ich, als in diesem Jahr erneut eine Anfrage kam. Ich muss gestehen: Zu Käse kann ich nie nein sagen. Vor allem nicht, wenn es ein so zartschmelzender, leckerer Käse ist! Es ist einfach die ganz große Käseliebe, ich kann es nicht anders beschreiben 😉

Aber was ist dieser Fourme d’Ambert denn eigentlich? Kurz gesagt: Es handelt sich um einen Blauschimmelkäse aus der Auvergne. Er trägt eine besondere Bezeichnung: AOP – “Appellation d’Origine Protégée”. Die dürfen nur Produkte tragen, die aus dem Ursprungsgebiet kommen und ausschließlich dort verarbeitet wurden.

Käseliebe - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Lang gesagt heißt das: Der Käse wird aus einer Milch hergestellt, die von Kühen stammt, die in ihrem Leben ausschließlich Gras aus dem geografischen Raum der Ursprungsbezeichnung zu sich nehmen. Ihr seht schon: Die Herstellung ist sehr streng kontrolliert! Zum Beispiel müssen die Kühe mindestens 150 Tage im Jahr auf der Weide verbracht haben. Wenn es glückliche Kühe gibt, dann müssen es wohl diese sein 😉 Und Ehrensache, dass der Käse aus diesem Grund besonders lecker und gut ist!

Die Herstellung des Käses an sich ist mit viel Geduld verbunden: Insgesamt muss er  28 Tage reifen.  Während dieses Prozesses muss der Käsebauer den Käse immer wieder mit einer Nadel durchstechen, damit sich die Blauschimmelkultur ansiedeln kann. Dadurch wird das Aroma des Fourme d’Ambert würzig und gleichzeitig mild – nicht so streng wie manch anderer Schimmelkäse. Hier zahlen sich Geduld, beste Zutaten und sorgfältige Zubereitung wirklich aus.

Sein Geschmack macht den Fourme d’Ambert auch zu einem echten Allrounder: Er passt sowohl in herzhafte Gerichte als auch zu süßen Komponenten wie beispielsweise Früchte. Besonders: Mama Wunderbrunnen hat ihn schon häufiger dazu verwendet, um Datteln zu füllen. Klingt auf den ersten Blick ungewöhnlich, ist aber unglaublich lecker. Die Süße der Datteln und der herzhafte, ebenfalls leicht süßliche Geschmack des Käses harmonieren so gut miteinander, das man eigentlich nie mehr etwas anderes zum Käse essen möchte 😉

Käseliebe - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Da das aber allein als Rezept etwas zu simpel wäre, habe ich noch etwas gekocht – und zwar der Jahreszeit saisonal entsprechend mit Rosenkohl. Ich weiß, das viele Leute keinen Rosenkohl mögen, aber da gibt es einen Trick: Rosenkohl mit Käse zusammen funktioniert ganz ausgezeichnet und warum dann nicht gleich den besten Käse nehmen, den man sich vorstellen kann?

Als Kind habe ich Rosenkohl schon gerne gegessen, und besonders lecker fand ich ihn zu Käsefondue. Damit ist bewiesen: Rosenkohl und Käse zusammen ergibt ein absolutes Dream Team. Dazu noch ein paar Röhrennudeln und fertig ist Soulfood pur, das sich sogar hervorragend als Feierabendessen eignet, weil es ganz schnell gemacht ist.

Klingt gut? Dann verrate ich euch jetzt, wie ihr sie nachkochen könnt, die ganz große Käseliebe:

Tortiglioni mit Fourme d’Ambert und Rosenkohl

Käseliebe - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 300 g Rosenkohl
  • 200 g Fourme d’Ambert
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Sahne
  • 200 g Tortiglioni

Zubereitung

1. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Den Rosenkohl ebenfalls putzen und halbieren – größere Rosen habe ich auch geviertelt. In einer Pfanne die Zwiebel anschwitzen, gegen Ende die Hälfte des Knoblauchs dazugeben. Den Käse etwas zerkleinern und dazugeben, ebenso die Sahne. Mit Salz und Pfeffer und etwas Muskatnuss abschmecken.

2.  Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln kochen. Währenddessen den Rosenkohl in Olivenöl anbraten. Wenn er schon etwas Farbe bekommen hat mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Knoblauch würzen. Dann in die Soße geben und mit den Nudeln vermengen. Fertig!

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Na, wie wäre es damit fürs Wochenende? Geht schnell und ihr habt noch genug Zeit, um zum Weihnachtsmarkt zu gehen – oder ihr esst die Nudeln zum Aufwärmen nach einer Runde auf dem Weihnachtsmarkt 🙂 Geht beides! Ich wünsche euch jedenfalls das tollste Wochenende.

Habt es wundervoll,

Alena

Vielen Dank an Fourme d’Ambert für das zur Verfügung gestellte Produkt! Mein Beitrag bleibt davon unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder.

Pfifferlingsnudeln mit Bacon - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Pfifferlingsnudeln mit Bacon – endlose Kiefernwälder auf dem Teller

Eigentlich müsste der heutige Blogpost unter dem Titel stehen “Wo bekommt man hier nur diese saure Sahne?”, aber das war zu lang – aber ihr fragt euch vermutlich bei beiden Titeln, was die nun mit Pfifferlingsnudeln zu tun haben. Erzähle ich euch!

Pfifferlingsnudeln mit Bacon - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Aber kurz vorweg: Es ist mal wieder der letzte Donnerstag im Monat und das bedeutet: Zeit für eine neue Runde von ‘Saisonal schmeckts besser”! Die letzten beiden Male habe ich ausgesetzt – und freue mich umso mehr, in diesem Monat wieder etwas beisteuern zu können 🙂

Im September stand uns eine ganze Menge an Zutaten zur Auswahl: Artischocken, Auberginen, Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Chinakohl, Fenchel, Gurken, Karotten, Knollensellerie, Kohlrabi, Kürbis, Mais, Mangold, Paprika, Pastinaken, Pilze, Lauch, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Rotkohl, Salate, Spinat, Staudensellerie, Steckrüben, Tomaten, Weißkohl, Wirsing, Zucchini und Zwiebeln.

Pfifferlingsnudeln mit Bacon - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Also – wenn da nicht mal für jeden was dabei ist, dann weiß ich auch nicht. Ich habe mich für Pfifferlinge entschieden, allerdings gibt es die nicht mehr lange (wenn überhaupt nicht). Falls ihr also keine mehr findet: Das Rezept für die Pfifferlingsnudeln funktionieren auch mit allen anderen Pilzen 😉

Das erste Mal habe ich dieses Rezept auf unserem Roadtrip durchs Baltikum im Sommerurlaub gemacht. Wir waren in Riga auf dem großen Central Market, der nicht nur für Foodies ein Paradies ist. Der Markt verteilt sich auf mehrere große Hallen, in denen früher Zeppeline gefertigt wurden. Eine Halle ist voll mit Ständen, die frisches Obst und Gemüse verkaufen, in einem anderen Teil sind Stände, die nur süß-sauer eingelegtes Gemüse verkaufen.

Pfifferlingsnudeln mit Bacon - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Pfifferlingsnudeln mit Bacon - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

In einer Halle gibt es ausschließlich Stände mit Fisch – sowohl frisch (und mit frisch meine ich noch zappelnd) als auch geräuchert und verheißungsvoll duftend. Eine Halle ist für frisches Fleisch reserviert und in einer weiteren wird Brot, Honig und vor allem Hüttenkäse verkauft. Neben dem Hüttenkäse, der vor allem in der lettischen Küche eine große Bedeutung hat, gibt es aber ein weiteres wichtiges Produkt: saure Sahne.

Nun ist saure Sahne per se nicht unbedingt eine exotische Zutat. Allerdings ist die lettische saure Sahne nicht das, was die deutsche saure Sahne ist. Es lässt sich nur schwierig beschreiben – am ehesten lässt sich die lettische Version mit dem Schmand vergleichen, den man hierzulande überall bekommt. Aber eben auch nur fast 😉 Wenn ihr allerdings einen russischen Supermarkt in der Nähe habt, dann könnt ihr dort die “richtige” saure Sahne kriegen. Hach!

Jedenfalls kauften wir an einem der vielen Stände, die auch außerhalb der Hallen stehen, eine große Tüte mit Steinpilzen und Pfifferlingen. Sie sahen einfach zu gut und vielversprechend aus! Dazu an einem Stand einen großen Becher saure Sahne (und etwas Hüttenkäse, denn der eignet sich auf einem Roadtrip hervorragend als Snack zum Dippen von Möhren) und im Supermarkt eine Packung Bacon. Spoiler: Lettland ist nicht nur das Land der sauren Sahne, sondern auch Speck. In vielen Gebäck-Teilchen ist Speck enthalten und die Bacon-Packungen sind niemals kleiner als 200 Gramm.

Pfifferlingsnudeln mit Bacon - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Pfifferlingsnudeln mit Bacon - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wir hatten also alle Zutaten für Pfifferlingsnudeln mit Steinpilzen und Bacon zusammen – nur um festzustellen, dass unsere Unterkunft an jenem Abend gar keine Küche hatte. Das war aber nicht weiter schlimm, denn die Pilze hielten tatsächlich bis zur nächsten Unterkunft durch. Dort gab es dann das heiß ersehnte Gericht mit Pilzen, saurer Sahne, Bacon und frischer Petersilie.

Zuhause mussten wir es natürlich nachkochen, allerdings war der deutsche Wochenmarkt kein Vergleich zu dem riesigen Paradies in Riga. Es gab zwar Pfifferlinge, aber sie sahen längst nicht so schön aus. Eine Gemeinsamkeit hatten sie jedoch mit den lettischen Pilzen: Die gefühlt unendlichen Kiefernwälder, die man aus ihnen herausputzt. Ich liebe Pfifferlinge, aber das saubermachen… naja 😉 Aber das Resultat ist die Mühe wert und deshalb erzähle ich euch jetzt, wie ihr die Pfifferlingsnudeln nachkochen könnt:

Pfifferlingsnudeln mit Bacon und Petersilie

Pfifferlingsnudeln mit Bacon - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Band- oder Röhrennudeln
  • 400 g Pfifferlinge (oder einen anderen Pilz)
  • ein Bund frische Petersilie
  • eine Zwiebel
  • 100-200 g Bacon (je nach Präferenz ;))
  • ein Becher Schmand
  • eine gute Handvoll geriebener Parmesan
  • Salz, Pfeffer, Paprika- und Knoblauchpulver

Zubereitung

1. Die Pilze putzen, halbieren und in Scheiben schneiden. Das Nudelwasser aufsetzen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. In der Zwischenzeit den Bacon in Streifen schneiden und die Petersilie hacken. Nun den Bacon anbraten, bis er knusprig ist – dann gieße ich immer etwas Fett aus der Pfanne ab, aber nicht alles. Die Nudeln ins Wasser geben und nach Packungsanweisung garen.

2. Nun die Zwiebeln in die Pfanne zum Bacon geben und kurz anschwitzen, dann können direkt die Pilze dazu. Ebenfalls kurz anschwitzen und mit Salz, Pfeffer, Paprika- und etwas Knoblauchpulver würzen. Dann den Schmand dazugeben, verrühren und einen Moment köcheln lassen. Die Petersilie hinzufügen und nochmal mit den Gewürzen abschmecken. Den Parmesan darüber streuen und in die Soße einrühren. Dann mit den Nudeln vermengen und servieren.

Hach, ein herrlich einfaches Rezept und so lecker! Und wenn ihr noch mehr Lust auf Inspiration zum saisonalen Kochen habt – diese Rezepte sind im September zusammengekommen:

Habt es wundervoll,

Alena

Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten

Mit dem heutigen Blogpost verabschiede ich mich in den diesjährigen Sommerurlaub! Zu diesem Anlass habe ich euch ein ganz einfaches Rezept für Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten mitgebracht 🙂

Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das Rezept ist eine Kreation von Herrn Wunderbrunnen und ich finde es einfach nur genial. Es kommt mit wenigen Zutaten aus, ist herrlich leicht und sommerlich frisch – was will man mehr für den Sommer? Außerdem ist es schnell gemacht und somit ideal für den Feierabend.

Ihr müsst auch keine aufwendige Soße kochen, denn das Gemüse wird einfach nur kurz gegart und anschließend in Olivenöl geschwenkt. So gut – und ich finde jedesmal wieder, dass gar keine Soße notwendig ist. Und das sind doch die besten Rezepte, oder?

Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hauptzutaten sind Lauch und Tomaten, dazu kommen noch geröstete Pinienkerne, gehackter Basilikum und natürlich Bandnudeln. Die könnt ihr selber machen – oder einfach kaufen. Natürlich funktioniert das Gericht auch mit anderen Nudelsorten 😉

Im Urlaub geht es für uns übrigens ins Baltikum. Da waren wir im letzten Jahr schon und ich habe auch immer noch vor, euch von diesem Trip hier auf dem Blog zu erzählen. Bislang habe ich allerdings die Unmengen an Fotos noch nicht sortiert, hihi. Nun werden neuen hinzukommen und dann werde ich einfach ein paar getrennte Beiträge machen. Gesammeltes Wissen und so!

 

Jedenfalls werden wir von Estland über Lettland, Litauen und Polen zurück in die Heimat fahren. Im letzten Jahr hatten wir bunt gemischtes Wetter – ich bin gespannt, wie es in diesem Jahr sein wird. Meine Gummistiefel sind schon eingepackt, ich bin also bestens vorbereitet auf einen frühen Herbst 😉

Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Im letzten Jahr hatte ich mir auch ein paar Gastblogger gesucht, aber dieses Jahr mache ich einfach richtig Pause. Ohne vorher etwas vorzubereiten. Ist ja auch mal schön. Auf Instagram werde ich vielleicht ein paar Eindrücke posten, folgt mir dort also gern!

Ansonsten befindet sich neben Gummistiefeln auch ordentlich was an Büchern in meinem Reisegepäck. Das gehört für mich beim Urlaub irgendwie immer dazu – viele Bücher, auch wenn man vielleicht gar nicht so häufig zum Lesen kommt. Ein Bücherstapel muss immer mit reisen. Weitere Reise-Essentials sind ein gutes Peeling für Wellness, der Lieblingstee, meine Wärmflasche und dicke Socken. Diese Sachen müssen mit 😉

Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und natürlich ein paar Packungen Nudeln und Pesto für Notfälle oder Abende, an denen man keine Lust mehr zum Einkaufen hat – oder gar keinen Supermarkt in der Nähe hat. Eigentlich kaufe ich im Ausland gerne lokal ein, aber manchmal müssen es auch einfach Nudeln mit Pesto sein. Geht euch das auch so bei Roadtrips?

Jedenfalls freue ich mich dann immer besonders, wenn man wieder zurück ist und die vertrauten Gerichte kochen kann! Das ist einfach zu schön. Und bis es bei mir wieder soweit ist, lasse ich euch dieses Rezept aus dem Hause Wunderbrunnen da:

Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten

Bandnudeln mit Lauch und Cherry-Tomaten - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Bandnudeln (bzw. nach Hunger ;))
  • 2 Stangen Lauch
  • 250 g Cherry-Tomaten
  • eine Handvoll Pinienkerne
  • eine Knoblauchzehe
  • gehacktes Basilikum
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. In zwei Töpfen Wasser mit ausreichend Salz aufsetzen. Den Lauch waschen und putzen, dann halbieren und in Halbringe schneiden (etwa einen halben bis einen Zentimeter dick). Die Tomaten ebenfalls waschen und putzen, dann halbieren oder vierteln – je nachdem, wie groß sie sind. Den Knoblauch schälen und fein hacken.  Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie goldbraun sind. Was für ein herrlicher Duft!

2. Den Lauch in einem Topf kurz angaren – 2-3 Minuten. Abgießen und abtropfen lassen. Die Nudeln nach Packungsanweisung garen, abgießen und beiseite stellen. Olivenöl in eine Pfanne geben und darin den Knoblauch kurz andünsten. Dann den Lauch und den Basilikum hinzugeben und kurz mitdünsten. Dann gebt ihr die Tomaten hinzu, dann die Nudeln – und am Ende die Pinienkerne. Fertig!

Ich hoffe, ich konnte euch zu schneller Feierabendküche inspirieren und wünsche guten Appetit 🙂

Bis September!

Habt es wundervoll,

Alena

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi

So ihr Lieben. Anlässlich meines heutigen Rezepts für Erdnussnudeln müssen wir uns unterhalten. Und zwar über ein ernstes Thema: Zubereitungszeiten in Rezepten.

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist, aber ich schreibe euch zwar (manchmal) auf, für wie viele Personen bzw. Portionen meine Rezepte gedacht sind, aber nie etwas zur Zubereitungszeit. Gut, die Portionen-Angabe ist natürlich höchst subjektiv geprägt. Schließlich essen wir immer alles zu zweit, aber wir essen selten wirklich alles auf. Man kann also nicht wirklich von Portionsangaben sprechen. Vielmehr müsste über jedem Rezept stehen: Reicht für ein Abendessen für Herrn und Frau Wunderbrunnen.

Aber darum soll es heute gar nicht gehen. Heute geht es um das Thema Zubereitungszeit. Auch ein höchst subjektives Thema. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht. Für mich ist kochen etwas Schönes, fast schon Meditatives. Gut, manchmal artet es auch in Hektik aus – bei mir meistens dann, wenn ich nicht alles vorbereitet habe bzw. dachte, ich könnte das Gemüse schneiden, während die Nudeln kochen. Das klappt nicht immer. Ist aber auch kein Drama, denn bisher hat immer alles geklappt.

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Ich bzw. wir nehmen uns für das abendliche Kochen immer Zeit. Manchmal darf es gerne schnell gehen, aber selbst für die schnellen Gerichte brauchen wir immer mindestens eine halbe Stunde. Zehn Minuten dauern höchstens die klassischen Nudeln Bolognese, wenn wir unsere frisch gekocht eingefrorene Bolognese nehmen. Alles, was mit Gemüse schnippeln zusammenhängt, dauert länger.

Ich finde das auch gar nicht schlimm, denn wie gesagt – my kind of meditation. Gemüse schnippeln ist schön! Nun scheint das aber nicht die gängige Meinung zu sein. Warum?

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Weil ich bei meinen häufigen Streifzügen durchs Internet und Seiten wie Pinterest oder andere Rezeptseiten oft auf etwas stoße, das mich verwirrt: Aussagen wie “30 Rezepte für unter 30 Minuten” oder “20-Minute-Dinner Ideas” – oder so in der Art. Und da werde ich jedes Mal stutzig. Das soll gehen? Ernsthaft?

Eines Tages stieß ich dann auf ein Rezept, das sich “Better than takeout 20 minute peanut noodels with sesame halloumi” nannte. Es stammt vom Blog Halfbaked Harvest, den ich euch übrigens uneingeschränkt empfehlen kann. Die Rezepte dort sind to die for und die Fotos ein absoluter Traum!

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Aber zurück zu dem Rezept. Die Entdeckung fiel etwa in die Zeit meiner neuentdeckten Erdnussliebe. Ich musste es also direkt ausprobieren! Und was soll ich sagen?

Es hat länger als 20 Minuten gedauert. Ist das nicht traurig? Ok, so schlimm ist es gar nicht, denn das Rezept ist unglaublich toll und lecker. Aber trotzdem! Warum kriege ich es nicht in 20 Minuten hin?

Die Lösung ist ziemlich einfach: In der Zutatenliste stehen Dinge wie “Paprika, gewürfelt” oder “Lauchzwiebeln, in Ringe geschnitten”. Na, merkt ihr was? Natürlich dauert das Gericht nichtmal ganz 20 Minuten, wenn ich alle vorbereiteten und fertig geschnippelten Zutaten zusammenwerfen muss 😀 Hurra, ich bin also doch nicht unnormal, was die Gemüse-Schneide-Zeit angeht 😉

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Also liebe Leute: Lasst euch nicht von solchen Zubereitungszeiten in die Irre führen. Vorbereitung dauert beim Kochen immer etwas und das ist auch völlig normal und in Ordnung. Das Rezept für die Erdnussnudeln beinhaltet tatsächlich etwas Geschnippel, aber ihr werdet mit einem herrlich würzigen, herzhaften Essen belohnt. Die Erdnuss-Soße ist so so gut und harmoniert noch viel besser mit den Nudeln und dem knackigen Gemüse. Paprika, Möhre und Edamame. Mmmmmh!

Hinzu kommt noch knusprig gebratener Halloumi – den ich immer ziemlich lustig finde, weil er beim Kauen an den Zähnen quietscht. Aber knusprig gebraten und mit geröstetem Sesam merkt man das gar nicht 😉

So, nun habe ich genug zum Thema Zubereitungszeit gesagt und werde euch das Rezept verraten. Ich habe es natürlich wieder abgeändert, wie das immer so ist… ich finde es so genau richtig. Probiert es unbedingt aus und erzählt mir, wie es euch gefällt – und wie lange ihr dafür gebraucht habt, hihi 😉

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi

Erdnussnudeln mit knusprigem Halloumi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 112 g Asia-Nudeln
  • 1 Packung Halloumi
  • eine rote Paprika
  • 2-3 Möhren
  • eine reife Mango oder 300 g TK-Mango
  • 120 g TK-Edamame (bzw. nach Geschmack – ich mag immer lieber mehr ;))
  • 4 EL Erdnussbutter (stückig)
  • 2 EL Sojasoße (hell)
  • 2 EL Sojasoße (dunkel)
  • 2 EL Sesamöl
  • 2 EL Honig
  • 1 EL Thai-Curry-Paste
  • ein Stückchen Ingwer (daumengroß)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Sesam

Zubereitung

1. Die Nudeln mit kochendem Wasser übergießen und dann nach Packungsanweisung garen bzw. garziehen lassen. Abtropfen lassen und beiseite stellen. Die Edamame mit kochendem Wasser übergießen und etwa eine Minute köcheln. Sie sind schnell gar. Nun gehts ans Schnippeln: Der Halloumi wird gewürfelt und ebenfalls beiseite gestellt. Die Paprika halbieren, entkernen, waschen, dann quer halbieren und in feine Streifen schneiden. Möhren schälen und ebenfalls in feine Streifen schneiden. Wenn ihr eine frische Mango habt (die unbedingt reif sein sollte und möglichst weich), dann ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Bei TK-Mango schneidet ihr die Würfel noch ein bisschen klein.

2. Den Ingwer und den Knoblauch fein hacken. Nun gebt ihr beides mit der Erdnussbutter, den Sojasoßen, dem Sesamöl, dem Honig und der Thai-Curry-Paste in ein hohes Gefäß und püriert alles gut durch. Dann gebt ihr etwa 75-100 ml Wasser dazu – die Soße sollte eine sämige Konsistenz bekommen.

3. Nun erhitzt ihr in zwei Pfannen etwas Öl. In der einen bratet ihr die Möhre und Paprika kurz an. In der Zwischenzeit bestreut ihr den Halloumi mit Sesam und gebt ihn ebenfalls in eine Pfanne. Dann einfach braten, bis er goldbraun ist. Währenddessen gebt ihr die Mango, Edamame und die Nudeln zu dem Gemüse, rührt gut durch und verteilt dann die Soße darüber. Ebenfalls gut verrühren und dann sollte der Halloumi bald fertig sein. Serviert am besten die Nudeln getrennt vom Halloumi, weil der in der Pfanne mit der Soße sonst matschig wird 😉 Also: Nudeln in eine Schüssel und dann den Halloumi als Topping. Enjoy!

Was sind eure Erfahrungen mit Zubereitungszeiten? Schaut ihr da überhaupt drauf? 😉

Habt es wundervoll,

Alena

Brokkoli-Frittata - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schnelle Brokkoli-Frittata mit Dill

Zack, ist der Juni auch schon fast wieder rum. Das bedeutet: Wir starten in eine neue Runde des “Saisonal schmeckts besser” Foodblogger-Saisonkalenders. Der heutige Star meines Rezepts heißt Brokkoli und hat sich in einem Bettchen aus Ei versteckt: es gibt Brokkoli-Frittata!

Brokkoli-Frittata - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Dabei war es in diesem Monat schon wieder so schwierig, sich zu entscheiden. Zur Auswahl standen nämlich:

  • Blumenkohl
  • Fenchel
  • Brokkoli
  • Kohlrabi
  • Spinat
  • Mangold
  • Radieschen
  • Spitzkohl
  • Möhren

Und hallo? Diese Gemüse-Sorten sind alle lecker. Ich würde ja am liebsten jeden Monat eine Bowl nur aus den zur Wahl stehenden Gemüsesorten machen. Aber: Wir wollen ja einen Star haben. Also jeden Monat wieder die Entscheidung 😉

Brokkoli-Frittata - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Brokkoli-Frittata - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Dieses Mal habe ich mich für Brokkoli entschieden, denn ich wollte eine Brokkoli-Frittata machen. Eigentlich hätte es auch gut eine Mangold-Frittata werden können. Dafür gibt es bei mir in der Familie ein wunderbares Rezept, aber das habe ich 2016 als Gastblogbeitrag rausgehauen. Ihr findet es hier: Amor und Kartoffelsack – 7 Tage, 7 Blogs

Da ich aber ein Fan von Frittata bin, habe ich das Rezept einfach etwas abgewandelt und den Brokkoli zum Star gemacht. Ihr könnt es aber natürlich auch mit Mangold machen, wie im Original-Rezept 😉 Schmeckt ebenfalls großartig und Mangold ist wirklich ein tolles Gemüse!

Brokkoli-Frittata - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Meine Geheim-Zutat, um die Brokkoli-Frittata sommerlich zu machen, ist übrigens Dill. So geheim ist das eigentlich gar nicht, denn Dill schmeckt man ja meistens ziemlich leicht raus. Ich bin ein großer Fan von Dill, er gibt eine wunderbare Frische ab und passt einfach wunderbar in sommerliche Gerichte. Herr Wunderbrunnen verbindet mit Dill auch immer Sommer – und mir geht es ganz genauso.

Ihr könnt die Brokkoli-Frittata übrigens super vorbereiten. Einfach das Gemüse schon andünsten, abkühlen lassen und kalt stellen. Den Käse kann man auch schonmal reiben. Am nächsten Tag bzw. wenn ihr die Frittata zubereiten wollt, einfach das Gemüse in die Pfanne werfen, die Eier-Käse-Mischung dazu – fertig! Man kann die Frittata sowohl warm als auch kalt essen. Außerdem lässt sie sich auch gut 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Sie eignet sich auch hervorragend für ein Picknick!

Brokkoli-Frittata mit Dill

Brokkoli-Frittata - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • ein Brokkoli
  • eine rote Paprika
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 3 EL Dill
  • 6 Eier
  • 125 ml Milch
  • 150 g geriebenen Käse (ich habe Parmesan und Bergkäse gemischt)
  • 3 EL Semmelbrösel
  • Salz und Pfeffer
  • Öl

Zubereitung

1. Backofen auf 160 Grad vorheizen (Umluft). Den Brokkoli entstielen und die Röschen eventuell nochmal vierteln, wenn sie sehr groß sind. In einem Durchschlag waschen. Die Paprika entkernen und waschen. Quer einmal halbieren und dann längs in feine Streifen schneiden. Mit etwas Öl in eine ofenfeste Pfanne geben und den Brokkoli etwa 4-5 Minuten andünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Die Eier ebenfalls salzen und pfeffern und dann mit der Milch, dem Käse und den Semmelbröseln in einer Schüssel verquirlen. Die Paprika zum Brokkoli in die Pfanne geben, kurz mitdünsten und dann die Eiermasse darübergeben. Wenn ihr eine ofenfeste Pfanne habt, könnt ihr die nun in den Ofen schieben, ansonsten die Masse in eine Auflaufform geben oder auf ein Backblech gießen.

3. Die Form in den Ofen schieben und alles etwa 30 Minuten stocken lassen, bis die Brokkoli-Frittata eine goldbraune Farbe angenommen hat. Die Zeit bezieht sich auf eine Pfanne mit 28 cm Durchmesser, bei einem Backblech kann sich die Backzeit verkürzen. Als Faustrege: Die Frittata ist fertig, wenn ihr mit einer Gabel oben drauf drückt und sich alles fest anfühlt – also wenn das Ei komplett gestockt ist.

Brokkoli-Frittata - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und hier gibt es wie üblich die weiteren Rezepte dieser Runde – eine bunte Mischung, wie ich finde! Viel Spaß beim Schmökern:

Habt es wundervoll,

Alena

Blumenkohlsteak mit Blumenkohlpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Blumenkohlsteak mit Ofenkartoffeln und Blumenkohlpesto

Nachdem ich im letzten Monat aus Zeitgründen nicht beim “Saisonal schmeckts besser”-Bloggerevent mitmachen konnte, gehts diesen Monat umso motivierter in eine neue Runde! Mitgebracht habe ich euch: Blumenkohlsteak mit Ofenkartoffeln und Blumenkohl-Pesto.

Blumenkohlsteak mit Blumenkohlpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wie kam es zu dieser Kombi? Einerseits haben wir das Prinzip des Blogger-Events etwas umstrukturiert. Statt der sonst üblichen zwei saisonalen Zutaten stehen uns nun jeden Monat mehrere Gemüse-Sorten zur Verfügung. Damit wollen wir zeigen, wie groß die saisonale Vielfalt ist – und ein bisschen müssen wir ja auch darauf achten, dass manche Obst- oder Gemüse-Sorten sogar regional unterschiedlich verfügbar sind.

Mit der größeren Auswahl haben wir nun auch größeren Spielraum bei den Rezepten. Heißt: Alena hat größere Schwierigkeiten, sich zu entscheiden, welches tolle saisonale Produkt sie nun verwenden will 😀 Diesen Monat zur Auswahl standen:

  • Blumenkohl 
  • Kohlrabi
  • Mairübchen
  • Radieschen
  • Rhabarber
  • Spargel
  • Spinat
  • Spitzkohl

Blumenkohlsteak mit Blumenkohlpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Blumenkohlsteak mit Blumenkohlpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ist das nicht eine großartige Auswahl? Anfangs spielte ich mit dem Gedanken, einfach eine große Frühlings-Gemüse-Bowl zu machen. Aber dann war mir das doch zu einfach und ich wollte einen „Star“ haben 😉

Während ich also grübelte, welches Gemüse ich nehmen wollte, fiel mir plötzlich unser Pesto-Blogger-Event ein. Da wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass mir dieses fehlte! Pesto ist schließlich etwas großartiges! Also dachte ich mir – warum nicht aus einer der Gemüsesorten ein Pesto machen? Gedacht, getan! 

Blumenkohlsteak mit Blumenkohlpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Blumenkohlsteak mit Blumenkohlpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das Rennen um die Star-Besetzung in meinem Gericht machte dann der Blumenkohl. Er ist mir in letzter Zeit so häufig begegnet, dass ich einfach etwas damit machen musste! Da Blumenkohl schnell dazu neigt, etwas „fad“ zu sein, sollte es ein bisschen ungewöhnlich sein. 

Aus meinem Brainstorming herausgekommen ist ein Blumenkohl-Steak, gebraten und im Ofen zuende gebacken. Zeitgleich können die Ofenkartoffeln gebacken werden und das Pesto zubereitet werden. Das habe ich aus den Teilen vom Blumenkohl gemacht, die sich ablösen, wenn man die zwei dicken Scheiben für das „Steak“ abschneidet.

Blumenkohlsteak mit Blumenkohlpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Blumenkohlsteak mit Blumenkohlpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Übrigens: Versteht mich nicht falsch – der Ausdruck Steak ist absolut irreführend, denn mit einem herrlich saftigen Rib-Eye-Steak hat das nichts zu tun 😀 Aber die Formgebung erinnert ein klein wenig daran und deswegen passt der Begriff doch. So ein bisschen.

Ich habe die Scheiben kurz angebraten, damit sie Farbe bekommen und dann noch kurz im Ofen fertig gegart. Die Kartoffeln müssen je nach Größe etwas früher in den Ofen, da sie länger brauchen. Wenn ihr einen besonders großen Blumenkohl habt und nicht alles für das Pesto aufbraucht, könnt ihr die restlichen Röschen auch noch kurz anbraten und als Beilage essen. 

Nun verrate ich euch das Rezept und verspreche euch: Es geht super schnell und ist super lecker!

Blumenkohlsteak mit Ofenkartoffeln und Blumenkohl-Pesto 

Blumenkohlsteak mit Blumenkohlpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • einen Blumenkohl
  • 500 g Drillinge
  • zwei Handvoll Spinat
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Parmesan nach Belieben
  • zwei Zweige Rosmarin

Für das Pesto:

  • 250 g Blumenkohl 
  • 40 g gehackte Mandeln
  • 70 g Olivenöl
  • 50 g Parmesan (gerieben)

Zubereitung

1. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie goldbraun sind. Die Drillinge abwaschen, halbieren und in eine Schüssel geben. Mit Olivenöl beträufeln, bis alle gut bedeckt sind. Salz und Pfeffer dazugeben und gut verrühren, dass alle Kartoffeln Gewürze abbekommen. Dann mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech legen – daneben noch Platz für zwei Scheiben Blumenkohl lassen. Vom Rosmarin die Nadeln entfernen und über den Kartoffeln verteilen. In den Ofen geben und den Timer auf 10 Minuten stellen.

2. In der Zwischen den Blumenkohl von den Blättern befreien und waschen. Den Strunk dran lassen – dort setzt ihr nun an und halbiert den Blumenkohl. Dann zwei dicke Scheiben abschneiden – lieber etwas dicker als zu dünn! Der Strunk hält die Scheiben zusammen. Die übrigen Röschen ablösen. 250 g abwiegen und in einen Food Processor geben und mit ein paar Stößen zerkleinern, sodass die Menge aussieht wie Couscous. Eventuell müsst ihr diesen Vorgang wiederholen, weil nicht alles in den Food Processor passt. Dann die Blumenkohl-Masse in eine Schüssel geben und mit den Mandeln, dem Parmesan und dem Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eventuell müsst ihr etwas Öl zugeben, um eine cremigere Konsistenz zu bekommen.

3. Wenn die Kartoffeln 10 Minuten im Ofen waren, erhitzt ihr etwas Öl in einer Pfanne. Die Blumenkohlscheiben hineingeben und von beiden Seiten anbraten, dass sie Farbe bekommen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dann in den Ofen geben und den Timer auf circa 5-7 Minuten stellen. Es kann sein, dass die Kartoffeln am Ende doch länger brauchen, aber das nicht so schlimm. Wenn alles fertig ist, richtet ihr eine Handvoll Spinat auf eine Teller an, gebt das Blumenkohlsteak darauf und bestreut es mit Parmesan. Die Ofenkartoffeln serviert ihr mit dem Pesto dazu. Guten Appetit!

Und wenn ihr die ganze saisonale Vielfalt sehen wollt – bei meinen Mitstreiterinnen gibt es eine große Auswahl an tollen Rezepten. Viel Spaß beim Schmökern!

Die weiteren Rezepte:
Bärlauch-Gnocchi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bärlauch-Gnocchi oder: Endlich wieder Bärlauch!

Endlich ist sie wieder da, die Bärlauch-Zeit! Passend dazu habe ich heute ein Rezept für Bärlauch-Gnocchi im Gepäck. Wer die volle Dröhnung Bärlauch will: dazu passt hervorragend Bärlauch-Pesto 🙂

Bärlauch-Gnocchi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Bärlauch-Gnocchi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Vor ein paar Wochen hatte ich euch ja im Rahmen unseres Foodblogger-Saisonkalenders Pastinaken-Spinat-Ravioli mitgebracht. Einige meiner Kolleginnen hatte schon Bärlauch in ihren Rezepten verarbeitet. Da ich Bärlauch liebe, hätte ich das gerne auch getan – aber es gab ihn hier einfach noch nicht. 

Umso mehr freute ich mich, als meine Mama mir eine Woche später zwei dicke Bunde des grünen Krauts vom Wochenmarkt mitbrachte! Ich finde ja, dass Bärlauch sowohl lecker als auch fotogen ist. Mal ehrlich: dieses frische Grün, die zarten Blätter – da kann man doch ins Schwärmen geraten, oder? 

Bärlauch-Gnocchi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bärlauch-Gnocchi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich wusste auch schon sofort, zu was ich den Bärlauch verarbeiten wollte. Das hatten Herr Wunderbrunnen nämlich schon vor ein paar Wochen ausgeheckt 😉 da hatten wir nämlich zum ersten Mal Ricotta-Gnocchi gemacht. Bei der Gelegenheit stellten wir fest, dass die nicht nur lecker sind, sondern sich auch herrlich variieren lassen.

Die Ideen, die uns spontan kamen, waren so zahlreich, dass ich gar nicht hinterherkam, mir alle zu merken. Doch eine Idee blieb: Bärlauch-Gnocchi. Und da die Bärlauch-Zeit immer viel zu kurz ist, mussten wir die natürlich schnell machen. 

So gab es noch an dem Wochenende, an dem Mama Wunderbrunnen uns den Bärlauch mitbrachte, Bärlauch-Gnocchi. Und weil wir so viel Bärlauch hatten, machten wir kurzerhand noch ein Pesto dazu. Das Rezept habe ich im letzten Jahr verbloggt und ihr findet es hier. 

Bärlauch-Gnocchi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bärlauch-Gnocchi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich muss gestehen: Eigentlich mag ich keine Gnocchi. Meistens sind sie mir einfach zu kartoffelig. Da trifft es sich gut, dass wir in einem Kochbuch, das ich euch bald näher vorstellen möchte, ein Rezept für Ricotta-Gnocchi fanden. Ricotta. Keine Kartoffeln! Super oder? Genau richtig für mich, denn ich liebe Ricotta.

Die Gnocchi kann man, wie bereits erwähnt, sehr gut abwandeln. Der Teig freut sich über leckere Kräuter, ich kann ihn mir auch gut mir Spinat vorstellen, getrocknete Tomaten kommen bestimmt auch gut… Hachja. Herrliche Sache, solche wandelbaren Rezepte! Ich probiere mal aus und vielleicht stelle ich euch noch die eine oder andere Idee damit vor. 

Bärlauch-Gnocchi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bärlauch-Gnocchi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Apropos Idee: Auf meinem Lieblingsblog Liebesbotschaft gibt es diese Woche auch einen Beitrag mit Bärlauch-Rezepten! Die sind zwar alle vegan, aber sehen trotzdem super lecker aus. Und Syl, von der die Rezepte stammen, hat dort auch ein paar Tipps zusammengestellt, wie man Bärlauch von den giftigen und leider ähnlich aussehenden Maiglöckchen und Herbstzeitlosen unterscheiden könnt! 

Die Bärlauch-Gnocchi sind übrigens verhältnismäßig schnell gemacht – dafür, dass man “Gnocchi selbermacht”, was ja irgendwie fancy klingt, oder? Ihr rührt den Teig zusammen, formt Rollen, schneidet die kleinen Nocken ab, kocht sie kurz und bratet sie dann mit den Tomaten zusammen an. Die Tomaten müssen eigentlich nichtmal geschnippelt werden. Na, wie klingt das?

So werden die kinderleichte Bärlauch-Gnocchi gemacht:

Bärlauch-Gnocchi 

Bärlauch-Gnocchi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bärlauch-Gnocchi - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 250 g Ricotta 
  • 2 Eier
  • 30 g Bärlauch
  • 200 g Mehl
  • 50 g Parmesan
  • 250 g Tomaten (ich nehme am liebsten gemischte)
  • 1 Zehe Knoblauch

Zubereitung

1. Den Bärlach hacken und den Parmesan reiben. Ricotta, Eier, Parmesan und Bärlauch in eine Schüssel geben. Salzen und pfeffern, dann verrühren. Nun nach und nach das Mehl hinzugeben – der Teig sollte nur gerade eben nicht mehr kleben, dann ist er gut. Die Mehl-Menge kann also variieren. Die Arbeitsfläche leicht bemehlen. Den Teig darauf in zwei Portionen teilen und diese zu jeweils zwei Rollen mit etwa 2-3 cm Durchmesser formen. Dann 1 cm dicke Scheiben abschneiden.

2. Einen Topf mit Wasser aufsetzen und salzen. In der Zwischenzeit die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. In einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen, den Knoblauch kurz andünsten und dann die abgewaschenen Tomaten dazugeben. Die Gnocchi nacheinander in kochendem Wasser garen – sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schöpfkelle herausnehmen und sofort zu den Tomaten in die Pfanne geben. Mitbraten (auf nicht zu hoher Stufe), bis alle Gnocchi fertig gekocht sind. Mit Bärlauchpesto und/oder mit frisch geriebenem Parmesan servieren.

Ich wünsche euch die schönste Bärlauch-Zeit! Verratet ihr mir euer liebstes Bärlauch-Rezept?

Habt es wundervoll,

Alena

Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Gemüse-Nudeln – und was das mit Tim Mälzer zu tun hat

Tja, was soll ich sagen – mein heutiges Rezept läuft bei uns zuhause immer unter der Bezeichnungen “Mälzer-Nudeln”. Deshalb muss ich sie leider auch hier so nennen 😉

Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich habe allerdings keine Ahnung, wie es zu diesem Namen kam. Natürlich liegt nahe, dass Tim Mälzer etwas zu tun hat. Aber wie oft habe ich Google nun schon befragt und nie kam eine Verbindung zwischen diesen Nudeln und Herrn Mälzer zustande. Ich nehme einfach mal stark an, dass er etwas Ähnliches mal irgendwann gekocht hat und eine Freundin von Mama Wunderbrunnen das gesehen und ihr erzählt hat… und sie hat es dann gekocht.

Nun ist dieses Rezept unglaublich lecker und unglaublich einfach und vermutlich in der Zwischenzeit auch tausendmal angepasst worden. Aufgrund dieser Faktoren hat es sehr schnell auch seinen Weg in die Küche von mir und Herrn Wunderbrunnen gefunden. Der Name ist geblieben. Und irgendwie fand ich die Geschichte nett – und immer fancy Namen ausdenken ist ja auch irgendwie doof 😉

Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Tatsächlich haben wir für die meisten unserer Lieblings-Gerichte lustige Namen. Bei vielen weiß man gar nicht  mehr, wie er entstanden ist, manchmal ist es eine Verhohnepiepelung des Original-Namens, manchmal bezieht sich der Spitzname auf Geruch oder Konsistenz des Essens – und manchmal ist es einfach eine lustige Abkürzung, weil man nicht immer lange Namen wie “Schlemmerfiletpfanne Helgoland” sagen will.

Besagte Mälzer-Nudeln haben drei Gemüsesorten als Zutat, darunter auch Sellerie. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn ich nicht eine ausgesprochene Abneigung gegen dieses Gemüse hätte. Geht euch das auch so mit manchen Sachen? Brr. Meine Top 3 der Red-Flag-Foods sind Koriander, Kümmel und Kokos. In der Reihenfolge, the terrible K’s. Ok, auf Platz 1 steht unangefochten Tintenfisch, aber die drei K’s in einer Reihe lesen sich hübscher 😉

Auf jeden Fall kommt ziemlich dicht dahinter Sellerie. Ich glaube, meine Abneigung liegt darin begründet, dass ich einmal vor langer Zeit auf einer Party etwas Grünes von einer Rohkost-Platte  nahm und dachte, es wäre Gurke. Es war aber Staudensellerie und den mochte ich noch nie. Oh Graus…

Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Knollensellerie ist eigentlich auch nicht besser. Aber man braucht ihn eben leider manchmal – für Sachen wie Suppe, Bolognese und eben dieses Rezept. Ich habe aber eine Möglichkeit gefunden, wie ich ihn erträglich finde: In ganz feine Würfel geschnitten. Und dann natürlich auch nicht in Massen.

Ein weiterer Vorteil: Wir kaufen meistens einen halben Knollensellerie, zuhause wird er fein gewürfelt und dann eingefroren. So haben wir meistens etwas da, was durchaus praktisch sein kann. Wenn man nachts spontan Hunger kriegt… ok, Spaß 😉 Ihr könnt die Menge im Rezept natürlich nach Belieben anpassen!

Und nun habe ich genug über Dinge geredet, die ich nicht mag. Das hier mag ich auf jeden Fall sehr und hoffe, dass es euch ebenso geht:

Gemüse-“Mälzer”-Nudeln

(2 Personen)

Mälzer-Nudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Nudeln (wir nehmen am liebsten Vollkornnudeln dazu)
  • 2-3 Möhren
  • 1 Stange Porree
  • 4-5 EL Sellerie (gewürfelt)
  • 2-3 gute Handvoll geriebener Parmesan
  • 3/4 Becher Sahne
  • Salz, Pfeffer, granulierter Knoblauch
  • Öl zum Andünsten

Zubereitung

1. Die Möhren schälen, längs halbieren und vierteln, dann in Würfel schneiden. Den Porree schälen und waschen, dann ebenfalls längs halbieren und vierteln und in Würfel schneiden. Knollensellerie entweder eingefroren haben oder kaufen, schälen und fein würfeln. Parmesan reiben und beiseite stellen.

2. Die Nudeln aufsetzen. Gleichzeitig mit dem Gemüse loslegen: In einer Pfanne Öl erhitzen und darin zuerst die Möhren mit dem Sellerie andünsten (ca. 4-5 Minuten). Dann den Lauch dazugeben und etwa 1-2 Minuten mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen. Dann die Sahne angießen und köcheln lassen. Kurz bevor die Nudeln fertig sind, den Parmesan dazugeben und in die Soße schmelzen lassen. Alles nochmal abschmecken, dann mit den Nudeln vermengen und servieren. Guten Appetit!

Hach, sieht das gut aus. Dazu passt übrigens super geriebener Emmentaler! Ich bin ja auch eher so Team “Käse auf die Nudeln”, also… ja. Alles getestet für euch! Verratet ihr mir zum Abschluss noch, was ihr gar nicht gerne mögt? Das finde ich immer super spannend 😉

Habt es wundervoll,

Alena