Cookies - Foodblog - Wunderbrunnen - Fotografie

Die weltbesten Cookies – mein Lieblingsrezept

Als ich die elfte Klasse in den USA verbrachte und dort selbstgebackene Chocolate-Chip-Cookies kennenlernte, war mir nicht bewusst, dass es davon Variationen gibt wie Sand am Meer. Jede Familie dort scheint ihre ganz eigenen und natürlich die perfekten Cookies zu haben, und so brachte ich das Rezept meiner Gastfamilie mit nach Deutschland. Nach einer Weile begann ich, mir weitere anzuschauen und stellte fest, dass es nicht nur tausende von Rezepten gibt, sondern auch tausende Konsistenzen. Chewy (also eher weich), crunchy (eher knusprig), beides zugleich, dicke Cookies, flache Cookies – und natürlich jegliche Kombination mit Butter, geschmolzener Butter, weißem Zucker, braunem Zucker, mit Ei, ohne Ei…

Und dann gibt es da noch die Anweisung, die mir erst seit Kurzem geläufig ist: dass die Cookies angeblich am besten werden, wenn man sie 24 Stunden ruhen lässt. 24 Stunden! Ich habe das ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert, aber für ungeduldige Menschen wie mich ist das auch ausgesprochen unpraktisch. Eigentlich müsste man zu diesen Rezepten nämlich auch noch eine Anleitung schreiben, wie man spontane Cookies-Gelüste planen kann. Denn normalerweise hat man in so einem Fall nicht 24 Stunden Zeit 😉

Cookies - Foodblog - Wunderbrunnen - Fotografie

Jedenfalls habe ich mittlerweile eine Vielzahl an Rezepten ausprobiert und fand tatsächlich alle lecker. Aber dann entdeckte ich vor Kurzem eines und kann mit Gewissheit sagen – das ist jetzt wirklich (erstmal) mein Lieblingsrezept (auch wenn es strenggenommen keine reinen Chocolate-Chip-Cookies sind). Gefunden habe ich es auf bei Joanna auf Liebesbotschaft, einem meiner Lieblingsblogs, und war restlos begeistert.

Cookies - Foodblog - Wunderbrunnen - Fotografie

Die Cookies bestehen aus einem Grundteig, der nur für sich genommen schon wirklich lecker ist (ich habe es trotz rohem Ei getestet). Je nach Belieben kann er noch mit verschiedenen Zutaten verfeinert werden. Das Originalrezept findet ihr HIER und meine leicht abgewandelte Version habe ich euch heute aufgeschrieben. Ich habe die Menge übrigens halbiert, mein Cookieglas war damit voll – man kann aber auch die normale Menge machen, denn die Cookies lassen sich super aufbewahren und bleiben lange schön (und lecker ;)). Die optionalen Zutaten könnt ihr natürlich variieren, weglassen oder eigene hinzufügen – ganz nach Geschmack und dem Inhalt eurer Vorratskammer.

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Zutaten für die weltbesten Cookies

Grundteig

  • 125 g Butter
  • 130g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Vanillearoma
  • 140g Mehl
  • eine Prise Salz
  • 1/2 TL Natron

Optional

  • 50g gehackte Zartbitterschokolade
  • 50g gehackte Vollmilchschokolade
  • 50g Haferflocken
  • 40g Weizenvollkornmehl
  • 25g gehackte Walnüsse
  • 50g getrocknete Cranberries

Zubereitung

1. Den Ofen auf 185° vorheizen. Die Butter schaumig schlagen, dann den Zucker, das Vanillearoma und das Ei hinzufügen und solange mixen, bis die Masse fluffig ist.

2. Mehl, Salz und Natron in einer Schüssel miteinander vermischen und dann mit der Butter-Zucker-Masse vermengen, dass man gerade so kein Mehl mehr sieht. Anschließend vorsichtig die optionalen Zutaten unterheben.

3. Mit zwei Teelöffeln oder Esslöffeln (je nach gewünschter Größe) Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Etwa 8-10 Minuten backen lassen  – es kommt auf die Größe der Cookies an. Wenn sie goldbraun sind, sind sie fertig! Im Anschluss auf einem Rost auskühlen lassen.

Cookies - Foodblog - Wunderbrunnen - Fotografie

Cookies - Cookies - Foodblog - Wunderbrunnen - Fotografie

Cookies - Foodblog - Wunderbrunnen - Fotografie

Die Cookies sind von innen noch wunderbar chewy und saftig, während sie von außen knusprig sind. Zum Genießen, perfekt gegen das Nachmittagstief und als Begleiter zu Tee oder Kaffee. Oder einfach so 🙂

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Habt es wundervoll,

Alena

Steak, Ofengemüse und Pommes - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ribeye – ein Traum von einem Steak

Let’s eat Ribeye steak! (Für alle Vegetarier: Wenn ihr runterscrollt, da gibt es ein feines Ofengemüse, das auch ohne Steakbeilage schmeckt ;))

Collage Ribeye-Steak und Gemüse - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich muss zugeben, dass ich nie ein großer Steak-Fan war. Irgendwie war mir dieser Zustand eines “medium” gebratenen Steaks immer suspekt (Banause, ich weiß), aber durchgebraten war es mir dann doch auch zu hart. Wer mag schon Essen mit Konsistenz einer Schuhsohle… Aber dann zog in den Haushalt meiner Eltern ein Gasgrill ein, der es auf magische Art und Weise schaffte, jegliche Art von Fleisch derart zart und lecker zu garen, dass ich mit jedem Bissen, den ich “nur mal probieren” wollte, mehr und mehr angetan war. Dass mein Freund diese Steaks auch aß und mochte, beeinflusste meinen Geschmackssinn vielleicht auch. Jedenfalls zog Ende letzten Jahres ebenfalls ein Gasgrill bei uns ein, ein paar Nummern kleiner und in transportabel, aber vom Prinzip her gleich. Und so wuchs in meinem Kopf die Idee, einmal selber Steak zu grillen, das so toll zart und saftig ist…

Collage Ribeye-Steak - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Das sieht gut aus, oder? Am Wochenende war es soweit. Im Fleischladen unseres Vertrauens gibt es eine recht große Auswahl an verschiedenen Steaksorten bzw. Teilen vom Rind. Unser Entschluss stand allerdings schon vorher fest: Es sollte Ribeye-Steak sein. Warum ausgerechnet Ribeye? Die Besonderheit an diesen Steaks ist, dass das Fleisch im Idealfall schön marmoriert ist – ganz im Gegensatz zu den eher mageren Huft- oder Beefsteaks. An alle Menschen mit Aversion oder Misstrauen gegen Fett: Ich war früher auch immer eher skeptisch im Angesicht von Fettstücken am oder im Fleisch, aber bei diesen Steaks ist das ein ausschlaggebender Faktor! Bei großer Hitze schmilzt das Fett nämlich und wird vom Fleisch aufgenommen. Das Ergebnis ist ein unglaublich zartes Steak, das einen wunderbaren buttrigen Geschmack hat (soviel zum Thema “Fett ist Geschmacksträger” und so ;)). Herrlich!

Und als kleine, aber feine Empfehlung: Wenn ihr Ribeye-Steak kauft, nehmt nicht die vorgeschnittenen Steaks, die in der Auslage liegen. Sie sind häufig viel zu dünn! Ein Ribeye-Steak muss dick sein, mindestens zwei bis zweieinhalb Finger dick (oder vier bis fünf Zentimeter).

Ribeye-Steak im rohen Zustand - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Unsere sahen so aus und wogen jeweils etwa 380 Gramm. Warum müssen Steaks so dick sein? Ganz einfach: Wenn ihr ein dickes Steak grillt, wird es von außen schön knusprig – während es innen zum perfekten medium gart. Ist das Steak zu dünn, kann man es zwar auch knusprig werden lassen, aber dann ist es von innen möglicherweise bereits zäh. Und das mit der Schuhsohlenkonsistenz hatten wir ja schon…

Ein weiterer Tipp: Wenn ihr ein großes Steak habt, übertreibt es nicht mit den Beilagen. Ein leckeres Ofengemüse oder vielleicht auch ein Salat reicht völlig aus. Die Hauptakteure unserer Beilage stelle ich euch jetzt vor:

Ofengemüse - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ofengemüse

(reicht für 2 Personen als Beilage)

  • eine Möhre
  • eine Pastinake
  • eine Zucchini
  • eine Paprika
  • Frühlingszwiebeln (oder Lauch)
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

1. Das Gemüse putzen und alles in 4 oder 5 mm dicke Scheiben schneiden. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

2. Ein Backblech oder eine Auflaufform (sollte groß genug sein, um das Gemüse später einmal wenden zu können) mit etwas Olivenöl beträufeln. Die Möhren- und Pastinakenscheiben darauf geben, mit noch etwas Öl beträufeln, etwas Salz und Pfeffer dazugeben und verrühren. In den Ofen geben und die Eieruhr auf 10 Minuten stellen.

3. Sind die 10 Minuten um, gebt ihr die Zucchini und Paprika hinzu, wieder etwas Salz und Pfeffer und dann noch einmal alles vermengen. Die Eieruhr wieder auf 10 Minuten stellen.

4. Nach diesen 10 Minuten dürfen die Frühlingszwiebeln auf die Party, allerdings wollen sie nur 5 Minuten bleiben. Das Gemüse hat nun 25 Minuten geschwitzt und ist fertig!

Als Hinweis: Wenn ihr die Scheiben dünner schneidet, verkürzt sich die Garzeit – das könnt ihr je nach Geschmack anpassen.

Und nun wollen wir uns der Zubereitung des Steaks zuwenden:

Geling-Tipps für “medium” Ribeye-Steak vom Grill

1. Oben schon erwähnt, hier noch einmal: Kauft ein dickes Steak! Bei den meisten Schlachtern kann man sich ein Stück abschneiden lassen und die Dicke selbst bestimmen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist natürlich auch die Qualität des Fleisches. Besonders wichtig: Das Fett sollte weiß sein, denn gelbliches Fett ist ein Zeichen dafür, dass das Fleisch von einem alten Tier stammt.

2. Nehmt das Steak eine Stunde vor Zubereitung aus dem Kühlschrank, damit es Zimmertemperatur bekommen kann.

3. Der Grill muss richtig, richtig heiß sein. Beim Gasgrill geht das recht schnell – trotzdem das Vorheizen einplanen! (Beim Braten in der Pfanne ist das ebenfalls wichtig.)

4. Die Garzeit hängt von der Dicke des Steaks ab (unsere Steaks waren etwa 4 Zentimeter dick). Die Garzeit beträgt dann 8 Minuten – 4 Minuten von jeder Seite, mit geschlossenem Deckel. Lässt sich das Steak nach 4 Minuten noch nicht vom Grillrost lösen, auf gar keinen Fall gewaltsam abreißen! Lieber noch eine halbe Minute warten – dementsprechend verkürzt sich die Garzeit dann auf der anderen Seite.

5. Wenn das Steak gewendet wurde und die Garzeit um ist, zeigt die Druckprobe, ob das Steak fertig ist. Das ist je nach gewünschtem Garungsgrad unterschiedlich – bei einem medium gegrillten Steak sollte sich das Steak bei leichtem Druck so anfühlen, wie die Daumenwurzel an der Hand. Für ungeübte Steak-Zubereiter (wie mich) habe ich einen tollen zusätzlichen Tipp von meiner Mutter: Wenn das Steak fertig ist, hat sich auf der Oberseite der Fleischsaft gesammelt, wodurch es eine glänzende Farbe bekommt (siehe Foto).

6. Wenn das Steak fertig ist, auf keinen Fall in Alufolie wickeln – es gart nach und der ganze tolle Saft geht in die Folie. Lieber direkt mit etwas Salz und Pfeffer bestreuen und servieren!

Ribeye-Steak - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich finde, so ein Steak vom Grill sieht traumhaft gut aus. Diese Streifen! Und diese knusprigen Stellen! Einfach umwerfend und etwas ganz Feines.

knuspriges Ribeye-Steak - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ribeye-Steak, Ofengemüse und Pommes - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Und wenn Ribeye-Steaks so perfekt durchgegart sind, wie unsere Exemplare am Wochenende, dann sehen sie von innen so aus:

Anschnitt vom Ribeye-Steak - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Hach, mir läuft schon wieder das Wasser im Munde zusammen. So ein Steak ist etwas ganz Besonderes und ich finde, wenn man ein qualitativ hochwertiges Stück Fleisch gekauft und zubereitet hat, sollte man es auch ganz bewusst genießen. Immerhin isst man so etwas nicht jeden Tag!

Ich wünsche euch allen einen schönen Start in die Woche.

Habt es wundervoll,

Alena

Foodbloggercamp 2016 in Reutlingen

Wer sich das Bloggen vielleicht als einsames Hobby vorstellt, bei dem man still in seinem Kämmerlein vor sich hin arbeitet, dem kann ich heute berichten – das Gegenteil ist der Fall! Natürlich sind das Fotografieren und Schreiben Tätigkeiten, für die man Ruhe braucht, aber ein ebenso wichtiger Teil des Bloggerdaseins ist das Networken und der Austausch mit anderen Bloggern – das kann auf Blogger-Stammtischen, gemeinsamen Messe-Besuchen oder anderen Veranstaltungen wie beispielsweise Barcamps passieren. Zu letzteren gehört das sogenannte Foodbloggercamp.

Foodbloggercamp Logo - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie
Logo von http://www.foodbloggercamp.de/

Aber was ist denn eigentlich ein Barcamp? Das grundlegende Prinzip ist, dass jeder Teilnehmer auf einem Gebiet Experte ist und dieses Wissen weitergeben kann, sodass jeder davon lernen kann. Konkret läuft es so ab, dass zu Anfang der Veranstaltung Teilnehmer Vorschläge für Sessions machen und diese auch selbst anbieten können. Das können sowohl Sessions sein, in denen über bestimmte Themen diskutiert wird, oder praktische Sessions, in denen gekocht, gebacken, etc. wird. Aus diesen Vorschlägen wird dann das Programm für den jeweiligen Tag erstellt und jeder kann sich aussuchen, an welchem Workshop er teilnehmen will.

Das Foodbloggercamp findet derzeit zweimal im Jahr statt, einmal in Berlin und einmal in Reutlingen. In Berlin war ich letztes Jahr als “noch-nicht-aktiv Blogger” dabei, in Reutlingen am vergangenen Wochenende dann als Neuling-Blogger. Hingefahren bin ich gemeinsam mit Graziella (von Graziellas Foodblog). Samstag morgen holte sie mich sehr früh und los ging es! Im Gepäck hatte ich ein Frühstück der besonderen Sorte, das ich an dieser Stelle unbedingt noch mit euch teilen möchte: Klatschbrötchen.

Klatschbroetchen - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Die Zubereitung ist denkbar einfach – man nehme ein normales Brötchen und einen großen Schokokuss, schneide das Brötchen auf, platziere den Schokokuss zwischen den Hälften, drücke diese zusammen und genieße das schönste Geräusch der Welt: das Knacken der feinen Schokolade und das samtene Rauschen des Schaumes, wenn der Schokokuss zusammengedrückt wird. Hach! Für mich auch ein Stück Kindheit, denn Klatschbrötchen gab es oft, wenn meine Eltern und ich samstags frühmorgens aufstanden, um an die Nordsee zu fahren und dort den Tag zu verbringen. Die Tradition, Klatschbrötchen auf längeren Autofahrten am frühen Morgen zu essen, finde ich sehr erhaltenswert 😉

Aber genug der langen Vorrede, ich wollte euch ja vom Foodbloggercamp in Reutlingen erzählen. Das fand bei Marcus Schneider im sogenannten Cooking Concept statt, einer Eventküche und Kochschule. Eine tolle Location, wo es zwei sehr gut ausgestattete Küchen gibt sowie ein großartiges Team rund um Marcus, die mit bewundernswerter Gelassenheit zwei Tage lang den 76 Teilnehmern behilflich waren, hinterhergeräumt haben und eigentlich fast heinzelmännchenlike unterwegs waren. An dieser Stelle an großes Dankeschön – ohne euch wäre wahrscheinlich das Chaos ausgebrochen!

Nachdem also am Samstag die Sessions geplant waren, musste man sich als Teilnehmer “nur” noch überlegen, welche Session nun Vorrang haben sollte – aufgrund der Räumlichkeiten konnten nämlich bis zu fünf Sessions gleichzeitig stattfinden. Da war Entscheidungsfreude gefragt! Da es pro Tag bis zu sechs Sessions geben konnte, erzähle ich euch hier von meinen Lieblingen.

 Lieblingssession Nr. 1 – Pasta kneten, färben, füllen, falten

Elena von heute gibt es… hat uns in ihrer Session einführend erklärt, welches Mehl oder welcher Hartweizengrieß für Nudeln am besten ist (sogenanntes “doppelgriffiges Mehl” und der italienische “Granoro Semola di grano duro”) und uns mit Rote-Bete- und Spinatpulver gezeigt, mit denen man Nudeln einfärben kann. An der großen Küchenmaschine ging es dann ans Walzen der Nudeln. Obwohl wir schnell kaum noch Platz hatten, die immer länger werdenden Nudelbahnen zwischenzulagern, war das noch die kleinere Aufgabe angesichts der Tatsache, dass die Nudeln noch ausgestochen und zu Tortellini gefaltet werden sollten. Wer das schonmal bei sich zuhause im kleinen Rahmen gemacht hat, weiß, wie aufwendig das ist… Zusätzlich lernten wir noch, wieviel Salz tatsächlich idealerweise ins Kochwasser sollte. Das Ergebnis hat mich überrascht: 15 Gramm pro Liter!

Pastamaking - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Pastamaking - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog
v.l.n.r.: Marcus erklärt, Graziella und ich walzen fleißig Nudeln aus. (Credits Foto ganz rechts: Gyöngyi d’Ambra)

Tortellini - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Lieblingssession Nr. 2 – Sauerteigbrot backen

Tina von Lecker&Co hat mit uns Sauerteigbrot gebacken! Für mich eine vollkommen neue Erfahrung, da man den Teig mit den Händen durchknetet und walkt und das Ganze unglaublich doll an den Fingern klebt. Ich mag sowas aber gerne und nachher klebte das Brot dann auch nicht mehr so stark. Da man klassisches Sauerteigbrot lange stehen lassen muss und wir die Zeit nicht hatten, schummelten wir etwas Hefe in den Teig und konnten später am Tag unsere Brote fertig backen und die Resultate kosten. Superlecker! Selbstgebackenes Brot rockt.

Brot - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Brot - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

 Sauerteigbrot mit Herz - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

 Lieblingssession Nr. 3 – Wurst-Salsiccia selber machen

Besonders neugierig war ich auf die Session, in der wir mit Werner von wernerkochtwild Wurst selber gemacht haben – dass es so faszinierend und auch beeindruckend war, hätte ich dann allerdings doch nicht gedacht. Beeindruckend vor allem deshalb, weil wursten eigentlich gar nicht soooo zeitaufwendig ist… man muss nur etwas Übung haben. Insgesamt 5 Kilo Fleisch, eine große Pfanne mit gerösteten Gewürzen und Fenchel landeten im Fleischwolf und dann wurde gewurstet, was das Zeug hält. Abends wurde das Ergebnis dann gegrillt und es war absolut köstlich! Definitiv etwas, was ich auch mal zuhause machen würde bzw. werde, sobald hier eine Küchenmaschine eingezogen ist 😉

Gewuerze - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Wursten - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Wursten - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog Wursten - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Lieblingssession Nr. 4 – Orangen-Vanille-Pannacotta mit 2 Sorten Vanille

Einer der Sponsoren des Foodbloggercamps war der Vanille Shop aus Hamburg. Roland war als Fachmann vor Ort und hat gemeinsam mit Karen von Karens Backwahn eine Session geleitet. Hier wurde nicht nur Panna Cotta gekocht, sondern wir konnten auch die verschiedenen Vanille-Sorten betrachten und die Gerüche vergleichen. Tatsächlich gab es da nennenswerte Unterschiede was die Dicke der Schoten und den Duft betrifft – diese Faktoren sind je nach Herkunftsland unterschiedlich.

Vanille - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Auch am Sonntag gab es Nudeln von Elena und diesmal sogar gepresste, das Foto wollte ich euch nicht vorenthalten:

Pastamaking - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Pasta - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen “praktischen” Sessions einen kleinen Eindruck geben, wie so ein Barcamp, speziell für Foodblogger abläuft. Es war ein Wochenende voller Eindrücke, ich habe bekannte Blogger wiedergetroffen und viele neue kennengelernt und insgesamt eine tolle Zeit gehabt! Vielen Dank nochmal dafür… an alle 😉

Habt es wundervoll,

Alena

Und hier nachträglich noch die Sponsoren des Foodbloggercamps – ein großes Dankeschön an euch!!

CookingConcept Burgis Feine Kartoffelspezialitäten Koawach Hädecke Vanille-Shop Lebensbaum A. RIEPER AGMETRO GROUP nu3 intelligent nutrition Villeroy & Boch Amarula GLS Bank Teutoburger Ölmühle GAZIBirkel Gerstoni Tchibo Plose Mineralwasser Spiegelau

Rosenkohl-Lachs-Nudeln

Der Winter ist ja traditionell eher nicht so die Jahreszeit, in der übermäßig viele Gemüse- und Obstsorten Saison haben. Ich koche gerne saisonal, muss aber gestehen, dass das gerade im Winter nicht immer einfach ist – ganz im Gegensatz zum Sommer, der uns mit einem so großen Angebot an Obst versorgt, dass besonders Beeren-Junkies wie ich voll auf ihre Kosten kommen. Gibt es noch jemanden, der so beerensüchtig ist wie ich? Sollte ich jemals einen eigenen Garten haben, werden dort zuerst Himbeer- und Blaubeersträucher gepflanzt… hach! Aber ich schweife ab. Winter! Vielleicht tue ich dieser Jahreszeit unrecht, denn ich mag die saisonalen Gemüsesorten doch auch sehr gerne. Wintersalate, Kürbisse, Lauch und Wurzelgemüse und natürlich Kohl in allen Farben und Formen! Mein größter Liebling ist dabei allerdings dieser kleine Schatz:

Rosenkohl - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Rosenkohl! Sieht der nicht einfach schon zuckersüß aus? Ein Kohl im Miniatur-Format. Vielleicht so, wie ein Riese einen Weißkohl sehen würde. Und so lecker! Ich glaube, Rosenkohl steht auch nicht bei allen ganz oben auf der Favoritenliste – vielleicht, weil er manchen eher muffig oder bitter in Erinnerung ist. Ich habe damit keine Erfahrung, denn ich habe ihn schon früher gerne zum Käsefondue gegessen. Vielleicht war das aber auch die beste Möglichkeit, ein kleines Kind an ein so polarisierendes Gemüse heranzuführen (falls das jemandem als Tipp weiterhilft ;)). Jedenfalls muss man Rosenkohl nicht unbedingt kochen, denn er schmeckt auch als Salat und ist damit wunderbar variabel. Heute habe ich ein wunderbares Rezept für alle Rosenkohl- und auch Lachsliebhaber, in dem der Rosenkohl quasi in seine Einzelteile zerlegt und nur kurz gekocht wird:

Rosenkohl-Lachs-Nudeln

Lachs-Nudeln mit Rosenkohl - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Die Zubereitung geht relativ schnell, einzig das Auseinandernehmen der einzelnen Rosenkohlblätter dauert vielleicht fünf Minuten länger als beim “klassischen” Putzen vom Rosenkohl. Es lohnt sich aber! Und ich verspreche euch: Der Rosenkohl schmeckt kein bisschen muffig, sondern richtig lecker.

Rosenkohl - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Zutaten

(für 2 Personen)

  • 300-500 g Rosenkohl (nach Geschmack)
  • 300 g frisches Lachsfilet
  • 200 g Spaghetti (oder nach Hunger)
  • eine Bio-Zitrone
  • eine Zwiebel oder Schalotte
  • 200 ml Sahne
  • eine Messerspitze Natron
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl

1. Den Rosenkohl putzen, die einzelnen Blätter ablösen und in einer Schüssel sammeln. Die Zwiebel oder Schalotte schälen, in feine Würfel schneiden und in etwas Öl in einer Pfanne andünsten. Die Sahne angießen und köcheln lassen. Die Zitrone heiß abwaschen und die Schale abreiben, in die Soße geben, dazu Zitronensaft nach Geschmack.

2. Die Spaghetti in kochendem Salzwasser garen, dabei für die letzten drei Minuten die Rosenkohlblätter und das Natron mit in das Wasser geben und mitkochen lassen. Das Natron verändert den Geschmack nicht, macht den Rosenkohl aber bekömmlicher (wer schonmal Rosenkohl ohne gegessen hat, weiß was ich meine ;)).

3. Den Lachs waschen, trocken tupfen und in Würfel schneiden. Wenn der Rosenkohl zu den Nudeln gegeben wurde, den Lachs in etwas Öl anbraten, dabei mit Salz und Pfeffer würzen.

4. Wenn die Nudeln fertig sind, abgießen, und gemeinsam mit dem Rosenkohl mit der Soße vermischen. Den Lachs hinzugeben und anrichten.

Lachs-Nudeln mit Rosenkohl - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Lachs-Nudeln mit Rosenkohl - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Lachs-Nudeln mit Rosenkohl - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Guten Appetit!

Habt es wundervoll,

Alena

Soulfood aus dem Norden: Rübenmus

Ich kann es nicht leugnen – ich bin kein Fan des Monats Februar. Ich habe generell nichts gegen den Winter, aber von allen Wintermonaten ist für mich der Dezember der schönste – er riecht für mich nach Rotkohl, Zimt und selbstgebackenen Plätzchen und ich liebe die Vorweihnachtszeit mit ihren Lichtern und der allgemeinen Vorfreude. Im Januar ist zwar alles schon etwas nüchterner, aber das Versprechen eines neuen Jahres, die kleine Hoffnung auf einen Spaziergang im Schnee und vielleicht auch schon die ersten weißen Tulpen machen diesen Monat besonders. Im Februar hingegen erscheint der Winter schon ewig lang, der Frühling noch viel zu weit weg und das Wetter zeigt sich häufig auch nicht unbedingt von seiner glanzvollen Seite. Da liegt es nur nahe, sich etwas zu kochen, das gut durchwärmt und vielleicht sogar ein bisschen leuchtende Farbe auf den Teller bringt.

Rübenmus - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Die Hauptrolle in diesem Rezept spielt ein Gemüse, dem wahrlich kein attraktives Image anhaftet: die Steckrübe.

Rübenmus - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Kann man eigentlich gar nicht verstehen, oder? Die tollen Farbschattierungen! Da gibt es unfotogeneres Gemüse. Für die Menschen im sogenannten deutschen “Steckrübenwinter” 1916/1917 während des Ersten Weltkrieges war jedoch vermutlich nichts so nebensächlich wie das Aussehen ihres Essens. Dieses war so knapp, dass Steckrüben als Kartoffelersatz und auch als Basis für diverse Gerichte verwendet wurden. Heißt, es gab zu jeder Mahlzeit in irgendeiner Form Steckrüben. In den damals erschienenen Steckrüben-Kochbüchern gab es sogar eine Anleitung für “Steckrüben-Kaffee”… Kein Wunder also, dass diesem Gemüse zumindest in der Generation der Groß- oder Urgroßeltern nicht die größte Beliebtheit zukommt!

Aber genug der Geschichte, ich habe heute ein Rezept für euch, in dem sich die Rübe das Rampenlicht noch mit ihrer Verwandten, der Mohrrübe teilt, und gemeinsam mit Kartoffeln und Rauchfleisch die Hauptakteure in einem Gericht bilden, das ganz typisch norddeutsch ist:

Rübenmus

Rübenmus - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Für mich seit meiner Kindheit und auch heute noch ein echter Klassiker, Seelentröster und Durchwärmer, wenn draußen der kalte Februar- oder Herbstwind pfeift. Und obwohl es sich offensichtlich um ein Gericht handelt, das ich wirklich ausschließlich aus meiner nordischen Heimat kenne, ist es auch im Rest Deutschlands einfach nachzukochen. So gehts:

Zutaten

(reicht für etwa 4 Personen, kann aber auch gut eingefroren werden)

  • eine mittelgroße Steckrübe
  • ein Bund Möhren (oder circa 6 Stück)
  • 4-5 mittelgroße Kartoffeln
  • 5 Kohlwürste (oder Kochwürste oder Mettenden oder wie sie in eurer Region eben heißen)
  • etwas Pflanzenöl
  • 250ml Gemüsebrühe
  • Pfeffer und Salz

1. Zuerst werden die Möhren, Kartoffeln und die Rübe geschält. Letzteres geht gut, indem man sie erst halbiert, in ca. 2 fingerdicke Scheiben schneidet und dann einfach den Rand entfernt. Das Gemüse in ca. 1-2 cm dicke Würfel schneiden. Letztlich kommt es nicht so sehr darauf an, da nachher ohnehin alles zerstampft wird, aber bei kleineren Würfeln verkürzt sich die Garzeit.

2. Das Öl in einen Topf geben (der Boden sollte bedeckt sein). Die Gemüsewürfel hinzugeben und alles gut anschwitzen. Wenn es langsam anfängt, sich am Boden abzusetzen, kommt die Gemüsebrühe hinzu. Wenn die Brühe kocht, die Temperatur reduzieren, bis sie noch leicht köchelt. Die Würste am Stück oben auf das Gemüse legen und den Deckel auf den Topf setzen.

3. Es dauert ungefähr 30 bis 40 Minuten, bis das Gemüse gar ist. Wichtig ist, dass die Würste alle 10 Minuten gedreht und mit einer Gabel ein paarmal angepiekst werden, damit das Aroma in das Rübenmus gelangt.

4. Wenn das Gemüse gar ist, die Würste herausnehmen und in dünne Scheiben schneiden. Das Gemüse zu einem Stampf verarbeiten. Sollte dieser zu fest sein, noch etwas Brühe nachgießen. Anschließend salzen und mit ordentlich Pfeffer würzig abschmecken und im Anschluss die Würste wieder in den Topf geben.

Rübenmus - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Rübenmus - Wunderbrunnen - Fotografie - Foodblog

Guten Appetit!

Habt es wundervoll,

Alena

Winter Wonderland

Ich liebe Schnee! Ich weiß, dass er der Graus vermutlich aller Autofahrer, der Deutschen Bahn und aller Stadtwerke ist, aber ich liebe das Gefühl,  morgens aufzuwachen (bevorzugt am Wochenende) und festzustellen, dass die Welt wie von einer Puderzuckerschicht bedeckt ist. Alles wirkt so ruhig und sanft und ich werde immer ganz hibbelig vor Vorfreude auf einen Spaziergang in der weißen Welt. Damit muss man sich in unseren Breiten allerdings beeilen, denn es fängt meistens schneller an zu tauen, als man “Schneeschieber” sagen kann.

In diesem Winter gab es noch nicht besonders viel von der weißen Pracht, doch in der Nacht von Freitag auf Samstag hatte es geschneit und selbst der Balkon hatte eine kleine weiße Pudelmütze verpasst bekommen.

Winter Wonderland - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Um noch etwas vom Winter Wonderland zu haben, stiegen wir kurzentschlossen ins Auto und krochen die zum teil verschneite Straße zum Feldberg hoch. Hier, auf 878 Metern Höhe, bot sich uns eine ganz besondere Atmosphäre, denn der Berg lag in eine dicke Nebeldecke gehüllt.

Winter Wonderland - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Winter Wonderland - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Wir parkten ein Stück unterhalb der Spitze und liefen den Weg durch den Wald. Unterbrochen wurde die Stille des Schnees nur durch fröhliches Gekreische von Kindern und ihren Eltern, die das Wetter zum Rodeln nutzten – bessere Bedingungen hätte man wahrscheinlich nirgendwo gefunden.

Winter Wonderland - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Winter Wonderland - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Oben angekommen empfing uns Schneegestöber und ein kalter Wind. Bei normaler Witterung kann man hier den umgebenden Taunus sehen und auch ein Stück der Frankfurter Skyline – heute jedoch verschwand alles in dem dichten Nebel und dem leichten Schneegestöber. Selbst der Aussichts- und der Sendeturm (beides große Bauten aus Beton) waren nicht zu sehen.

Winter Wonderland - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Winter Wonderland - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Nachdem ich die mystische Landschaft fotografiert hatte, machten wir uns wieder auf den Weg nach unten. Der Schnee auf den Straßen war mittlerweile geschmolzen und zurück im Ort angekommen, war der Schneefall bereits in Regen übergegangen. Es dauerte nicht lange, bis alles geschmolzen war und der Ausflug zum Feldberg wie ein Ausflug in eine andere, fast unwirkliche Welt erschien.

 Habt es wundervoll,

Alena