Schmorgurken - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Schmorgurken + Herbstanfang auf dem Balkon

Meine sehr verehrten Damen und Herren, das heutige Rezept fällt leider in die Kategorie „nicht besonders fotogen“. Die Schmorgurken gehören zwar zu meinen Lieblingsgerichten, leider sind diese alle eher schwierig abzulichten. (Ich sage nur Königsberger Klopse, Spinat mit Kartoffelpüree und Ei, usw.)

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Trotzdem bekommt ihr heute das Rezept, denn Schmorgurken sind einfach zu lecker! Da kann man dann auch mal über die Ästhetik hinwegsehen 😉 Aber seit meinem Beitrag für Linsensuppe bin ich da auch schon ein bisschen erprobt. Die Hauptsache ist ja immer, dass die Sachen schmecken.

Übrigens finde ich die Gurken im ungekochten Zustand tatsächlich auch wirklich schön. So herrliches Grün! Fast schon frühlingshaft! Aber nein, Schmorgurken gibt es nicht im Frühling, sondern tatsächlich erst jetzt bzw. im Spätsommer.

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Und was ich vielleicht hinzufügen sollte: Es gibt sie nicht überall in Deutschland. Hier in Hessen beispielsweise suche ich sie seit Jahren vergeblich. Ich bin also zu der Erkenntnis gekommen, dass es diese Gurken scheinbar nicht überall gibt. Deshalb an dieser Stelle zwei Bitten:
1. Sollte es in eurem Supermarkt Schmorgurken geben, kauft sie!
2. Sollte jemand sie in einem hessischen Supermarkt entdecken – sagt mir Bescheid!

Achso und solltet ihr auch keine finden – man kann das Essen trotzdem kochen. Einfach Schmorgurken durch Zucchini ersetzen 😉

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Soweit zur Vorrede. Vielleicht noch etwas zu dem ominösen Gemüse: Schmorgurken sind mit der herkömmlichen Salatgurke verwandt, sehen ihr allerdings nicht besonders ähnlich. Sie sind hellgrün und eher klein und dick. Macht aber nichts, denn sie schmecken sehr viel intensiver! Allerdings sind sie nicht zum rohen Verzehr geeignet. Sie sind zwar nicht giftig, schmecken aber einfach nicht. Dafür eignen sie sich wunderbar zum Kochen oder Schmoren – deshalb der Name 😉

Die hübsche Schale ist sehr fest und muss vor dem Verzehr entfernt werden, ebenso wie das Kerngehäuse. Die Kerne sind sehr groß, deshalb auch mein Tipp: Kauft lieber eine Gurke mehr, dann nach dem Entkernen bleibt nicht sehr viel Gurke übrig wie man anfangs denken würde.

Eigentlich ist dieses Gericht das wahre End-of-Summer-Essen, denn es gibt die Gurken nicht mehr unendlich lange und ich gebe zu, ich habe auch schon die ersten Kürbisse eingekauft. Auf dem Balkon ist auch schon ein bisschen der Herbst (Winter?!) eingezogen – und zwar in Form von Heide, und Stacheldraht. Meine fette Henne blüht mittlerweile auch, hurra!

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Die Blumen, die ich im Sommer gepflanzt habe, betrachte ich noch mit leichtem Argwohn. Einige haben sich im Sommer sehr zurückhaltend gezeigt, begannen aber mit sinkenden Temperaturen und weniger Sonne völlig abzugehen. Ich warte einfach mal ab, wie lange sie noch mitspielen und dann gibt es sicher noch die eine oder andere Heide – es ist meine absolute Lieblingspflanze für diese Jahreszeit!

Auch drinnen habe ich schon in der einen oder anderen Ecke auf Herbst gemacht, davon bekommt ihr dann in einem gesonderten Beitrag ein paar Eindrücke. Ich liebe diese Jahreszeit, trotz Schietwetter – der Herbst ist einfach so schön! Bunt und gemütlich, mit dem herrlichsten Licht. Lasst ihn uns genießen! 🙂

Hier nun aber erst einmal das Rezept für die Schmorgurken:

Schmorgurken mit Tomaten und Hack

(für 2 Personen)

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Zutaten

  • 2 mittelgroße Schmorgurken
  • 1 Zwiebel
  • Kartoffeln nach Belieben
  • 300 g Rinderhack
  • 200-250 g Cherry-Tomaten (aka eine Packung)
  • 1 Becher Schmand oder saure Sahne
  • Öl zum Anbraten
  • gerebelten oder gehackten Thymian und Oregano
  • etwas Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und mit Salzwasser aufsetzen. Die Schmorgurken schälen, die Enden abschneiden und halbieren. Mit einem Esslöffel das Kerngehäuse herauskratzen. Alle Hälften längs ein- oder zweimal durchschneiden und dann in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Cherry-Tomaten waschen und halbieren oder vierteln, je nach Größe und Geschmack (sie sind schnell gar).

2. Während die Kartoffeln kochen, die Zwiebelwürfel in etwas Öl kurz andünsten, dann das Hack dazugeben und anbraten, bis es schön Farbe bekommen hat. Mit Salz, Pfeffer und etwas Paprika würzen und abschmecken. Nun die Gurkenstücke und Tomaten dazugeben, alles miteinander verrühren und kurz mitbraten lassen (eine Minute oder so). Thymian, Oregano und einen Schluck Wasser dazugeben, Hitze reduzieren und den Deckel auf den Topf legen. Etwa 10 Minuten schmoren lassen.

3. Nach den 10 Minuten probieren, ob die Gurken gar sind. Nun kann der Becher Schmand (oder saure Sahne) dazu. Gut einrühren und nun noch einmal mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken. Wenn die Gurken vorher noch nicht gut waren, einfach noch etwas weiterschmoren lassen. Ich mag sie, wenn sie noch etwas Biss haben – da müsst ihr dann einfach probieren!

Das wars auch schon – ihr könnt ganz normale Salzkartoffeln dazu essen, oder ihr haut in die gar gekochten Kartoffeln noch etwas Milch, einen guten Klecks Butter und eine Prise Muskat und macht euch Kartoffelpüree daraus. So esse ich es am liebsten!

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Viel Spaß beim Nachkochen 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Für den Spätsommer: Bulgur-Salat

Auch wenn sich der Sommer schon spürbar dem Ende zuneigt, darf es auf dem Teller gerne noch bunt bleiben. Quasi als Abschluss-Akkord gibt es deswegen heute einen Bulgur-Salat! (Und ein paar Blumen-Fotos vom August, denn es kann einfach nicht genug Blumen geben :))

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich hatte bis vor Kurzem ehrlich gesagt erst ein einziges Mal etwas mit Bulgur gemacht (und weiß schon gar nicht mehr, was). Mama Wunderbrunnen ist schon sehr lange großer Fan, aber bei mir war es dann doch eher Couscous, der auf den Teller kam.

Eigentlich sind die beiden Getreide-Produkte auch gar nicht sooo unterschiedlich. Beide bestehen aus Hartweizen und unterscheiden sich hauptsächlich in Bezug auf Farbe und Größe der einzelnen Körner. Couscous ist sehr viel feiner als Bulgur, weshalb ich nun auch letzteren als Basis für meinen Salat verwendet habe. (Da mag ich mehr Biss…)

Zum Geschmack kann ich nur sagen – ich finde beides lecker 😉 Bulgur hat vielleicht ein klein wenig mehr Biss, aber ich liebe Couscous auch sehr. Ich werde wohl in Zukunft noch ein bisschen mit beidem herumexperimentieren. Dann kann ich vielleicht ein genaueres Urteil abgeben.

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Auf jeden Fall kann man aus Bulgur ganz wunderbare Salate bauen. Das heutige Rezept entstand ein bisschen „aus der Not“, denn wir waren zum Ausstand-Grillen eines Kollegen von Herrn Wunderbrunnen eingeladen. Als die Frage, ob wir noch etwas mitbringen könnten, bejaht wurde, fing es in meinem Kopf an zu rattern.

Herr Wunderbrunnen hatte nämlich schon den Entschluss gefasst, das weltbeste Brot zu backen. Falls ihr das noch nicht kennt – ich hatte es in meinem Beitrag zum Bärlauch-Dip schon ganz dezent erwähnt, aber da es sich hier bei wirklich um das aller-aller-weltbeste Brot handelt, kann ich es nicht oft genug schreiben! Also, ihr findet das wirklich einfache Rezept auf dem Blog elbmadame (schon empfehlenswert an sich!) unter folgendem Link: Das weltbeste Brot.

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie
Und hat Herr Wunderbrunnen nicht einfach das schönste, fotogenste Brot gebacken?

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Aber zurück zur Geschichte mit der Grillparty! Einen Salat wollte ich gerne mitbringen, aber ein grüner Salat war mir zu schnöde und auf die Klassiker Kartoffel- oder Nudelsalat hatte ich irgendwie keine Lust. Außerdem hatte ich zu dem Zeitpunkt Hunger auf Brokkoli. Manchmal ist sowas ja die beste Inspiration! Also dachte ich an Brokkoli, an sommerliches Gemüse, an Feta – und dann fiel mir die Packung Bulgur ein, die ich erst neulich gekauft hatte.

Als mich dann noch irgendwo unterwegs Kichererbsen ansprangen (die ich auch sehr liebe), war mein Salat quasi fertig. Ihr könnt ihn beliebig abwandeln und anpassen, anderes Gemüse nehmen, Couscous oder auch Nudeln nehmen – hier ist wie immer erlaubt, was euch schmeckt!

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich stelle mir den Salat auch als Lunch im Büro perfekt vor. Nur ein Wort vielleicht zu den Mengen: Ich wusste nicht, für wieviele Personen ich den Salat mache und legte etwas „blind“ los. Im Nachhinein stellte sich heraus: So circa zehn. Natürlich war meine Schüssel dafür etwas überdimensioniert, also halbiert die Menge ruhig oder plant den Salat einfach noch für einen zweiten Tag ein.

Der Salat ist recht schnell zubereitet, einzig die Zubereitungsschritte mit der gerösteten Paprika und dem Einweichen der getrockneten Kichererbsen dauern etwas. Ihr könnt die Paprika aber auch roh verwenden und Kichererbsen aus dem Glas nehmen. Bei der Variante überspringt ihr einfach die ersten zwei Schritte im Rezept 😉

Und so wird der Salat gemacht:

Bulgur-Salat

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Zutaten

  • 200 g Bulgur
  • ca. 250 ml Wasser
  • 100 g getrocknete Kichererbsen
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 250 g Tomaten
  • eine kleine Zucchini
  • 1 Brokkoli
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • eine rote Paprika
  • 200 g Feta (bzw. einfach eine ganze Packung)
  • 2 El Öl
  • 2 EL Essig
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Couscous-Gewürz

Zubereitung

1. Die Kichererbsen mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. Nehmt ruhig ordentlich Wasser, da sie ein bisschen quellen. Ihr könnt die Schale mit den Kichererbsen einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen.Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen und die Kichererbsen in einem Sieb gut abspülen. Dann in einen Kochtopf geben, mit Wasser bedecken und gar kochen. Bei mir dauert das immer so etwa 30 Minuten, das müsst ihr gucken – sie sind gar, wenn sie etwa die Konsistenz von gargekochten Kartoffeln haben. Abgießen und beiseite stellen (wenn ihr sie etwas würzt, sind sie auch ein leckerer Snack ;)).

2. Die Paprika waschen und das Kerngehäuse entfernen. Nun entweder halbieren oder vierteln und mit der Schale nach oben in eine Auflaufform legen. Den Ofen auf höchster Stufe vorheizen, am besten auf der Grillfunktion. Die Paprika auf der obersten Schiene einschieben und rösten – so ca. 10-15 Minuten. Sie sind fertig, wenn die Schale schwarz ist! Lasst die Paprika abkühlen und wenn man sie anfassen kann, pult ihr die Schale ab. Anschließend schneidet ihr alles in Streifen oder Stücke, wie ihr mögt.

3. Den Bulgur in eine Schüssel geben, mit etwas Salz bestreuen und das Wasser zum Kochen bringen. Über den Bulgur gießen – er quillt dann innerhalb der nächsten Minuten auf. Wenn die Masse zu trocken wird, einfach noch etwas Wasser hinzugeben (oder im umgekehrten Fall Bulgur ;)). Beiseite stellen.

4. Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten. Die Zucchini putzen, halbieren und in Scheiben schneiden. Den Brokkoli in feine Röschen schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne warm werden lassen und die Röschen darin ein paar Minuten anbraten, die Zucchinischeiben dazu geben und kurz mit anrösten. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Den Feta in Würfel schneiden oder einfach später ganz rustikal über den Salat krümeln.

5. In einem Schälchen das Öl, den Essig und den Zitronensaft zusammen mit etwas Salz und Pfeffer verrühren. Nun alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermengen, das Dressing dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, wenn ihr so etwas wie eine Couscous-Gewürzmischung im Haus habt, könnt ihr auch davon noch was reinmachen – ansonsten passen gut orientalische Gewürze wie Kurkuma, Cumin, gemahlener Koriander, etwas Zimt, Paprika, Ingwer und auch Kardamom dazu. Schmeckt es einfach ab, wie es euch gefällt 🙂

Bulgur-Salat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und Kreativsein 🙂

Habt es wundervoll,

Alena

Grillrezepte mit Rebecca - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sommerliche Grillrezepte mit Rebecca {Gastbeitrag}

Heute darf ich die liebe Rebecca vom Blog Kochküken bei mir begrüßen! Sie hat uns eine kleine Sammlung sommerlicher Grillrezepte mitgebracht. Manchem Leser wird sie von unserem kleinen privaten Foodbloggercamp bekannt sein (hier nachzulesen) und wie schon dort war sie auch für den Gastbeitrag für mich kreativ. 

Ich war leider nicht dabei, als sie die Grillrezepte getestet habe, aber ich finde, dass alles ganz unglaublich lecker aussieht. Vor allem von Focaccia und Nudelsalat bin ich ein großer Fan – das wird also definitiv nachgekocht 😉 Damit ihr das auch tun könnt, mache ich nun die Bühne frei für das weltbeste Kochküken! <3 


Hallo ihr Lieben,

ich heiße Rebecca, bin schon lange kein Küken mehr, habe aber den Namen Kochküken für meinen Blog beibehalten 🙂

Als Exilfrankfurterin lebe ich mittlerweile aufgrund meines Jobs seit einigen Jahren mit meiner Familie bei Bonn.

Meine große Leidenschaft dreht sich ums Essen. Essen gehen, kochen, Rezepte schreiben und Leute dazu bekehren, dass „fast“ food nicht immer aus der Tüte oder vom Drive-In kommen muss. Da ich berufstätig bin und wir alle gerne essen, muss es bei uns meistens schnell und unkompliziert zugehen in der Küche. Trotzdem legen wir Wert auf ausgewogenes und frisches Essen. Die Ideen dafür hole ich mir aus Kochzeitungen und Kochbüchern. Nach Rezept koche ich allerdings in 99% der Fälle nicht.

Am liebsten diskutiere ich Rezeptideen bis ins kleinste Detail mit Alena aus und dabei kommen meistens die leckersten Sachen heraus.

Alena habe ich vor einem Jahr beim Foodbloggercamp kennengelernt und mittlerweile verbindet uns eine innige Freundschaft, die weit über das Kochen hinausgeht.

Da mein Blog im Gegensatz zu Alenas Wunderbrunnen winzig ist, fühle ich mich sehr geehrt, dass ich hier als Urlaubsvertretung einspringen darf.

Auch wenn der Sommer in NRW in diesem Jahr etwas zu wünschen übrig lässt, nutzen wir nahezu jede Chance um den Grill anzuwerfen. Leider sind wir weit davon entfernt, Grillprofis zu sein. Aber Spaß macht es uns trotzdem.

Dauerbrenner sind bei uns die klassischen Thüringer Bratwürste, Halloumi, gegrilltes Brot mit Kräuterbutter und Steaks. Und mal ehrlich, wie so oft beim Grillen sind auch bei uns am Ende die Beilagen fast wichtiger als das Grillgut selbst 🙂

Mir reichen schon fast ein leckerer Salat, ein fluffiges Weißbrot mit viel Kräuterbutter und dazu ein leckerer, eiskalter Spritz. Und deshalb habe ich Euch hier auch meine drei liebsten Grillbeilagen für einen gelungenen Grillabend zusammengestellt:

Mediterraner Blitz-Nudelsalat

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Zutaten

  • 500g al dente gekochte Pasta nach Wunsch
  • 1 Glas grünes Pesto
  • eine Hand voll Oliven
  • eine Hand voll Cocktailtomaten
  • getrocknete Tomaten
  • gutes Olivenöl
  • Balsamicoessig
  • Salz, Pfeffer
  • Basilikum
  • etwas frischen Knoblauch

Zubereitung

1. Die gekochten Nudeln kalt abschrecken und zur Seite stellen.

2. Für das Dressing das Pesto, etwas Olivenöl, einen guten Schuss Balsamico mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing darf ruhig etwas „zu“ salzig schmecken, da die Nudeln ordentlich Salz schlucken.

3. Das Basilikum und die getrockneten Tomaten kleinschneiden, den Knoblauch fein hacken, die Cocktailtomaten halbieren und mit den Oliven, dem Dressing und den Nudeln mischen.

Selbstverständlich schmeckt der Nudelsalat auch Bombe, wenn Ihr rotes Pesto (z.B. dieses hier) verwendet (dann würde ich aber die getrockneten Tomaten nicht noch extra in den Salat geben) oder Ihr kleine Mozzarellakugeln hinzufügt. Hier sind der Fantasie mal wieder keine Grenzen gesetzt.

Focaccia

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Zutaten

  • 250 g Weizenmehl
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 1 TL Salz
  • 4 El Olivenöl
  • gehackte Oliven
  • Kräuterbutter
  • 1 Stängel frischen Rosmarin

Zubereitung

1. Die Hefe, das Salz und den Zucker in dem lauwarmen Wasser auflösen und mit dem Olivenöl und den gehackten Oliven zum Mehl geben. Einen Stängel Rosmarin fein hacken und auch dazu geben. Alle Zutaten etwa fünf Minuten lang zu einem glatten Teig kneten und etwa 45 Minuten lang abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

2. Anschließend wird der Teig schön oval und ca. 0,5 cm dick auf Backpapier ausgerollt und mit einer Gabel mehrfach eingestochen. So kann er erneut ca. 15 Minuten gehen. Dann werden mit den Fingerspitzen kleinen Dellen in den Teig gedrückt und großzügig Kräuterbutterflocken auf dem Teig verteilt.

3. Das Focaccia habe ich bei ca 180 Grad Ober- und Unterhitze ca 20 Minuten gebacken, nach 10 Minuten noch mal großzügig mit Kräuterbutter bestrichen. Es soll leicht gebräunt, aber herrlich fluffig sein. Die Oliven können auch gerne durch getrocknete Tomaten ersetzt bzw ergänzt werden.

Das Focaccia kann auch prima vorbereitet und später oder am Folgetag kurz auf dem Grill aufgewärmt werden. Mir wurde es förmlich aus den Händen gerissen und ich werde es in Zukunft definitiv öfter backen!

Kräuterbutter

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Zutaten

  • 125g weiche Butter
  • Meersalz
  • Kräuter nach Wunsch
  • 1/2 frische Knoblauchzehe
  • etwas Zitronenabrieb
  • getrocknete Chiliflocken

Zubereitung

1. Die Kräuter und den Knoblauch fein hacken und zusammen mit dem Zitronenabrieb mit einer Gabel unter die Butter mischen. Mit Meersalz und Chiliflocken abschmecken, in ein Schälchen füllen und kalt stellen. Fertisch!

2. Ich nehme meistens 250 g Butter und mache eine Portion mit und eine Portion ohne Chili. So ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

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Liebe Rebecca, danke für deine wunderbare Urlaubsvertretung! Deine Grillrezepte klingen alle so lecker und alles ist so liebevoll gemacht. Ich hab dich lieb! <3 

Kräuterbeet mit Tatjana - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ein eigenes Kräuterbeet anlegen mit Tatjana {Gastbeitrag}

Heute gibt es keine Bücher und auch kein Rezept für euch – meine heutige Gastbloggerin Tatjana hat nämlich ein paar Tipps aufgeschrieben, wie ihr ein Kräuterbeet im Garten anlegt! Da ich selber keinen Garten, sondern einen Balkon habe, kann ich euch diese Tipps natürlich nicht geben. Ich werde es mir aber merken, da ich von einem eigenen Garten mit großem Kräuterbeet träume! 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Gärtnern und überlasse nun Tatjana das Wort 🙂


Über die Autorin:

Eigentlich schreibt Tatjana in ihrem Blog meinTriathlon.de über den Triathlon und deren drei Ausdauersportarten Schwimmen, Rad fahren und Laufen. Da sie aber auch sehr viel Wert auf eine frische und gesunde Ernährung legt, hat sie sich für Euch mit Thema „Eigenes Kräuterbeet im Garten anlegen“ beschäftigt.

Eigenes Kräuterbeet im Garten anlegen

Ein Kräuterbeet im eigenen Garten bringt viele Vorteile mit sich. Nicht nur die Gartenfreunde, sondern auch die Hobbyköche unter euch werden ihre Freude und ihren Nutzen daran haben. Ihr könnt selbst entscheiden, welche Kräuter ihr in eurem Beet pflanzen möchtet. Besonders für Köche ist dies ein wahrer Traum, da sie all ihre Lieblingskräuter direkt parat haben und somit jederzeit die richtige Würze in ihre Speisen kriegen. Mit meiner Hilfe schafft ihr es ohne großen Aufwand, euer eigenes Kräuterbeet selbst anzulegen. Ich verrate euch den richtigen Standort und welche Materialien ihr benötigt. Zudem gebe ich euch ein paar nützliche Tipps zur Gestaltung und Pflege eures Kräuterbeets.

Standort und Material

Die Bestimmung des Standortes hängt ganz von der Wahl der Kräuter ab, für die ihr euch entscheidet. Mediterrane Kräuter benötigen einen warmen und sonnigen Standort, um ätherische Öle und Wirkstoffe in den Blättern bilden zu können. Zu diesen Kräutern zählen beispielsweise Basilikum, Dill, Oregano oder Rosmarin. Kräuter wie Bärlauch, Petersilie oder Schnittlauch hingegen können auch an halbschattigen Standorten gepflanzt werden. Die benötigen lediglich einen tiefgründigen und humusreichen Boden.

Nach der Auswahl des passenden Standortes und vor dem Anlegen des Kräuterbeets benötigt ihr zunächst noch ein paar Materialien. Das Wichtigste sind natürlich die Samen oder aber bereits gekeimte Kräuter. Alle anderen Materialien hängen davon ab, auf welche Art ihr euer Beet anlegen möchtet. Ihr habt zum Beispiel die Wahl zwischen einer Beeteinfassung sowie einer Umrandung mit Steinen oder einem Staketenzaun. Ich persönlich finde einen Staketenzaun schöner, da dieser mich an einen Bauerngarten erinnert.

Kräuterbeet mit Tatjana - - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Planung und Gestaltung

Plant zunächst die Fläche eures Kräuterbeetes, indem ihr die Grundform mithilfe von Holzpflöcken und einer Richtschnur markiert und absteckt. Welche Form euer Beet haben soll, ist ganz eurer Fantasie überlassen. Passt das Beet beispielsweise eurem Ambiente im Garten an, damit alles aufeinander abgestimmt wirkt. Beachtet aber, dass eckige Beete um einiges leichter anzulegen sind als Runde oder andere komplexe Formen. Plant ihr einen Mischkräutergarten aus heimischen und mediterranen Pflanzen könnt ihr diesen strikt und einfach mit einem Weg aus Pflastersteinen in der Mitte trennen.

Bepflanzung und Pflege

Habt ihr euer Kräuterbeet gebaut, könnt ihr damit beginnen es zu bepflanzen. Doch Vorsicht, auch hier gibt es einiges zu beachten. So wird, wie bei vielen anderen Pflanzen auch, nur im Frühjahr ausgesät. Beachtet bei der Auswahl des Standorts auch die Wuchshöhe der einzelnen Kräuter. Zudem empfiehlt es sich die Kräuter durch Steine oder Holz voneinander abzutrennen, um sie später besser unterscheiden zu können. Zur Pflege solltet ihr sowohl im Frühjahr als auch im Spätsommer Humus in das gesamte Kräuterbeet füllen und einarbeiten. Vor allem mediterrane Kräuter sind somit besser vor der ungewohnten Kälte im Winter geschützt. Mithilfe eines feinmaschigen Drahtzauns, den ihr bereits beim Anlegen des Beetes waagerecht in den Boden eingrabt, hindert ihr Tiere daran unterirdisch Schaden anzurichten.

Euer eigenes Kräuterbeet ist im Handumdrehen fertig und bedarf kaum Pflege. Nutzt die vielen Vorteile, die ein solches Beet mit sich bringt und habt beispielsweise all eure Kräuter beim Kochen immer zur Hand. Frisch und natürlich aus eigenem Anbau. Ich wünsche euch viel Spaß beim Würzen.

Bücher für den Sommerurlaub mit Kathalog - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bücher für den Sommerurlaub mit Kathalog {Gastbeitrag}

Wenn ihr diesen Artikel lest, befinde ich mich bereits im Sommerurlaub! Für mich und Herrn Wunderbrunnen geht es auf einen Roadtrip durchs Baltikum. Von dort bringe ich hoffentlich viele schöne Eindrücke mit 🙂

Damit es hier in der Zwischenzeit nicht allzu ruhig ist und ich mir im Urlaub keine Gedanken über Blogbeiträge machen muss, habe ich mir ein paar Gäste eingeladen. Gastblogger hatte ich hier bereits zu meinem Blog-Geburtstag (hier nachzulesen). Für den Sommerurlaub wollte ich die ganze Sache aber etwas auflockern und habe Blogger aus unterschiedlichen „Genres“ eingeladen. So ein Blick über den Tellerrand (höhö, was ein Foodblogger-Wortwitz) ist ja auch mal schön, oder?

Den Anfang macht die wunderbare Katha von Kathalog. Ebenfalls ein hervorragendes Wortspiel, wie ich finde 🙂 Kennengelernt haben wir uns über Instagram – ich liebe ihre Account und finde ihren Blog so inspirierend! Übrigens ist Katha Teil des #booksandhotdrinkstuesday, einer sehr coolen Aktion. Schaut mal vorbei und wenn ihr Lust habt, könnt ihr dort auch mitmachen!

Nun aber zurück zum Sommerurlaub. Ich finde ja, dass man nirgendwo besser lesen kann als im Sommerurlaub und deshalb hatte ich Katha um einen Beitrag zu dem „Thema“ gebeten. Ich freue mich schon, was sie uns zu erzählen hat – und überlasse ihr nun hiermit die Bühne. Willkommen, liebe Katha! <3


Moin Moin!

Dank einer wunderbaren Aktion der tollen Alena habe ich heute die Ehre, hier zu schreiben. Aber erstmal sei kurz geklärt, wer ich bin. Ich bin Katha, vom Blog Kathalog und eine Bücher- und Kultur-affine junge Berlinerin, die querbeet von Buch-Rezensionen über Reiseberichte bis hin zu Café-Empfehlungen in der Hauptstadt alles auf ihrem Blog loswird. Ich habe ein Herz für Blumenmuster, Torten, Teetrinken und alte Geschichten, aber lese prinzipiell jedes Genre, wenn die Geschichte stimmt.

Sommer, Sonne, Verreisen – und was braucht man als bibliophile Person? Eine Sommerlektüre, egal ob auf dem Weg oder gemütlich zu Hause bei frischer Limonade. Deshalb wurde ich von Alena gebeten, ein paar Empfehlungen loszuwerden (was eine große Ehre ist, bei all den Bücherblogs, die in den Unweiten des Internets existieren!). Ich habe versucht bei diesem Beitrag eine bunte Mischung aufzustellen, sodass für jeden etwas dabei ist!

Davor sei noch kurz gesagt, dass für mich ein klassisches Sommer-Urlaubsbuch sich vor allem durch eine allgegenwärtige Leichtigkeit auszeichnet, wie ein frisches Sorbet-Eis, an dem man sich erfreut, es einem aber nicht schwer im Magen liegt. Lustigerweise habe ich bei der Auswahl auch gemerkt, dass ich diese Bücher tatsächlich alle in den Sommermonaten der letzten Jahre gelesen habe und bis auf den Krimi auch alle im Sommer spielen.

1. Roman: Lebensnah, nachdenklich und chaotisch lustig – Benedict Wells: Becks letzter Sommer

Robert Beck wollte nicht wirklich Lehrer werden, doch nun unterrichtet er seit Jahren vom Leben ernüchtert an einem Münchener Gymnasium. Als er sich jedoch in die blutjunge Kellnerin Lara verliebt und im Musikunterricht endlich ein Talent entdeckt wird, sein Leben komplett rumgewirbelt – und seine Mid-Life-Crisis auch. Beck versucht, das neue Talent, den mysteriösen Jungen Rauli Kantas, zu fördern und erlebt dabei eine Fahrt aus Liebeschaos mit Lara und Neid auf das Ausnahmetalent, das er selbst gern wäre. Alles steuert unweigerlich auf einen verrückten Roadtrip zu, bei dem man lachen, ungläubig den Kopf schütteln und nachdenklich mitphilosophieren kann. Wells schafft es in diesem Roman facettenreich die Mid-Life-Crisis Becks einfach loszuerzählen und mit Tempo und Spaß für eine besondere Geschichte zu sorgen und greift dabei ernste und alltägliche Lebensthemen und –fragen auf.

2. Krimi: Das Berlin der 20er Jahre erkunden mit einem Stil und etwas Schnauze – Susanne Goga: Leo Berlin

Berlin in den frühen 1920ern: Der Kriminalkommissar Leo Wechsler bekommt einen merkwürdigen Fall zugewiesen. Ein Wunderheiler, der erschlagen wurde – nur gibt es keine Zeugen. Einziger Anhaltspunkt ist scheinbar, dass er Kunden der noblen Gesellschaft hatte. Kurz darauf geschieht ein weiterer Mord, diesmal ist es eine Prostituierte – können diese zusammenhängen? Leo Berlin ist ein interessanter historischer Krimi, der sehr gut recherchiert ist und durch Authentizität glänzt und perfekt, um auf Reisen etwas zwischendurch zu lesen, da der Krimi-Teil eher deduktiv als fesselnd und leider auch ein bisschen voraussehbar ist. Das vergisst man aber gerne bei den sehr lebendig und vielfältigen Charakteren, die wundervoll in die Zeit eingewoben sind. Dies ist definitiv die Stärke des Buches ist, man verliert sich wahrlich in der Zeit der 20er!

3. Humor: Einfach lachen über schrullige Figuren – Marina Lewycka: Caravan

Mit großer Hoffnung kommen Arbeitssuchende als Erdbeerpflücker aus Polen, der Ukraine, Afrika und China nach Großbritannien, um dort zu arbeiten und vielleicht sogar das große Glück zu finden. Doch erstmal da angekommen trifft die irrwitzige Kombination aus den verschiedensten Menschen auf eine ausbeuterische Farm – und ein irres Abenteuer. Etwas abgedreht, definitiv verrückt, urkomisch, extrem albern und mit einer Portion Zynismus hat mich dieser Roman vor einigen Jahren dazu gebracht, gut zu lachen und Marina Lewycka in mein Herz zu schließen (und ihre ganzen anderen Bücher zu lesen, von denen ich auch „Das Leben kleben“ herzlich empfehlen kann).

4. Klassiker: Eine zeitlose, emanzipierte und herrlich zynische Liebesgeschichte – E.M. Forster: Zimmer mit Aussicht

Florenz um 1900: Die Engländerinnen Lucy Honeychurch und Miss Barlett gehen gemeinsam auf eine Bildungsreise in Florenz und stellen in der Pension verärgert fest, dass sie entgegen der Planung kein Zimmer mit Aussicht erhalten – bald kommt heraus, das die Pension voller Briten ist und das Vater-Sohn Duo Emerson bietet den Damen freundlich an ihr Zimmer zu tauschen – ein gesellschaftlicher Fauxpas! – was sie nach langer Diskussion annehmen. Über die Zeit zeigt sich, dass die Emersons scheinbar überall sind und dass sich der Sohn George in Lucy verliebt ist, was sie in einen Konflikt mit ihren eigentlichen Hochzeitssplänen bringt. Gesellschaftlicher und persönlicher, freier Willen stehen einander gegenüber. Ein geistreicher Klassiker mit modernem Ton, der viel mehr als eine Gesellschaftskomödie oder eine Liebesgeschichte ist, sondern zu Autonomie des Geistes aufruft und dabei herrlich über die feine britische Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts spottet.

5. Historische Familien Saga: Eine sizilianische Insel und eine liebenswürdige, besondere Familiengeschichte mit Höhen und Tiefen – Catherine Banner: Die langen Tage von Castellamare

Das ehemalige Findlingskind Amedeo Esposito erhält Anfang des 20. Jahrhunderts eine Stelle als Arzt auf einer kleinen Insel vor Sizilien namens Castellamare. Der Roman erzählt die Geschichte der Familie über ganze vier Generationen, von 1914 bis 2009, von Amedeo bis zu seiner Urenkelin Lena. Dabei erlebt die Insel viele Skandale, geht durch Zeiten von Faschismus und Kommunismus, Modernisierungen und Krisen. Mittelpunkt bleibt die Bar der Familie „Das Haus am Rande der Nacht“, die mal mehr, mal weniger von den Familienmitgliedern geliebt wird. Bewegend, wunderschön geschrieben und ruhig berichtet der Roman über eine Familie eingebettet in ein ganzes Jahrhundert, welches mit seinen Beschreibungen auch Lust auf Italienurlaub macht.

Kennt ihr ein paar der oben genannten Büchern? Und was macht für euch das perfekte Sommerbuch aus? Schreibt es gern in die Kommentare.

Zu guter Letzt möchte ich mich nochmals bei Alena für diese wunderbare Aktion bedanken. Für mich war es eine ganz neue Erfahrung, auf einem anderen Blog zu schreiben.

Liebe Grüße

Katha

 

Große Wannseerundfahrt Potsdam - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Große Wannseerundfahrt in Potsdam

Vor ein paar Wochen verbrachten Herr Wunderbrunnen und ich ein paar Tage in Berlin und Umgebung. Obwohl es viel regnete und ziemlich unsommerlich kalt war, hatten wir eine schöne Zeit. Wir genossen den großelterlichen Garten, machten eine Wannseerundfahrt in Potsdam und feierten im strömenden Regen im Olympiastadion mit zehntausenden U2-Fans.

Das Konzert war der Wahnsinn, aber ich habe dort kaum Fotos gemacht. Das lag einerseits am Regen, andererseits daran, dass mich ewig fotografierende Menschen auf Konzerten eher stören. Ich konzentriere mich lieber aufs laute Mitsingen und Hüpfen 😉

 

Große Wannseerundfahrt Potsdam - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Große Wannseerundfahrt Potsdam - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Von der Wannseerundfahrt in Potsdam und dem Garten von Herrn Wunderbrunnens Großeltern habe ich dafür eine ganze Reihe Fotos gemacht. Die möchte ich euch heute zeigen.

Außerdem muss ich eine ganz große Empfehlung aussprechen: Ein Ausflug nach Potsdam lohnt sich so oder so, aber wenn ihr es einrichten könnt – macht die große Wannseerundfahrt! Die kleine ist auch nett, aber die große ist einfach noch viel schöner.

Große Wannseerundfahrt Potsdam - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Große Wannseerundfahrt Potsdam - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Große Wannseerundfahrt Potsdam - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Als wir ankamen, wurden wir von einem Regenschauer überrascht. Deshalb suchten wir uns zuerst eine Möglichkeit zum Einkehren und fanden das Café Central am Alten Markt. Ich habe dort vor lauter Begeisterung kein einziges Foto gemacht, aber es war wunderschön dort. Es gibt leckeren Kaffee, köstlichste Eisschokolade und California Pops – hausgemachtes Eis am Stiel mit rein biologischen Zutaten, echten Früchten und keinerlei Zusatzstoffen. So gut!

Als wir uns dort gerade niedergelassen hatten, klarte der Himmel auf und der Regen verschwand. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Anleger an der Langen Brücke. Die Fahrt führt unter der Glienicker Brücke hindurch, in deren Mitte die Grenze zwischen Berlin und Potsdam verläuft – gut erkennbar an der unterschiedlichen Farbgebung beider Seiten. Die Geschichte des als „Agentenbrücke“ bekannten Bauwerks könnt ihr hier nachlesen: Glienicker Brücke.

Große Wannseerundfahrt Potsdam - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Große Wannseerundfahrt Potsdam - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Der Dampfer fährt dann weiter am Park und Schloss Babelsberg vorbei, Richtung Teltow-Kanal und Griebnitzsee. Überall gibt es die riesigen Villen ehemaliger Ufa-Berühmtheiten zu sehen, was absolut beeindruckend ist. Der Große Wannsee wird überquert, hier kann man das bekannte  (und ziemlich riesige) Strandbad sehen. Dort macht der Dampfer übrigens eine kurze Pause!

Die gesamte Fahrt zeichnet sich durch wundervolle Ausblicke aus – ob auf tolle Villen oder schönste Schlösschen, kleine Hausbötchen auf dem See, es gibt wahnsinnig viel zu gucken. Auf die jeweiligen Sehenswürdigkeiten weist netterweise immer eine Durchsage an Bord an. Entspannter kann man wirklich nicht durch die Gegend schippern 😉

Große Wannseerundfahrt Potsdam - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Wer Lust bekommen hat, dem sei der folgende Link ans Herz gelegt. Hier findet ihr alle Informationen, Abfahrtszeiten und Preise:
Die Wannseerundfahrt

Nicht in Potsdam, aber trotzdem lohnend ist übrigens das Fährhaus Caputh. Dort kehrten wir nach unserer Fahrt ein und genossen einen herrlichen Ausblick und das Abendlicht über dem Schwielowsee. Weitere Infos erhaltet ihr hier: Fährhaus Caputh 

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Ihr seht, man kann es sich auch bei Regen schön machen – und manchmal ist es auch gar kein Dauerregen, sondern nur ein Schauer 😉

Habt es wundervoll,

Alena

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kürbiskernpesto mit Rucola [Das ultimative Pestoding]

Zack, schon wieder ist ein Monat rum und es geht in die nächste Runde vom ultimativen Pestoding! 😀 Heute habe ich euch ein Kürbiskernpesto mitgebracht.

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Kurz noch für alle, die es noch nicht kennen: „Das ultimative Pestoding“ ist eine Aktion von verschiedenen Bloggern. Einmal monatlich wird ein Rezept für ein Pesto oder ein Gericht gebloggt, in dem dieses Pesto enthalten ist. Daraus entsteht dann eine umfangreiche Sammlung an Rezepten – und Inspiration pur für euch!

Im letzten Monat gab es hier bei mir ein Pesto Trapanese – in dem Beitrag verlinkt findet ihr auch die Beiträge aller anderen Bloggerinnen. Es ist eine ganze Menge zusammengekommen, was mich ziemlich geflasht und beeindruckt hat. So viel Zeit hat man ja gar nicht, das alles selber auszuprobieren!

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Auch heute verlinke ich euch wieder alle Beiträge meiner Mitstreiterinnen. Aber erstmal erzähle ich euch etwas zu meinem heutigen Rezept.

Ich liebe zwar das klassische grüne Pesto mit Basilikum und werde davon sicher noch ein Rezept verbloggen, aber für heute darf es nochmal etwas anderes sein. Kürbiskernpesto wollte ich nämlich schon lange mal ausprobieren und so war diese Aktion der perfekte Anlass.

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Das Pesto ist sehr basic, ganz schlicht und ohne viel Schnickschnack. So wie ich es am liebsten mag 😉 Die Zubereitung macht aber sehr viel Spaß, denn die Kürbiskerne werden zuerst geröstet. Ich liebe das ja sehr – Kerne oder Nüsse rösten. Der Duft ist einfach so herrlich!

Eigentlich haben Pesti ja meistens als Basis irgendein Kraut oder Gemüse – hier sind es die Kerne. Ich habe trotzdem noch etwas Grünes dazugegeben: Rucola. Der passt mit seinem leicht nussigen Aroma sehr gut dazu. Dann noch etwas Parmesan und ein Klacks Kürbiskernöl (oder wie es in der Steiermark korrekt heißt: Kernöl) und das Pesto-Glück ist perfekt.

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Übrigens habe ich dieses Pesto, wie im letzten Beitrag angekündigt, nicht püriert, sondern gehackt. Mittlerweile ist bei uns ein Mörser eingezogen, da hatte ich das Pesto allerdings schon gemacht. Ich werde ihn also beim nächsten Pesto ausprobieren und euch berichten, wie es damit funktioniert!

Wenn man keinen Mörser besitzt, kann man es aber auch ganz toll einfach mit einem Messer hacken. Die Kürbiskerne habe ich in meinem Food Processor-Aufsatz für den Pürierstab etwas geschreddert. Den Rucola hab ich dann ganz old school selber gehackt – nicht besonders fein, aber auch nicht mehr wirklich grob. Vermengt mit den Kernen und dem Öl ergab es eine schöne Masse, die durchaus noch Struktur zeigt. Genauso, wie ich es im letzten Beitrag schon als ideal beschrieben habe!

Ansonsten ist das Pesto wieder mal perfekte Feierabendküche – schnell gemacht, perfekt zu Nudeln, aber sicher auch auf Brot oder in Nudel- oder Kartoffelsalat. Deshalb hier nun das Rezept für euch:

Kürbiskernpesto

(für ein Glas)

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 70 g Kürbiskerne
  • 90 g Sonnenblumenöl
  • 30 g Kürbiskernöl
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 2 Handvoll Rucola (etwa 40-50 g)

Zubereitung

1. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Eignet sich gut als Meditation – der Duft ist herrlich und das leise Knacken der Kerne so entspannend! Am besten daneben stehen bleiben und immer wieder durchschütteln und wenden, sie verbrennen sonst schnell.

2. Den Rucola waschen und trocken schleudern. Dann hacken – nicht zu fein, aber auch nicht mehr wirklich grob. Gemeinsam mit dem Öl und dem geriebenen Parmesan in eine Schüssel geben.

3. Die Kürbiskerne entweder hacken oder in einem Food Processor mit nur ein paar wenigen Stößen leicht schreddern. Zu den restlichen Zutaten und alles gut miteinander vermengen. Zu Spaghetti oder Nudeln nach Wahl servieren!

Ich freue mich schon auf das nächste Pestoding – solche Aktionen sind immer gut für die Kreativität 😉 Apropos: Hier sind noch die Beiträge meiner Mitstreiterinnen. Viel Spaß beim Stöbern!

Kürbiskernpesto - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Habt es wundervoll,

Alena

Orangenlachs mit Bandnudeln - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce

Wenn ihr diesen Artikel noch am Erscheinungstag (Freitag) lest, bin ich gerade als Trauzeugin auf einer Hochzeit unterwegs und vermutlich furchtbar aufgeregt. Ich wollte euch das Rezept für die Nudeln mit Lachs und Orangensauce trotzdem unbedingt heute zeigen!

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Dabei sollte man eine bestimmte dieses Gerichts nicht in Kombination zu einem Brautkleid erwähnen / essen / ein- oder ausatmen. Und das wäre der Kurkuma. Vermutlich ist er etwas exotischer als alle üblichen Gewürze, die man so tagtäglich verwendet. Tatsächlich kennt ihr ihn aber alle – denn Kurkuma ist das, was Curry seine charakteristische gelbe Farbe verleiht. Und klassischerweise als Tod eines jeden Kleidungsstücks gilt 😉

Als wir also kürzlich erst dieses Gericht kochten, war es mit einiger Paranoia meinerseits verbunden. Ihr müsst wissen, dass ich als Trauzeugin auch Verwahrerin / Hüterin / Wächterin des Brautkleides war. Bereits auf dem Weg vom Auto zur Wohnung schossen allerlei Gedanken und Horrorszenarien durch meinen Kopf. Würde ich mit dem Ungetüm in den Fahrstuhl passen? Würde ich sehen können, ob auch wirklich nichts in der Tür eingeklemmt war?

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mit einem Mal erkannte ich, woher die Inspiration von diversen Chaos-Hochzeits-Filmen stammt. Ich hätte an dem Tag vermutlich einige neue Drehbücher schreiben können. Aber ich brachte das  (übrigens unglaublich schwere) Prachtstück wohlbehalten in die Wohnung, wo es im Arbeitszimmer einen ungestörten Platz bekam, fernab von Küche und allen Gefahren, die diese so mit sich bringt.

Eine leichte unterschwellige Sorge blieb trotzdem – das Kleid sollte natürlich auch atmen können, also der Transport-„Sack“ geöffnet werden. Und wer weiß, wer im Nachbarhaus so alles niest, das dann iiiiirgendwie zu uns ins Arbeitszimmer… ach naja. Als ob!

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

 

Es ist natürlich alles gut gegangen (Stand Donnerstagabend, während ich das hier tippe). Auch unser Essen ging ohne Unfall ab, da die Arbeitszimmertür stets geschlossen blieb. Auch auf uns selbst haben wir nicht gekleckert, denn auch das kam bereits vor. Ein Tipp aus Erfahrung: passt auf, wenn ihr den Fisch in die Soße plumpsen lasst. Das ist tendenziell eine Spritz-/Klecker-Situation 😉

 

 

Ich bin ein großer Fan von den Nudeln mit Orangensauce, denn ich liebe Lachs und gleichzeitig ist es das perfekte Feierabend-Essen! Es geht schnell, ihr braucht nicht viele Zutaten, keinen Schnickschnack. Ok, vielleicht habt ihr spontan keinen Kurkuma da, aber den sollte man sowieso im Gewürzschrank haben. Das ist die Gelegenheit 😉

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Außerdem finde ich das Essen gleichzeitig gemütlich und sommerlich – wir essen es zu jeder Jahreszeit. Durch den Fisch und das zarte Orangen-Aroma wirkt es leicht und durch die Orangensauce und die Nudeln hat es auch etwas Heimeliges an sich. Fast so wie ein Soulfood für den Sommer! Ich mag es wahnsinnig gerne und bin gespannt, wie es auch gefällt.

Und so wird das schnelle Feierabend-Essen zubereitet:

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce

(für 2 Personen)

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 200 g Bandnudeln
  • 300 g frisches Lachsfilet
  • 1 Zwiebel oder Schalotte
  • 180 ml Sahne (oder einen ganzen Becher, wenn ihr großzügig seid ;))
  • 150 ml Orangensaft
  • 1 gehäuften EL Dill
  • 1 EL Kurkuma
  • etwas Öl zum Anbraten
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

1. Das Lachsfilet ggf. von der Haut befreien, kalt abspülen und trocken tupfen. In Würfel schneiden (ca. 2 cm) und beiseite stellen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.

2. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin ein paar Minuten dünsten (ich schneide in der Zeit immer den Lachs). Mit der Sahne und dem Orangensaft aufgießen und etwas köcheln lassen. Kurkuma hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Dill dazugeben. In der Zwischenzeit Wasser für die Nudeln zum Kochen bringen.

3. Die Nudeln ins Wasser geben, gleichzeitig den Lachs in die Sauce geben und darin garziehen lassen. Wenn die Nudeln fertig sind, abgießen und mit der Sauce vermengen. Servieren – fertig!

Bandnudeln mit Lachs und Orangensauce - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Habt ihr eine Art „Soulfood“ für den Sommer, wenn das Wetter nicht mitspielt und man aber gleichzeitig auch nicht direkt die großen Eintöpfe kochen will? (Nicht, dass das verwerflich wäre – Eintöpfe gehen bei Schietwetter zu egal welcher Jahreszeit ;)) Ich freue mich, wenn ihr mir davon erzählt!

Habt es wundervoll,

Alena

Sankt Peter-Ording - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ein Tag am Meer in Sankt Peter-Ording

Wenn ich meiner Heimat einen Besuch abstatte, ist meistens nicht besonders viel Zeit. Trotzdem versuche ich so oft es geht einen Ausflug an die Nordsee zu machen – genauer gesagt nach Sankt Peter-Ording. Warum, das zeige ich euch heute!

Sankt Peter-Ording - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Der Ort mit dem sperrigen Namen liegt im schönsten Bundesland der Welt (;)) auf der Halbinsel Eiderstedt. Wenn ihr eine Karte von Deutschland vor euch habt, sieht es aus, als hätte Schleswig-Holstein im Westen eine Art Nase – das ist Eiderstedt. Und genau auf der Spitze der Nase liegt Sankt Peter-Ording!

Ich würde euch jetzt natürlich gerne tausend tolle Übernachtungsmöglichkeiten empfehlen, aber da dieses zauberhafte Fleckchen Erde immer in Tagesausflugs-Nähe lag, kann ich damit leider nicht dienen. Es gibt dort aber unzählige Ferienwohnungen und auch einige sehr stylische Hotels. Aber warum solltet ihr überhaupt dorthin fahren?

Sankt Peter-Ording bietet natürlich in erster Linie einen unglaublich riesigen Strand. So groß, dass man bei Ebbe tatsächlich ein ganzes Stück laufen muss, um das Meer zu sehen. Sämtliche Meer-Liebhaber, die ich kenne, lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Team Nordsee und Team Ostsee. An der Ostsee ist das Meer nämlich nie weit weg (Totschlag-Argument aller Team Ostsee-Menschen ;)). Dafür ist der Strand an der Nordsee viel schöner zum Laufen, ganz fest – man kann dort also auch im Herbst oder Winter mit Stiefeln endlos lange Spaziergänge machen und sich durchpusten lassen. Außerdem finde ich es immer ziemlich spannend, die Gezeiten so deutlich am Werke zu sehen wie dort. Das gibt es an der Ostsee nicht!

Sankt Peter-Ording - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sankt Peter-Ording - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sankt Peter-Ording - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sankt Peter-Ording - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Also ihr seht, ich gehöre zu Team Nordsee 😉 Ich kenne Sankt Peter-Ording aber auch schon seit ich ein kleines Kind war, deshalb währt diese Liebe schon sehr lange. Schon auf der Hinfahrt klopft mein Herz vor Freude, sobald die ersten Wiesen mit Schafen und Kühen auftauchen. Sobald dann mein absoluter Lieblings-Leuchtturm Westerhever am Horizont sichtbar wird, weiß ich: Wir sind bald angekommen!

Am Parkplatz hinterm Deich weht einem direkt der Wind um die Ohren. Die Luft ist herrlich rein – in Sankt Peter-Ording gibt es durch die Dünen, den Wald hinter dem Deich und die Salzwiesen insgesamt drei verschiedene Klimazonen, die alle auf ihre eigene Art und Weise heilsam sind. Weitere Infos dazu könnt ihr hier nachlesen: Klima in St Peter-Ording

Sankt Peter-Ording - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie Sankt Peter-Ording - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sankt Peter-Ording - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Im Ort kann man sich aber nicht nur gut erholen, sondern auch sportlich betätigen. Wir belassen es zwar immer gerne bei einem langen Spaziergang, aber es gibt noch viele weitere Möglichkeiten – der Strand eignet sich ebenso zum Drachensteigen lassen wie zum Kitebuggyfahren und Strandsegeln. Das Meer hier gilt neben Sylt als das beste Revier Deutschlands zum Kite- und Windsurfen. Wem das zu extrem ist – zugucken macht mindestens genauso viel Spaß und nicht so nass 😉

Wer auf seinem Spaziergang irgendwo einkehren möchte, kann dies in den Pfahlbauten tun, die verteilt auf dem Strand stehen und als Wahrzeichen von Sankt Peter-Ording gelten. Man kann aber auch wunderbar ein Picknick am Strand machen, wie wir es bei unserem letzten Besuch getan haben.

Sankt Peter-Ording - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Sankt Peter-Ording - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

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Ihr seht, dieses zauberhafte deutsche Fleckchen Erde ist einen Besuch wert – zu jeder Jahreszeit übrigens! Im Sommer wie im Herbst, wenn es wirklich richtig stürmisch wird. Es gibt nichts Schöneres, als sich so richtig durchpusten zu lassen und sich anschließend bei einem Tee, einer heißen Schokolade oder einer Toten Tante wieder aufzuwärmen 😉 Genauso herrlich ist es im Sommer, durch den Wind erträgliche Temperaturen zu haben, wenn der Rest Deutschlands unter der Hitze ächzt. (Jaja, selten, ich weiß ;))

Solltet ihr also mal in der Gegend sein – fahrt dorthin! Und besucht auch gleich den Leuchtturm Westerheversand, denn einen schöneren und fotogeneren Leuchtturm werdet ihr nicht wieder zu sehen bekommen 😉

Habt es wundervoll,

Alena

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mediterraner Kartoffelsalat und große Hummus-Liebe

Der Sommer ist im Moment ja eher nicht ganz so verlässlich wie man es sich wünschen würde. Lange im Voraus geplante Grillpartys kann man eigentlich auch direkt knicken… Deshalb habe ich heute ein Grillparty-taugliches Rezept, dass ihr auch ganz spontan noch am Morgen vorbereiten könnt: Mediterraner Kartoffelsalat!

Nicht ganz so gut spontan zu machen ist der Hummus, aber er ist so unfassbar gut, dass ich auch dafür das Rezept mitgebracht habe. Der Kartoffelsalat ist (wieder einmal ;)) ein Rezept von Mama Wunderbrunnen. Meine Mama kann einfach so unglaublich gut kochen! Es gibt ausnahmslos immer tolles Essen bei ihr. Und nun dürft ihr dreimal raten, woher ich meine Liebe zum Kochen habe 😉

Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Liebe von ihr vererbt bekommen habe, denn sonst würde mir vermutlich sehr viel Kreativität und Experimentierfreude fehlen. Und ich würde mich nicht über die vielen lange erprobten Rezepte freuen, die sie in ihrem Fundus hat. Dazu gehört, wie bereits erwähnt, der Kartoffelsalat.

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Dazu muss ich sagen, dass es in unserer Familie noch ein anderes Rezept gibt – nämlich für ganz „klassischen“ Kartoffelsalat. Mit Eier und Mayo und Gewürzgurken. Es stammt aus der Feder meiner Oma und ich behaupte immer gerne, dass es der allerbeste Kartoffelsalat der Welt ist und keiner so gut schmeckt! (Außer natürlich von meiner Mama, die macht ihn genauso und er schmeckt auch genauso gut.)

Aber vermutlich verhält es sich mit Kartoffelsalat auf gleiche Art und Weise wie mit Frikadellen oder ähnlichen Hausmannskost-Gerichten. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept und natürlich kocht jede Oma es am besten! (Schreibe ich jetzt so. Aber in echt weiß ich, dass meine Oma und meine Mama am besten kochen. Ist ja klar ;))

Der mediterrane Kartoffelsalat hält sich aus der Diskussion um den besten klassischen Kartoffelsalat heraus und macht sein eigenes Ding. Die Kartoffeln dürfen noch warm zu dem ebenfalls noch warmen Gemüse und gemeinsam mit dem leckeren Dressing und knusprigen Kürbiskernen eine Party feiern. Die Mischung muss nicht durchziehen (wie bei Omas Kartoffelsalat) und schmeckt kalt genauso gut wie warm! Also perfekt für spontanes Zubereiten kurz bevor die Gäste kommen.

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Als zweite Leckerei gibt es heute ein Hummus-Rezept von mir – wobei, gar nicht von mir, sondern von der wunderbaren Molly Yeh (ausgesprochen wie das englische „yay!“ :). Ich kenne sie zwar (leider!) nicht persönlich, habe aber trotzdem dank ihres Blogs und ihres Instagram-Accounts den Eindruck, dass sie ein absolut bezaubernder Mensch ist. So eine Person, die man gerne sofort als Freundin hätte! Schaut unbedingt mal auf ihrem Blog vorbei, ihre Fotos sind so wunderschön und ihr Schreibstil absolut herrlich.

Klar, dass ich ihr Buch „Molly on the Range“ haben musste, als es erschien, oder? Eine etwas ausführlichere Rezension habe ich noch geplant, aber ich kann euch an dieser Stelle schonmal eine Kaufempfehlung aussprechen. Ich selbst habe die englische Version des Buches, finde es auch sehr gut zu verstehen. Es gibt aber auch mittlerweile eine deutsche Version: „Molly’s Kitchen“

Als ich mich vor ein paar Wochen mit ein paar Freundinnen zum Grillen verabredet hatte, machte ich zusätzlich zu dem Kartoffelsalat noch den Hummus á la Molly Yeh. Ich liebe Hummus und bin von dem Rezept absolut hin und weg! Bislang fand ich selbstgemachten Hummus nämlich häufig zu trocken. Mollys Rezept ist aber wirklich toll – und ja, der Haufen Petersilie und gewürfelte Schalotte oben drauf muss so 😉

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Als Lieblingsbrot hat sich übrigens dieses hier etabliert: Weltbestes Brot von Elbmadame

Ich hatte es hier schon einmal erwähnt, aber es ist so lecker, da kann man es ruhig einmal zu viel erwähnen. Eigentlich reicht schon dieses Brot zum Grillen – vielleicht noch ein oder zwei Dips dazu, mehr braucht es nicht! Wenn ihr es noch nicht ausprobiert habt, tut es unbedingt 😉

Und damit ihr für die nächste Grillparty gerüstet seid, gibt es jetzt beide Rezepte für euch! Los geht es mit:

Mediterraner Kartoffelsalat

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 500 g Kartoffeln
  • 2-3 Möhren (mittelgroße)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 100 g getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt!)
  • 1 EL Kürbiskerne
  • 1 Bund Radieschen
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • optional: 50 g schwarze Oliven

für das Dressing:

  • 1 TL Balsamico-Essig
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Sojasauce
  • Pfeffer

Zubereitung

1. Die Kartoffeln gar kochen (je nach Größe 20-30 Minuten). Anschließend pellen und in Scheiben schneiden. Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Lauchzwiebeln waschen und in Ringe schneiden. Eine rote Zwiebel (oder Schalotte) schälen und fein würfeln. Die getrockente Tomaten ebenfalls klein schneiden. Den Bund Radieschen waschen, putzen und in feine Streifen schneiden.

2. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Möhren darin anbraten und dann die Zwiebel, Lauchzwiebeln und getrockente Tomaten dazugeben. Garen, bis die Möhren bissfest sind. Zu den Kartoffeln geben.

3. Die Dressing-Zutaten miteinander vermengen und über den warmen Salat geben. Vor dem Servieren die Kürbiskerne und Radieschen über den Salat geben. Am besten warm genießen, er schmeckt aber auch kalt!

Und weiter geht es mit:

Hummus nach Molly Yeh

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Zutaten

  • 180 g getrocknete Kichererbsen
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Zitronensaft
  • 125 g Tahini
  • 3/4 TL Salz
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50 ml kaltes Wasser
  • Olivenöl zum Beträufeln
  • eine Zwiebel
  • glatte Petersilie

Zubereitung

1. Die Kichererbsen müssen über Nacht einweichen – einfach in eine Schüssel geben und mit Wasser bedecken. Das Wasser sollte etwa 2 cm höher reichen als die Kichererbsen! Am nächsten Morgen bzw. Tag die Kichererbsen in ein Sieb geben und noch einmal Wasser drüberlaufen lassen. Dann mit dem Natron in einen Kochtopf geben, mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und dann köcheln lassen, bis die Kichererbsen sehr weich sind. Das kann 30-60 Minuten dauern. Abgießen und kurz abkühlen lassen.

2. Die Kichererbsen mit Zitronensaft, Tahini, Knoblauch und Salz in ein Gefäß geben und mit Stabmixer oder Pürierstab pürieren. Während der Mixer weiterläuft, das Wasser einfließen lassen. Wenn eine glatte Creme entstanden ist, abschmecken und bei Bedarf noch Salz hinzufügen.

3. In eine Schüssel geben und mit Olivenöl beträufeln. Nach Geschmack mit einer fein gewürfelten Zwiebel und gehackter Petersilie bestreuen. Mit frisch gebackenem Brot servieren oder mit Gemüsesticks dippen. Der Hummus hält sich mit Olivenöl bedeckt und luftdicht verschlossen im Kühlschrank etwa drei Tage.

Mediterraner Kartoffelsalat - Wunderbrunnen - Foodblog - Fotografie

Ich hoffe, euch gefällt mein mediterraner Kartoffelsalat! Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß beim Nachkochen. Lasst uns einen großartigen Sommer haben – auch wenn das Wetter nicht nach Sommer ist 🙂

Habt es wundervoll,

Alena